Als Atheist bei einer Taufe

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Zwang Ignoranz Familie Marburg

Ich (m/28) beichte, dass ich mich absichtlich daneben benommen habe. Aber von Anfang an: Ich war heute zu einer Taufe eingeladen. Da ich Atheist bin und von der Kirche entsprechend gar nichts halte, wollte ich eigentlich gar nicht erst hingehen. Es war allerdings innerhalb der Verwandtschaft und meine Leute wollten mich unbedingt dabei haben. Also habe ich mich zu dem Quatsch überreden lassen. Jetzt war ich gestern noch mit zwei Kumpels unterwegs und es ist echt spät geworden. Logisch, dass ich heute morgen lieber gepennt hätte (wie übrigens jeden Sonntag). Ich bin also kurz vor knapp erst aufgestanden, habe schnell die Klamotten vom Vortag angezogen und zur Kirche gefahren, in meinem Schlabberlook rein, in die letzte Bank gefläzt und wär fast eingepennt. Um wach zu bleiben, habe ich dann auf dem Smartphone meine Mails gecheckt, eine Runde gezockt, usw. Bei der Taufe selbst habe ich halt hingeschaut, aber die restliche Zeit war ich, wie gesagt, anderweitig beschäftigt und dann war ich froh, als der ganze Spuk endlich rum war. Ich fand es echt nicht schlimm, es tut mir aber trotzdem meinen Leuten gegenüber etwas leid.

Beichthaus.com Beichte #00039600 vom 09.04.2017 um 17:25:55 Uhr in Marburg (15 Kommentare).

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Nicht alle Muslime sind Sozialschmarotzer oder Terroristen!

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Engherzigkeit Vorurteile Gesellschaft

Vor ein paar Jahren war ich (w/28) dabei, leicht nach rechts abzudriften - nicht extrem wie Nazis oder so, aber ich habe mich schon sehr lautstark über Einwanderer und deren Verhalten geärgert. Heute habe ich meinen Job gekündigt, da ich in ein paar Wochen Mutter eines gesunden Sohnes werde und in ein paar Stunden werde ich nach Hause zu meinem wunderbaren ägyptischen, muslimischen Mann fahren und in seinen Armen einschlafen. Es tut mir leid, dass ich immer schlecht über Einwanderer geredet habe, und auch dass ich manchmal dachte, der Islam sei eine schlechte Religion. Ich weiß jetzt, dass nicht alle Sozialschmarotzer oder Terroristen sind!

Beichthaus.com Beichte #00039584 vom 06.04.2017 um 14:51:45 Uhr (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ja, ich bin ein Chemtrail-Pilot!

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Trunksucht Dummheit Lügen Falschheit

Ich (m/34) möchte beichten, dass ich den Cousin meiner Frau gründlich veräppelt habe. Er gehört einer Truther-Bewegung an, die an Chemtrails, die flache Erde, die NWO, und was weiß ich noch alles glaubt. Auf jeder einzelnen Familienfeier belehrt er uns nach zwei bis drei Bier, dass wir verseucht seien von Nanobots und Barium, und dass die Rothschilds hinter all dem steckten. Nun muss man wissen, dass ich Pilot bin und Linie fliege. Irgendwelches ominöses Zeugs in die Atmosphäre blasen können wir mit unseren Kisten rein logisch schon gar nicht, weil wir in keinster Weise die Lastkapazitäten für irgendwelche zusätzlichen Chemtrailtanks haben. Oft genug sind die Flugzeuge derart vollgestopft mit Passagieren und Gepäck, dass es an ein Wunder grenzt, wenn sie überhaupt abheben, überspitzt gesagt. Der ganze Spaß mit dem Hin- und Herfliegen für ein Appel und ein Ei muss sich schließlich irgendwie rentieren.

Er versteht auch nicht, dass Flugzeuge nun mal Kondensstreifen bzw. Wirbelschleppen erzeugen. Das sieht man auch sehr eindrucksvoll bei Kampfjets, wo mit Sicherheit zwischen all den Waffen und der Technik keinerlei Platz mehr für irgendwelche Chemtrailtanks ist. Einen derart großen Tank, dass man in der Lage wäre, über hunderte Kilometer irgendwelche Aerosole sichtbar auszubringen, kann man übrigens auch nicht einfach so unentdeckt in ein Passagierflugzeug schrauben. Außerdem müssten ja tausende Leute in das Programm involviert werden, da wären sicher schon genug Fakten und definitive Beweise durch undichte Stellen an die Öffentlichkeit gekommen. Sieht man ja bei Edward Snowden, beispielsweise. Naja, sei es drum. Er glaubt jedenfalls fest daran, und mit logischer Argumentation ist ihm auch nicht mehr wirklich beizukommen.

