Mein bitterer Neid auf reiche Söhne und Töchter

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Neid Zorn Verzweiflung Studentenleben Geld

Mein bitterer Neid auf reiche Söhne und Töchter
Ich (m/25) beichte, dass mich der Neid zerfrisst. Der Neid auf die Leute, denen es besser geht als mir. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Leute, denen es einfach zu gut geht. Töchter und Söhne von Unternehmern, die einfach in den elterlichen Betrieb hineingeboren werden und später Papas Firma übernehmen können, ohne jemals etwas dafür leisten zu müssen. Ich selbst bin Student und schufte nebenbei als Sanitäter auf 400 Euro Basis, um mir mein Studium verdienen zu können, wohne in einer Keller-WG und am Ende des Monats kann ich meistens eine Woche lang nur noch Reis und Bohnen essen und Wasser aus dem Hahn trinken. Ich habe Schulden von gut 2.000 Euro und keinen Schimmer, wie ich die jemals begleichen soll - mein Studium geht noch gut 1-2 Jahre und selbst danach wird zum Einstieg erst einmal nicht viel verdient. Wenn ich dann bei sozialen Netzwerken sehe, wie Bekannte, die ich hauptsächlich aus der Schule und Uni kenne, ihren Porsche spazieren fahren oder jetzt bei der WM gemütlich am heimischen Pool eine Party feiern und Grillen, könnte ich kotzen. Diese Leute haben nichts geleistet und führen einfach ein sorgenfreies Leben, weil sie in die richtige Familie geboren wurden. Sie haben die heißesten Freundinnen, weil die natürlich nur aufs Geld achten, und können einfach Spaß haben.

Ich frage mich manchmal, warum ich mir das alles überhaupt antue. Ich schufte wie ein Blöder, nur um mir mein Studium leisten zu können. Danach werde ich wie ein Blöder schuften, um mir meine Rente zu verdienen und wenn ich dann später mit 77 oder so in Rente gehen darf, werde ich sicher zwei Wochen später an einem Herzinfarkt verrecken. Ich will auch einfach mal eine Woche auf die Malediven. Einfach mal das Leben genießen, so ganz ohne Sorgen. Ich will auch einfach mal einen Mittag am eigenen Pool sitzen und danach mit dem Porsche über das Wochenende ins Ferienhaus an einen See fahren. Alle sagen immer, es kommt nicht auf das Geld an, aber leider tut es das. Geld macht vieles einfacher und schöner. Jedes Mal, wenn ich die ganzen reichen Stars im Fernsehen sehe, frage ich mich, wie es sein muss, so viel Geld zu haben. Millionen über Millionen von Euros, für einen einzigen Menschen. So viel könnte ich in meinem Leben niemals ausgeben. Es ist bitter zu realisieren, was man im Leben niemals erreichen oder besitzen wird. Mich macht es echt fertig, dieser Neid zerfrisst mich einfach und verbittert mich.

Beichthaus.com Beichte #00033500 vom 23.06.2014 um 16:57:28 Uhr (48 Kommentare).

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Katzenfutter-Gulasch

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Rache Ekel Boshaftigkeit Ernährung Freiberg

Ich war wütend auf meinen Freund, weil er immer mit anderen Frauen schreibt. Aus Rache kochte ich ihm Katzenfutter in Gulaschsoße. Und zwar die Geschmackssorten: "Kaninchen und Wild" sowie "Geflügel", vermischt mit dem Hundefutter "Kalb mit Bohnen". Ich schnitt die Fleisch-Gelee-Paste in Würfel und briet sie im Topf. Anschließend kam Wasser drauf und Gulaschpulver, wodurch eine leckere Soße entstand. Ich fand es echt lustig, obwohl es erst bestialisch stank und ich das Gefühl hatte, mich übergeben zu müssen. Als es eine Weile köchelte und wie echtes Gulasch aussah, servierte ich es meinem Freund mit Buttergemüse und Kartoffelbrei. Ich selbst hatte meine Portion vorher schon gegessen, aber stattdessen mit Hühnerbrust in Soße. Mein Freund sagte, dass es total lecker schmeckt, und es roch auch nicht komisch oder so. Ich musste mich die ganze Zeit zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Ich sagte es ihm danach, als wir zusammen spazieren waren. Er rastete voll aus, würgte und hätte beinahe Schluss gemacht. Ich selbst habe deswegen kein schlechtes Gewissen und fand es echt lustig, aber ich bereute es anschließend, es ihm gesagt zu haben, weil wir uns jetzt nicht mehr so gut verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00033496 vom 22.06.2014 um 21:16:29 Uhr in 09599 Freiberg (Winklerstraße) (28 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Reserviert für das Gepäck

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Engherzigkeit Maßlosigkeit Bahn & Co. Heigenbrücken

Ich (w/31) mag es nicht, wenn in einem Fernzug jemand neben mir sitzt. Die kurze Erklärung lautet: schlechte Erfahrung. Ich hatte es mehrfach, dass vor allem männliche Passagiere ihre Beine extrem breitmachen. Ich verstehe bis heute nicht, warum Kerle so breit sitzen müssen. Oder Mitreisende, die mir ständig in den Laptop glotzen, wenn ich während der mehrstündigen Fahrt einen Film gucke. Oder wenn ich lese, wurde mir schon mehrfach ins Buch geglotzt. Ich werde nervös, wenn jemand ständig von der Seite guckt. Dann hatte ich auch schon im Sommer Leute neben mir, bei denen das Deo versagt hat. Kurzum: Ich reserviere seit einiger Zeit einen Platz mehr. Nämlich den neben mir - und so bleibt der Platz frei. Ich kann mich ausbreiten, meine Tasche neben mich legen, niemand muss aufstehen, wenn ich auf die Toilette muss und auch ich muss für niemanden aufstehen.


