Eklige Angewohnheiten

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Unreinlichkeit Faulheit Ekel

Ich habe zwei wirklich eklige Dinge zu beichten. Erstens habe ich schon als Kind alles, was beim Nasebohren zu finden war, an meinen Möbelstücken abgeschmiert. Am Rücken oder Boden, also da, wo man es nicht sieht. Ich weiß selbst nicht, wieso ich das manchmal noch immer mache und es ekelt mich auch selbst an, aber ich wüsste auch nicht, wie ich diese Angewohnheit ganz loswerden kann. Zum Anderen pinkele ich manchmal lieber in eine Schüssel, statt die paar Meter zur Toilette zu gehen - meist wenn mir furchtbar kalt ist oder ich krank bin. Und wenn ich es dann doch mal aufs Klo schaffe, nehme ich mir selten Toilettenpapier mit, ich greife mir lieber ein Handtuch aus der Waschmaschine zum Abwischen. Es ist eklig und ich schäme mich dafür, aber manchmal ist es einfach zu kalt.

Beichthaus.com Beichte #00032870 vom 14.03.2014 um 23:14:32 Uhr (10 Kommentare).

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Die Folgen unserer Affäre

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Morallosigkeit Fremdgehen Schamlosigkeit Verrat Quedlinburg

Ich (w/23) muss beichten. Ich bin seit drei Jahren mit meinem Freund zusammen und es läuft eigentlich auch wirklich gut - wenn man von einem kleinen Problem absieht, dass ich seit ungefähr einem Jahr habe. Da mein Freund länger arbeitet als ich, fahre ich nach der Arbeit oft nicht direkt nach Hause, sondern besuche meinen Bruder - oder besser gesagt: seine Freundin, da er selbst auch lange arbeitet. Wir treffen uns regelmäßig und schlafen dann miteinander. Wir fühlen uns gegenseitig angezogen, und obwohl wir natürlich wissen, dass es falsch ist, fühle ich mich bei ihr unglaublich wohl. Sie ist einfach so viel zärtlicher als mein Freund, der auch nur Sex will, wenn er gerade Lust darauf hat. Ich liebe ihn natürlich sehr, aber bei ihr ist es einfach etwas anderes. Letztens hat sie mir dann erzählt, dass sie mit dem Gedanken spielt, meinen Bruder zu verlassen - doch er kann und wird das nicht verkraften, deshalb darf ich es nicht so weit kommen lassen! Ich muss diese Affäre beenden. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032864 vom 13.03.2014 um 11:33:11 Uhr in Quedlinburg (15 Kommentare).

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“Beichte

Das Leben ist kein Ponyhof

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Hass Faulheit Trägheit Zorn Familie

Ich kann die gute Laune meines Vaters am Morgen einfach nicht ertragen. Wenn ich schon höre, wie er pfeifend um sechs Uhr durchs Haus geht, bekomme ich einen Brechreiz. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, war ich morgens immer extrem unfreundlich, da ich es einfach nicht ertragen habe, dass er sich auf seine Arbeit freut und jede Minute seines Lebens genießt, während ich mich jeden Tag zu einer Arbeit schleifen muss, die ich ums Verrecken nicht ausstehen kann. Diese habe ich ironischerweise nur dank des "Vitamin B" meines Vaters bekommen, da ich ein fauler pessimistischer Versager bin, der nichts in seinem Leben auf die Reihe bekommt. Ohne meine Eltern würde ich wohl schon lange auf der Straße sitzen, da ich mich einfach zu nichts motivieren kann und keine Ziele im Leben habe. Dass meine Eltern mich bei allem unterstützen und alles für mich tun würden, macht mich nur noch wütender. Was soll das? Ich bin eine einzige Enttäuschung. Andererseits haben Sie zumindest eine Teilschuld, dass ich so geworden bin. Wie soll man auch selbstständig werden, wenn einem die Eltern alle unangenehmen Aufgaben abnehmen und einen nicht auf das wirkliche Leben vorbereiten?! Diese Kuschelerziehung heutzutage ist doch Bullshit - das Leben ist kein Ponyhof. Um zurück auf meine Beichte zu kommen: Es tut mir leid, dass ich immer so unfreundlich bin. Ihr meint es ja nur gut.

Beichthaus.com Beichte #00032860 vom 12.03.2014 um 14:28:39 Uhr (10 Kommentare).

