Ein Pfälzer in Baden Württemberg

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Misstrauen Vorurteile Gesellschaft Weil im Schönbuch

Ich wohne in einem kleinen Dorf in BAWÜ mit wirklich teilweise spießigen Nachbarn. Ab und an habe ich nachts wach und kann schlecht wieder einschlafen. Dann gehe ich meist (2. Stock) an mein Fenster ohne das Licht anzumachen und betrachte die leere Straße. Ich habe bereits schon viermal einen jungen Mann vorbeikommen sehen, der sich am Nachbargrundstück vor einer großen Scheune an einen Betonpfeiler lehnt und mit seinem Handy Musik hört. Mit im Gepäck hat er eine Bierflasche, aus der er trinkt und er raucht 1-2 Zigaretten bzw. etwas ähnliches. Das dauert ca. 30 Minuten bis circa eine Stunde. Da ich das Fenster meist kippe, um zu Lüften höre ich, dass er manchmal die Lieder mitsummt bzw. singt, die er hört. Besonders tut er mir Leid, da er wohl seine Heimat vermisst. Das erste Mal als ich ihn gesehen habe (es war das Faschingswochenende), habe ich ihn gehört wie er etwas "mitsang" was für mich nach "Kreutz Nacht du Stadt an de Nooh" klang und das Mainzer Karnevalslied "Am Rosenmontag", was man selbst hier in der Gegend vom Fernsehen kennt. Ich vermute, dass mit ersterem (nach recht ausgiebiger Internetrecherche) die Stadt Bad Kreuznach gemeint ist. Bei einem der letzten Male habe ich nach sehr intensivem zuhören und hoher Konzentration (ich höre es manchmal sehr schlecht und der Dialekt macht mir doch zu schaffen), das Lied "Auf Ihr Brüder in die Pfalz" ermitteln können.

Ich beichte somit, dass ich einen armen Menschen, der vielleicht (aus welchen Gründen auch immer) ins Schwabenland ziehen musste belausche und meinen Nachbarn von dem abendlichen Besuch nichts erzähle. Anmerken möchte ich noch, dass der gute Mensch nicht laut rumsingt und pöbelt, sondern ich diese drei Lieder nur sehr schwer herausgehört habe und das vermutlich auch nur, weil er sie öfter während seiner Sessions hört und wohl Heimweh hat. Sonst ist er wirklich nett. Er nimmt sein Bier immer mit, bückt sich um die Kippe auszumachen und wirft sie danach in den Gulli. Irgendwie tut er mir Leid.

Beichthaus.com Beichte #00041179 vom 15.04.2018 um 01:17:37 Uhr in Weil im Schönbuch (13 Kommentare).

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Ich kann meine Schwester nicht leiden

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Zwietracht Familie Braunschweig

Damals habe ich mich in einen Typen aus der Parallelklasse verliebt. Er ist zu mir ins Elternhaus gezogen und er hat meine kleine Schwester vom ersten Tag an das Leben zur Hölle gemacht. Ich empfand es von ihm richtig gut, wie er mich beschützte und als ich schwanger wurde und wir woanders hinzogen hat er sie immer raus geschmissen. Auch das fand ich mega gut von ihm, wie er uns als Familie vor diesen blöden Drachen von Schwester beschützte. Ich mag meine Schwester nicht. Sie hat sich immer aufgedrängt, wollte damals überall mitkommen und wir haben sie aus unserem Leben verbannt. Heute bin ich froh, dass auch meine Tochter (sie ist inzwischen Erwachsen) auch von ihr nichts wissen will, denn sie ist ständig wütend und wirft uns Dinge vor, die sie sich irgendwie im Kopf zusammen reimt. Wir haben nichts gegen sie, wir wollen einfach unsere Ruhe vor ihr und deshalb darf sie nicht zu uns hin, weil sie einfach nicht würdig genug ist bei uns zu sein.

Stattdessen fuhren wir früher oft genug mit meinem Bruder und der Schwester meines Mannes (ich habe ihn damals geheiratet) in den Urlaub und ließen Miss Neidisch zu Hause zurück. Zu Geburtstagen wird sie sowieso nie eingeladen und das ärgert sie, aber nicht mehr uns. Wir sind glücklich und wollen mit der dummen Gans nichts zu tun haben. Bin ich egoistisch, nur weil ich meine Schwester nicht leiden kann, weil sie meinen Mann nicht leiden kann und dieser sie deshalb ebenso nicht?

Beichthaus.com Beichte #00041178 vom 14.04.2018 um 12:10:42 Uhr in Braunschweig (19 Kommentare).

