Absturz im Hamburger Kiez

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Trunksucht Drogen Prostitution Fremdgehen Peinlichkeit Hamburg

Ich (w/Mitte dreißig) habe vor rund zehn Jahren auf dem Hamburger Kiez etwas sehr abartiges gemacht, für das ich mich immer noch sehr schäme. Ich war damals mit zwei Freundinnen auf einer Kneipentour, leider ist es nicht bei Alkohol geblieben. Wir haben auch Kokain genommen und das war ein schlimmer Fehler. Danach ging der Streit los und wir sind getrennte Wege gegangen. Nicht unbedingt das, was man machen sollte, wenn man in einer fremden Großstadt unterwegs ist. Im Stadtteil St. Georg wurde ich dann von einem Freier angesprochen, wie viel ich dafür haben möchte, damit ich mit ihm ins Hotel gehe. Ich war wirklich ziemlich knapp angezogen, daher die Verwechselung. Ich will nicht viel mehr schreiben, ich bin mit ihm tatsächlich ins Hotel gegangen und habe mich dafür bezahlen lassen. Den ganzen Prozess habe ich dabei eher wie im Traum erlebt, sodass mir ziemlich vieles auch egal war. Ich muss heute noch mit Ekelgefühlen sagen, dass der Freier wohl noch nie so viel für sein Geld bekommen hat. Daheim musste ich dann auch noch meinen Freund anlügen. Da ich so angewidert von mir selber war, konnte ich nicht mehr mit ihm schlafen, woran dann auch die Beziehung nach drei Monaten kaputt gegangen ist. Ich bereue das Ganze schon enorm, weil es eine abartige Erfahrung war, auf die ich gerne verzichten könnte. Meinen Freundinnen habe ich übrigens gesagt, dass ich mich verlaufen habe, was ja auch irgendwie stimmt.

Beichthaus.com Beichte #00030391 vom 27.10.2012 um 00:06:29 Uhr in Hamburg (Danziger Straße) (18 Kommentare).

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Intelligenz gegen Triebe

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Begehrlichkeit Vorurteile Studentenleben Magdeburg

