Neue Lieder braucht das Land

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Vorurteile Zwietracht Musik Dresden

Ich (m/32) spiele schon ziemlich lange in einer Rockband, aber nicht als Berufsmusiker. Ich habe einen Job, Frau und Kinder, und mein Hobby (die Band) ist der Ausgleich zu allem. Ich freue mich immer auf die wöchentliche Probe. Seit einiger Zeit fühle ich mich da aber ziemlich unwohl. Ich möchte musikalisch mehr oder anders machen, leider sind meine Bandkollegen bis auf einen sehr träge und ziehen nicht mit. Vor allem finde ich den Gesang vom Frontmann scheiße. Er wird immer monotoner und brüllt fast nur noch, es hat kaum noch etwas mit Gesang zu tun. Spaßeshalber habe ich auf der Gitarre seine Gesangsmelodie nachgemacht, indem ich nur einen einzigen Ton auf dem Rhythmus gespielt habe. Diesen Wink hat er nicht verstanden und beharrt auf seiner Linie. Sehr demokratisch!

Das bringt mich zu meinen nächsten Problem. Seit der ganzen Flüchtlingsdebatte und dem Pegida-Mist der hier abläuft vergiftet es die Band ungemein, da einige sich von dem Scheiß anstecken lassen haben. Zum Glück denkt der größere Teil anders, aber dennoch löst es immer wieder Diskussionen aus, in denen man als Gutmensch oder dumm betitelt wird. Eine sachlicher Diskurs ist nie möglich, egal wie, es kommt immer zum Streit. Daher umgehen wir solche Themen. Diese erscheinen aber teilweise in neuen Texten mit sozialkritischem Hintergrund und fadem Beigeschmack. Ich habe meinen Standpunkt klargestellt, dass ich so etwas nicht spielen werde, welches großes Unverständnis auslöste. Ich stand aber nicht allein, einige andere taten es mir gleich. Nun beichte ich, dass ich einen früher sehr geschätzten Bandkollegen und Freund jetzt verachte und nicht mehr ernst nehmen kann, weil er sich ein Gedankengut angeeignet hat, welches seinen Charakter verändert. Ich werde in nächster Zeit der Band den Rücken kehren und wehmütig auf die vielen Jahre zurückblicken.

Beichthaus.com Beichte #00039206 vom 13.01.2017 um 01:20:57 Uhr in Dresden (14 Kommentare).

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Ich bin eine unromantische Frau

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Ignoranz Partnerschaft

Ich (w) bin wohl ein unromantischer Klotz. Mir ist egal ob mir mein Mann was zum Geburtstag kauft. Valentinstag kann ich nur spöttisch kommentieren, weil ich der Meinung bin, dass es ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft ist, dass wir so einen besonderen Tag brauchen, um sich Liebe zu beweisen. Meistens auch noch dazu nur mit schnödem Geld. Letztes Jahr mussten mein Mann und ich lachen, weil wir beide unseren Hochzeitstag vergessen hatten. Erinnert hat uns daran meine Mutter, die angerufen hat, um uns alles Gute zu wünschen. Schmalzige Komplimente sind mir ein Gräuel.

Des Weiteren habe ich keinen einzigen Schnulzenfilm im DVD-Regal stehen und schaue mir lieber Stirb langsam oder Irgendwas in der Richtung an. Als mein Mann mal Lust hatte, mir Blumen zu kaufen, hat er mir einen stachelbewehrten Kaktus mitgebracht und grinsend gemeint, der hätte ihn an mich erinnert. Besagter Mann ist übrigens ein haariger, tätowierter Metaler mit Wikingerbart, der den Ruf genießt, der einzige zu sein, der mich je erobern konnte. Es schert mich auch nicht, ob er zu Hause rülpst, furzt und sich am Sack kratzt. Was ich jedoch verlange, ist bedingungslose Treue und Ehrlichkeit - selbst dann, wenn die Wahrheit schmerzt. Und nein, ich bin kein Mannsweib mit Bürstenhaarschnitt. Ich komme meist unsympathisch rüber, kann aber gut damit leben. Ich habe nur wenige Freunde, dafür mögen die mich wirklich, weil niemand sich die Mühe machen würde, mir Zuneigung vorzugaukeln.

