Beichte #00041933

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Vorurteile Boshaftigkeit Studentenleben Bochum

Ich möchte beichten, dass ich über einen Zeitraum von mehreren Wochen Fatshaming betrieben habe. Normalerweise halte ich nicht viel davon, das Gewicht von anderen Menschen zu kommentieren und mich darüber lustig zu machen. Jedoch habe ich einmal in der Uni eine Kommilitonin kennengelernt, bei der ich mich nicht zurückhalten konnte. Sie hatte einen sehr altmodischen Namen, saß immer in der ersten Reihe und trug fast jede Woche die selbe Uniform: Einen pinken Pullover, eine unförmige Jeans, die aussah wie ein Sitzsack, und einen Sailor-Moon-Rucksack auf dem Rücken. Ein süßes Outfit für eine Grundschülerin, aber nicht unbedingt für eine geschätzt 120 Kilo schwere Frau. Die Klamotten waren also schon einmal eine glatte 10/10. Ihre Essgewohnheiten waren aber auch nicht ohne. Am Anfang jeder Stunde packte die Wuchtbrumme erstmal ihre Snacks aus: Gummibärchen, die sie dem Dozenten anbot, mehrere Wurstbrote und zwei Tetrapackungen Kakao, die sie während des Unterrichts teils lautstark wegschlürfte. Normalerweise war es nicht üblich während eines Seminars zu essen, aber scheinbar konnte sie nicht einmal 1,5 Stunden überstehen, ohne sich was in den Mund zu stopfen. Wurde sie einmal aufgefordert sich zur Tafel zu bewegen, tat sie das nur unter einem vorwurfsvollen Schnaufen. So also wollte sie sagen "Wie können Sie es nur wagen mich zum Aufstehen zu zwingen." Setzte sie sich hin knarzte der Stuhl unter ihrem Allerwertesten ganz fürchterlich. Ich muss wohl kaum sagen, dass der gesamte Auftritt der Pummelfee in fast jeder Stunde für leises Gelächter und verstörte Blicke sorgte. Auch ich konnte mich mit meinen Sprüchen nicht zurückhalten, wenn sie in einer Stunde mehr Nahrung wegatmete als ich den ganzen Tag gegessen hatte. Zwar haben wir ihr nie ins Gesicht gelacht und immer versucht mit unseren Scherzen möglichst leise zu sein. Ich nehme aber trotzdem an, dass sie uns gehört hat und dass ich daran beteiligt war eine dicke Kommilitonin zu mobben. Dafür schäme ich mich, denn Mobbing finde ich blöd.

Beichthaus.com Beichte #00041933 vom 10.10.2019 um 06:05:12 Uhr in Bochum (1 Kommentare).

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Mobbing in Geesthacht

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Boshaftigkeit Schule Geesthacht

In der siebten Klasse auf dem Gymnasium bekamen wir einen neuen Mitschüler der nach einem längeren Aufenthalt in Bayern wieder zurück in unsere Heimatstadt kam. Er war ein unscheinbarer Typ der aber niemandem etwas tat. Wie es auch immer dazu kam, er war von Beginn an das Opfer für sämtliche Streiche und Beleidigungen der ganzen Klasse. Wir alle haben ihm aufs Übelste mitgespielt. Sachen versteckt, Wasser in den Ranzen etc. Das Schlimmste meinerseits war ein Geburtstag von Ihm auf den er einiger aus der Klasse mitsamt mir einlud. Auf dieser Feier stahl ich ihm sein Geburtstagsgeld.

Es wurde später noch schlimmer. Die Tage in der Schule waren die Hölle für ihn und die Geburtstage wurden zu einer wahren Tortur. Ich möchte beichten dass ich mich so unsäglich für mein Verhalten schäme und noch heute daran denke und nicht begreifen kann wie ich so grausam sein konnte. Habe mir vorgenommen, sollte er mir über den Weg laufen (arbeitet auch in der nächsten Großstadt), mich bei ihm zu entschuldigen für was ich tat. Einmal lief er mir bereits über den Weg (ich blieb unerkannt) und ich konnte mich nicht aufraffen. Ich bereue sehr und nächstes Mal werde ich es bestimmt machen. Es tut mir sehr leid mein Lieber.

Beichthaus.com Beichte #00041903 vom 15.08.2019 um 11:25:02 Uhr in Geesthacht (10 Kommentare).

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Warum man seine Geschwister gut behandeln sollte

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Boshaftigkeit Ignoranz Familie

Ich (m/25) habe in meiner Kindheit und Jugend meinen kleineren Bruder (21) sehr schlecht behandelt. Ich war herablassend, verachtend, boshaft, ignorant und habe ihm massiv das Leben erschwert. Komplett ohne selber irgendeine Einsicht oder ein echtes Verantwortungsbewusstsein für mein Handeln zu haben. Ich habe mich sehr schlecht verhalten. Das Familienleben war ebenfalls nicht gut. Irgendwann hat mein aktives Verhalten nachgelassen und sich in Ignorieren gewandelt. Nochmal bisschen Älter habe ich einfach mein Ding gemacht und ich hatte ihn überhaupt nicht mehr auf dem Schirm. Erst als ich seinem Laster (Rauchen) ebenfalls nachging hat sich etwas verändert. Zunächst mieden wir uns beim Rauchen, dann schweigend, bis hin, dass wir anfingen täglich und länger miteinander zu reden.

