Der geblümte Duschvorhang vom letzten Wochenende

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Trunksucht Ekel Unreinlichkeit Lügen Last Night

Letztes Wochenende gab es einen Zwischenfall, den ich inzwischen bereue und hiermit beichten möchte. Es war eine dieser Studentenpartys, es wurde extrem viel getrunken (von mir) und der Abend nahm seinen Lauf. Zu später Stunde meldete sich mein Darm erst zaghaft, dann aber immer vehementer - ein gewaltiger Bierflöz kündigte sich an. Im vollen Bewusstsein, dass besagte Bierflöze bei mir unmenschlich stinken, versuchte ich mit aller Macht meinem Ringmuskel Einhalt zu gebieten und die Sauerei auf später, in meine eigene Wohnung zu verschieben. Unglücklicherweise schien mein Mastdarm ein Eigenleben zu haben und so kam es, dass ich mich dann doch, wenn auch widerwillig, zur Toilette der Studentenwohnung begab - in gebückter Haltung. Es war, wie es kommen musste. In weiser Voraussicht legte ich alle 0,5 Liter eine Zwischenspülung ein und fühlte mich gut, befreit von dem unsagbaren Druck.

Leider, und jetzt kommt die Beichte, gab es kein Toilettenpapier mehr - was ich vorher natürlich nicht gecheckt hatte. In meiner Not wusste ich mir nicht anders zu helfen, als den Stoff des Duschvorhangs Zweckzuentfremden. Ich polierte mir also die Kimme mit einem blümchengemusterten Duschvorhang, was diesen in erbärmlichem und bedauernswertem Zustand zurückließ. Anschließend bin ich zurück zur Party und habe lauthals geblökt, dass wohl irgendwer eine Sauerei auf der Toilette veranstaltet hätte und ich fast hätte brechen müssen, bei dem Anblick. Was leider den Effekt hatte, dass der Wohnungsbesitzer und die anwesenden Gäste neugierig wurden und alle schauen gingen. Nur gut, dass mich wohl niemand im Verdacht hatte. Ich bitte um Vergebung und um einen neuen Duschvorhang für den Gastgeber.

Beichthaus.com Beichte #00038584 vom 05.08.2016 um 02:17:11 Uhr (20 Kommentare).

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Asoziale Bedürftige im Tierpark

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Ekel Engherzigkeit Vorurteile Ungerechtigkeit

Asoziale Bedürftige im Tierpark
Ich (w) arbeite seit gut einem Jahr neben dem Studium im Tierpark, um neben dem bisschen BAföG auch noch etwas für den Führerschein und Ähnliches sparen zu können. Nun gab es vor ein paar Wochen eine Aktion von der Stadt, bei der Tierpark-Gutscheine an bedürftige Bürger verteilt wurden. Man konnte sich mit den Gutscheinen an den Essbuden im Zoo also verschiedene Mahlzeiten, Getränke und Süßigkeiten aussuchen. Der sonst relativ teure Eintritt war ebenfalls für lau. Und nun zu meiner Beichte: Aus der Sicht eines Angestellten war diese an sich gut gemeinte Aktion eine absolute Katastrophe!

Eigentlich hätte ich es super gefunden, dass Bedürftige solch einen Tag im Tierpark mit all den großen und kleinen Dingen und Verpflegung unternehmen dürfen - wären die Leute denn wirklich bedürftig gewesen. Ich habe absolut keine Ahnung, nach welchem System diese Leute ausgewählt worden sind, denn es tummelten sich zahlreiche von ihnen dort in den schicken N*ke-Kleidern, in noch wesentlich teureren Markenklamotten, mit den neuesten Smartphones und den dicksten Kinderwagen mit Komplettausstattung. Am Ende ist es natürlich deren Sache, was genau sie von Sozialhilfe oder Ähnlichem kaufen, klar. Aber jemand, der ein Telefon vom Apfel haben kann, der braucht sich nicht auf Kosten der Stadt im Tierpark durchfuttern! Als bedürftig definiere ich Familien, die sich nicht mal ausreichend Nahrung, normales Spielzeug, Schulmaterial und so einfache Sachen leisten können. Diese typischen "Assi"-Klischees waren aber noch lange nicht das größte Übel an diesem Tag. Viel mehr bestürzte mich allgemein auch die Respektlosigkeit der Leute, von denen gut 80 Prozent nicht aus Deutschland kamen.

