Alkoholentzug

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Vor ein paar Jahren lebte bei mir in der Gegend ein Obdachloser, der den ganzen Tag vor einem Supermarkt herumlungerte und Billigbier einer bei uns im Osten bekannten Marke trank. Da er im alkoholisierten Zustand dazu neigte, Parolen aus dem NSDAP-Wahlkampf zu grölen, hatte er in dem Laden und in zahlreichen Weiteren Hausverbot. Als ich eines Tages von der Schule kam, sprach mich der notorische Trinker an und fragte, ob ich ihn beliefern kann. Da ich schon 17 war, beschloss ich, ihm gegen eine kleine Provision ein paar Dosen zu kaufen. Das Ganze entwickelte sich zu einem täglichen Ritual. Fortan spielte ich den Kurier für 50 Cent bis 1 Euro täglich, was sich schnell summierte, denn der arme Mann hatte immer Durst und der Laden war direkt an meinem Schulweg. Nach einiger Zeit hatte ich die Idee, ihm alkoholfreies Bier zu kaufen, es mit den Etiketten des alkoholhaltigen Biers zu versehen und so zu testen, ob er den Unterschied bemerkt. Die Fälschung sah sogar relativ echt aus, der Obdachlose merkte nichts.

Ich begann, mit meinem Laserdrucker selbst Etiketten zu kopieren und auf die Dosen mit alkoholfreiem Bier zu kleben. Da mein Vater einen Copyshop besitzt, hatten wir sogar ausreichend professionelle Folie zu Hause. Einerseits tat ich es, weil das alkoholfreie Bier ein paar Cent billiger war, andererseits, weil mich interessierte, wie sich das Verhalten des Obdachlosen ändern würde. Anscheinend hat er nie was gemerkt, erstaunlich war allerdings, dass er trotz seines Alkoholentzugs immer noch die alten Verhaltensmuster aufwies. Entweder, mir ist es gelungen, den Placebo-Effekt nachzuweisen, oder der Mann war einfach psychisch krank. Ich beichte hiermit, dass ich monatelang einem Obdachlosen regelmäßig kleine Mengen Geld unterschlagen habe und ihn für meine Hobbypsychologie-Versuche missbraucht habe. Wenigstens war er so für einige Zeit auf dem Trockenen, was seine Lebenserwartung wohl verlängert haben dürfte.

Beichthaus.com Beichte #00030558 vom 06.12.2012 um 22:20:25 Uhr in Meißen (Fabrikstraße) (21 Kommentare).

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Die Überraschung von oben

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Ich (m/24) bin nun Student und mittlerweile sehr ruhig und gemütlich geworden. Vor fünf Jahren jedoch ist mir eine unangenehme Geschichte passiert, die ich nun beichten möchte. Meine Freunde und ich waren, wie eigentlich jeden Freitagabend, in unserer Stammkneipe. Wir waren dort schon gut bekannt und die nette Kellnerin gab uns auch öfters einen Schnaps aus. Nachdem es im Laufe des Abends schon ein paar Bierchen und Schnäpse wurden, bekam ich Hunger und bestellte mir die hauseigenen, legendären "Chili-Pommes." Gegen Mitternacht verließen wir dann die Kneipe, da wir alle schon ziemlich bedient waren. Zu dieser Zeit wohnte ich noch bei meinen Eltern daheim, also musste ich mich zusammenreißen, um daheim keinen Wirbel zu machen. Da ich, um in mein Zimmer zu gelangen, durch das Schlafzimmer meiner Eltern musste, achtete ich darauf, besonders leise zu sein. Nachdem alles gut geglückt war, legte ich mich ins Bett und machte die Augen zu. Ich weiß nicht, ob es am Bier lag oder an den Chili-Pommes, aber mir wurde auf einmal so dermaßen schlecht und ich wusste, ich musste mich jeden Moment übergeben. In meinem Zustand entwickelte ich zwei überaus intelligente Strategien: Entweder ich renne durch das Schlafzimmer meiner Eltern zum Klo und riskiere, dass sie merken, wie betrunken ich bin oder ich renne schnell zu meinem Zimmerfenster. In meinem Urteilsvermögen beeinträchtigt, entschied ich, dass es wohl das Klügste und Beste sei, aus dem Fenster zu erbrechen.

