Die Rache der Akademiker

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Selbstsucht Ignoranz Vorurteile Studentenleben Last Night Reutlingen

Ich (m/26) war am ersten Weihnachtsfeiertag mit einem Kumpel (25) unterwegs. Wir sind beide sehr erfolgreich im Studium und haben sehr lukrative Nebenjobs bei bekannten Automobilherstellern. Daher stehen unsere Jobaussichten wirklich gut und wir fahren auch schicke Autos und kleiden uns entsprechend. Als wir dann aber am Abend vor der Disco standen, meinte der total fertig aussehende Türsteher mit einem bösen Blick, dass der Laden voll sei. Wir wussten sofort, dass das nur eine Ausrede war, da sich die Tür kurz öffnete und die Disco mit Sicherheit nicht einmal halb voll war. Wir diskutierten aber nicht lange und traten den Rückzug in Richtung Auto an - ich merkte mir aber noch die Namen der Türsteher, da mir deren Verhalten einfach nicht gefiel. Im Laufe des Abends scherzten wir dann über die Türsteher und die Sprüche, die dabei fielen, waren wirklich unter aller Gürtellinie. Es war einfach so offensichtlich, dass diese Kerle uns aus reinem Neid nicht reingelassen hatten! Aber immerhin hatten wir viel Spaß dabei, uns über ihren sozialen Stand lustig zu machen, auch wenn es absolut ungerecht ist, dass dieser Pöbel seine "Macht" so billig ausspielen kann. Und jetzt zu meiner Beichte: Ich habe die Geschichte meiner Frau erzählt, die beim Jugendamt tätig ist. Sie hat sich die Namen notiert und wird bei den familiären Angelegenheiten bestimmter Väter, die einer Beschäftigung als Türsteher nachgehen und den Namen XY tragen, genauer hinsehen.

Beichthaus.com Beichte #00032472 vom 27.12.2013 um 21:08:38 Uhr in 72760 Reutlingen (Konrad-Adenauerstraße) (35 Kommentare).

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Nach dem Tod meines Vaters

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Verzweiflung Ignoranz Selbstverletzung Tod

Vor fast zwei Jahren wurde mein Vater plötzlich krank und verstarb. Aufgrund der langen Distanz, die uns trennte und anderer Sachen konnte ich nicht zu seiner Beerdigung. Ich hatte ihn die Jahre davor auch nicht sehen können, wir haben immer nur telefoniert. Ich hatte mir immer vorgenommen, ihn zu besuchen, doch dann kam alles ganz anders. Alte Gefühle kamen wieder hoch, vorhergegangene Todes- und Suizidfälle in meinem Familien- und Freundeskreis, die ich noch nicht verdaut hatte. Alles sammelte sich an und ich platzte. Meine Mutter war keine Unterstützung, da sie meinen Vater hasste und nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Daraufhin fing ich an, zu hungern, aus Traurigkeit und Reue, hin und wieder trank ich auch heimlich. Nun hatte ich seit Wochen nicht ordentlich gegessen, ich war zu diesem Zeitpunkt ziemlich untergewichtig, konnte nicht wirklich klar denken und sah nicht "gesund" aus. Ich machte viel Scheiß, benahm mich anders als sonst, ging oft aus. Ich wollte nicht mehr die brave Tapfere sein, sondern versuchte, eine innere Wut loszuwerden. Mir machte vor allem diese Ungerechtigkeit zu schaffen.

Bei einer Feier lernte ich dann einen älteren Mann kennen, der sich als Seelendoktor erwies. Ich unterhielt mich mit ihm und fühlte mich endlich geliebt und verstanden. Was ich übersehen wollte, war, dass er nur mit mir ins Bett wollte. Kurz und knapp: Er fickte mich und warf mich dann weg, er begleitete mich nicht einmal nach Hause. Ich konnte es erst einige Zeit verdrängen, sogar kurz vergessen, aber dann holten mich die Gefühle und verdrängten Erinnerungen ein. Dass alle meine Freunde und vor allem meine Familie nicht auf mich zugegangen sind, mich nicht gefragt haben, wie es mir geht und alle meinen Zustand tabuisiert haben, tut immer noch sehr weh. Inzwischen habe ich wieder etwas Gewicht zugelegt, aber die inneren Wunden bleiben. Seitdem kann ich keinem mehr vertrauen und habe jegliche Hoffnung an so etwas wie (Menschen-)Liebe verloren. Ich lebe vor mich hin, bin nicht wirklich anwesend. Neben dieser Taubheit verspüre ich nur noch eine tiefe Traurigkeit. Ich kann mir selbst nicht verzeihen, dass ich nicht besser auf mich aufgepasst habe. Und dass ich mir selbst die Illusion aufgebaut habe, dass ich vertrauen und lieben kann. Ich möchte aber auch meinen verantwortungslosen Umgang mit mir selbst beichten, denn ich bereue das heute.

Beichthaus.com Beichte #00032399 vom 14.12.2013 um 21:46:05 Uhr (13 Kommentare).

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Loch ist Loch, oder nicht?

