Mein entspanntes Leben nach der Scheidung

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Ehebruch Ignoranz Friedrichshafen

Angeregt von der Beichte: "Vater werden" wollte ich auch mal was zu dem Thema beichten: Ich (45) und meine Exfrau haben zusammen zwei Kinder. So richtig bock auf Kinder hatte ich nie, jung und naiv wie ich war habe ich mich zur Hochzeit und Familie überreden lassen. Ich war nie der Familienmensch eher ein Einzelgänger. Nach sieben Jahren Ehe kam es zur Scheidung, da sie eine Affäre hatte und ich sie beim Akt im Ehebett erwischte. Als die Scheidung lief wollte sie mich so richtig ausnehmen. Ich verdiene sehr gut, habe mich immer gut um unsere Familie gekümmert, obwohl es für mich nicht das war, was ich eigentlich wollte. Sie wollte einfach mit möglichst vielen Männer Sex haben, das waren ihre Worte.

Bei der Scheidung drohte sie vorm Richter damit, dass sie, sollte ich nicht all ihrer Forderungen nachkommen, mir die Kinder vorenthalten würde. Darauf habe ich ihr geantwortet: "Mach doch, mir doch egal, dann habe ich meine Ruhe!“ Seither habe ich von meiner "Familie" nix mehr gehört. Ich bezahle gern immer noch mein "Lehrgeld", aber seit daher habe ich meine Ruhe, seither lebe ich alleine, kann machen was ich will und muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Eine Frau und Kinder kommen mir nie mehr ins Haus.

Für Sex gibt es Tinder, Bars, Prostituierte, meine Nachbarin. Ich bin nicht einsam, bin gepflegt, lebe gesund, bin nicht fett, habe keine Sucht und ich habe vier beste Freunde, mit denen ich ein Sozialleben habe. Ob ich meine Entscheidung irgendwann bereue, keine Ahnung, bis jetzt nicht. Ich weiss, die Kinder können nichts dafür, vielleicht verstehen sie mal meine Entscheidung.

Beichthaus.com Beichte #00041282 vom 20.05.2018 um 13:29:31 Uhr in Friedrichshafen (39 Kommentare).

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Ich kriege nichts auf die Reihe

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Selbstsucht Verzweiflung Bremen

Mein Leben hat schon seit langer Zeit immer wieder sehr viele Dämpfer verpasst bekommen. Im Moment denke ich sehr egoistisch und will einfach nur meinen Frieden haben. Zu meiner Lage: Ich liege gerade auf meinem Sofa und kann nur an all das schlechte denken, das ohne Grund mit mir passiert ist. Wie ich als Kind gequält wurde, wie ich zu früh zu viel mit den falschen Menschen ausprobiert habe, wie meine besten Freunde mich verraten haben und wie meine Beziehungen gescheitert sind, wie meine Ausbildung kurz vor dem Exitus steht, wie meine Schwiegereltern in spe mich terrorisiert haben und ich einfach nicht weiter weiß.

Ich bin so unglaublich traurig und wütend auf mich selbst. Ich sollte mich trotz allem glücklich schätzen, weil meine Familie sehr nett ist und mein Freund sich sehr viel Mühe gibt, aber ich muss beichten, dass ich ihre Bemühungen nicht annehmen kann. Mein Freund wird mich vermutlich nie so sehr lieben, wie ich ihn liebe und ich habe Angst, dass auch diese Beziehung scheitert. Ich weiß nicht was ich tun soll und wünschte ich hätte den Mut etwas waghalsiges oder aufregendes zu tun um zumindest ein bisschen das Gefühl zu haben zu leben, aber dann würde ich vermutlich einen Fehler machen, den ich immer bereuen müsste, zusammen mit der Liste an Fehlern, die ich sowieso schon habe. Deshalb liege ich seit Stunden weinend herum und bemitleide mich selbst für mein Schicksal als ewige sinnlose Verschwendung von Lebensenergie und Platz. Ich beichte selbstgerecht und weinerlich zu sein und keine Hilfe annehmen zu können und ich beichte dass ich ein mutloser Taugenichts bin, der nichts in seinem Leben geschissen bekommt. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00041280 vom 20.05.2018 um 03:54:57 Uhr in Bremen (Hollerallee) (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Dunkle Unterwasserwelt

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Feigheit Leipzig

Ich habe große Angst vor dunklen Gewässern und drehe jedesmal beim Schwimmen im See durch, wenn mich eine Pflanze, ein Fisch oder was auch immer am Bein streift. Die Angst kommt wahrscheinlich daher, dass ich als Kind einen alten Film gesehen habe, in dem ein Taucher unter Wasser von einem Riesenkraken festgehalten und getötet wird, an den Titel kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls bricht in mir sofort die Panik aus, wenn mich etwas unter Wasser berührt und ich habe Angst, nach unten gezogen oder verletzt zu werden.

