Berechtigte Schnüffelei?

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Misstrauen Verzweiflung Beedenbostel

Hiermit beichte ich, dass ich die Privatsphäre meiner besten Freundin verletze. Eigentlich ist es dämlich, wie ich mich verhalte und das weiß ich auch. Aber in meinem Leben bin ich schon so oft beschissen worden, dass ich misstrauisch geworden bin. Ob nun meinem Mann gegenüber, oder meiner besten Freundin, die zurzeit bei mir wohnt.
Ich will hiermit beichten, dass ich, wenn sie nicht da ist, heimlich an ihren - eigentlich mein Laptop, mit dem sie arbeiten darf - gehe und mir ansehe, ob sie mit gemeinsamen Bekannten über mich gesprochen hat. Ich lese auch ihr Tagebuch, weil ich ständig denke, es könnte etwas Negatives oder Gemeines über mich drin stehen. Beispielsweise: "Die blöde Kuh lässt sich wunderbar ausnehmen." Es ist falsch, das weiß ich und ich will auch gar nicht so misstrauisch sein, aber ich kann nicht anders.


Ich muss einfach wissen, ob ich ihr vertrauen kann, oder ob sie mir die Freundschaft nur vorspielt, weil sie hier so ein schönes Leben auf meine Kosten führt. Dass ich aber wohl das Problem bin und sie mir misstrauen müsste, weiß ich leider nur zu gut. Ich schnüffele aber auch bei meinem Mann in den Sachen herum, und das aus wirklich gutem Grund: Ich weiß, dass er mich seit Jahren betrügt. Und nun habe ich sogar die Beweise: Er hat drei Kinder mit einer anderen Frau gezeugt, mit der er schon zusammen ist, seit wir gerade mal ein Jahr verheiratet waren, inzwischen sind es 12 Jahre. Hier tut es mir also weniger leid, dass ich misstrauisch bin.

Beichthaus.com Beichte #00035733 vom 18.05.2015 um 08:22:33 Uhr in Beedenbostel (14 Kommentare).

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Beziehung mit einem Chubby Chaser

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Engherzigkeit Völlerei Ernährung Partnerschaft

Beziehung mit einem Chubby Chaser
Ich bin auf einen Feeder reingefallen. Als wir uns vor sechs Jahren kennenlernten, war ich noch schlank, ich wusste auch nichts von seinem Fetisch. Er hat immer gut gekocht und mir oft Snacks mitgebracht, im Nachinein hätte mich das misstrauisch machen müssen, aber damals habe ich noch alles durch die rosarote Brille gesehen. Innerhalb eines Jahres hatte ich dann 20 Kilo zugenommen. Das habe ich nicht weiter beachtet, erschien mir mehr oder weniger normal - in einer Beziehung lässt man sich halt mal gehen. Im zweiten Jahr waren es dann nochmal ungefähr 30 Kilo, dazu hatte ich noch Probleme im Job und mit meiner Familie. Ich habe mir langsam Sorgen wegen meinem Gewicht gemacht, gefiel mir nicht mehr wirklich selbst, aber mein Freund sagte, er liebt jedes Gramm an mir. So weit, so gut. In den vier Jahren Beziehung hatte ich dann schlussendlich insgesamt fast genau 100 Kilo zugenommen, am Ende habe ich mich nur noch gehasst. Das Verhalten meines Freundes kam mir immer komischer vor, ich habe versucht weniger zu essen, während er weiterhin versuchte, mich mit Süßigkeiten vollzustopfen. Das wurde mir dann zu viel und er hat mir dann auch gestanden, dass er möchte, dass ich noch mehr zunehme, er steht drauf, wenn Frauen durch ihn fett werden. Wie ich dann rausgefunden habe, war ich auch nicht das erste Opfer.

Dann war mir alles klar: Wieso ich so auseinandergegangen bin und wozu das noch führen würde. Ich habe Schluss gemacht und versuche seitdem mein Leben wieder halbwegs auf die Reihe zu kriegen. 30 Kilo habe ich bereits wieder abgenommen. Nun zu der eigentlichen Beichte: Ich habe das noch immer nicht verdaut. Ich habe mittlerweile einen neuen Freund, der deutlich schlanker ist als ich. Und ich mache seit ein paar Monaten das Gleiche mit ihm, wie mein Ex mit mir. Auch er hat schon ein paar Kilos mehr. Ich finde das aber nicht schön, denn ich weiß genau, dass ich Schluss machen werde, wenn er mir zu dick geworden ist. Ich mache das nur, damit ich mit meinem Leid nicht alleine bin, die Gewissheit, dass jemand anders genauso leidet, verschafft mir irgendwie Genugtuung. Trotzdem tut es mir leid für ihn.

