Die Sucht zu spucken

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Ekel Unreinlichkeit Manie Arbeit Wien

Ich arbeite in einem gut besuchten Restaurant in der Favoritengasse, wo ich des Öfteren ins Essen reinspucke! Ich habe damit wegen eines Gastes angefangen, ein ehemaliger Lehrer von mir. Aber danach hat es sich immer mehr als Sucht entwickelt. Mal schauen, ob ich irgendwann auffliege, da ich immer größere Mengen, auch Rotz, absondere. Aber der Nervenkitzel ist es wert, da ich sowieso vorhabe, nach meinem Zivildienst, den ich demnächst antrete, woanders zu arbeiten.

Beichthaus.com Beichte #00024988 vom 25.10.2008 um 16:34:52 Uhr in Wien (Favoritengasse) (18 Kommentare).

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Abgeschlagene Autospiegel

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Aggression Vandalismus Selbstverletzung Last Night Löhne

Ich habe einige Ticks und zwar ist es so, dass ich, wenn ich richtig betrunken bin, das Bedürfnis habe Autospiegel mit meiner Faust abzuschlagen. Hört sich bestimmt lustig an, ist es leider nicht - habe es geschafft, so meine rechte Hand kaputt zumachen. Und weil ich so betrunken war, war mir das egal dass meine Hand wie blöd am Bluten war. Als ich dann zu Hause ankam, habe ich mit Freunden mir einen Druckverband gemacht, jedenfalls versucht, mit dem Erste-Hilfe-Kasten aus dem Auto meines Vaters. Dann habe ich mich ins Bett gelegt und habe bis 14 Uhr geschlafen. Als ich dann vor Schmerzen wach wurde, habe ich einen Freund gefragt, ob er mich nicht in Krankenhaus fahren könnte.

Wollte er erst nicht machen, als ich ihm sagte, was los war, hatte es nicht mal mehr drei Minuten gedauert, da stand er vor meiner Haustür. Dann sind wie zu Arzt gefahren, die Krankenschwester hat mich angeschrien, wie blöd muss man denn sein dass man nicht mit so großen und dazu noch so vielen Schnittverletztung zu Arzt geht, oder einen Krankenwagen ruft. Da ich immer noch recht betrunken war, antwortete ich nur, dass ich zu müde war und bock hatte zu schlafen. Naja dann erklärte die nette Dame, was nicht alles hätte passieren können mit meiner Hand. Als sie sagte, dass sie mir die Hand schlimmstenfalls amputieren müsste, musste ich fast kotzen, aber auch gleichzeitig fast angefangen zu heulen.

Das fand sie recht lustig und fing mit meiner Wunde ein wenig zu spielen an, was erstens verdammt wehgetan hat und zweitens mir davon richtig schlecht wurde und ich ihr am liebsten alles ins Gesicht gekotzt hätte. Dann habe ich einen Verband bekommen und die Sache ist verheilt. Das Schlimme daran ist, dass es jetzt 4 Monate her ist und ich so ein unglaublich großes Verlangen habe ein Autospiegel abzuschlagen und jedes Mal, wenn ich was trinke, meine Hände in meine Taschen stecke und an etwas richtig Geiles denken muss, damit ich diese verdammten Autospiegel nicht abschlage.

Beichthaus.com Beichte #00024980 vom 24.10.2008 um 00:46:33 Uhr in Löhne (35 Kommentare).

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Das beste Jahr meines Lebens

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Drogen Trunksucht Schule USA