Schwierig wird es immer, wenn irgendwann die Reservierung nicht mehr auf dem Display sichtbar ist. Dann muss ich immer meine Reservierung vorzeigen, damit sich niemand hinsetzt. Oft komme ich mir dabei überheblich vor, aber ich habe ja für die Reservierung bezahlt. Zum Glück hatte ich es bisher noch nie, dass ein alter oder gebrechlicher Mensch, oder eine Schwangere im Zug herumsteht. Für einen solchen Menschen würde ich wohl den Platz freimachen, aber ich bin froh, dass die Situation noch nicht da war. Es waren bisher immer jüngere Menschen von guter Gesundheit, aber sie guckten mich zum Teil trotzdem sehr seltsam an. Würde ich wohl auch an ihrer Stelle, wenn jemand für sein Gepäck einen Platz reserviert. Aber es ist so bequem ohne Sitznachbarn!

Beichthaus.com Beichte #00033493 vom 21.06.2014 um 18:14:38 Uhr in Heigenbrücken (15 Kommentare).

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Nuttiger Stangentanz

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Zwietracht Engherzigkeit Schamlosigkeit Sport Partnerschaft

Ich beichte, dass ich nach heutigen Maßstäben wahrscheinlich ein prüder Spießer bin. Ich bin 26 Jahre alt und habe eine 24-jährige Freundin. Wir sind beide Studenten. Meine Freundin hat jetzt ein neues Hobby angefangen, und zwar nimmt sie Pole Dance Unterricht. Ich war ziemlich geschockt, als sie mir das mitteilte, immerhin verbindet man mit Stangentänzerinnen das Rotlichtmilieu. Sie wiederum war ziemlich beleidigt, als ich fragte, ob das nicht unter ihrem Niveau sei und sie sich nicht einen weniger schmuddeligen Nebenverdienst suchen wolle. Sie meinte, sie wolle damit natürlich kein Geld verdienen, sondern mache es nur für sich und zum Spaß. Und angeblich habe das ja gar nichts Erotisches an sich, sondern sei ein ganz normaler, akrobatischer Sport wie z.B. Turnen. So ein Quatsch. Als ob Stangentanz nicht dazu erfunden wurde, Perverslinge in Puffs aufzugeilen. Ich habe ihr jedenfalls gesagt, dass mir eine Stangentänzerin als Freundin definitiv zu nuttig und stillos wäre. Und dass ich auf Frauen stehe, die Klasse haben und auf stilvolle Art sexy sind und nicht wie eine ordinäre Puffnutte ihren Schritt an einer Stange reiben. Seitdem ist sie extrem sauer auf mich.

Beichthaus.com Beichte #00033490 vom 21.06.2014 um 11:47:42 Uhr (46 Kommentare).

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Vertreibung des betrunkenen Störenfrieds

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Vandalismus Boshaftigkeit Lügen Falschheit

Ich mache derzeit eine zwei Jahre andauernde berufliche Weiterbildung in Vollzeit. Die Schule in Vollzeit ist weiter weg und so bin ich in das angeschlossene Wohnheim gezogen. Als toleranter Mensch habe aber auch ich meine Grenzen - Partys um zwei Uhr nachts, betrunken in die Dusche pinkeln, in den Flur kotzen, sich über Tage nicht waschen und einen widerlichen Gestank. Von erwachsenen Menschen sollte man so etwas nicht erwarten. Beschwerden laufen regelmäßig ins Leere und haben keine Konsequenzen, also habe ich es jetzt selbst in die Hand genommen und den größten Störenfried erfolgreich vertrieben. Er wohnt im ersten Stock, neben dem Heim ist aber ein kleiner Carport, auf den man mithilfe eines Stuhles klettern kann und von dort durch das Fenster in sein Zimmer gelangt. Es war wieder so weit, er war auf Partytour durch das Heim unterwegs, und ich bin in sein Zimmer und habe es ordentlich verwüstet. Leere Bier- und Schnapsflaschen verteilt, Sachen aus den Schränken gerissen, Schulunterlagen aus dem Fenster geworfen. Und, worauf ich am wenigsten stolz bin: Ich habe mit seinen Kippen den Feueralarm ausgelöst. Der gesamte Löschzug ist angerückt und er konnte sich in betrunkenem Zustand nicht aus dem Chaos herausreden. Jetzt musste er 400 Euro für den Einsatz zahlen und ist aus dem Zimmer verwiesen worden. Er wird von seinem gesamten Umfeld schief angesehen und bei den Lehrern ist er jetzt endgültig unten durch. Es ist zwar nicht wesentlich ruhiger geworden, aber auf eine ziemlich falsche Art und Weise hat die Aktion gut getan. Dabei habe ich mich nicht nur kindischer als er verhalten, das Ganze war schlicht kriminell. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00033487 vom 20.06.2014 um 18:21:49 Uhr (5 Kommentare).

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