Das Gemüse leichter machen

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Diebstahl Ernährung Studentenleben

Ich möchte beichten, dass ich ein- bis zweimal pro Woche Lebensmittel stehle. Zu meiner Situation: Ich bin Studentin und bekomme, außer Kindergeld, keine finanziellen Förderungen vom Staat, sodass meine lieben Eltern meine Wohnung zahlen und mir jeden Monat noch etwas Geld überweisen, wofür ich ihnen unglaublich dankbar bin. Andernfalls könnte ich mein Studium einfach nicht finanzieren, da ich in einem Studienprogramm ohne große Chance auf spätere hohe Bezahlung bin. Deswegen will ich auch vorerst keinen Studienkredit aufnehmen. Ich ernähre mich, soweit ich kann, recht gesund, esse also auch viel frisches Obst und Gemüse. Allerdings ist das auf Dauer so unfassbar teuer, dass es kein Wunder ist, dass immer mehr Menschen, insbesondere alleinstehende, junge Menschen, viele Fertiggerichte, Fast Food und so weiter konsumieren. Es ist schnell zubereitet, macht satt und ist dabei relativ günstig. Und Frisches wird immer und immer teurer, was angesichts der ökologisch/ökonomischen Lage auch verständlich ist. Aber warum kann es nicht auch für einkommensschwache Menschen leicht möglich sein, sich gesund zu ernähren?


Deshalb hebe ich die Tüten, in denen die Artikel gewogen und etikettiert werden, immer etwas an. So verfälsche ich das Gewicht und damit den Preis um - geschätzt - etwa ein Drittel nach unten. Ich kaufe meistens bei einer großen Supermarktkette ein, da die Läden hier einfach überall sind und ich meine Einkäufe nicht mehrere Kilometer schleppen muss. Außerdem gibt es dort auch noch abends nach der Uni alles, was ich brauche und es ist nicht vergriffen oder schon halb eingefallen. Es wird auch kaum jemanden stören, dass ich mein Gemüse nur zu knapp 70 Prozent bezahle, denke ich. Außerdem bleibt mir so etwas mehr Geld für gutes Bier und Studenten brauchen nunmal Bier.

Beichthaus.com Beichte #00031042 vom 17.04.2013 um 13:13:58 Uhr (39 Kommentare).

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Der überstarke Kaffee

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Boshaftigkeit Kollegen Ernährung Oldenburg

Der überstarke Kaffee
Ich (m/28) arbeite in einer Firma, die einem relativ viele kleine Vorteile bietet, die ich auch zu schätzen weiß. So zum Beispiel Kaffee und Tee, so viel man möchte, täglich frisches Obst, eine nagelneue, sehr hochwertige Mitarbeiterküche. Dieses System muss nur von den Mitarbeitern aufrecht erhalten werden, dann sind alle glücklich und zufrieden. Wir sind im Verwaltungstrakt vielleicht 30 Leute, es geht fast familiär zu, umso motivierter sollte man sein, den anderen keine Steine in den Weg zu legen. Kleine Regeln, wie zum Beispiel, wenn man den letzten Kaffee hatte, dass man dann eben 45 Sekunden Zeit investiert, um neuen aufzusetzen. Und eben genau hier ist der Knackpunkt, der mich zur folgenden, regelmäßigen Handlung hingerissen hat und noch immer hinreißt. Immer, aber auch immer, wenn ich mir mal einen Kaffee holen möchte, ist die Kanne leer, aber neu aufgesetzt hat ihn niemand. Anfänglich hat man sich nichts gedacht; einfach neuen gemacht und gut wars, aber mit der Zeit wurde es immer extremer. Man fand natürlich schnell raus, wer die Übeltäter waren, sodass ich gezielt an meiner Rache arbeiten konnte.

Kurz vor einem dreistündigen, regelmäßig stattfindenden Meeting, vor welchem sich die meisten nochmal am Nektar der edlen Bohne delektierten, setzte ich einen Kaffee auf, der einem die Schuhe auszog. Es war eher ein Espresso, auf jeden Fall so stark, dass ich beim Einfüllen des Pulvers schon das erste Mal lachen musste. Meine Erfahrung bei zu starker Dosierung ist, dass es relativ zeitnah die Darmperistaltik ziemlich in Wallung versetzt. Ab dem ersten Schluck startet ein innerer Countdown, nach Ablauf dieser Zeit muss ich so dermaßen dringend auf den Zylinder, dass ein Aufschub fast unmöglich ist. Warum sollte dies denn nicht auch bei meinen Kollegen funktionieren. Mit süffisantem Lächeln beobachtete ich also, wie sich kurz vor dem Meeting die zwei großen Kannen in Rekordzeit leerten, kurz danach saßen wir dann im Konferenzraum. Allein der überdominante Geruch des Kaffees, der die Raumluft schwängerte, war auffällig. Die Kollegen ließen sich jedoch nichts anmerken, nahmen sie halt ein Stück Zucker mehr in die Tasse. Nach dem Konsum dauerte es bei einigen Kollegen nicht sehr lange, bis sie nervös anfingen, auf ihren Stühlen hin und her zu rutschen. Die Darmaktivität machte sich bei einigen auch durch lautes Gluckern bemerkbar. Ab und an waberte der Geruch eines Schleichers durch den Raum, da war bei einigen wohl schon das Notventil aufgegangen. Ich hätte losschreien können, durch Beißen auf die Unterlippe konnte ich mich aber gerade noch zusammenreißen. Wie sie es gemacht haben, weiß ich nicht, aber sie haben knapp zweieinhalb Stunden durchgehalten. Der Leiter der Runde hat diese wunderlicherweise frühzeitig abgebrochen, ihn plagte wohl auch ein gewisser Drang, das WC aufzusuchen. Am Ende des Meetings stürmten locker 12 Mann mit spurtähnlicher Gangart Richtung Klo, leider haben wir nur zwei Toiletten und einige Pinkelbecken. Es sah aus wie in einer Disco, die Kabinen waren belegt, Fürze und Grunzen waren bis auf den Flur vernehmbar, davor tummelten sich nervöse Schlipsträger, die auch im Sekundentakt ihren nicht aufzuhaltenden Flatulenzen Freiheit gewähren mussten. Was ein überstarker Kaffee für lustige Wirkungen auslösen kann! Seitdem mache ich dies auf regelmäßiger Basis, der Kaffeekonsum ist spürbar zurückgegangen, gerade vor dem langen Meeting, aber einige lernen es einfach nicht und kämpfen regelmäßig mit der Wirkung des überstarken Gebräus. Es tut mir leid, falls die Produktivität darunter leidet beziehungsweise die Leute sich sehr unwohl fühlen, aber diese Genugtuung gleicht es für mich mehr als aus, dass ich täglich mehrfach vor einer leeren Kaffeekanne stehe.