Ich verstehe ja, dass gerade für die Menschen, die noch nicht lange im Land leben und natürlich Hilfe benötigen, vieles hier komplett anders ist. Alle Angestellten haben sich deswegen Mühe gegeben, die Bestellungen notfalls auf Englisch aufzunehmen oder sich einfach zeigen zu lassen, was gewünscht war. Man kann und darf eben nicht erwarten, dass jeder sofort perfekt Deutsch spricht. Einfaches Mitdenken und Manieren gehören für mich aber bei jedem Menschen zum Pflichtprogramm. Allerdings sah es um alle Essbuden aus, als wäre der Blitz eingeschlagen. Müll überall, nur nicht in den Mülleimern. Diese sind sogar mit einer selbsterklärenden Darstellung versehen, auf der ein Strichmännchen den Abfall in den Eimer wirft, nicht daneben. Haben die Leute nicht hinbekommen.

Auch die Tabletts, auf denen das Essen rausgegeben wurde, standen überall, aber nicht auf dem Tablettwagen. Ich wundere mich noch jetzt, wie wir die alle zur Spülmaschine geschafft haben. Später mussten wir dann die Mülltüten austauschen, weil die Abfalleimer sich durch doppelt so viele Gäste wie normal dann doch noch füllten. Es war so viel Essen darin, das einfach entsorgt wurde! Manches wurde halb gegessen und dann einfach auf den Tischen stehen gelassen. Ich bin jetzt noch wütend, dass man in purer Gier alle Gutscheine einlösen muss und am Ende die Hälfte der Lebensmittel stumpf entsorgt. Im Normalbetrieb, wenn nur die regulär zahlenden Gäste anwesend sind, passiert das so gut wie nie. Zwar ist jedem bekannt, dass auch in Deutschland schon mal Sozialbetrug vorkommt, aber ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen so auf ihr Umfeld scheißen, weil sie gerade etwas umsonst abgrasen können. Der Kunde ist eigentlich König, aber dieses Verhalten hat mich richtig angewidert.

Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, weil bestimmt unter den mehr oder weniger Bedürftigen auch Familien dabei waren, die sich sehr über den Ausflug gefreut haben, egal ob Sozialhilfeempfänger oder Kriegsflüchtlinge. Für den ganzen Rest kann ich einfach nur tiefe Verachtung aufbringen. Wer sich so verhält, hat auch den Tag im Tierpark nicht verdient, geschweige denn sonstige Unterstützung. Wenn schon so ein regulär echt teurer Ausflug nicht gewürdigt wird, dann frage ich mich gezwungenermaßen, ob das eklige Verhalten außerhalb des Tierparks genauso weitergeführt wird.

Beichthaus.com Beichte #00038583 vom 03.08.2016 um 23:24:30 Uhr (34 Kommentare).

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“Beichte

Der schlimmste Azubi in ganz Berlin!

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Dummheit Verzweiflung Arbeit

Ich schäme mich dafür, der unfähigste Azubi meines Betriebes und wahrscheinlich ganz Berlins zu sein. Ich (w/20) bin im ersten Lehrjahr in einer Tischlerei. Nun ist es aber so, dass der Vorarbeiter mir heute eine Aufgabe gegeben hat - eine ehemalige Prüfungsaufgabe, die man normalerweise in acht Stunden und viele wohl auch darunter schaffen. Die Beichte ist jetzt, dass ich vielleicht die Hälfte oder zwei Drittel der Aufgabe heute geschafft habe und morgen mindestens noch drei Stunden brauche. Und das Ergebnis sieht jetzt schon aus wie eine Vier Minus. Ansonsten bin ich auch immer die Begriffsstutzigste und so ziemlich die schlimmste Hilfe, die einem zugewiesen werden kann, was inzwischen auch alle Gesellen raushaben, weshalb mich keiner mehr so recht für vollnimmt. Ich kann aber nicht mal etwas dafür! Heute habe ich mich die acht Stunden voll darauf konzentriert und trotzdem kein gutes Ergebnis erzielt. Ich beichte, total inkompetent zu sein und glaube, in anderen Berufen würde ich mich nicht besser anstellen.

Beichthaus.com Beichte #00038582 vom 03.08.2016 um 19:02:44 Uhr (22 Kommentare).