Zu Anfang des Semesters war ich auf der Suche nach spannenden Lehrveranstaltungen und habe so eine an einer anderen Uni in meiner Stadt, als an der ich sonst regulär studiere, gefunden. Das war das erste Mal, dass ich an dieser Uni einen Kurs besuchte, aber nicht das erste Mal, dass ich dort war. Dennoch machte ich mich in der zweiten Woche des Semesters früh dorthin auf und war schließlich eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung dort. Also setzte ich mich noch in die Mensa und arbeitete dort ein wenig. Es war ein Scheißtag. Seit ungefähr elf Tagen hatte ich meine Haare nicht gewaschen, ich war kurz davor, meine Tage zu kriegen und war dementsprechend schlecht gelaunt. Außerdem trug ich einen engen Rock, der hoch in der Taille saß und in dem ich mich eigentlich immer ein bisschen zu dick fühle. Schon ein bisschen aufgeregt, machte ich mich um fünf Minuten vor der vollen Stunde auf, ging noch schnell auf die Toilette, machte mich frisch und begab mich vor die Aufzüge im Stockwerk der Mensa, um zu dem Raum, in dem meine Lehrveranstaltung in einer Viertelstunde beginnen würde, hinaufzufahren. Als ich auf die Wartenden vor den Aufzügen zuging, taxierten mich sofort einige Männer. Innerlich verfluchte ich die Machos und fragte mich, warum denn diese Arschgeigen, die hier einen auf Bildungsbürger machen, genauso wie die Prolls in meinem Wohnviertel, der Kommodifizierung des weiblichen Körpers nicht nur zustimmten, sondern diese als kohäsiven Faktor ihres sozialen Kosmos' auch noch abfeierten. Ganz besonders fiel mir ein Glatzkopf mit sprießendem Brusthaar auf, der irgendwie schon so einen gewissen Testosteroncharme verbreitete mit seiner Behaarung und seinem Cornetto-Körperbau und, ja, der Glatze natürlich. Der war mir sehr unangenehm und wie seine Augen mich auszogen und nicht von meiner Taille loskamen, während wir eine halbe Ewigkeit auf die Aufzüge warteten. Dann kamen wir beide, der Glatzenmacho und ich, im selben Aufzug zum Stehen, er im Gedränge dicht hinter mir. Mir lief ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Jede Sekunde, befürchtete ich, würde er die Situation ausnutzen und zufällig meinen Arsch streifen oder so. Schließlich verlief alles glimpflich und er stieg ein Stockwerk vor mir aus. Ich atmete auf und freute mich wieder auf meine neue Lehrveranstaltung. Dann stieg ich ein Stockwerk weiter auch aus und ging in den Raum, setzte mich zu zwei anderen Studentinnen, die letzte Woche, beim ersten Termin, schon dagewesen waren. Ich fing an, mit ihnen ein wenig zu plaudern und dann war die akademische Viertelstunde auch schon um. Da ging die Tür auf und wer trat herein: der Glatzkopf. Ich saß direkt gegenüber der Tür und glaubte doch, kurz ein Erschrecken über sein Gesicht huschen zu sehen, dass die Frau, die er mit seinen Blicken gerade belästigt hatte, hier in seinem Seminar saß und jetzt für das kommende Semester nur für ihre intellektuellen Leistungen beurteilt werden und unter seinem Schutz stehen sollte. Ich erschreckte mich mindestens ebenso sehr. Dann begann jedoch die Veranstaltung ganz normal. Jeder Teilnehmer stellte sich noch einmal vor und ich erklärte, dass ich eben als Einzige von einer anderen Universität hierher gekommen war. Der Glatzkopf freute sich, denn er hatte an dem Institut, an dem ich studiere, ebenfalls einen Teil seines Studiums absolviert und er fragte mich, wie ich denn zu seiner Veranstaltung hier gelangt wäre und war ganz neugierig darauf, News von "unserer" Uni zu erfahren. Diese News verweigerte ich ihm nicht. Ich freute mich über das Interesse und da ich so überzeugt von der Qualität dieser Veranstaltung war, kämpften in mir die Argumente gegeneinander: "Er muss sehr schlau und in einer interessanten Richtung belesen sein, wenn er das hier anbietet!" versus "Er wollte deine Titten essen!" Nach der Veranstaltung wollte er mit mir nochmal persönlich sprechen über das Institut, wie ich hergekommen war und so weiter. Wir verstanden uns blendend. Jetzt finde ich ihn scharf. Ignorierend, dass er wahrscheinlich mindestens 15 Jahre älter ist als ich, sicher in einer tollen, monogamen Partnerschaft lebt, ich dasselbe tue, er mein Dozent ist und vor allem er sich wie ein Macho benommen hat. Was mir wiederum sagt, dass er mich unwiderstehlich findet, was mich natürlich, primitiv gesehen, anturnt. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass sein Blick einfach nur meinem dicken Bauch in dem engen Rock galt.

Beichthaus.com Beichte #00030387 vom 26.10.2012 um 01:52:36 Uhr in Magdeburg (Berliner Straße) (51 Kommentare).