Ich habe, wie so viele dieser Generation, ein Schuljahr im Ausland verbracht. Die Werbungen dieser Austauschprogramme reichen von "spektakulären Erfahrungen" bis zum "besten Jahr deines Lebens", die Preise von 2.000 Dollar bis 20.000. Ich erlaube mir, um eine realitätsnahe Vorbereitung eventueller Teilnehmer dieser Programme zu gewährleisten, meine Ergebnisse wiederzugeben: Ich befand mich für circa sieben Monate in einer amerikanischen Großstadt, im Südwesten des Landes. Ich habe mehrfach die Gastfamilie wechseln müssen, teils aus eigener Verschuldung, teils aus anderen Gründen. Ich verbrachte die meiste Zeit bei einer zwar netten, aber gestressten, verarmten und tief religiösen Familie. Ich habe versucht, mich in die Gemeinschaft einzufügen, aber bei vier Kindern, die in der Homeschool unterrichtet wurden, plus kirchliche Aktivitäten 24/7 ging es nicht. Ganz zu Schweigen von den Differenzen in meinen und ihren Einstellungen. Bei allem guten Willen konnte ich mich wenig unterhalten, da Unterhaltungen beim Erwähnen von unerwünschten Dingen einfach abgebrochen wurden. Zum Beispiel, wenn die Rede von Frauen, Sex, Drogen, Krieg oder Ähnlichem war. Ich habe in meinem Zimmer im völlig ruinierten Haus gesessen, mich gelangweilt, gefroren, gehungert, und gehofft, dass es sich legen würde. Hat es aber nicht, also griff ich zur Radikallösung: Ich habe so viel Zeit, wie ich konnte, mit Freunden verbracht, Drogen genommen, mich komplett von Fast Food ernährt, generell jede Regel missachtet, und meinen Unmut über die Situation nicht länger für mich behalten. Irgendwann fiel ich durch einen Drogentest und fuhr nach Hause, schon halb tot vom Nahrungsmangel - 10 Kilo abgenommen. Die Eltern völlig enttäuscht, Verwandten Lügen erzählt, Gastfamilie nicht mehr gesprochen.

Was also habe ich in diesem "besten Jahr meines Lebens" gelernt?
- Alles über Joints, Pilze, Autos knacken, sprayen, diverse andere Drogen, Brandstiftung, und Verwendungszwecke einer Axt.
- Dass die Austauschorganisationen ihre Schützlinge wie Dreck behandeln (Drogentests, Familienwechsel, diverse Obligationen und Kompromisse, wenn man nicht nach Hause will)
- Das amerikanische Familienleben, ihre Religion, ihre Ansichten, Traditionen, von denen sich allesamt sagen lässt, dass Europäer damit nicht gut zurechtkommen, egal wie anpassungsfähig.
- Kenntnisse in Sprache (viel Slang), Geographie, und der Stadt, die jedem Touristen verwährt bleiben. Wer also selber mit dem Gedanken spielt, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, dem sei gesagt: sich richtig in eine fremde Familie zu integrieren, ist in der kurzen Zeit, und bei den kulturellen Differenzen nicht möglich. Es wird langweilig. Niemand fährt mit euch nach Disneyland oder New York, sondern ihr hängt in der Vorstadt/Kleinstadt ab, ohne viel Abwechslung. Wenn ihr nicht immer schön die Klappe haltet, werdet ihr zurückgeschickt. Die Schule ist sinnlos, ihr werdet nichts lernen, das ihr in Deutschland verwenden könnt. Was ihr mitnehmen werdet, ist eine bessere Kenntnis der Sprache, allerdings nicht des gefragten Schulenglisch, sondern des Slangs. Die eine oder andere Enttäuschung ist vorprogrammiert, und sei es die des Abschieds von neu gewonnenen Freunden nach zehn Monaten. Bedenkt dieses. Es sei erwähnt, dass ich hier nicht versuche, Auslandsschuljahre zu verhindern, ich möchte nur jedem Teilnehmer in solchen Programmen sagen: Es wird hart, sei auf alles vorbereitet!

Beichthaus.com Beichte #00024969 vom 19.10.2008 um 23:32:48 Uhr in USA (ArPhoenix, AZ) (31 Kommentare).

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Männliche Ticks bei einer Frau

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Fetisch Manie Zwang Verschwendung Landau in der Pfalz

Ich habe zwei Ticks, die ich hier gerne mal loswerden möchte, da ich mich für diese Ticks schäme. Ich hoffe, sie werden mir verziehen, wenn ich beichte. Mein erster Tick ist der, dass ich ständig an meinem eigenen Geschlechtsteil - ich bin eine Frau - riechen muss. Ich finde meinen eigenen Geruch so geil, er macht mich extrem an. Ich sitze meistens mit dem Kopf nach unten da und schnuppere an mir. Was ich daran so antörnend finde, weiß ich selbst nicht, ich finde einfach, es riecht gut. Und eigentlich dachte ich, dass nur Männer so etwas geil finden. Dafür schäme ich mich wirklich extrem und ich würde gerne damit aufhören, aber es geht irgendwie nicht. Mein zweiter, harmloser Tick, ist der, dass ich immer am Rand von einem Bett schlafen muss. Ich kann nicht schlafen, wenn nicht ein Bein aus dem Bett raushängt. Mindestens müssen meine Füße am unteren Rand des Bettes raushängen. Sobald ich meine Beine in die Mitte des Bettes ziehe, bin ich hellwach und kann nicht mehr schlafen. Woran das liegt, weiß ich auch nicht. Ich habe nur gemerkt, dass es schwachsinnig war, als Single ein 140 cm breites Bett zu kaufen, wenn ich davon noch nicht mal die Hälfte brauche, weil ich ja eh mit einem Bein außerhalb des Bettes bin. Das will ich damit auch noch beichten, dass ich viel zu viel Geld für ein viel zu großes Bett ausgegeben habe. Danke fürs Lesen!