Ich hatte es auch schlichtweg irgendwann satt mit ihm darüber zu diskutieren, auch weil er so offensichtlich keinerlei Ahnung von diversen Abläufen und technischen Notwendigkeiten hat, die nunmal auf einem Flughafen zwangsläufig stattfinden, und es nahezu unmöglich machen, dort irgendwelche derart aufwendigen Dinge in großangelegter Manier zu vertuschen. Es kam also der Tag, an dem er wieder begann, mich über die Verwerflichkeit meines Tuns zu belehren, und mir zu erklären, dass ich es ja vermutlich gar nicht wirklich mitbekommen würde, wie mein Flugzeug Chemtrails versprühe.

Vollkommen genervt und leicht angetrunken ging ich darauf ein, und erklärte ihm, dass ich das durchaus mitbekäme und den Vorgang ja schließlich selbst einleiten müsste, aber ich um mein Leben und auch das meiner Familie fürchten müsse, würde ich das alles publik machen. Ich erzählte ihm die fantastischsten Märchen, wie riesig die Tanks voll mit dem toxischen Zeugs seien. Dass es dabei um Bevölkerungskontrolle und Geo-Engineering ginge, er das aber auf keinen Fall weitererzählen solle. Sonst wäre nicht nur ich dran, sondern er gleich mit. Was soll ich sagen? Er glaubte mir diesen Schwachsinn trotz der riesengroßen Logiklöcher in meinen Ausführungen vollkommen. Ich sagte ihm auch, dass er vermutlich schon Tag und Nacht vom BKA überwacht werde, und lieber den Ball flach halten solle. Außerdem solle er sich nicht erwischen lassen, wenn er Essig, seinen Worten nach angeblich das einzige wirksame Gegenmittel gegen Chemtrails, in den Garten kippe. Was ein halber Liter Essig auf dem Boden gegen zehntausende Liter Bariumlösung in der Luft ausrichten soll, ist mir übrigens auch wieder sehr schleierhaft.

Als ich dann wieder nüchtern war, wurde mir allerdings klar, dass ich seine Wahnvorstellungen jetzt noch richtig angeheizt habe, und er sich jetzt in seiner Truther-Gruppe sicherlich auch als der Held fühlen wird, weil er seiner Meinung nach über Insiderwissen verfügt. Natürlich wird er dort wahrscheinlich den ganzen Mist, den ich ihm erzählt habe, direkt weitertratschen, und die Leute dort werden noch tiefer in ihre wahnwitzigen Ideen abtauchen. Von der Warte aus tut mir die ganze Nummer auch echt leid, aber mir ging das hohle Gelaber mit der Zeit richtig auf den Senkel, und sein missionarischer Eifer erst recht. Vermutlich wird er mich außerdem weiterhin ausfragen wollen, wenn er mich trifft. Ich habe mir da wohl eher selber ein Ei ins Nest gelegt.

Beichthaus.com Beichte #00039582 vom 06.04.2017 um 12:53:31 Uhr (18 Kommentare).

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Männer, habt keine Angst vor Zukunftsplänen!

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Neugier Begehrlichkeit Partnerschaft Bad Vilbel

Ich bin seit fast einem Jahrzehnt mit meinem Partner zusammen. Ich würde ihn gerne heiraten, aber er macht keinerlei Anstalten oder Andeutungen, dass das bald passiert. Jetzt habe ich eine neue Ausbildung angefangen und dort einen Mann kennengelernt, der fast 20 Jahre älter ist als ich und finde ihn unheimlich attraktiv und interessant. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er hat vermutlich nur ein rein freundschaftliches Interesse an mir, wenn überhaupt, trotzdem kann ich nicht aufhören, an diesen Mann zu denken, der so mysteriös und aufregend auf mich wirkt. Ich denke, ich fühle mich auch zu ihm hingezogen, weil er eben keine Angst vor festen Bindungen und Zukunftsplänen hat.

Beichthaus.com Beichte #00039580 vom 05.04.2017 um 23:21:14 Uhr in 61118 Bad Vilbel (Hauptstraße) (8 Kommentare).

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34.000 Euro zum Kiffen

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Drogen Maßlosigkeit Verschwendung

Ich beichte, dass ich mit meinen 30 Jahren so ziemlich genau 34.000 Euro verkifft habe. Trotzdem habe ich Abi, Ausbildung und sogar studiert. Ich habe an Silvester das letzte Mal in Holland gesmoked und werde das Zeug jetzt nur noch zu Geburtstagen anfassen und mir in 10 Jahren einen Mercedes von der gesparten Kohle kaufen. Lustig finde ich an der ganzen Story nur, dass ich vielen Moralaposteln trotz meiner Konsumgewohnheiten intellektuell haushoch überlegen bin.

Beichthaus.com Beichte #00039578 vom 05.04.2017 um 19:01:47 Uhr (14 Kommentare).

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