Neidisch auf meinen Freund

43

anhören

Neid Verzweiflung Partnerschaft Geld

Seit circa 3 Monaten bin ich (w/21) mit meinem Freund zusammen. Wir harmonieren auf allen Ebenen, er gleicht mich aus, ist mein Ruhepol und meine starke Schulter. Wir planen schon unsere gemeinsame Zukunft. Eine Sache stört mich allerdings: sein Geld. Ich bin neidisch auf ihn, da er von Geburt an niemals Geldsorgen hatte. Er achtet nicht auf das Geld, wenn er ins Restaurant oder zu Konzerten geht, sich neue Klamotten zulegt oder sich ein neues Auto holt (zu seinem Privat-Fuhrpark zählen drei Autos). Im Jahr fliegt er unzählige Male in den Urlaub, er war schon auf jedem Kontinent der Welt und geringe Urlaubstage kennt er nicht. Er bucht den Flug und ab geht es in den Urlaub. Zu seinem Besitz zählen 26 Eigentumswohnungen, die er alle vermietet. Zwei Einfamilienhäuser, sowie einige Wohnungen im Ausland. Er selbst wohnt in seiner 120qm Wohnung, alles renoviert und super modern, mit wirklich riesigem LED TV, großem Balkon und die Ausstattung ist auch nur das feinste vom Feinsten. So und ich? Ich besitze nichts. Habe gar keine finanziellen Rücklagen, keine Wertgegenstände, keine Altersvorsorge, NICHTS. Doch dafür kann ich nichts, denn Reichtum wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Wer von euch kennt das nicht: man arbeitet und arbeitet und hat am Ende gerade mal genug zum existieren? Seit meine Eltern sich getrennt haben und ich bei meiner Mutter lebe, müssen wir jeden Monat das Geld für die Miete zusammen kratzen und können uns keinerlei Luxus gönnen, da wir das Geld dafür einfach nicht haben. Wir gehen beide arbeiten, doch es reicht immer gerade mal so. Mein Vater führt ein tolles Leben, er muss sich ja auch nur um sich selbst kümmern und Unterhalt an seine Kinder zahlen tut er auch nicht.

Wenn mein Freund bei mir ist, schäme ich mich. Und ich komme mir neben ihm einfach armselig vor, wie ein Mensch zweiter Klasse. Ich trage keine teuren Markenklamotten, meine Sachen hole ich mir bei H&M. habe keine qualitativ wertvollen Sachen und allein in seinem Portemonnaie befindet sich so viel Bargeld wie manch einer im Monat verdient. Er bezahlt alles und lädt mich immer ein. Auch wenn er es lieb meint komme ich mir immer schlecht dabei vor und habe selten Lust mit ihm etwas zu unternehmen, da sich in meiner Geldbörse meistens nur 20 Euro befinden. Dabei würde ich ihn auch gerne mal einladen und ihm eine kleine Freude machen indem ich ihm z.B. ein kleines Geschenk mache. Doch das positive ist, ich weiß dass er mich von ganzen Herzen liebt, auch wenn wir in zwei verschiedenen Welten leben.


Meine Beichte: ich bin neidisch auf meinen Freund den ich zwar liebe, aber könnte kotzen wenn ich sehe wie er das Geld ausgibt für unnötige und teure Sachen. Er ist von Geburt an reich und musste niemals auch nur einen Finger dafür krumm machen. Und ich dagegen muss jeden Cent drei mal umdrehen. Es hat gut getan, sich das einmal von der Seele zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00029350 vom 07.09.2011 um 19:56:44 Uhr (43 Kommentare).

Gebeichtet von dohmmi
In WhatsApp teilen

Family Trouble

34

anhören

Zwietracht Aggression Zorn Hass Familie

Ich (m/22) möchte beichten, dass ich heute mittag komplett ausgerastet bin und beinahe gegen meinen Opa handgreiflich geworden wäre. Kurz zur Vorgeschichte: Vor etwa 2 Jahren wurde offensichtlich, dass die beiden nicht mehr alleine leben können. Meine Eltern arbeiteten deshalb drei Optionen aus: Altersheim, häusliche Pflege oder ein Umzug von ihrem Heimatort in unseren (circa 100 km entfernt), damit wir uns um sie kümmern. Sie entschieden sich gemeinsam für letzteres.

Seit sie hergezogen sind, helfen wir ihnen, wo es nur geht. Wir gehen mit ihnen Einkaufen, regeln Arzttermine und ihren Schriftverkehr, kochen jeden Tag für sie und so weiter. Dank oder Anerkennung gibt es dafür nicht, im Gegenteil, sie sind unkooperativ und sehen nicht ein, dass sie Pflege benötigen. Die Atmosphäre ist also ziemlich schlecht und mit schöner Regelmäßigkeit kommt es zu lautstarken Auseinandersetzungen. Ich bin davon eigentlich am wenigsten betroffen, da ich wegen meines Studiums nur in den Semesterferien für längere Zeit zu Hause bin. - Trotzdem regt mich das Ganze auf, weil ich sehe, wie schlecht es meinen Eltern deswegen geht und ich Angst habe, dass sie irgendwann gesundheitliche Folgen davon tragen, immerhin sind sie auch nicht mehr die Jüngsten.
Heute war es wieder so weit. Anlass: Die Dame der Diakonie, die einmal in der Woche kommt und beim Putzen hilft (damit es meine Eltern nicht tun müssen), durfte nicht putzen. - Meine Oma hatte es ihr verboten. Die Situation ist zunehmend eskaliert, meine Eltern waren schon sehr aufgebracht und meine Großeltern haben den Streit immer weiter dadurch befeuert, indem sie sich keiner Schuld bewusst waren und immer behaupteten, das sei alles nicht ihr Fehler, ihnen hätte das ja niemand erklärt.

