Die Baustellen-Lampe unter meinem Bett

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Diebstahl Dummheit Peinlichkeit Familie Bonn

Als ich etwa 15 Jahre alt war, bin ich nach dem Feiern mit einer Freundin zur Bahn gegangen. Wir waren gut angetrunken und kamen auf die blödsinnige Idee von einer Baustelle zwei dieser Leuchtdinger abzumachen und mitzunehmen. Ich hatte eine relativ große Tasche dabei, wo ich meine Lampe reingesteckt habe. Die Tasche war allerdings nicht mit Reißverschluss, sondern man klappte sie einfach so zu. Jedenfalls ging meine Freundin dann zu Fuß nach Hause und ich nahm die Bahn. Aus irgendeinem Grund, ich weiß nicht mehr warum, fuhr ich ein oder zwei Stationen zu weit und meine Eltern mussten mich von der Bahn abholen. Da wir zuvor festgestellt hatten, dass diese tollen Lampen keinen Ausschalter haben, blinkte diese fröhlich in meiner verdächtig ausgebeulten Tasche vor sich hin und ich hielt sie im Auto meiner Eltern krampfhaft zu, damit die bloß nichts merkten. Zuhause habe ich sie dann unter meinem Hochbett unter Kissen, Decken und Kuscheltieren versteckt. Die hat noch ewig geblinkt, mehrere Wochen lang. Was sind da bitte für Batterien drin?
Naja, jedenfalls konnte ich mit dem Ding nie was anfangen, weil ich es ja schlecht einfach rausholen und in mein Zimmer als Deko hinstellen konnte. Was hätte ich meinen Eltern sagen sollen?
Mittlerweile wohne ich schon länger nicht mehr Zuhause und in meiner Abwesenheit wurde ein neuer Fußboden in mein altes Zimmer gelegt. Dabei wurde natürlich alles ausgeräumt. Die Lampe lag 10 Jahre lang unter meinem Bett. Als ich dann neulich zu Besuch war, stand die Lampe gut sichtbar auf einem meiner Schränke. Da steht sie auch immer noch. Was müssen meine Eltern wohl gedacht haben, als sie die gefunden haben? Sie haben mich jedenfalls nie darauf angesprochen.
Meine Beichte: Ich habe Eigentum der Stadt geklaut, was ich nicht hätte tun dürfen. Vor allem, weil es ja für den Straßenverkehr nicht sonderlich förderlich ist, wenn Lampen fehlen. Wenigstens waren da noch mehrere, die Baustelle verschwand also nicht im völligen Dunkel und ich glaube die Lampe meiner Freundin war eh aus, was natürlich nicht entschuldigt, dass wir sie mitgenommen haben. Letztendlich würde ich es als Jugendsünde verbuchen, aber Leid tut es mir trotzdem.

Beichthaus.com Beichte #00029877 vom 21.03.2012 um 23:39:16 Uhr in 53111 Bonn (Am Hauptbahnhof) (28 Kommentare).

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Vorverurteilt

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Engherzigkeit Selbstsucht Partnerschaft

Ich beichte, dass ich nach fünf Jahren immer noch meinem Ex hinterhertrauere. Als wir uns kennenlernten war ich siebzehn, und irgendwie der Meinung alle Beziehungen liefen wie bei GZSZ. Ich war jung, dumm und naiv, hielt mich aber selbst für unfehlbar und allwissend, eine fatale Mischung. Mein Ex ist ein Profisportler, etwa acht Jahre älter als ich, und er imponierte mir zu Anfang sehr. Er ist sehr gut aussehend, groß und muskulös, außerdem sanft und ein wirklich herzensguter Mensch. Es lief ungefähr ein halbes Jahr super, dann begann ich an ihm herumzuerziehen. Ich warf ihm Arroganz vor, wenn er Selbstbewusstsein zeigte, schmollte wenn er wegen des Trainings keine Zeit für mich hatte, war rasend eifersüchtig, so bald er von Frauen Fanpost oder Autogrammwünsche bekam und nörgelte an seiner Ordnung und seinen Manieren herum. Er sagte mir des Öfteren, dass er sich bemühte sich zu ändern, aber kaum hatte er eine Sache abgestellt, die mir nicht passte, fand ich die Nächste. Ich begann fremdzuflirten, um ihn eifersüchtig zu machen, und konstruierte aus jeder kleinen Meinungsverschiedenheit ein Beziehungsdrama. Irgendwann verweigerte ich ihm den Sex, nicht etwa weil es mir nicht gefallen hätte, sondern nur aus dem simplen Grund, um meine Macht über ihn zu testen. Er begann sich Stück für Stück von mir emotional zurückzuziehen und abzuschotten, was mich natürlich darin bestätigte, dass er sich mir zuliebe irgendwie ändern musste. Ich bemerkte nicht, dass ich der eigentliche Auslöser für sein teilweise sonderbares Verhalten war. Vor meinen Freundinnen redete ich oft schlecht von ihm, und als Konsequenz daraus rieten sie mir bald zur Trennung. Natürlich wollte ich auf keinen Fall eine Trennung, ich wollte einfach nur Drama und meine Launen ausleben, und ihn so erziehen, wie ich ihn haben wollte. Nur wusste ich eigentlich gar nicht wie genau das aussehen sollte. Eines schönen Tages war geplant, dass er mich nach seinem Training von meinen Eltern abholte. Er kam aber nicht. Am Anfang kochte ich vor Wut, aber freute mich auch insgeheim, dass ich einen Grund hatte ihn so richtig anzuzicken. Nachdem ich eine halbe Stunde gewartet hatte, schrieb ich ihm eine bitterböse SMS, dann versuchte ich ihn anzurufen, aber er ging nicht ran. Nach über einer Stunde schrie ich seine Mailbox an, ich wolle ihn nie wieder sehen und dass ich ihn hasste. Er meldete sich tatsächlich eine Woche lang nicht bei mir, und mein Zorn schlug relativ schnell in Sorge um, ich war aber zu stolz, um mich noch einmal bei ihm zu melden.