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Assibengel auf dem Spielplatz

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Aggression Rache Kinder Dranske

Ich (m/27) habe mal etwas überreagiert. Mit 14 war ich mit meinen Eltern und meiner damals 4-jährigen Schwester auf einem Zeltplatz an der Ostsee. An einem Tag war ging ich mit meiner Schwester auf einen Spielplatz, einer mit Holzturm zum hochklettern und runterrutschen. Und da war so ein richtiger Assi-Bengel, um die 6-7 Jahre alt. Der hat permanent meine Schwester geärgert, bis sie geheult hat. Ich habe sie auf den Arm genommen und bin mit ihr etwas an die Seite gegangen, um in Ruhe mit ihr zu spielen, aber der kleine Arsch kam uns hinterher und hat uns mit Sand beworfen. Das ich zwei Köpfe größer war und ihm mehrfach sagte, er solle uns in Ruhe lassen, beeindruckte ihn überhaupt nicht.

Nachdem ich das dritte Mal meine Schwester auf den Arm genommen hatte und vernünftigerweise ein Stück weiter gegangen bin, wurde mir das zu bunt. Als er wieder mit Sand ankam, setze ich meine Schwester ab, schnappte mir den Pimpf und seifte ihm das Gesicht mit Sand ein! Voller Sand im Mund, heulend und die Nase voller Rotz zog er ab. Mittlerweile waren auch meine Eltern da und saßen auf einer Bank und als drei Minuten später die Mutter mit ihrem Bengel im Schlepptau ankam und mich anmistete, hat mein Vater sie noch herrlich rund gemacht! Ich beichte, dass ich mich an einem körperlich deutlich unterlegenen armseligen Wurm ausgetobt habe, aber verdammt, der hat es ernsthaft darauf angelegt.

Beichthaus.com Beichte #00041177 vom 14.04.2018 um 03:48:54 Uhr in Dranske (Nonnevitz) (9 Kommentare).

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Meine Messi-Wohnung

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Feigheit Sucht Dating

Ich bin (w/34) treffe mich seit ein paar Wochen mit einem netten Mann. Es scheint etwas ernstes zu werden. Leider habe ich ihm noch nichts von meinem Problem erzählt: Ich kann (fast) nichts wegwerfen. Als Messi würde ich mich aber nicht bezeichnen, da ich Dinge wie leere Joghurtbecher, benutzte Alufolie, Servietten oder WC Rollen immer sofort entsorge. Ich hebe nur reinliche Ware auf. Leere Tüten, Geschenkpapier, falsch bedrucktes Papier, kaputte Laptops, alte Fernbedienungen, auseinander gefallene Bilderrahmen, löchrige Strumpfhosen, alte Zeitungen, entfernte Tapeten, leere Kaugummidosen, ein Stückchen Gartenzaun vom Nachbarn. Ich bin stets bedacht, dass man es nicht merkt. Habe vieles in Schubladen und Schränken verstaut, der Rest ist in Tüten. Aber meine Wohnung ist klein und der Platz knapp. Sobald man die Besteckschublade öffnet, muss man sich zunächst durch einen Haufen an Kassenzetteln (teilweise von Einkäufen die über 10 Jahre zurückliegen ) wühlen.

Wenn man den Schlafzimmerschrank aufmacht, kann es sein, dass einem eine Zeitung aus dem Sommer 2006 entgegen fällt und wenn man im Bad die Kommode aufmacht, sieht man unzählige Batterien, Bierdeckel, Knöpfe und kaputte Armbanduhren neben dem Kosmetikzeug. Neben der Kaffeemaschine ist eine große Metalldose, nicht mit Bohnen, sondern mit Kugelschreibern, die nicht mehr schreiben befüllt. Abgesehen davon sauge und putze ich jede Woche. Alles ist sauber. Aber wie soll ich es dem Mann erklären? Ich würde ihn am liebsten fragen, ob er mit mir gemeinsam alles wegwirft; allein krieg ich Panik und schaffe es nicht. Aber dann ist er weg. Aber ich werde ihn nicht ewig vertrösten können; bisher habe ich immer Ausreden erfunden, warum wir nicht mal in meine Wohnung können.

Beichthaus.com Beichte #00041171 vom 13.04.2018 um 00:39:21 Uhr (15 Kommentare).

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Kostenlose Alltags-Artikel

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Diebstahl Geiz Habgier

Ich (m/24) beichte, dass ich noch nie Geld für Klopapier, Seife, Besteck, Geschirr, Salz- und Pfeffer(streuer), Druckerpapier, Umschläge oder andere Büroartikel sowie Desinfektionsmittel und andere medizinische Artikel ausgegeben habe. Ich bin Medizinstudent und studentische Hilfskraft und klaue mir oben genanntes immer aus der Uni, also Klo, Mensa und Büro, sowie dem Krankenhaus. Ich werde dem Staat das ja später alles in Form von stattlichen Steuern wieder zurückzahlen und außerdem machen viele Studenten das ähnlich. Als Pyjama habe ich einen Kittel aus dem Krankenhaus. Solange ich die Dinge nicht Privatpersonen klaue, sondern nur großen Institutionen habe ich kein schlechtes Gewissen dabei.

Beichthaus.com Beichte #00041168 vom 11.04.2018 um 00:37:53 Uhr (24 Kommentare).

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