Irgendwann war es mir zu viel und ich habe sie angebrüllt wie ein Irrer, was ihnen denn einfällt, ihre Tochter bzw ihren Schwiegersohn die ganze Zeit so fertig zu machen, obwohl die nur helfen wollten. Ich sagte beiden, dass ich ihr Verhalten ekelhaft und feige finde, woraufhin mir durch meinen Opa Gewalt angedroht wurde und ich mich vollends vergessen habe. Gerade der, der Konflikte totschweigt, nie seinen Willen äußert, aber immer meckert und vor seiner Frau kuscht, droht mir Gewalt an? In meinem ganzen Leben war ich noch nie so wütend und so versucht, einen anderen Menschen zu schlagen. Es tut mir Leid, dass ich so ausgerastet bin, ich halte nichts von Streit und Gewalt und bin froh, dass nicht mehr passiert ist. Ich hoffe, dass es nie wieder zu einer derartigen Eskalation kommt und falls doch, ich mich dann wieder beherrschen kann, denn bei Drohungen bzw. Angriffen (egal ob körperlich oder verbal) gegen mich oder mir nahe stehende Personen verstehe ich keinen Spaß.

Beichthaus.com Beichte #00029349 vom 07.09.2011 um 15:21:21 Uhr (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Brandmeister

10

anhören

Vandalismus Dummheit Schule

Als ich (m/25) in der elften Klasse war (da war ich 17), habe ich eine Dummheit begangen, die ich jetzt beichten werde. Aber erst einmal ein paar Sätze vorweg. Die Außenstelle unseres Gymnasiums, wo wir Unterricht hatten, liegt in einem ehemaligen russischen Kasernengelände. Einige der Gebäude sind leer stehend, in anderen gibt es öffentliche Behörden (Arbeitsamt, Bauamt, ...), in einem weiteren gibt es ein Jugendzentrum. Jeden Tag ging ich mit mehreren Kumpels in der großen Pause von der Außenstelle in ein Gebäude, wo günstig Mittagessen ausgegeben wurde. Auf dem Rückweg nahmen wir immer massenweise Papierservietten mit und warfen sie in eines der leer stehenden Gebäude, welches auf dem Weg lag (direkt gegenüber liegt das Arbeitsamt). Nach vielen Monaten lagen bestimmt schon etliche Kilos an Papierservietten und anderem Müll in dem Gebäude. Irgendwann wurde die Fensteröffnung, wo wir unseren Müll reinwarfen, bis auf einen kleinen Spalt zugemauert. Aber das hinderte uns nicht daran, weiter Servietten einzuwerfen. Eines Tages fragte einer meiner Kumpels, ob nicht jemand Feuer dabei hätte. Mein bester Kumpel hatte natürlich Feuer und irgendwie kam es, dass ich meine Serviette anzündete. Aber ich pustete sie gleich wieder aus. Wir warfen dann wie bisher unsere Servietten ins Haus und liefen zum Unterricht. Während wir im Unterricht saßen, hörte man Sirenen aufheulen. Ich dachte mir nix dabei. Leider waren wir in verschiedenen Klassen, so dass ich erst einige Zeit später aufgeklärt wurde. Das ganze passierte an einem Freitag. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und am Montag wusste es die ganze Schule. Aber alle hielten dicht und niemand hat mich verpfiffen! Danke, Leute! Wie bereits erwähnt, gegenüber war das Arbeitsamt! Das wäre ziemlich teuer geworden. Seitdem nannten mich die Leute Brandmeister oder fragten mich, wo es denn demnächst wieder brennen wird.


Vor drei Jahren hat mich einer der Kumpels von damals in einem sozialen Netzwerk zufällig wieder gefunden und der erste Eintrag von ihm auf meiner Pinnwand lautete: "Na, immer noch auf der Flucht vor der Feuerwehr?" Ich bitte hier nicht um Absolution, ich bin nur froh, dass nichts schlimmes passiert ist und die Tat mittlerweile verjährt ist.

