Sind alle zu blöd für den Straßenverkehr?

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Zorn Selbstsucht Auto & Co. Hamburg

Ich (m/32) hasse das allgemeine Verhalten von Menschen im Straßenverkehr. Egal ob ich als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer unterwegs bin, laufend ist man von rücksichtslosen Idioten umgeben. Als Autofahrer muss ich aufpassen, dass mir in der Stadt trotz roter Ampel keine Leute vor das Auto laufen, muss beim Reißverschlussverfahren zwei Leute vorlassen, weil einer wieder cleverer ist als die anderen und massiv drängelt und muss auf Radfahrer achten, die ich nach fünf Minuten Schleichen endlich überholen konnte, damit die an der nächsten Ampel sich rechts an mir vorbeiquetschen. Als Radfahrer darf ich alle zwei Wochen meine Bremsen testen, weil Autofahrer nicht auf Radfahrer achten (trotz hervorragend einsehbarer Wege und Radfahrerampeln), muss den Nichtsmerkern ausweichen, die trotz vier Meter Fußweg plötzlich auf den einen Meter Radweg laufen müssen (ohne zu schauen selbstverständlich) und werde von der Straße gedrängt, in welcher Radfahrer von beiden Richtungen vorsichtig einfahren dürfen (weil die Autofahrer keine Schilder lesen).

Als Fußgänger muss ich am besten neonfarbene Klamotten tragen, zu jeder Zeit, weil Rechtsabbieger keine fünf Sekunden warten können, muss Radfahrern ausweichen die auf der falschen Straßenseite auf dem Bürgersteig fahren (was übrigens eine Ordnungswidrigkeit ist) und muss auch den Nichtsmerkern ausweichen, weil die an mir vorbeirennen und dann direkt vor mir stehen bleiben. Nicht selten kommt es dann zu einem verbalen Schlagabtausch, weil ich beim 50. Vorfall am Tag irgendwann dann nicht mehr ruhig bleiben will. Drei Mal in den vergangenen Monaten wurde es etwas heftiger, einmal habe ich die Polizei gerufen (da hat mich ein Autofahrer in die parkenden Autos abgedrängt, weil er meinte, ich dürfte gar nicht auf der Straße in diese Richtung fahren - steht aber überall Radfahrer dürfen in die Einbahnstraße). Auf meinen Hinweis hin, dass ich ihm sogar Platz gemacht habe und er dann meinte, er wolle mich anzeigen, hat es mir gereicht. Ende vom Lied war eine Anzeige gegen ihn, u. A. wegen Nötigung und Sachbeschädigung.

Beim zweiten Vorfall habe ich einen Kerl umgefahren, weil ich absolut nicht bremsen konnte (mit dem Fahrrad), dabei war ich nicht mal schnell unterwegs. Der Depp hat aber nur auf sein Telefon gestarrt und nicht auf den Weg geachtet. Ich habe mich nicht entschuldigt, sondern ihn angepöbelt und er ist kleinlaut abgehauen. Der dritte Vorfall ist mein Highlight. Ein Autofahrer, der auf sein Telefon guckt und mich beinahe umfährt. Seine Erklärung, er wolle da ja nur kurz halten (auf einem Zebrastreifen) weil er Pokemon Go spielt und ich hätte ja aufpassen sollen, war dann zu viel an dem Tag. Ich hatte ihm beim Ausweichen schon versehentlich den Seitenspiegel abgerissen und habe mich dann dazu hinreißen lassen, ihm zu drohen. Er wollte dann die Polizei rufen, aber hat dann gemerkt, dass er den Mist gebaut hat und ist doch lieber schnell abgehauen.

Egal was ich mache, egal welche Routen ich nehme, ich muss immer mit der Dummheit anderer rechnen und ich kann jeden verstehen, der dadurch ein Aggressionsproblem bekommt. Davon bin ich noch weit entfernt, aber wenn sich die Vorfälle weiter häufen, hilft auch das tiefe Durchatmen nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00039988 vom 05.07.2017 um 11:05:13 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

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Mein Nasenbluten und das mysteriöse Verschwinden der Dorfmatratze

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Vandalismus Polizei Kinder

Mein Nasenbluten und das mysteriöse Verschwinden der Dorfmatratze
Ich (m/26) bekomme, seit ich denken kann, ziemlich leicht und häufig Nasenbluten. Heute war wieder so ein Tag. Dabei ist mir eine Geschichte von früher eingefallen. Ich war ca. zehn, vielleicht elf Jahre alt, aufgewachsen in einem kleinen Dorf. Wie das bei Dorfkindern üblich ist, gibt es so etwas wie einen allgemeinen Treffpunkt, wo eigentlich immer jemand ist. Bei uns war es eine Bushaltestelle, bestehend aus zwei Holzhäuschen. Es war ein lauer Nachmittag im Sommer und ich war mit meinem besten Kumpel bei der Butze. Und ohne Grund bekam ich wieder Nasenbluten. Erst wollte ich, wie üblich, ein Tempo an die Nase halten und einfach warten. Dann kam uns aber die Idee, das ganze Häuschen vollzubluten. Ich hielt meine Nase also an die Wände, an die Sitzbank, ließ alles auf den Boden tropfen, kurz gesagt überall hin, außer die Decke. Das Häuschen sah aus wie ein Schlachthaus. Überall Blut. Lachend gingen wir dann irgendwann nach Hause.