Beichthaus.com Beichte #00039203 vom 11.01.2017 um 11:27:24 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kann man nur mit einer Beerdigung trauern?

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Verzweiflung Zorn Familie Tod

Mein Opa ist kurz nach Weihnachten verstorben und ich habe mich dazu entschieden, dass ich nicht zur Beerdigung gehen werde. Versteht das nicht falsch, ich habe ihn sehr lieb - aber ich hatte in seinem neuen Leben keinen Platz mehr. Nachdem er sich von meiner Oma trennte, hat er seine Jugendliebe wieder getroffen und sie geheiratet. Er zog um, genau wie ich, und war glücklich mit ihr. Unser Kontakt ist eingeschlafen, wir haben uns Kärtchen zu Ostern und Weihnachten geschickt und ab und an telefoniert. Für mich war das okay, er war endlich glücklich und ich habe mich für ihn gefreut.

Im September hat er eine sehr ungünstige Krebsdiagnose bekommen, er hatte noch ein halbes Jahr. Wir haben telefoniert und ausgemacht, dass ich im Januar zu ihm fahre, damit wir uns verabschieden können. Leider hat er es nicht mehr geschafft. Es tut weh und ich trauere um ihn, aber auf meine eigene Weise - meine Mutter kann das jedoch nicht verstehen und droht mit Enterbung (das ist mir egal, soll sie ihren Kram behalten). Ist es so falsch, nicht hinzugehen? Mein Opa hat nichts mehr davon, seine Frau und den Rest der Familie kenne ich, wenn überhaupt, dann nur oberflächlich. Ich brauche nicht zu sehen, wie eine Urne in der Erde versenkt wird, um mich verabschieden zu können. Wir haben an Weihnachten telefoniert und ich konnte ihm sagen, dass ich ihn liebhabe. Er fehlt mir.

Beichthaus.com Beichte #00039195 vom 10.01.2017 um 10:58:58 Uhr (23 Kommentare).

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Klo-Reise durch Europa

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Fetisch Neugier Ekel Wuppertal

Ich denke, dass ich (m/25) einen kleinen Fetisch entwickelt habe. Vielleicht ist es in manchen Augen gar keiner, aber ich fühle mich in meinem Freundeskreis ziemlich speziell damit. Alles begann vor etwa drei Jahren, als ich nach einer Woche Malle richtige Magenprobleme […]
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Beichthaus.com Beichte #00039193 vom 09.01.2017 um 19:18:54 Uhr in Wuppertal (6 Kommentare).

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Tolle Zähne sind Glückssache!

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Ekel Gesundheit

Ich (m/30) möchte beichten, dass meine Zahnhygiene nicht immer die beste war. Mittlerweile putze ich meine Zähne mehrmals täglich, allerdings nicht, um Karies vorzubeugen, sondern einzig und allein aus dem Grund, immer frisch aus dem Mund zu riechen. Obwohl ich mir jahrelang nur sporadisch die Zähne geputzt habe (vor allem während meiner Jugend und meines frühen Erwachsenenalters), habe ich zurzeit genau 32 Zähne in meinem Mund mit nur drei Plomben, die auch nicht besonders tief sind. Meine Zähne sind also im Großen und Ganzen überaus gesund.

Worin besteht jetzt eigentlich meine Beichte? Ich habe gleichaltrige Freunde, die die Zahnhygiene immer sehr ernst genommen haben und trotzdem ständig mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt rennen und kaum noch Backenzähne haben - also junge Leute, die mit 30 schon Brücken und Kronen haben. Dies veranlasst mich zu glauben, dass Zahnhygiene im Großen und Ganzen nur aus sozialen, aber nicht aus medizinischen Gründen erforderlich ist. Für die Zahngesundheit ist es völlig egal, ob und wenn ja, wie oft man sich die Zähne putzt... Manche Menschen, wie ich, haben einfach gute Gene und haben gesunde Zähne, andere Leute haben beschissene Gene und können so viel putzen wie sie wollen, sie werden trotzdem immer Dauergast bei der Wurzelbehandlung bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00039192 vom 09.01.2017 um 18:06:50 Uhr (13 Kommentare).

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