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Selbstsucht Zwang Sucht Ignoranz Partnerschaft

Ich habe lange Zeit Pornos geschaut und wollte oft, dass meine Freundin die Dinge, die ich dort gesehen habe für mich tut. Sie erfüllte mir diesen Wunsch auch hin und wieder, obwohl sie manchmal selbst Schmerzen dabei hatte. Damals dachte ich allerdings, das sei absolut normal - schließlich bekommt man es in Pornos gerne mal so vermittelt. Jetzt habe ich aber einen Schlussstrich gezogen. Wir haben ganz viel Spielzeug weggeschmissen und meine Pornosammlung ist gelöscht. Nach fast acht Jahren Beziehung habe ich endlich erkannt, dass es einen innerlich leer macht, wenn man Pornoszenen nacheifert und nicht auf seine eigenen Erfahrungen und Gefühle achtet. Aber das ist ja nicht alles - ich hatte dank der Filmchen auch richtige Komplexe, was meinen Piepmatz angeht. Ich dachte immer, dass er viel zu klein sei, alle Aussagen meiner Freundin, dass er vollkommen ausreichend oder sogar fast schon zu groß sei, hatte ich geflissentlich ignoriert. Pornos sind eben doch nicht das Maß der Dinge! Warum ich das jetzt beichte? Ich möchte alle warnen, dass sie darauf achten sollen, was ihre Freundin überhaupt verträgt. Sex ist individuell, und der Spruch "Loch ist Loch" ist absoluter Unsinn und total armselig. Ich wünsche jedem, dass er diese Erkenntnis auch irgendwann hat, oder gar nicht erst eine solche Pornosucht entwickelt, wie das bei mir der Fall war. Hört auf euer Herz, nicht auf eure Filme. Denkt immer daran, dass es beiden Partnern Spaß machen soll, und nicht nur euch. Aber das ist nicht alles, denn ich bitte um Absolution dafür, dass meine Ansichten bezüglich der Sexualität für lange Zeit so gestört waren und dass meine Freundin darunter leiden musste. Inzwischen fühle ich mich sehr viel gelassener und ruhiger - ich bin einfach ausgeglichener - auch ohne Therapie.

Beichthaus.com Beichte #00032379 vom 10.12.2013 um 15:07:17 Uhr (16 Kommentare).

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Mein Vorsatz fürs neue Jahr

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Engherzigkeit Falschheit Ignoranz Morallosigkeit Partnerschaft Fürth im Odenwald

Ich beichte, dass ich mir als Vorsatz für das Jahr 2013 vorgenommen hatte, meine Freundin zu verlassen. Obwohl wir uns das ganze Jahr lang fast jede Woche so richtig gestritten haben, werde ich mein Vorhaben wohl nicht mehr erfüllen. Aber im nächsten Jahr mache ich es definitiv. Alleine schon aus finanziellen Gründen! Denn ab dem Sommersemester werde ich ins Repetitorium gehen, was monatlich ja nicht gerade wenig kostet. Außerdem brauche ich dann auch ein neues Auto - vielleicht einen BMW oder so.

Beichthaus.com Beichte #00032377 vom 10.12.2013 um 21:57:53 Uhr in Fürth im Odenwald (64658) (12 Kommentare).

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“Beichte

Die unfreundliche Menschheit

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Zorn Engherzigkeit Ignoranz Gesellschaft

Ich bin eigentlich immer ein freundlicher, offener Typ gewesen, aber so langsam reicht es mir. Als der Sturm Xaver am Donnerstag bei uns wütete, wurde ein Baum umgeknickt, der dann halb auf der Straße hing. Man sah ihn kaum und ich wäre fast reingefahren. Also habe ich die Feuerwehr und die Polizei verständigt und habe mit allem, was ich hatte, die Unfallstelle abgesichert, damit niemandem etwas passiert. Ich wollte so lange warten, bis die Einsatzkräfte eintreffen. Nun stand ich dort fast zwei Stunden lang und habe den Verkehr geregelt und die Leute gewarnt, bis endlich die Polizei kam. Anstatt in irgendeiner Weise "Danke" zu sagen, bekam ich einen Rüffel, weil ich auf der Straße stand und eine Verwarnung, weil ich falsch geparkt hatte. Nett, oder? Nach dieser Aktion bin ich stinksauer und klitschnass nach Hause gegurkt. Heute bin ich in meine Schrauberhalle gefahren, um etwas am Auto zu machen. Im Kreuzungsbereich wollte ein Radfahrer die Straße überqueren, aber da ich Vorfahrt hatte, bin ich auch durchgefahren. Der nette Herr reagierte darauf mit wüsten Beschimpfungen und wollte mir aufs Auto spucken. Ich wusste gar nicht, wo oben und unten ist, denn ich hatte eh Vorfahrt und er hätte warten müssen. Zehn Meter weiter habe ich ihn dann überholt und der alte Sack zeigte mir ganz dreist den Mittelfinger! Da war es vorbei. Ich habe die Geschwindigkeit gehalten, habe ihm eine Schimpfwortsalve an den Kopf geknallt und ihm gedroht, ihm in die Fresse zu schlagen. Bin dann aber weiter gefahren. Und nun beichte ich, dass ich mich weiter so verhalten werde, da die Menschheit mich mit ihrer Unfreundlichkeit nur noch ankotzt. Wer nett zu mir ist, zu dem bin ich auch nett. Aber so etwas lasse ich mir nicht mehr bieten!

Beichthaus.com Beichte #00032364 vom 07.12.2013 um 14:40:15 Uhr (19 Kommentare).

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