Dunkle Unterwasserwelt

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Feigheit Leipzig

Ich habe große Angst vor dunklen Gewässern und drehe jedesmal beim Schwimmen im See durch, wenn mich eine Pflanze, ein Fisch oder was auch immer am Bein streift. Die Angst kommt wahrscheinlich daher, dass ich als Kind einen alten Film gesehen habe, in dem ein Taucher unter Wasser von einem Riesenkraken festgehalten und getötet wird, an den Titel kann ich mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls bricht in mir sofort die Panik aus, wenn mich etwas unter Wasser berührt und ich habe Angst, nach unten gezogen oder verletzt zu werden.

Ich hatte gehofft, dass sich das verliert, wenn ich älter werde, aber Pustekuchen. Ich bin bald 40 und es ist immer noch da. Am liebsten ist mir glasklares Wasser, wo ich metertief bis auf den Grund sehen kann, aber das gibt es nicht überall. Ich habe das nur ein paar Male im Urlaub erlebt und mich sehr wohl gefühlt. Da ich vor meiner Familie nicht als Feigling dastehen will, setze ich mich den hiesigen Badeseen immer wieder aus, aber die Angst verschwindet einfach nicht! An sich bin ich ich ein rationaler Mensch und weiß natürlich, dass da nichts Bedrohliches drin ist. Aber im Grunde meines Herzens bin ich ein Schisser.

Beichthaus.com Beichte #00041276 vom 18.05.2018 um 23:21:07 Uhr in Leipzig (18 Kommentare).

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Traumjob: Politesse

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Trunksucht Verzweiflung Arbeit Leipzig

Ich (m/31) bin etwas unzufrieden mit meinem Job. Nach einer gescheiterten Selbstständigkeit habe ich in einem Call-Center angefangen, da es für mich die schnellste und einfachste Lösung war, schnell wieder in ein Arbeitsverhältnis zu kommen. Mittlerweile bin ich hier schon zwei Mal befördert worden. Auch toll, könnte man denken. Leider spiegelt sich die Beförderung nicht im Gehalt wider. Warum sollte man gute Leute auch gut bezahlen?

Jedenfalls habe ich letztens mit meiner Frau einen über den Durst getrunken und mich (mal wieder) über meinen Job aufgeregt. Gemeinsam haben wir geschaut, was es denn so für Stellen im öffentlichen Dienst gibt. Aus Jux habe ich mich dann im Suff auf eine bestimmte Stelle beworben. Nach einem Bewerbungsgespräch kam vor einer Woche die Zusage. Nun ratet mal, wer nächste Woche als Politesste anfängt? Jupp. Ich mache das. Warum? Klar, ist das auch ein etwas undankbarer Job, aber ich muss nur 30 Stunden arbeiten und verdiene fast 1,5-mal so viel wie vorher. Und eine Woche mehr Urlaub im Jahr habe ich auch. Ich beichte also, mich betrunken auf eine Stelle im öffentlichen Dienst beworben zu haben und auch noch genommen worden zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00040264 vom 02.09.2017 um 08:34:34 Uhr in Leipzig (16 Kommentare).

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Rache an meiner Ex-Affäre

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Rache Zorn Ungerechtigkeit Ex Kaub

Ich (m/30) habe aus Rachsucht eine Beziehung endgültig zerstört. Alles fing vor 1,5 Jahren an, als ich zu dem Zeitpunkt bereits über drei Jahre Single war und am Wochenende in einem Club in Berlin an der Bar gearbeitet habe. Nicht falsch verstehen, ich bin nicht Single, weil ich keine Angebote bekomme oder Ähnliches, aber ich will keine Beziehung eingehen, nur um eine Beziehung zu haben. Da bin ich lieber fair und ehrlich, und bleibe alleine. In besagtem Club kommen immer wieder Junggesellenabschiede zustande, so auch an diesem Wochenende. Eine Gruppe aus ungefähr sechs Frauen, eine als Braut verkleidet, die anderen in bescheuerten Kostümen. Eine der kostümierten Frauen war genau mein Geschmack, allerdings hätte ich nie gedacht, auch nur eine Chance zu haben. Jedenfalls kamen wir ins Gespräch, und da ansonsten wenig los war, es aber wohl besser so war, habe ich ihr meine Nummer zugesteckt und wir haben geschrieben, während ich noch am Arbeiten und sie am Feiern war.