Obwohl ich ihn (aus meiner Sicht) schon lange in Ruhe lies, begann er erst in der Zeit unserer Annäherung richtig aufzublühen. Pflegte wieder Freundschaften, machte Zukunftspläne, strahlte und war glücklich. Das fiel auch der ganzen Verwandtschaft & unserem Umfeld auf. Wir machten irgendwann Zukunftspläne, zwecks gemeinsamer Wohnung (im Elternhaus), evtl. sogar mal eine Firma zusammen. Er lernte viele Sternenbilder von mir, worauf er stolz war. Bis hin, dass er mich sogar mit Sandwiches überraschte. Dass währe 2,5 Jahre zuvor undenkbar gewesen! Doch dann letztes Jahr in der Nacht weckte mich mein Vater. Im Wohnzimmer waren Polizisten & Seelsorger. Mein kleiner Bruder hatte einen Unfall und war sofort gestorben.

Mich zerreißt es innerlich. Auf der einen Seite bin ich zu einem riesigen Anteil daran Schuld, dass er zurückgezogen und nicht lebensfroh war. Und auf der anderen Seite habe ich ganz stark beeinflusst, dass er Anfing aufzublühen, einfach ein fröhlicher toller Mensch mit klasse Persönlichkeit zu sein. Wir waren gerade dabei unsere Freundeskreise verschmelzen zu lassen. Mir kommt alles so vor, als währen wir lange Zeit im Nebel nebeneinander gegangen, ohne den anderen wahrzunehemen. Als es heller wurde habe ich erst angefangen meinen Bruder zu sehen. Wir wanderten zusammen weiter, beschlossen viele Abenteuer gemeinsam zu erleben. Doch schon beim Anstieg der ersten Bergtour haben sich unsere Wege auf tragische Weise getrennt. Ich bin am Boden zerstört. Er fehlt mir so sehr. Ich war doch erst am Anfang meinen wundervollen kleinen Bruder kennenzulernen.

Warum habe ich euch an meiner ausführliche Beichte teilhaben lassen? Es ist Zeit zu Handeln! Ich weiß, dies hier wird jemand lesen, der sich in irgend einer Weise wiedererkennt. Und wenn es nur, das Ignorieren ist, was allein sehr hart sein kann. Wenn ihr Täter seid, macht die Augen auf. Glaubt nicht, dass eure Handlungen an den anderen Abprallen. Wenn ihr Opfer seid, dann zeigt dem Täter, was er wirklich macht. Seid einfach mal mutig! Es gibt nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen! Die Zeit drängt.

Beichthaus.com Beichte #00041880 vom 16.07.2019 um 19:19:53 Uhr (10 Kommentare).

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Kalt duschen nach dem Sex

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Boshaftigkeit Rache Nachbarn

Ich wohne in einem Zweifamilienhaus und über mir wohnt eine sehr aufreizende Dame. Sie hat jede Menge Männerbesuch und es ist zeitweise nervig laut. Wenn ich mal wieder vor lauter Gestöhne nicht schlafen kann gehe ich in den Keller und warte bis sie oder einer der Typen zum Duschen geht. Wenn dann die Wasseruhren laufen schätze ich ab, wann sie ungefähr eingeseift sind. Dann drehe ich den Warmwasserhahn zu und freuen mich über die Kaltduscher. Vielleicht drehe ich auch mal das kalte Wasser ab. Dann müssen die eingeseift nach Hause.

Beichthaus.com Beichte #00041873 vom 08.07.2019 um 03:58:36 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Projektmanagement: Stundenlange Meetings

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Falschheit Boshaftigkeit Arbeit Nürnberg

Ich ziehe Besprechungen künstlich in die Länge, um Ergebnisse zu vermeiden! Ich arbeite an Projekten. Früher habe ich mich bei Besprechungen immer rausgehalten und gelangweilt. Inzwischen aber, sobald ein Ergebnis absehbar ist, stelle ich eine destruktive, aber meistens berechtigte Frage, um ein Ergebnis zu verhindern. Meistens trauen sich meine Kollegen dann ebenfalls kritisch zu äußern. So vergehen Tage, ohne ein Ergebnis. Alle sind frustriert. Nur ich lache mir eins ins Fäustchen und genieße das Nichtstun.

Beichthaus.com Beichte #00041868 vom 02.07.2019 um 16:26:18 Uhr in Nürnberg (11 Kommentare).

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