Beichthaus.com Beichte #00031019 vom 12.04.2013 um 09:42:08 Uhr in Oldenburg (25 Kommentare).

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Essensreste an der Butter

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Hass Verschwendung Ernährung

Essensreste an der Butter
Ich hasse es wie die Pest, wenn jemand mit seinem dreckigen Messer in die Butter fährt. Wenn ich die Butter aufmache und daran die ekelhaften Essensreste sehe, kommt mir immer fast das Kotzen. Ich schneide dann noch, ab was gut ist von der Butter und der Rest landet […]
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Beichthaus.com Beichte #00030976 vom 06.04.2013 um 13:36:09 Uhr (17 Kommentare).

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Bratwurst in der Nase

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Trunksucht Maßlosigkeit Dummheit Ernährung

Bratwurst in der Nase
Ich (m) möchte allen Lesern einen Tipp mitgeben: Wenn ihr euch besauft und nebenbei etwas esst, kaut gut! Vor ein paar Jahren habe ich mich an Himmelfahrt mal richtig mit Bowle und Schnaps abgeschossen. Es war zwar eigentlich nicht beabsichtigt, kam dann aber halt so. Das Problem war nur, dass ich, wenn ich was trinke, auch immer viel esse. Und gerade zu Himmelfahrt gibt es bei mir und meinen Kumpels immer richtig schön Bratwürste, Schnitzel, Bauerntopf und, und, und. Wie schon zu erahnen, war mir am nächsten Tag natürlich so Übel, dass ich erst mal eine intime Beziehung mit unserer Toilette einging. Das war so heftig, dass auch etwas zur Nase raus kam. Als ich dann fertig war, fiel mir auf, dass mir hinten in der Nase ein Stück Bratwurst hing. Ich hatte rund vier Stunden dieses beschissene Stück in der Nase hängen und das Gefühl ist wirklich eklig und mit nichts zu vergleichen, was ich je gefühlt habe. Als ich das Ding dann endlich raus hatte, schwor ich mir, wenn ich mich schon mit dem Trinken nicht zusammenreißen kann, wenigstens immer gut zu kauen.

Beichthaus.com Beichte #00030975 vom 05.04.2013 um 20:13:40 Uhr (21 Kommentare).

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Echtes Fleisch zum Mittagessen

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Boshaftigkeit Lügen Ernährung Hamburg

Heute Mittag waren einige Freunde bei mir zum Mittagessen, da ich mich angeboten habe, etwas für alle zu kochen. Wie ich kurz davor erfahren habe, brachte einer eine verhasste Bekannte mit, die ich am liebsten gleich wieder ausgeladen hätte. Diese Person ist überzeugte Vegetarierin und liebt es, den sogenannten Fleischfressern Vorträge über ihre Essgewohnheiten zu halten und alle damit zu terrorisieren. Nur nebenbei, ich habe nichts gegen Vegetarier, aber gegen egoistische Nervensägen, die mir vorschreiben wollen, wie ich zu leben habe. Ich hatte vorgehabt, Lasagne zu machen, das konnte ich ja nun eigentlich vergessen. Ich hätte auch sofort etwas anderes zubereitet, aber dann schrieb mir diese Person eine unhöfliche SMS, in der sie nochmal klipp und klar ansagte, was auf den Tisch kommen soll. Ich war leider schon so gereizt, dass ich einfach meine Lasagne machte und es später als dieses Fake-Fleisch (ich habe leider keine Ahnung, wie man das nennt, aber es ist kein Tofu) verkaufte. Ich war mir erst sicher, dass die Kuh mich sofort enttarnen würde. Meiner Ansicht nach schmeckt man nämlich einen Unterschied zwischen Fake-Fleisch und richtigem, aber nichts da, sie fand es köstlich und nahm sich nochmal nach. Ich musste mich die ganze Zeit über so beherrschen, mich nicht totzulachen und sie zu sehr beim Essen zu beobachten. Im Nachhinein tut mir das ganze schon leid, weshalb ich es hier auch beichte, aber wenn ich daran denke, kommt doch noch ein Grinsen auf mein Gesicht. Ist sicherlich nicht eines der schlimmsten Geschehnisse, die hier teilweise verbreitet werden, aber für einen sonst immer braven und berechenbaren Menschen wie mich schon.

Beichthaus.com Beichte #00030957 vom 02.04.2013 um 01:56:10 Uhr in Hamburg (Lübecker Straße) (30 Kommentare).

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