Nach Schichtende bin ich dann mit ihr und zwei ihrer Freundinnen um sechs Uhr morgens durch die Stadt gewandert, habe einen Kaffee getrunken und mich zwei Stunden unterhalten. Wir lagen auf einer Wellenlänge, und auch eine gewisse Spannung lag in der Luft. Da ihre Gruppe um neun Uhr abreisen wollte, kam außer spontanem Knutschen zum Abschied nichts zustande - die bösen Blicke ihrer Schwester (die als Braut rumlief) habe ich auf die Uhrzeit und die Wartezeit geschoben. Den Sonntag haben wir dann geschrieben, und Montag haben wir geskyped. Am Dienstag haben wir uns dann tatsächlich in Leipzig in einem Motel getroffen, halbe Strecke für beide. Kaum war die Tür zu, ging es zur Sache. Das war wirklich heftig und ging den ganzen Abend. Am nächsten Morgen kam dann die Überraschung - ihr Handy klingelte, es war der Verlobte. Ich wurde kreidebleich. Dann musste sie rausrücken - und was sie erzählte, klang zumindest nachvollziehbar. Die beiden waren seit sieben Jahren zusammen, er hat sie aber vier Jahre lang mit einer Affäre betrogen, was sie auch nur durch Zufall herausbekommen hatte. Er hat sich mehrfach entschuldigt, aber seitdem lief im Bett nichts mehr, was so ungefähr zwei Jahre gewesen sein dürften. Da beide zusammen zudem eine Firma gegründet haben und er ihr mittlerweile sogar 30.000 Euro aus den Rippen geleiert hat, war das mit Trennung nicht so einfach.

Wir haben dann tagelange telefoniert und darüber gesprochen, ich habe ihr Mut gemacht, wie sie aus der Nummer rauskommt, habe mit ihr zusammen Arbeitsstellen in Berlin rausgesucht, und hin und wieder haben wir uns in der Woche getroffen. Da er das ganze Wochenende bei ihr abhing, war am Wochenende kein Treffen möglich, genauso mussten wir heimlich schreiben. Als es dann konkreter wurde, und sie vier Wochen Urlaub eingereicht hatte, kam er auf die Idee sie zehn Tage lang spontan nach Italien zu kutschieren. Die ersten zwei Tage hatten wir regelmäßig viel Kontakt, danach bis zum sechsten Tag aber nichts mehr. Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht, dann kam endlich eine Nachricht - Er hätte die ganze Zeit ihr Handy, weil seins defekt ist und sie meldet sich, sobald sie wieder da ist. Beruhigend ist was anderes. Als sie wieder da war, war sie kühl und abweisend, bis sie einige Zeit später endlich rausrückte. Er hätte sich ja so viel Mühe gegeben und sie will die lange Zeit ja nicht einfach wegschmeißen. Auch hätte sie mit ihrer besten Freundin darüber gesprochen und die wäre fast ausgeflippt, und deswegen will sie das Ganze beenden und nur noch freundschaftlichen Kontakt. Ich habe zwar angemerkt, dass das nicht funktionieren wird, aber bitte. Wir hatten dann 4,5 Wochen kaum Kontakt, nur um uns dann wieder in einem Motel zu treffen. Einen Tag später schrieb sie mir dann, es sei endgültig vorbei und blockierte mich überall mit dem finalen Hinweis, die eindeutigen Bilder und Videos die wir gemacht haben, hätte ich zu löschen - das habe ich auch gemacht.

Vier Wochen später bekomme ich abends einen Anruf einer mir unbekannten Nummer. Ihre beste Freundin war dran. Ich war natürlich sehr begeistert, mit einer "Gegnerin" der ganzen Geschichte zu sprechen. Aber Karma ist eine launische Diva. Ihre beste Freundin hat sich am vergangenen Wochenende von ihrem Kerl getrennt, welcher daraufhin eifersüchtig ihr Handy durchschnüffelt und alle Nachrichten gelesen hat. Und dann hat er dem Kerl meine Ex-Geschichte komplett erzählt. Ihre beste Freundin wollte allen Ernstes von mir verlangen, dass ich lüge und es außer Schreiben nichts gab, sollte er mich anrufen und nachfragen. Ich habe gesagt, dass ich das natürlich mache und das Gespräch beendet. Hätte er wirklich angerufen, hätte ich alles erzählt. Hat er aber leider nicht. Ich wusste aber, dass meine Ex mir niemals ins Gesicht hätte sagen können, dass sie mich nicht mehr sehen will, und ein fader Beigeschmack blieb dabei.

Letzte Woche war dann Zeit für das finale Kapitel. Ich hatte beruflich bedingt in Nürnberg zu tun, und auch wenn ich nicht weiß, wo sie wohnt, wusste ich wo sie arbeitet. Ich habe mich also schick rausgeputzt, eine unglaubliche Escortlady (die Sorte die einen nur begleitet und nicht mehr) angeheuert, eingeweiht, und bin direkt bei ihrer Arbeitsstelle aufgetaucht, einer Anwaltskanzlei. Der Gesichtsausdruck, als sie mich erkannt hat, war göttlich. Man kann kaum beschreiben, was sie in diesem Moment alles ausdrückte, zwischen Freude, Wut, Unglaube, war alles dabei. Ich habe dann ihrem Kollegen gesagt, dass wir eine Anwältin suchen, für eine Familiensache, und wurden ihr zugeteilt. Ich schaute sie an, sagte nur "Nein, im Leben nicht" und bin gegangen. Da ich eine neue Handynummer habe und man mich nicht ohne Weiteres bei dem bekannten blauen Netzwerk findet, habe ich zwar keine Ahnung, ob sie mir irgendwas sagen wollte, aber das war es allemal wert. Ich beichte also, dass ich aus Rache meine Ex-Affäre in eine verzwickte Lage gebracht habe, weil der Kollege natürlich ziemlich blöd geschaut hat und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036773 vom 05.10.2015 um 15:59:03 Uhr in Kaub (14 Kommentare).

