Der Pudding meiner Oma

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Selbstsucht Völlerei Familie 50+ Tod

Ich möchte beichten, dass ich als junges Kind, mit mehr oder minder autistischen Ansätzen, etwas absolut unmenschliches an mir hatte. Mir ist bis heute unklar, warum man mich für das unendliche Maß an Frechheit, das ich an den Tag legte, nicht grün und blau schlug. Nachdem meiner Großmutter Krebs im vorangeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde, habe ich mich nicht weiter dafür interessiert - dazu muss aber auch gesagt werden, dass es niemand als seine Aufgabe ansah, mir beizubringen, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lange da sein wird. Wir haben sie und meinen Großvater nur etwas häufiger besucht als sonst üblich. Bei den regelmäßigen Treffen fiel mir, neben neuen medizinischen Gerätschaften, die überall standen, nur eines auf - ein etwas speziellerer Schokopudding. Es schien wohl das Einzige zu sein, was man ihr nicht verbieten konnte, da alles andere im Kühlschrank eher sonderbare Kost war. Als kleiner Junge hatte ich natürlich nur die Idee, mir auf irgendeinem Weg etwas davon erschleichen zu können. Gedacht, gefragt - abgelehnt.


Die Zeit ging rum, Omas Zustand verschlechterte sich und ihr Ende nahte. Einen Tag vor ihrem Ableben vermachte sie mir ihren restlichen Vorrat der Süßspeise. Diesen aß ich daheim gemütlich auf und machte mir ansonsten keine weiteren Gedanken. Auch anderweitig ließ mich ihr darauf folgender Tod vielmehr kalt. Heute kommt es mir beim Gedanken an irgendeine Art von Pudding hoch, da ich meine Tat einfach nicht begreifen kann. Ich möchte mein Verhalten in dieser absurden Situation nicht unbedingt nur unter kindlicher Dummheit abbuchen und erbitte die Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036209 vom 20.07.2015 um 20:38:26 Uhr (9 Kommentare).

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Verzocktes Familien-Wochenende

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Lügen Falschheit Neuhardenberg

Ich stand bis vor Kurzem davor, meine Master-Abschlussarbeit abzuschließen. Meine Freundin wusste darüber natürlich Bescheid - dennoch beschloss sie, dass wir mit unserem Kind nach Norddeutschland zu ihrer Familie fahren. Über ein langes Wochenende. Ich habe ihr von Anfang an gesagt, dass dies für mich aufgrund der Abschlussarbeit schwer wird. Dazu ist zu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt auf die Korrektur meines Betreuers wartete. Gemessen an seinem Standard ging ich stark davon, aus das viel nachzubessern sei. Zudem hatte ich zu diesem Zeitpunkt nur noch zehn Tage Zeit, da dann die Abgabefrist auslief.


Natürlich war sie nicht sehr erfreut, fuhr aber alleine mit unserem Kind zu Ihrer Familie. Ich bekam am Freitagabend dann das Feedback meines Betreuers: Es war wenig zu tun. Nur noch ein paar Sachen prüfen, ausformulieren, geradebiegen und dann abgeben. Tja. Ich habe das ganze Wochenende über gezockt und einfach nur vom Stress entspannt. Als sie zurückkam, spielte ich den Gestressten, der noch extrem viel Arbeit mit der Abschlussarbeit hatte. Die Woche darauf habe ich sie dann abgegeben und meiner Freundin geschworen, dass die zukünftigen Wochenenden der Familie gehören. Ich bitte um Absolution für mein verzocktes Wochenende.

Beichthaus.com Beichte #00036208 vom 20.07.2015 um 19:58:16 Uhr in Neuhardenberg (14 Kommentare).

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Beziehung mit meinem Halbbruder

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Vorurteile Begehrlichkeit Ignoranz Partnerschaft Biberach

Ich bin als Einzelkind aufgewachsen. Bei meinen Großeltern. 2010 habe ich dann meinen leiblichen Halbbruder kennengelernt, denn er war auf der Suche nach mir. Und ab da sind mir immer wieder Gedanken durch den Kopf geschossen, die da nicht sein dürften - ich finde meinen eigenen Bruder extrem anziehend. Aber ich habe immer die Finger von ihm gelassen, weil ich ja nicht wusste, wie er denkt und ich Angst hatte, ihn zu verlieren, würde ich ihn damit konfrontieren. Aber irgendwann waren wir in auf einem Schützenfest, haben getrunken und geredet. Und ein Wort gab das andere - eigentlich wollten wir für uns gegenseitig passende Partner suchen. Am Ende kam raus, dass wir uns gegenseitig nicht von der Bettkante schubsen würden. Wir haben dann die ganze Nacht offen über das Thema geredet und just in dem Moment ist das schlafende Raubtier in mir erwacht.