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Das blutige Paket von meiner Ex

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Selbstverletzung Maßlosigkeit Ex Friedberg

Das blutige Paket von meiner Ex
Ich (m) beichte, dass sich meine Ex wegen mir etwas angetan hat und mir das nicht im Geringsten leidtut. Sie war im Grunde eine sehr nette und liebenswerte Person. Allerdings störte mich nach einiger Zeit ihre fast schon künstlich wirkende Art dermaßen, dass ich vor Wut platzen konnte! Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen und wollte sie daher unbedingt verlassen. Dadurch, dass sie mir in bestimmten Situationen signalisierte, sich für den Fall etwas anzutun, zögerte sich die ganze Geschichte etwas hinaus. Jedenfalls verließ ich sie nach langem Hin und Her via E-Mail (mit ausführlicher Begründung!). Entgegen meiner Befürchtung bekam ich keinen einzigen Anruf von ihr. Im Gegenteil. Selbst als ich nach einiger Zeit anrief, um mich nach ihr zu erkundigen, ging sie nicht dran. Dann war es aber schon zu spät, wie sich herausstellte.

Kurze Zeit später bekam ich ein Paket zugestellt. Es war relativ leicht und etwa halb so groß wie ein Schuhkarton. Der Inhalt war schockierend: Zwischen blutbekleckerten Papierschnipseln befand sich dort ein verschließbarer Gefrierbeutel, der mit einer nicht geringen Menge Blut gefüllt war! In dem Moment hasste ich sie, wie nie zuvor. Dachte sie ernsthaft, das würde etwas an meiner Entscheidung ändern? Sie muss wohl wirklich am Boden zerstört gewesen sein, aber ich nahm mir vor, jeglichen Kontakt zu ihr oder ihrer Familie zu vermeiden.

Ich änderte meine Nummer sofort und bis heute habe ich nie mehr etwas von ihr gehört. Im Nachhinein denke ich, dass es nicht hätte so weit kommen müssen und ich darauf hätte besser reagieren können. Sie hat wohl wirklich Hilfe gebraucht. Ich hätte ihr meine Entscheidung, sie zu verlassen, auch persönlich beibringen können. Außerdem hätte ich ihr Hilfe besorgen können. Aber nach wie vor denke ich, dass ihr Verhalten einfach ekelhaft und sinnlos gewesen ist und ein Mensch mit einer Trennung klarkommen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00038581 vom 03.08.2016 um 15:29:12 Uhr in 61169 Friedberg (Hanauer Straße) (24 Kommentare).

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Fahrradfahrer an der Ampel

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Waghalsigkeit Dummheit Engherzigkeit Polizei Wien

Fahrradfahrer an der Ampel
Gestern Nachmittag, als ich auf meinem Rad bei einer roten Ampel gewartet habe, ist ein Student mit seinem Rad bei Rot drübergefahren. Dabei hätte ihn fast ein Auto erwischt. Schon bei der nächsten Ampel hatte ich ihn ohne große Anstrengung eingeholt, obwohl ich immer abwartete und erst bei Grün losfuhr. Das wiederholte sich mehrmals, was er auch bemerkte - scheinbar packte ihn dann der Ehrgeiz, denn er strampelte, als ob es um sein Leben ginge. Ich hängte mich hinten dran, denn die nächsten Ampeln kann man bei der Geschwindigkeit alle bei Grün erwischen, weil es ein Radweg ist und eine grüne Welle hat. Die letzte Ampel vor dem Bahnhof ist jedoch meistens Rot - und oft ist dort auch die Polizei zur Stelle. Ich dachte mir, ich schaue mal was der Student machen würde, wenn ich noch einen Zahn zulege und ihn überhole. Das wollte er nicht auf sich sitzen lassen. Er trat noch stärker in die Pedale und wir näherten uns der roten Ampel mit einer fast schon bedenklichen Geschwindigkeit. Er überholte mich dann auch.

Und während ich eine Vollbremsung hinlegte, fuhr er volle Kanne über die rote Ampel, ohne auf den Querverkehr zu achten. Auf der anderen Seite standen wie erwartet zwei Polizisten, die er aufgrund seines Ehrgeizes nicht gesehen hatte und die ihn anhalten wollten. Der Junge legte eine Vollbremsung hin und flog volle Kanne vor den zwei Polizisten hin. Als die Ampel Grün wurde, bin ich dann losgefahren und habe mir ein Grinsen nicht verkneifen können, als ich seine blutige Knie und die aufgeschürften Hände gesehen habe, während der eine Polizist den Verbandkasten aus dem Auto holte und der zweite sein Fahrrad inspizierte. Ich möchte hiermit beichten, dass ich einen jungen und übermotivierten Menschen absichtlich angestachelt habe und er deshalb Probleme bekommen hat. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00038580 vom 03.08.2016 um 08:32:02 Uhr in 1070 Wien (Neubaugürtel) (18 Kommentare).

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