Abends schlenderte ich wieder zur Butze und stellte fest, dass der komplette Bereich abgeriegelt war. Polizei, Spurensicherung, das volle Programm. Betont lässig fragte ich einen Anwohner, was los sei und es stellte sich heraus, dass ein Teenie-Mädchen, unsere Dorfmatratze, seit dem vorherigen Abend verschwunden war. Mein Kumpel kam dazu, der einzige, der mit mir Bescheid wusste, glücklicherweise sagte er nichts. Ich hatte echt Muffensausen und mächtig Schiss, dass die Sache herauskommt. Ich hatte Glück. Zwei Tage später kam das Mädel zurück, sie ist wohl zu einem Stecher abgehauen und hat ziemlich Ärger bekommen. Ich habe keine Ahnung, wie weit die Spurensicherung gekommen ist, ob meine DNA irgendwo gespeichert ist, oder ob man herausgefunden hat, dass das Blut aus der Nase kam. Die Geschichte hat es sogar in die lokale Zeitung geschafft, damals war ich stolz darauf, heute schäme ich mich.

Beichthaus.com Beichte #00039824 vom 01.06.2017 um 20:03:16 Uhr (10 Kommentare).

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Der perfekte Job für Faule

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Faulheit Arbeit Neubrandenburg

Ich bin faul. Während meines Studiums habe ich schnell gemerkt, dass ich einen Job brauche, in dem ich geregelte Arbeitszeiten habe und die Arbeitsbelastung möglichst gering ist. Den perfekten Job habe ich dann für mich gefunden, als ich ein Praktikum in einer Behörde gemacht habe. Das war wie eine andere Welt, als im wirtschaftlichen Berufsleben. Die Leute waren alle entspannt, die Arbeitsaufgaben überschaubar, man konnte viel krank sein, ohne Konsequenzen zu fürchten und war unkündbar. Es ist allgemein üblich in Behörden, dass rund 45 Minuten pro Tag zusätzliche Pause gemacht wird, das ist sogar so angeordnet. Echt eine andere Welt.

So habe ich dann schnell einen Job als Beamter ergattert. Der Job ist wie oben beschrieben, da ich in einem Saisongeschäft tätig bin, habe ich sieben Monate normal zu tun (rund 20 - 25 Stunden lockere Arbeit bei einer 40-Stunden-Woche) und fünf Monate fast nichts. Das Lustige ist, dass viele hier in der Behörde immer erzählen, dass sie viel arbeiten und ausgelastet sind, aber in Wahrheit noch weniger zu tun haben als ich. Auch gibt es Kollegen, die ihren Ehepartner belügen, was die Arbeit angeht, einfach nur damit keiner neidisch wird.

Hiermit beichte ich, dass ich seit Dezember kaum gearbeitet habe. Die freie Zeit verbringe ich mit Musik hören, mit Kollegen reden, Filme schauen, youtube oder damit, im Netz zu surfen. Schrecklich der Gedanke, wie manche im Job missbraucht werden und ich locker mein Geld verdiene. Ich kann nur jedem raten, in die Behörde zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00039717 vom 08.05.2017 um 17:08:40 Uhr in Neubrandenburg (16 Kommentare).

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Mein Job an der Hotel-Rezeption kotzt mich an

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Hass Verzweiflung Arbeit

Ich (w/23) arbeite in einem Hotel am Empfang und habe jeden Tag Kontakt mit Gästen. Ich mache meine Arbeit auch gewissenhaft, frage mich allerdings jeden Tag, warum eigentlich. Denn ich bin nicht nur ein extrem ungeduldiger Mensch, sondern auch allgemein sehr schnell von anderen Menschen genervt, da gibt es auch nur ganz wenige Ausnahmen. In meinem Kopf verfluche ich das Verhalten vieler Gäste beim Frühstück und wie sie die Zimmer teilweise hinterlassen. Auch die Arbeitsweise und Unordentlichkeit vieler Kolleginnen finde ich furchtbar und kann ihnen kaum zusehen. Leider geht es in meinem Job nicht ohne Team. Da hier fast nur Frauen arbeiten, dreht sich permanent alles um die Kinder, Männer, den Wocheneinkauf und die Maniküre. Die Lästereien finde ich unerträglich, immer dasselbe.

Ich weiß seit meiner Ausbildung, dass meine Berufswahl komplett daneben war, und zähle die Tage, bis ich es endlich auf die Reihe kriege, zu kündigen. Diese Unentschlossenheit belastet mich auch im Privatleben und macht mich immer aggressiver. Meine Kündigung trage ich seit Monaten mit mir herum, jederzeit bereit, ausgedruckt zu werden. Ich habe vor, zu studieren und einen Beruf zu ergreifen, bei dem ich vor mich hintüfteln kann und nicht großartig zugelabert werde. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Unschuldigen für meine fiesen Gedanken, die vor allem aus meinem allgemeinen Frust wachsen. Sorry!

Beichthaus.com Beichte #00039665 vom 25.04.2017 um 21:40:15 Uhr (12 Kommentare).

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Ich bin gerne ekelhaft!

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Ekel Fetisch Gesellschaft

Ich mag es, wenn sich Menschen vor mir ekeln. Ich gehe seit drei Wochen ungewaschen einkaufen und mag die angeekelten Blicke der Leute an der Kasse. Da ich starken Mundgeruch habe, empfinde ich die Gesichter der Personen, mit denen ich rede, als eine göttliche Offenbarung. Ich liebe es, die Leute zu schocken, wenn sie sich vor meinem Körpergeruch ekeln. Da ich keine Arbeit habe, kann ich die allgemeine Körperhygiene vernachlässigen und ich stinke gerne vor mich hin und möchte jeden daran teilhaben lassen. Ich wette mit mir selbst, wie weit ich gehen kann. Ich schneide mir auch gar nicht mehr die Fingernägel und reinige sie auch gar nicht.

Beichthaus.com Beichte #00039628 vom 16.04.2017 um 00:26:29 Uhr (12 Kommentare).

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