Beichthaus.com Beichte #00029336 vom 03.09.2011 um 22:31:22 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Neidisch auf die eigene Freundin

86

anhören

Falschheit Morallosigkeit Neid Dummheit Dummheit Partnerschaft Wien

Es kann sein, dass einige nicht verstehen werden, warum ich beichte, denn ich sündigte wohl wissend, falsch zu handeln und ich bin verflucht weiter zu sündigen, doch mir bleibt keine andere Wahl. Wie alles begann: Ich (m/24), geboren und wohnhaft in Wien, Österreich, lernte meine Freundin (w/24, gebürtige Deutsche) während eines Urlaubs an der Ostsee kennen und lieben. Es war ohne Zweifel Liebe auf den ersten Blick, so surreal, dass es aus einem kitschigen Samstagabend-Film stammen könnte, unglaublicherweise war es real fast alles war perfekt, doch ein gröberes Problem hatten wir: mehr als 600km trennten uns und das über 2 Jahre lang, aber auch diese Hürde konnte genommen werden. Plötzlich standen wir kurz vor der Matura bzw. dem Abitur und unser Plan war es, zusammen zu studieren und zusammen zu leben, was wir auch recht schnell in die Tat umsetzten. Sie kam nach Wien, um Medizin zu studieren, ich blieb in Wien und begann ein Jus Studium, denn mein Traum war es, Rechtsanwalt zu werden.


Zwei Jahre lang lief alles perfekt, doch dann kam die FÜM II (eine Diplomprüfung mit Schwerpunkt Zivilrecht), eine gefürchtete Prüfung am Wiener Juridicum. Lange Rede, kurzer Sinn, ich bestand nicht, auch im letzten Antritt vor einer Kommission warf ich die Nerven weg, obgleich zu sagen ist, dass ich eigentlich sehr viel gelernt hatte und gut vorbereitet gewesen war. Mein Traum, Akademiker zu werden, war geplatzt. Ich habe ein in meinen Augen mindergutes Kolleg abgeschlossen und arbeite heute als Immobilienkaufmann. Ich bin unzufrieden, nur meine Freundin hält mich am Leben. Sie tat sich auch nicht gerade leicht im Medizin Studium und das nicht zuletzt aus folgendem Grund: Da ich nun nicht Jurist werden konnte und somit beruflich nicht an Österreich gebunden sei, solle ich doch, wenn sie ihr Studium beendet, mit ihr nach Berlin ziehen. Das wollte ich unter keinen Umständen, denn ich kam mit den Norddeutschen nicht zurecht, es wäre eine Qual für mich, dort zu leben, außerdem konnte ich es nicht ertragen, dass sie das Studium schaffen könnte. Ich konnte es nicht ertragen, dass sie Erfolg hat und ich der idiotische Freund bin, welcher es zu nichts gebracht hat. Ich konnte es nicht ertragen, in ihrem Schatten zu stehen, obgleich es keiner unserer Freunde so sah, ich sah es so und es machte mich psychisch fertig.


Also begann ich ihre Anstrengungen, das Studium zu meistern, zu torpedieren. Ich lenkte sie mit allem möglichen Dingen ab, sei es eine Party nach der anderen zu organisieren, sei es ihre Hausarbeiten verschwinden zu lassen, sei es unseren Mops absichtlich zu verletzen (um sie kurz vor einer Prüfung psychisch zu biegen), all diese Dinge verzögerten die Sache zwar, doch konnten sie nicht dienen, ihre Anstrengungen zum Erliegen zu bringen, zu stark war ihr Wille. Also habe ich vor einem halben Jahr - mit Hilfe eines befreundeten Apothekers - ihre Pille unwirksam gemacht und sie geschwängert. Sie wollte zuerst abtreiben, doch ich schaffte es sie davon abzuhalten und sie wird nun "zum Wohle des Kindes" ihr Studium unterbrechen. Ich weiß, dass der Kampf noch nicht vorbei ist, aber ich denke, dass ich meinem Ziel immer näher komme.

Ich hatte nie eine andere Freundin als sie, würde sie mich verlassen oder würde sie sterben, ich würde den Freitod wählen - sofort - ohne Kompromisse. Ich hoffe, dass meine Aktionen, wenngleich ich ihre Träume zerstören musste, dazu führen werden, dass unsere Beziehung weiter wächst und gedeiht. Ich hoffe, dass Gott versteht, warum ich dies tue und tat, warum ich handelte wie ich handelte. Mein Philosophie Professor am Gymnasium meinte einmal, Liebe sei das Gegenteil von Besitzwollen, dies gilt jedenfalls nicht für meine Definition von Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00029335 vom 03.09.2011 um 19:34:58 Uhr in Wien (Heldenplatz) (86 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Der kleine Magnus

21

anhören

Peinlichkeit Faulheit Dummheit Arbeit Schamlosigkeit Mainufer

Gestern ist mir etwas Peinliches passiert. Ich war im Büro auf der Toilette und habe auf dem Pissoir eine Stange Wasser weggebracht. Während es lief merkte ich, dass ich wohl noch etwas Größeres wegbringen muss. Weil ich zu faul war alles wieder ordnungsgemäß einzupacken, lief ich mit meinem kleinen Magnus in der Hand zur Kabine. Just in dem Augenblick kam mein neuer Abteilungsleiter zur Tür hinein.
Am Freitag ist das erste Mitarbeitergespräch und ich wäre am liebsten krank.

Beichthaus.com Beichte #00029325 vom 31.08.2011 um 12:29:38 Uhr in Mainufer (Frankfurt) (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000