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Neidisch und fassungslos

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Neid Engherzigkeit Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich den Kontakt zu meiner besten Freundin abgebrochen habe, weil ich neidisch auf ihr Leben und fassungslos zugleich bin. Ihr Partner kontrolliert sie, engt sie ein und ist krankhaft eifersüchtig, was fast täglich zu lautstarken Streitereien führt. Ein soziales Leben ist kaum noch vorhanden, da sie immer zu Hause sein muss, wenn er von der Arbeit kommt. Regelmäßig erzählt sie mir, dass sie nicht mehr will und die Beziehung beenden sollte, was sie im Nachhinein doch nicht macht. Dass ihr Kind unter dieser Beziehung leidet, scheint ihr egal zu sein. Den Vogel hat sie vor einigen Wochen abgeschossen, als ich von ihrer Verlobung über ein soziales Netzwerk erfuhr. Warum ich neidisch bin? Sie hat keine abgeschlossene Ausbildung, noch nie im Leben richtig gearbeitet und gibt ihr Geld mit vollen Händen aus. Der Zukünftige hat es ja, wenn sie es nicht mehr hat. Ich bin trotz allem neidisch auf ihr sorgenfreies Leben bezüglich des Geldes und dafür schäme ich mich. Der Kontaktabbruch hat damit allerdings eher weniger zu tun, vielmehr kann ich mir dieses Elend einfach nicht mehr mit anschauen, was ihre Beziehung betrifft. Da sie es nach gerade mal zwei erfolglosen Anrufen bei mir aufgegeben hat und auch nicht weiter nachfragt, scheint ihr auch nicht viel an unserer Freundschaft gelegen zu haben. Ich könnte ihr das alles nie so sagen und es tut gut, es sich hier von der Seele schreiben zu können.

Beichthaus.com Beichte #00030383 vom 25.10.2012 um 17:31:06 Uhr (18 Kommentare).

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Klein ist die Welt

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Peinlichkeit Dating Internet

Ich bin bisexuell und habe vor einigen Wochen angefangen, mit einem jungen Mann und einer jungen Frau zu schreiben. Bei dem Mann war mein Interesse nur sexuell, aber bei der Frau steckt mehr dahinter. Das Interesse an dem Mann habe ich auch verloren, aber dennoch wollte er mich bei Facebook hinzufügen. Als ich auf sein Profil ging, gefror mir für einen kurzen Augenblick das Blut in den Adern. Er ist quasi ihr schwuler bester Freund! Das könnte noch sehr peinlich werden.

Beichthaus.com Beichte #00030376 vom 24.10.2012 um 21:30:55 Uhr (13 Kommentare).

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Ich verstecke meine wahren Gefühle

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Feigheit Lügen Ungerechtigkeit Intim Schule Langen

Ich muss etwas gestehen, das ich keinem Menschen verraten habe, weil ich mich echt davor schäme. Ich bin 17 Jahre alt und schwul, gebe mich aber als heterosexuell aus. In meiner Klasse gibt es einen Jungen, der 16 Jahre alt ist und der einzig "offene" Schwule an der Schule und so ein richtiger Engel. Was ich schreibe, sind Sachen, die ich nie laut aussprechen kann. Er sieht echt hübsch aus, trägt wundervolle und teuer aussehende Klamotten, hat eine perfekte, schlanke Figur, einen tollen Hintern und schöne Haut. Außerdem ist er beliebt und kriegt gute Noten. Bin schon echt neidisch. Das schlimmste aber ist, dass ich in ihn verliebt bin. Ein Jahr schon! Und weil ich alles vertuschen will, bin ich auch noch der Einzige in der Schule, der ihn fertigmacht. Es ist komisch, dass keiner in der Schule ihn mobbt, weil alle ihn leiden können. Er ist hilfsbereit, süß und nett zu allen Mitmenschen, sogar zu mir! Was mir echt wehtut, weil ich weiß, wie ich ihn behandle und wie er mich im Gegensatz behandelt. Was soll ich tun? Ich kann nicht einfach, nach 2 Jahren hetero spielen, sagen: "hey ich bin schwul und ich liebe dich". Bin einfach verwirrt und es tut mir total leid, dass ich ihn täglich so fertigmache. Stalke ihn sogar schon auf Facebook.

Beichthaus.com Beichte #00030375 vom 24.10.2012 um 21:22:14 Uhr in Langen (31 Kommentare).

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