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Pechschwarze Fensterbank

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Faulheit Unreinlichkeit WG

Ich (m/21) habe bis vor kurzem in Leipzig studiert und ein halbes Jahr mit meinem Mitbewohner (28) zusammengewohnt. Nachdem ich festgestellt habe das ich nicht weiter studieren möchte, habe ich beschlossen wieder in das 4 Stunden entfernte Frankfurt zurück zu ziehen. Meine Eltern haben dann mit mir mein Zimmer ausgeräumt und in den Sprinter gepackt. Ich selbst konnte nicht an diesem Tag mitfahren, da ich meinen Mietvertrag erst am nächsten Tag auflösen konnte. Also habe ich einen kleinen Koffer und das nötigste da gelassen um noch eine Nacht in Leipzig zu verbringen. Am nächsten Tag bin ich dann zum Büro nebenan gegangen und wollte meinen Vertrag auflösen. Die nette Frau fragte mich, ob ich denn alles geputzt hätte: Boden und Fenster.

Da meine Eltern alle Sachen am Vortag mitgenommen haben (insbesondere Putzmittel die ich das halbe Jahr über kein einziges Mal benutzt habe) musste ich improvisieren, da mir die nette Dame im Büro nur 1 Stunde Zeit gegeben hat bis der Hausmeister zur Zimmerabnahme kommen wurde. Da ich aber keinen Nerv und vor allem keine Lust hatte eine weitere Nacht in Leipzig zu verbringen, musste ich irgendwie etwas zum Fenster und Fensterbank putzen finden. Mein Mitbewohner war nicht zugegen, also war sein Zimmer abgeschlossen und sonst nur Geschirrspülmittel und ein Schwamm für das Geschirr in Reichweite. Nun klingelte ich aus Not bei meinen Nachbarn, auch dort war keiner da.
So nahm ich den Schwamm und versuchte die Fenster zu putzen, was auch sehr gut gelang und mein Handtuch was ich noch morgens fürs Bad dabei hatte zum abtrocknen. Fenster geputzt also nur noch die Pechschwarze Fensterbank, die auch nach einiger Zeit des Schrubbens langsam wieder weiß wurde.


Als ich fertig war kam direkt der Hausmeister rein also warf ich den Schwamm in die Spule und machte dem Hausmeister die Tür auf, dieser nahm mir sehr zufrieden mein Zimmer ab und führte mich nach draußen. Ich war total glücklich das ich an dem Tag noch nach hause kann! Im Zug ist mir dann aufgefallen das der Schwamm noch in der Spule liegt, ich aber weder Handynummer noch E-Mail meines Zimmernachbarn habe. So beichte ich, dass ich aus Faulheit und Dummheit, sowie Vergesslichkeit einen vermeintlich sauber aussehenden Schwamm an meinen Mitbewohner weitergegeben habe der sich jetzt sein Geschirr mit dem Dreck meiner pechschwarzen Fensterbank sauber macht.

Beichthaus.com Beichte #00029828 vom 29.02.2012 um 02:49:42 Uhr (15 Kommentare).

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Steuersparmodell

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Hass Zorn Dummheit Betrug Geld Mannheim

Mir wurde durch eine Kapitalfirma aus Mannheim auf fiese Art und Weise in 2001 eine Eigentumswohnung als Steuersparmodell in Leipzig angedreht. Eigentlich wollte ich die gar nicht, aber die Typen waren so was von abgebrüht und haben mich so was von in die Mangel genommen, dass ein klares nein vollkommen unmöglich wurde. 120 Tausend Steine hat der Spaß gekostet und das Objekt hat einen geschätzten Wert von maximal 30.000. Und bisher habe ich nur Asoziale und Mietnomaden als Mieter gehabt. Mittlerweile sind die Verkaufs-Unternehmen der Firma insolvent, aber ich verfolge genau, was die Ex-Inhaber und Gesellschafter so treiben. Ich habe alles über sie recherchiert, vom Geburtstag des Haustieres, Vorlieben der Mutter, Gräber der Großeltern, Schulen der Kinder, gewohnte Wege und so weiter. Alles habe ich recherchiert und ich schwöre bittere Rache. Der Schmerz wird ewig und wahrhaftig weh tun. Ich bereue, mich auf diese Subjekte eingelassen zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00029176 vom 20.07.2011 um 15:57:43 Uhr in 68161 Mannheim (Lachnerstrasse) (29 Kommentare).

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