Hund essen

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Peinlichkeit Vorurteile Ernährung Vietnam

Ich (m/20) bin Asiate, genauer gesagt, Vietnamese. Da ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, würde ich schon behaupten, dass ich ziemlich deutsch denke. Als ich mit knapp 11 Jahren das erste Mal in Vietnam war, wurde meine Familie zu einer großen Feier eingeladen. Es waren sehr viele Leute anwesend. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde über Gott - oder besser gesagt Buddha - und die Welt geredet und fein gegessen. Als ich aber gemerkt habe, dass sie Hunde zum Essen servieren, ist mir die Sicherung durchgebrannt. Ich habe also sämtliche Teller mit diesen Köstlichkeiten vom Buffet auf den Boden geschmissen, im Anschluss die Gäste angepöbelt, angeschrien und mich gefragt, wie diese Leute bloß die treuen und niedlichen Hunde töten und essen konnten. Meine Familie hatte Glück, dass wir weder rausgeschmissen wurden, noch für den Schaden aufkommen mussten. Aber auf jeden Fall habe ich uns wohl ziemlich blamiert. Jetzt, rund 9 Jahre später, möchte ich beichten, dass mir mein Verhalten von damals sehr leidtut. Ich habe meine Sichtweise zum Verspeisen von Hunden nicht geändert, aber ich habe gelernt, es zu tolerieren. Schließlich ist das für diese Leute ganz normal. Sie sind damit aufgewachsen und es ist ihre Religion. Es steht mir als Außenstehender nicht zu über ihre Gewohnheiten zu richten, nur weil ich es aus meinem Alltag anders kenne. Was würden die Inder zum Beispiel sagen, wenn sie sehen würden, wie wir in Deutschland ihre heiligen Kühe unter unmenschlichen Bedingungen in Massen auf engstem Raum einpferchen?

Beichthaus.com Beichte #00029920 vom 06.04.2012 um 11:16:23 Uhr in Vietnam (Hanoi) (22 Kommentare).

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Tante Emma Laden mit Erfolg

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Stolz Falschheit Arbeit Shopping

Tante Emma Laden mit Erfolg
Vor circa 10 Jahren habe ich (m/32) so eine Art Dorfladen übernommen, da mein Vater unerwartet verstorben war. Eigentlich wollte ich den Laden nicht übernehmen, da ich noch sehr jung war. Da meine beiden Geschwister den Laden aber auch nicht übernehmen wollten, da die beiden "höhere" Ziele hatten, machte ich es dann doch, vor allem meiner Mutter zu Liebe, die sehr an dem Geschäft hing.

Von meinen lieben Geschwistern bekam ich immer die gleiche Prophezeiung zu hören, dass sich der Laden keine drei Jahre halten würde, da man keine Chance gegen die großen Läden in den Städten hätte. Sie machten sich auch immer schön lustig darüber. Anfangs war es auch wirklich viel Arbeit. 14-Stunden-Tage waren für mich keine Seltenheit, das ich nach den Geschäftszeiten auch noch Bestellungen und Abrechnungskram erledigen musste. Und das Geld reichte gerade so zum Leben und ich konnte froh sein, dass ich keinen Cent Miete für das Ladenlokal zahlen musste, da ich dies ja samt Geschäft übernommen hatte. Ich dachte auch, dass ich gegen die großen Läden nicht lange bestehen könnte.

Inzwischen hat sich das jedoch gegen alle Erwartungen geändert. Denn die alten Leute aus unserem Dorf kaufen fast alle bei mir ein, da für sie mit zunehmenden Alter schwierig ist in die Stadt zu kommen. Auch die junge Kundschaft nimmt zu, da sich nicht jeder ein Auto leisten kann oder Lust hat 30 Minuten mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Kurz um: Ich werde vielleicht kein Millionär mit dem Laden, aber ich kriege meine Frau und zwei Kinder mehr als satt, kann das Häuschen abbezahlen und hier und da kann man sich auch was gönnen. Nun zu meiner Beichte: Meinen Geschwistern geht es im Moment finanziell nicht so gut und deshalb fragen sie mich regelmäßig nach vergünstigten Lebensmittelpreisen. Das lehne ich jedoch konsequent ab, da ich der Meinung bin, dass meine anderen Kunden auch den vollen Preis zahlen müssen. Zudem haben sie mich immer wegen der Ladenübernahme nieder gemacht. Ich biete den beiden höchsten Ware an, die bald vom Verfallsdatum betroffen ist, kostenlos zu nehmen. Ich könnte den beiden jedes Mal eine aufs Maul hauen, wenn sie mir dann vorwerfen, dass ich das Geschäft etc. in den Hintern geschoben bekommen hätte und ein Egoist bin.