Ich hatte gehofft, dass sich das verliert, wenn ich älter werde, aber Pustekuchen. Ich bin bald 40 und es ist immer noch da. Am liebsten ist mir glasklares Wasser, wo ich metertief bis auf den Grund sehen kann, aber das gibt es nicht überall. Ich habe das nur ein paar Male im Urlaub erlebt und mich sehr wohl gefühlt. Da ich vor meiner Familie nicht als Feigling dastehen will, setze ich mich den hiesigen Badeseen immer wieder aus, aber die Angst verschwindet einfach nicht! An sich bin ich ich ein rationaler Mensch und weiß natürlich, dass da nichts Bedrohliches drin ist. Aber im Grunde meines Herzens bin ich ein Schisser.

Beichthaus.com Beichte #00041276 vom 18.05.2018 um 23:21:07 Uhr in Leipzig (18 Kommentare).

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Meine eigene Truman Show

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Missbrauch Neurosen

Gerade lief „Die Truman Show“ im TV und mir wurde wieder bewusst, für wie wahr ich das halte, was der Typ da erlebt und wie sehr ich das nachempfinden kann, denn ich denke oftmals auch, dass in Wirklichkeit nur ich selbst existiere und die Menschen um mich herum Statisten bzw. Fantasiefiguren sind.

Irgendein Publikum guckt sich mein Leben von irgendwo aus an und ich bin in meiner eigenen Show oder Welt gefangen - ahne zwar etwas, kann aber nichts an meinem Schicksal ändern, da es mich überall einholen wird, ganz gleich, durch welche Tür ich auch gehe.

Manchmal bin ich fest davon überzeugt, dass ich die ganze Zeit über nur träume und nichts tatsächlich passiert, dann wieder bin ich mir sicher, dass ich nur in meinen nächtlichen Träumen real lebe.

Schon als ich eine Heranwachsende war, fühlte ich (37) mich von den Personen auf meinen Postern im Zimmer beobachtet, weil mir ihre Augen in jeden Winkel folgten und mich anblickten, wann immer ich mich nach ihnen umsah. Später übermannte mich vor allem in emotional extrem belastenden Momenten immer wieder das Gefühl, das alles, was um mich herum existiert, nicht real, sondern gestellt ist.

Ich beichte hiermit, wahrscheinlich einen ziemlichen Hau zu haben und paranoid oder sowas zu sein. Drogen usw. nehme ich nicht, gehe einer festen Arbeit nach und bin verheiratet- zumindest in dem Leben, welches wohl meins ist. In meiner Familie sind keine psychischen Erkrankungen aufgetreten. Diese Gedanken kommen mir einfach so seit vielen Jahren. Erzählt habe ich das noch niemandem, weil mir klar ist, nicht verstanden, aber verdammt schräg angeguckt zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00041273 vom 17.05.2018 um 22:59:09 Uhr (23 Kommentare).

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“Folge

Sind das Mitesser oder was?

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Dummheit Gesundheit

Ich (w) hatte nie ganz reine Haut und als Teenie auch mittelschwere Akne. Deswegen wurde ich in der Schule schon immer fertiggemacht, aber als mir meine Mutter dann irgendwann, als wir mal nebeneinander am Fenster in der Sonnne standen, total schockiert und angeekelt sagte, dass ich ja überall im Gesicht Mitesser hätte, war ich komplett am Boden angelangt. Medikamente oder Pflegeprodukte bekam ich dennoch von den Eltern nie bezahlt - zu teuer. Also musste ich das voll ausbaden. Heute als Erwachsene habe ich durch einen Besuch bei der Kosmetikerin rausgefunden, dass ich gar keine Mitesser habe, sondern nur sehr große Poren, die ein Laie schon mal verwechseln kann. Diese Poren hatte ich auch in der Pubertät schon so, wie sie heute noch sind. All die Jahre habe ich mich umsonst geschämt! Wie peinlich. Ich ärgere mich über meine eigene Dummheit, damals nie auf eigene Faust zum Hautarzt gegangen zu sein, nur weil Muttern das für unnötig hielt.

Beichthaus.com Beichte #00041272 vom 17.05.2018 um 14:16:23 Uhr (6 Kommentare).

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