Gesagt, getan setzte ich diese Idee in die Tat um. Ich lehnte mich aus dem Fenster und die Chili-Pommes kamen wieder aus meinem Magen. Unglücklicherweise traf ich einen Passanten, der gerade auf dem Fußweg unterhalb unterwegs war. Ich schloss schnell das Fenster und flüchtete ins Bett. Ich hörte nur noch, wie der Passant lautstark fluchte, hoffte jedoch, dass er nicht herausfand, wo die Überraschung von oben herkam. Am nächsten Tag gingen mein Vater und ich an unserer Haustür vorbei, wo noch ein riesiger Fleck meiner Schandtat zu sehen war. Mein Vater fragte mich damals ganz entsetzt, wer so etwas nur machen kann. Ich antwortete: "Keine Ahnung, wer so etwas macht." Hiermit möchte ich nun beichten, dass ich nicht ehrlich zu meinem Vater war, einen Passanten angekotzt habe, das Ganze aus einem Fenster heraus, und so dumm war, mir in einer Kneipe Chili-Pommes zu bestellen.

Beichthaus.com Beichte #00030516 vom 02.12.2012 um 09:40:14 Uhr in Wien (Karlsplatz) (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der richtige Umgang mit Mäusen

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Letztens war ich in unserem Zoogeschäft einkaufen. Ich stand mit drei Mäusen an der Kasse, als ein etwa 13-jähriges Mädchen hinter mir fragte, ob ich schon einen schönen Käfig ausgesucht habe. Sie machte direkt danach weiter und fragte und ob ich denn dies und das schon für die Mäuse habe. Das Mädchen gab mir auch gleich weitere Tipps, weil sie ja auch Mäuse hätte und die dies und jenes täten. Als sie fertig war, klärte ich sie drüber auf, dass zwei von den Mäusen Schlangenfutter sind und die dritte als Spielzeug für die Katze dient. Man konnte ihr ansehen, dass sie zwischen Heulen und Ausrasten schwankte. Ich war dann aber auch schon am Bezahlen und bin anschließend direkt raus. Mein gefleckter Zwergpython hat nunmal auch Hunger!

Beichthaus.com Beichte #00030461 vom 16.11.2012 um 12:26:31 Uhr in Suhl (33 Kommentare).

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Weinprobe im Gourmet Club

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Ich bin Kellnerin in einem Sternelokal. Vor einigen Wochen veranstaltete der hiesige Gourmet Club bei uns wieder mal eine Weinprobe, bei der die besten Weine gewählt werden sollten. Einer davon war ein 40 Jahre alter Bordeaux, schweineteuer. Ich habe bei einem Discounter drei Flaschen Rotwein zu je 3,99 Euro gekauft, die Etiketten abgelöst und sie auf die Bordeauxflaschen aufgeklebt, deren Etiketten ich vorher abgelöst hatte. Vorsichtshalber habe ich keine Flaschen mit Schraubverschluss gekauft, sondern mit dem guten alten Korken. Bei der Weinprobe habe ich dann, statt des teuren Bordeaux, den Rotwein für 3,99 Euro ausgeschenkt. Die drei Flaschen Bordeaux haben wir uns dann zwei Tage später zu Hause mit drei Bekannten hinter die Binde gegossen. Der war wirklich gut! Der Wein für 3,99 Euro hat übrigens bei der Weinprobe den vierten Platz gemacht - von 15 teilnehmenden Weinen.

Beichthaus.com Beichte #00030446 vom 11.11.2012 um 12:03:15 Uhr (20 Kommentare).

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Weingummi mit besonderem Aroma

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Auf der Feier zu meinem 18. Geburtstag war mein Freund ziemlich betrunken und kam, wie immer, auf ziemlich verrückte Ideen. So auch an diesem Abend: Er öffnete seine Hose und berührte alle Gegenstände in Reichweite mit seinem besten Stück. Zum Glück waren nur noch sehr wenige Gäste anwesend und nur ich bekam mit, wie er seine Männlichkeit in eine Dose mit Weingummis, die ich am nächsten Tag in meiner Schulklasse verteilen wollte, versenkte. Wenn wir unser Abitur gemacht haben, werde ich meinen Klassenkameraden einen Link zu dieser Seite schicken und ihnen auf diesem Wege beichten, dass sie alle Weingummis gegessen haben, die vorher in Berührung mit den Genitalien meines Freundes gekommen sind.

Beichthaus.com Beichte #00030422 vom 01.11.2012 um 18:23:19 Uhr in Sieverstedt (Schleswiger Straße) (30 Kommentare).

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