Schließlich rief mich eine Freundin an, und fragte mich, wie es ihm denn gänge. Ich sagte, dass mir das vollkommen egal sei, und dass er sich schon ewig nicht bei mir gemeldet hätte, und warum sie das überhaupt fragte. Ich erfuhr, dass er einen Trainingsunfall gehabt hatte und im Krankenhaus lag, das stand sogar in der Zeitung, aber die hatten meine Eltern nicht abonniert. Mir wurde schlecht, als ich das hörte. Ich rief ihn an, aber er drückte mich weg. Ins Krankenhaus zu fahren getraute ich mir nicht. Eine ganze Weile lang badete ich im Selbstmitleid, machte ihm aber auch den Vorwurf, dass er mich ja hätte ruhig zurückrufen können und mir erklären was los war. Eine weitere Woche lang schrieb ich ihm SMS und versuchte ihn anzurufen, aber er reagierte nicht im Geringsten. Als ich mich dazu endlich mit einiger Verzweiflung dazu durchrang, ihn im Krankenhaus zu besuchen, war er schon lange wieder zu Hause. Ich klingelte bei ihm, aber er öffnete nicht. Schließlich bekam ich von ihm eine Mail mit der Audiodatei meiner Mailboxnachricht, in der ich ihn so beschimpft hatte. Mir fiel zum ersten Mal auf, dass das, was ich zu ihm gesagt hatte, wirklich hart und äußerst gemein gewesen war. Danach brach er den Kontakt ab, obwohl ich noch oft versuchte an ihn heranzukommen. Mittlerweile habe ich mehrere Kurzzeitbeziehungen hinter mir, die alle nicht das Richtige für mich und auch nicht annähernd so schön wie die mit meinem Ex waren, und mir gezeigt haben, dass meine damaligen Erwartungen an einen Partner und eine Beziehung vollkommen unrealistisch gewesen sind. Einer meiner anderen Ex-Freunde hat mir bei der Trennung sinngemäß gesagt, dass mir etwas recht zu machen genauso unmöglich sei, wie nachts die Sterne zu zählen und dass ich so ziemlich der Frau gewordene schlimmste Albtraum eines jeden Mannes sei. Das hat mich sehr verletzt, aber auch zum Nachdenken gebracht. Ab und an gehe ich in die Sporthalle und sehe meinem Ex beim Spiel zu, aber er tut so, als würde er mich nicht erkennen. Ich bin immer noch nicht wirklich über ihn hinweg, das merke ich, wenn ich mich daran erinnere, wie es war von ihm gehalten und geküsst zu werden. Er wird diese Saison aufhören, um als Trainer woanders zu arbeiten, vielleicht komme ich dann endlich los von ihm, obwohl ich immer noch von einer gemeinsamen Zukunft mit ihm träume.

Beichthaus.com Beichte #00029817 vom 22.02.2012 um 11:04:53 Uhr (34 Kommentare).

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“35.000

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Ralf und Carsten

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Eifersucht Rache Telefon Partnerschaft Bonn