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Mein Leben mit den Aktien

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Lügen Falschheit Arbeit Geld

Ich möchte beichten, dass ich seit mehreren Jahren ein Doppelleben führe. Offiziell studiere ich seit etwa 22 Semestern Luft- und Raumfahrttechnik. Das hat den Vorteil, dass meine Eltern nichts dagegen haben, wenn ich noch in der Einliegerwohnung ihres Hauses wohne. Außerdem darf ich das Auto meiner Mutter benutzen und muss mir mein Essen nicht selbst kochen. Die lange Studienzeit begründe ich meinen Eltern gegenüber mit diversen Praktika und Zusatzqualifikationen. Wie ihr euch nach meinem Eröffnungssatz sicher denken könnt, ist das alles Schwachsinn. Ich studiere seit einigen Jahren nicht mehr. Zwar habe ich einen Diplomabschluss, aber der ist nicht besonders gut, daher hätte ich es schwer etwas zu finden. Und wenn überhaupt, dann nur im Ausland.


Zu meinen Wehrdienstzeiten habe ich mir allerdings bei einem Unfall während einer Übung eine kleine Behinderung zugezogen. Nichts allzu dramatisches, aber genug für eine kleine Rente. Mit dieser Rente habe ich den generellen Aktienhandel angefangen. Erst natürlich nur mit wenig Geld. Ich bin, weiß Gott, anfänglich des Öfteren übel auf die Nase gefallen, aber dann habe ich mich in die Materie eingelesen und die Gesetze des Marktes ganz gut verstanden. Im Gegensatz zu 77 Prozent der Anleger machte ich bald stabile Gewinne, was dazu führte, dass ich immer mehr Geld riskierte. Erst gewann ich am Tag im Schnitt so um die 50 Euro, dann 100, dann 1000. Ich kaufte mir einen Server inklusive des schnellsten Internetanschluss, den ich bekommen konnte, und mietete mir ein winziges Büro. Dorthin fahre ich jeden Tag, und mache dann fünf Stunden lang nichts anderes. Auf diese Art habe ich mir in den letzten Jahren ein siebenstelliges Konto geschaffen. Alles legal und mit dem Segen des Finanzamtes. Nur wenige meiner Freunde wissen Bescheid, und selbst die kennen nicht das ganze Ausmaß meiner Geschäfte. Meine Eltern würden mir sicherlich gewaltig in den Hintern treten, wenn sie wüssten, was ich den lieben langen Tag so treibe. In ihren Augen sind Banker eigentlich nur Verbrecher. Momentan plane ich übrigens bei meinen Eltern auszuziehen, denn es ist reichlich uncool, mit 31 Jahren noch zu Hause zu wohnen. Ich sollte lernen auf eigenen Beinen zu stehen, aber gerade ist es noch ganz bequem. Aber auch wenn ich alleine lebe, wird niemand erfahren, mit was ich mein Geld verdiene.

Beichthaus.com Beichte #00032859 vom 12.03.2014 um 13:05:07 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der verwöhnte Neffe

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Eifersucht Neid Ungerechtigkeit Kinder Familie Ladbergen

Ich (w) möchte beichten, dass ich mich, seit mein kleiner 4-Jähriger Neffe auf der Welt ist, von meiner Familie entferne, nur weil ich eifersüchtig bin. Dazu muss man allerdings sagen, dass ich allgemein nicht gut mit Menschen kann und vor allem nicht mit Kindern. Als ich ein Jahr alt war, sind meine Eltern von dem Rest meiner Verwandtschaft weggezogen und daher bin ich nur mit meinen Eltern, meiner mittleren Schwester und auch einige Jahre mit meiner Oma groß geworden. Noch dazu war ich sowieso die Jüngste und hatte einfach keinen Kontakt zu Kindern, bis vor vier Jahren dann mein Neffe auf die Welt kam. Mein Neffe ist der Sohn meiner ältesten Schwester, die ich seit meiner Geburt vielleicht für vier Wochen im Jahr sah. Immer, wenn sie da war, hat sie viel mit mir gemacht und es war für mich etwas ganz Besonderes. Aber seit mein Neffe da ist, vergeht kein Tag, an dem nicht über ihn geredet wird. Selbst wenn ich nur kurz mit einem Verwandten am Telefon rede, kommt das Thema gleich auf den Kleinen. Zu seinem ersten Geburtstag ist meine Mutter extra für drei Tage zu meiner Schwester geflogen, um mit meinem Neffen zu feiern. Meinen ersten Geburtstag verbrachte ich zwischen Umzugskartons, da wir an diesem Tag umzogen und mich niemand besuchen konnte. Und meine mittlere Schwester ist quasi zur zweiten Mutter mutiert - sie hat sich sogar seinen Namen tätowieren lassen, ganz groß auf den Bauch, aber außer meiner Oma versteht niemand, wieso ich das so seltsam finde.