Beichthaus.com Beichte #00024967 vom 18.10.2008 um 19:36:20 Uhr in Landau in der Pfalz (25 Kommentare).

Gebeichtet von zero-assoluto
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Der alltägliche Schwachsinn

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Verzweiflung

Der alltägliche Schwachsinn
Ich habe oft das Gefühl mein Leben sinnlos zu verschwenden, andererseits sehe ich aber auch irgendwie keinen wirklichen Sinn im Dasein!? Bei genauerer Betrachtung stellt sich mir immer vieles als fraglich bis vollkommen idiotisch dar. Ich meine, man wird geboren, lebt im Optimalfall gesunde 80 Jahre und dann stirbt man. Ende der Vorstellung! Was danach kommt, oder ob da überhaupt noch was kommt, ist genau so wahrscheinlich, wie dass nichts mehr passiert. Das Einzige, was wirklich sicher ist, ist, dass das Leben eine auf kurze Zeit begrenzte Angelegenheit ist. Jede Minute, die man davon nicht nutzt, ist eine vergeudete Minute, die man nicht mehr zurückbekommt. Nur trotz dieses Bewusstseins hänge ich im alltäglichen Schwachsinn fest und nutze meine kurze Lebenszeit nicht wirklich sinnvoll. Ich fühle mich irgendwie von unserer Gesellschaft um mein Leben betrogen, 2000 Jahre Evolution und das soll alles sein?

Da haben also Milliarden Menschen vor mir gelebt, deren Dasein offensichtlich genau so nutzlos war, wie meines, oder die absolut nichts Effektives zu einer besseren Gesellschaft oder einem sinnvolleren Leben beigetragen haben. Wobei ich mir auch oft die Frage stelle, was überhaupt Sinn macht. Genau genommen ist das irdische Dasein ein großer Haufen Schwachsinn, bei dem wir uns alle sehr ernst nehmen. Dogmen, Ethik, Wissenschaften, möglichst viel Lernen um Wissen zu erlangen, das einem am Ende doch nichts erklärt, einem Job nacheifern, um mehr Geld zu haben, mehr Geld, mit dem man sich dann Dinge kauft, die man eigentlich gar nicht braucht. Dinge, die man gekauft hat pflegen, gesunde Ernährung und viel Sport, um länger zu leben. Länger leben, um dann alt und einsam zu werden, aber dabei gute Figur zu machen. Jung sein, um mit allem unzufrieden zu sein, und dann älter werden, um wieder jung sein zu wollen. Beinrasur, Augenbrauen zupfen, Fingernägel lackieren, das Auto waschen, in einem Club stampfend rhythmischen Geräuschen folgen, Bier trinken und Zigaretten rauchen, Paarungszeremonien um sein Ding in das Ding von jemand anderen zu stecken, dabei dann Kinder bekommen und deswegen bis zum Ende seines Leben jemand anderen ertragen müssen! Wir sind ein Haufen Schwachsinniger, die auf einer großen Kugel durchs All treiben! Oft fühle ich mich einfach nur Lebensmüde, das noch nicht in dem Sinn, dass ich mich vom Balkon stürzen möchte, aber ich empfinde das Leben oft einfach nur als eine in sich wiederkehrende Wiederholung mit neuen Statisten. Ich beichte, dass ich nichts mit mir und meinem Leben anzufangen weiß, ich bin ein Schwachsinniger unter Schwachsinnigen und in 50-60 Jahren werde ich dieses Leben beenden, ohne dass mein Dasein irgendeinen Sinn gehabt hat.

Beichthaus.com Beichte #00024963 vom 17.10.2008 um 12:04:45 Uhr (56 Kommentare).

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