Ich habe mich in meinen Bruder verliebt. Auch darüber haben wir gesprochen und heraus kam, dass es ihm die ganze Zeit genauso ging. Jetzt sind wir ein Paar. In dieser Beziehung komm ich das erste Mal zur Ruhe und kann mich fallen lassen, denn aufgrund der 5-jährigen vorherigen Bindung als Geschwister haben wir eine ganz andere Beziehung. Wir würden den anderen niemals im Stich lassen und gewisse Grenzen sind uns wohl bewusst. Die werden auch nicht überschritten. Allerdings finde ich es zum Kotzen, wenn Leute es wissen und sehen, wie wir miteinander umgehen und die dann das Lästern anfangen. Automatisch wird man verurteilt und ausgeschlossen. Das ist doch nicht fair, ich kann doch meine Gefühle nicht unterdrücken! Das ist mehr als nur ein Eingriff in das Recht auf Freiheit! Was ist daran so falsch? Was bitte soll daran verwerflich sein? Gut, Kinder kann man nicht haben, aber das liegt an den Genen, das funktioniert einfach nicht. Das ist okay, es gibt auch noch andere Methoden. Ich bin für mehr Toleranz in unserer Gesellschaft!

Beichthaus.com Beichte #00036205 vom 20.07.2015 um 13:53:06 Uhr in 88400 Biberach (Hindenburgstraße) (14 Kommentare).

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Ich will einfach keine Kinder!

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Zorn Ungerechtigkeit Vorurteile Gesellschaft Kinder

Ich beichte, dass ich mit Kindern rein gar nichts anfangen kann. So langsam komme ich in das Alter, in dem man sich Gedanken macht. Viele planen eine Familie oder haben schon Babys. Ich dagegen will weder heiraten, noch Kinder bekommen. Nicht, weil ich sie hasse oder so etwas, ich möchte einfach nicht. Ich bin praktisch veranlagt, und das ist eben unpraktisch. Als freiheitsliebender Mensch müsste ich so viel einbüßen. Viele verstehen das nicht, wenn ich so direkt auf ihre Frage antworte. Ich wiederum verstehe nicht, wie man freiwillig so eine Bindung eingehen und solch eine Verantwortung auf sich nehmen kann und in Kauf nimmt, die Ruhe, den Körper, Zeit oder vielleicht Karriere zu opfern. Allerdings akzeptiere ich, wenn jemand sagt, er wünscht sich eine Familie und Nachwuchs, gönne es auch denjenigen, ihr Glück auf diese Weise zu finden. Ich freue mich mit meinen Freunden, wenn es so weit ist - leider tut sich die "Gegenseite" auch heutzutage noch schwer damit, zu akzeptieren, dass es auch Menschen gibt, die sich strikt gegen eigene Kinder, sondern eben vielleicht eher für ein Patenkind entscheiden.


Komisch, wo es doch immer heißt, die Geburtenrate sinkt. Bin ich wirklich die einzige Frau mit anderen Lebensplänen? Mittlerweile bin ich fast etwas verletzt, wenn der ewige Spruch kommt: "Ach, das ändert sich in den nächsten paar Jahren noch!" Nein, das tut es nicht! Ich sage ja auch nicht zu den Leuten, die mir von ihren Familienplänen erzählen: "Ach, in zwei Jahren seit ihr aus eurer Kinderwunschphase auch wieder raus, das wird schon noch." Ehrlich, das gehört sich einfach nicht! So sehr ich mir hierzulande allgemein bessere Bedingungen für Eltern und auch Alleinerziehende wünsche, so sehr wünsche ich mir mindestens das Doppelte an Toleranz für Menschen ohne Nachwuchs und ohne Kinderwunsch.

Beichthaus.com Beichte #00036202 vom 20.07.2015 um 10:58:26 Uhr (19 Kommentare).

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Meine Ex ging dauernd fremd!

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Fremdgehen Rache Ex

Ich bin Anfang Zwanzig und möchte beichten, dass ich mit meiner Freundin schlussgemacht habe, weil sie mir fremdgegangen ist, obwohl ich selbst ständig fremdgeflirtet habe. Angefangen hat das Ganze vor einigen Jahren, als sie mich zum ersten Mal betrogen hat. Ich war unglaublich treu und verliebt und habe ihr verziehen. Dieselbe Geschichte wiederholte sich noch zwei weitere Male. Jedes Mal war es schwerer zu vergeben, aber ich tat es letzten Endes doch, weil ich sie liebte und weil ich naiv war. Der eigentliche Anlass, die Beziehung zu beenden, war größtenteils eigentlich ihre mangelnde Reue und der lächerliche Versuch, das Offensichtliche zu vertuschen und weiterzumachen, als wäre nie etwas passiert. Der negative Nebeneffekt all dieser Brüche in unserer Beziehung war jedoch, dass ich selbst abgestumpft bin und es mir in Rachegedanken bequem gemacht habe. Ich habe nach den ersten Malen viel mit anderen Mädchen geschrieben, mich mit vielen getroffen und habe auch mit ihnen rumgemacht.


Obwohl ich dabei nie bis zum Sex ging, und meine Freundin mich wohl möglich auch schon öfter betrogen hatte, als ich es weiß, fühlt es sich falsch an. Ich will mein Handeln nicht mit Selbstjustiz und "Auge-um-Auge" rechtfertigen, schließlich tat ich ja dasselbe was sie tat, nur im Affekt. Es tut trotz allem innerlich weh, dass ich ihr auf irgendeine Art und Weise Unrecht getan habe. Ich weiß nicht, ob sie mich noch liebte, aber ich habe es auf jeden Fall - und irgendwo tief in mir, tue ich es immer noch, ganz gleich, was sie getan hat.

Beichthaus.com Beichte #00036201 vom 20.07.2015 um 01:04:11 Uhr (9 Kommentare).

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