Jedes Mal, wenn er mal bei uns zu Besuch ist, ist er der Mittelpunkt und muss durchgehend unterhalten werden. Mein Zimmer mutiert zum Kinderzimmer, und wenn ich ihm mal etwas wegnehme, weil es zerbrechlich ist, werde ich als Egoistin beschimpft. Ich soll mich dann auch den ganzen Tag mit ihm beschäftigen, aber das macht mich jedes Mal furchtbar nervös.
Noch dazu darf ich vor meinem Neffen auch nicht traurig sein. Vor zwei Jahren hatte ich Depressionen und mein Freund hatte mit mir Schluss gemacht, aber als ich dann weinend zu meiner Mutter kam, fiel ihr nichts Besseres ein, als mich rauszuschicken, weil ich nicht vor dem Kind weinen sollte. In mein Zimmer kann ich aber auch nicht gehen, weil dort unsere Wii steht und der Raum deshalb quasi von jedem benutzt wird. Meine Familie hält meinen Neffen übrigens auch für überaus intelligent, weil er schon größer ist als die anderen in seiner Gruppe. Und seine Hyperaktivität wird als Anzeichen dafür gesehen, dass er einfach so wissbegierig ist. Deshalb bekommt er Spielzeug gekauft, für das er noch viel zu jung ist, nur damit er es dann kaputtmacht. Ich weiß nicht, wie viel Geld dabei schon draufgegangen ist, aber bestimmt schon mehrere Hundert Euro. Ich habe als Kind immer die alten Sachen meiner Schwestern bekommen, und wir haben immer noch genauso wenig Geld wie damals! Aber selbst wenn mein Neffe nicht da ist, ist meine Mutter das ganze Jahr über damit beschäftigt, Dinge für ihn zu kaufen. Dabei kann er gar nicht so viel tragen, wie im Schrank ist. Wenn er etwas falsch macht oder frech ist, wird darüber gelacht, anstatt ihm zu sagen, dass das falsch war. Wenn er beim Mittagessen etwas nicht mag, springt man direkt auf, um ihm ein vollkommen neues Gericht zu kochen, selbst wenn er das andere am Vortag noch geliebt hat und es einfach aus einer Laune heraus nicht mehr mag. Sein Zimmer ist doppelt so groß wie jedes Zimmer, das ich je hatte, und sieht aus wie ein Spielzeugladen. Ich bin geschockt, wie viele Sachen er hat, obwohl doch anscheinend nie Geld da ist. Niemand bei uns verdient so gut. Als ich hingegen mein Abitur bekommen habe, gab es eine einzige Glückwunschkarte von meiner Oma, der Rest wusste wohl nicht einmal etwas davon. Mein Neffe bekommt einfach mal so Karten zugeschickt, weil er sich so darüber freut.


Ich weiß selbst, dass mein Verhalten falsch ist, und ich hasse auch nicht meinen Neffen, sondern nur den Umgang mit ihm. Wahrscheinlich war ich einfach zu lange die Jüngste und bin jetzt eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die er bekommt. Durch die vielen Umzüge hatte ich leider nie die Gelegenheit richtige, andauernde Freundschaften zu bilden und hatte nur meine Eltern und meine mittlere Schwester, bei denen ich nun auch abgeschrieben bin. Trotzdem kaufe ich meinem Neffen immer verhältnismäßig teure Geschenke, in der Hoffnung, dass er vielleicht in der Pubertät doch die Tante bevorzugt, die ihn in Ruhe lässt und ab und zu Kohle rüberschiebt. Sobald ich mein Studium beginne, werde ich sowieso mein eigenes Leben aufbauen und dann hoffentlich nicht mehr so eine Abneigung haben. Aber solange das noch nicht geschehen ist, muss ich beichten, dass ich einem kleinen, unschuldigen Kind nichts gönne und ein eifersüchtiges Miststück bin.

Beichthaus.com Beichte #00032858 vom 12.03.2014 um 12:49:18 Uhr in Ladbergen (20 Kommentare).

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