Vor vielen Jahren war ich in einer Beziehung mit einer Frau, die anscheinend ziemliche psychische Probleme hatte. Sie versuchte ständig mich eifersüchtig zu machen, in dem sie fremde Männer erfand, die angeblich hinter ihr her waren.
Sie hat u.a. in ihrem Handy im Telefonbuch die Namen ihrer Freundinnen in Herrennamen wie Ralf oder Carsten umbenannt, damit es so aussah als ob diese Leute ihr schreiben bzw. sie anriefen. Nach einiger Zeit bin ich natürlich darauf angesprungen (habe damals Nichts durchschaut, war halt auch noch etwas naiv) und habe mir als sie duschen war die Nummern dieses Carsten und Ralf notiert und denen am nächsten Tag eine SMS geschrieben. Ich war erstaunt als sich dann ihre Freundin meldete (die mich auch kannte) und ab da habe ich den ganzen Schwindel durchschaut. Ich habe mir aber nichts anmerken lassen. Ich habe dann noch einmal ihr Handy genommen und dann im Telefonbuch fast alle Einträge bearbeitet, d.h. in die Nummern Zahlendreher eingefügt und Fake-Einträge wie Opa Heinz oder Dieter W. erstellt. Das Telefonbuch war nicht mehr zu gebrauchen. Stellenweise habe ich auch eine Rufumleitung eingerichtet ohne das sie es wusste. Sie musste dann alles auf Werkseinstellungen zurücksetzten und alle Nummern neu sammeln. Dennoch hat sie sich nichts anmerken lassen, ich denke es war ihr einfach zu peinlich, dass ich das durchschaut habe.

Beichthaus.com Beichte #00029501 vom 08.11.2011 um 15:04:04 Uhr in Bonn (18 Kommentare).

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Zeitung austragen Samstag Nacht

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Aggression Gewalt Last Night Arbeit Peine

Zeitung austragen Samstag Nacht
Ich (m/19) habe neben meiner Ausbildung noch einen Nebenjob. Ich trage früh morgens um 2 Uhr Zeitungen aus.
Die Abonnenten bekommen ihre Tageszeitung von Montag bis Samstag wie halt üblich. Da um diese Uhrzeit viele Partys noch im Gange sind treffe ich oft Samstags morgens auf angetrunkene Jugendliche. Das ist ja so weiter gar nicht schlimm solange die mich nicht bei meiner Arbeit stören. Letzten Samstag kam es aber anders. Ich war in einer kleinen Seitenstraße gerade am austeilen als ich 2 Jugendliche sah und wie immer dachte ich mir nichts schlimmes kommen bestimmt von einer Party. Doch friedlich waren diese nicht. Sie kamen auf mich zu und am Akzent konnte man deutlich erkennen, dass die zwei aus südlichen Ländern kamen. Sprüche wie "Guck mal die scheiß Kartoffel", "hat einen Drecksjob". "Hässlicher Hurensohn" und das ging noch weiter. Ich habe es einige Zeit gekonnt ignoriert und habe weiter meine Arbeit verrichtet. Aber anscheinend waren die 2 auf Ärger aus. Ich war gerade dabei bei einem Haus mit Hofeinfahrt die Tageszeitung einzuschieben da folgt mir einer von denen. Als ich mich umdrehe und zurück gehen will rempelt er mich an und schubst mich weg und brüllt mich an was das soll und ob ich Stress suche. Ich habe ihn ungläubig angeguckt und meinte zu ihm "Das ist jetzt nicht dein ernst oder?". Seine Antwort darauf war das ich nicht so frech sein soll sonst würde er mich "kaputt schlagen". Da ging es mit mir durch und ich habe dem halbstarken so eine gegeben das er wie ein Baum beim fällen umfiel. Sofort rannte sein "Homeboy" auf mich zu und wollte ebenfalls auf mich losgehen und der Kollege hat von mir ebenso etwas kräftiges zwischen die Augen bekommen und fiel auch zu Boden. Ich habe überhaupt nichts gegen Mitbürger mit Migrationshintergrund, aber wenn ich so frech und provozierend bei meiner Arbeit stört der hat wie ich finde es nicht anders verdient. Trotzdem tut es mir Leid, dass sie nun mit einem blauen Auge die Nacht nach Hause gehen mussten. Hätten sie mich nicht belästigt, hätten die beiden auch ruhig einschlafen können. Seit diesem Vorfall habe ich wieder mit dem Muskeltraining angefangen, falls ich die zwei wiedertreffe sollte und sie sich rächen wollen. Trotzdem in diesem Sinne, es tut mir Leid.

Beichthaus.com Beichte #00029437 vom 13.10.2011 um 17:33:43 Uhr in Peine (Werderstraße) (49 Kommentare).

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“Beichte

Die Igelhelferin

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Dummheit Aggression Tiere Ignoranz Bonn

Vor einem Jahr habe ich (w/18) abends auf dem Nachhauseweg einen in einem Zaun eingeklemmten Igel gesehen, und versucht ihm raus zu helfen. Ich habe mich mehrmals an seinen Stacheln gestochen und als er frei war hat er mich zum Dank in den Finger gebissen. Darauf folgte dann eine schöne Blutvergiftung. Gestern habe ich wieder einen Igel in dem selben Zaun gesehen und habe ihm wieder raus geholfen. Dann hat mir dieses Vieh schon wieder in den Finger gebissen. Zum Glück habe ich mir in der Zwischenzeit meine Tetanusimpfung auffrischen lassen. Ich beichte, dass ich nie wieder einem Igel aus dem Zaun helfen werde!

Beichthaus.com Beichte #00029185 vom 23.07.2011 um 12:14:49 Uhr in Bonn (22 Kommentare).

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