Beichthaus.com Beichte #00029917 vom 05.04.2012 um 09:09:30 Uhr (45 Kommentare).

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“Beichte

Nach dem Tod meines Vaters

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Verzweiflung Familie

Ich bin ein schlechter Mensch! Warum? Das ist ganz einfach: Mein Vater ist vor ein paar Jahren plötzlich und unerwartet gestorben. Plötzlicher Herztod war die Diagnose. Es gab keine Anzeichen für ein schwaches Herz oder sonstige Beschwerden. Er war vollkommen gesund und hat auch viel Sport betrieben. Jedenfalls standen meine Mutter und ich unter Schock. Meine Mutter musste von heute auf morgen eine Arbeitsstelle finden. Sie war vorher nur Hausfrau. Für mich war der Verlust ein schwerer Schock und ich bin bis heute nicht damit fertig geworden. Nun aber zu meiner Beichte:
Obwohl mir mein Vater so unendlich wichtig war und ich ihn so sehr geliebt habe, denke ich kaum an ihn. Ich habe immer versucht, mein Leben weiterzuleben, denn Trauer lasst einen nur erstarren. Ich musste lernen, selbst weiterzukommen. Vielleicht auch deswegen habe ich meinen Vater fast vollständig aus meinem Alltag ausgeblendet. Nur wenn ich einsam bin und der große Weltschmerz über mich hereinbricht, kommen die Trauer und die Erinnerungen wieder hoch. Ich fühle mich dann so unsagbar mies. Er war ein so toller und liebenswerter Vater und war immer für uns da. Ich fühle mich so schuldig! Warum kann ich ihn nicht öfter in meine Gedanken aufnehmen? Er fehlt mir so sehr und trotzdem denke ich so selten an ihn. Es tut mir so unendlich Leid! Vater, bitte vergib mir! Ich bitte um Absolution, nur ein klein wenig. Kann irgendjemand mich auch nur ansatzweise verstehen? Warum schaffe ich es nicht, öfter an ihn zu denken? Es macht mich fertig. Ich will ihn doch gar nicht vergessen.

Beichthaus.com Beichte #00029916 vom 04.04.2012 um 21:12:49 Uhr (27 Kommentare).

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Schwerhörige Rentner

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Falschheit Ignoranz Shopping Seelze

Ich war vormittags bei einem großen Discounter. Zu dieser Uhrzeit treiben sich da fast nur Senioren rum. Ein Verkäufer sagte, dass man sich schon an die andere Kasse anstellen könne - er komme gleich. Da ich offensichtlich der einzige war, der das hörte, stand ich alleine da bis der gute Mann endlich kam. Auf dem Weg zur Kasse bat ein Kollege ihn etwas zu erledigen. Daher kassierte er mich ab und schloss die Kasse wieder, da ja immer noch niemand sonst anstand. Die Rentner-Gang an der anderen Kasse begann zu murren und fragte, warum ich eine Sonderbehandlung bekäme. Ich sagte nur: "Tja, privat-versichert" und ging grinsend unter wütenden Protesten der anderen Kunden hinaus.

Beichthaus.com Beichte #00029915 vom 04.04.2012 um 14:51:03 Uhr in Seelze (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Kinderzeichnung

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Peinlichkeit Lügen Falschheit Restaurant Bern

Ich war am Montag mit meinen beiden Kindern (4 und 2 Jahre) in der wohl besten Pizzeria von Bern. Der Oberkellner war wie immer ein Schatz und hat den beiden Kleinen Farbstifte und Papier gebracht. Die Kleinere hat einen krummen Strich aufs Papier gemalt und stolz gesagt, dass wäre eine Schlange. Ich habe ihr noch rasch so quer über den Tisch eine Maus darauf gezeichnet und ihren Liebling, einen Elefanten. Dazu ist noch anzumerken, dass ich bemerkenswert schlecht zeichnen kann. Dann kamen die Pizzen und wir haben die Zeichnungen zur Seite gelegt. Der Oberkellner hat sich dann die Zeichnung geschnappt und gefragt, ob dies ein Hund wäre, worauf mein Größerer ihn korrigiert hat. Dann ist der Oberkellner ganz beglückt mit der Zeichnung in die Küche gegangen und hat sie überall rumgezeigt. Ich möchte nun also beichten, dass die "Kinderzeichnung", welche neben dem Kücheneingang hängt, von mir ist. Aber ich wollte die Freude eines älteren Herrn nicht kaputt machen und auch nicht unbedingt zugeben, dass ich einfach nur grottenschlecht zeichnen kann.

Beichthaus.com Beichte #00029914 vom 04.04.2012 um 13:23:23 Uhr in Bern (25 Kommentare).

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