Beichthaus.com Beichte #00035731 vom 17.05.2015 um 23:43:33 Uhr (29 Kommentare).

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“Beichte

Der Dieb in der Schule

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Diebstahl Selbstsucht Boshaftigkeit Schule München

Ich (m/18) möchte beichten, dass ich in der Unter- und Mittelstufe fast nie richtig auf mein Zeug aufgepasst habe und mir darum sehr oft irgendwas geklaut habe. Stifte und Zirkel, Lineale usw. habe ich mir, wenn ich es wieder verloren oder kaputtgemacht hatte, aus irgendeiner Fundkiste genommen. Und immer, wenn ich mal wieder ein Buch verloren hatte, habe ich mir aus irgendeinem Materialschrank, der Bibliothek oder sogar von anderen Schülern ein neues geklaut. Namensschilder aus dem Einband gerissen und schon war es meins. Alle paar Monate hatte ich mindestens zwei Bücher verloren, einmal habe ich eines sogar weggeschmissen, weil ich gerade keine Lust hatte, es zu tragen. Letztendlich musste sich dann halt jemand anderes ein neues Buch kaufen, da wir immer neue hatten, war das mit 20 Euro pro Buch nicht billig.


Ich habe auch mal einem, den ich nicht konnte, vor der Stunde einer anstehenden Klausur den Taschenrechner aus der Tasche genommen, weil ich es als Einziger nicht auf die Kette bekam, meinen zuverlässig dabei zu haben. Er konnte vom Lehrer kurzfristig einen Ersatz bekommen, aber als ich später merkte, dass ich meinen eigenen Rechner wirklich verloren hatte, habe ich ihn nicht zurückgegeben und er musste sich einen neuen besorgen. Teilweise habe ich mir direkt vor der Stunde irgendwas Fremdes genommen, um nur keine Mitteilung zu bekommen, weil ich kein Material hatte. Manchmal habe ich sogar ein fremdes Heft genommen und schnell die Umschläge getauscht, um "meine" Hausarbeit vorweisen zu können - jemand anders hatte "sein Heft anscheinend vergessen". Da es eh nicht mein Zeug war, bin ich damit entsprechend umgegangen. Irgendwann stellte ich fest, dass es so nicht geht, und habe aufgehört. Ich bin inzwischen sehr organisiert und habe meine Sachen immer beieinander. Trotzdem tut mir dieser unreife Mist leid und das war dauerhaft asozial. Niemand soll mehr unter meinem Pillepalle leiden, und wenn ich was verliere, dann ist es meine Schuld.

Beichthaus.com Beichte #00035727 vom 17.05.2015 um 18:51:50 Uhr in 80999 München (Zwiedineckstraße) (5 Kommentare).

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Das Auto des reichen Bonzen

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Ungerechtigkeit Zorn Rötz

Ich bin letzten Freitag zu meinem besten Kumpel gefahren, der am anderen Ende der Stadt wohnt. Auf diesem Weg fährt man immer durch das "Reichenviertel". Auf der höchsten Erhebung dieses Viertels steht eine riesige Villa mit etlichen Sportwagen im Vorgarten. Vor dem Eingang steht allerdings ein getuntes Rolce Royce Coupe, mit goldenen Felgen in Dollarform, der Aufschrift "Capitalism rules!" über dem Nummernschild und schönen Aufklebern wie "Eure Armut kotzt mich an!", "Ich bremse nicht für BMW 7er" oder "Bonze on Board". Da für mich schon ein alter PC mit Internetzugang purer Luxus ist und ich meine Rechnungen kaum bezahlen kann, brachte mich dieser Wagen richtig in Rage und so überlegte ich mir einen besonderen Streich. Ich kaufte mir auf dem Rückweg eine große Flasche Nagellackentferner, der allerdings auch großzügig Autolack verätzt, malte mir ein Schild mit der Aufschrift "Jeder Wurf ein Stück Gerechtigkeit" und stellte beides vor das Haus des reichen Schweines. Ich hoffe, dass der Besitzer mal darüber nachgedacht hat, obwohl nichts beschädigt wurde.

Beichthaus.com Beichte #00035726 vom 17.05.2015 um 13:29:03 Uhr in Rötz (26 Kommentare).

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Lieblingssport vs. Freund

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Selbstsucht Ex Sport

Ich möchte hiermit beichten, dass ich offenbar nicht ganz richtig im Kopf bin, denn ich habe meinen Freund meines Hobbys wegen verlassen. Ich war als Kind schon im Kampfsportverein und habe dort Karate praktiziert. Als Jugendliche kam ich dann zu MMA, also Mixed Martial Arts. Seit einigen Jahren mache ich dies intensiver und nehme auch an Wettkämpfen teil. Dementsprechend sehe ich nach so einem Wettkampf-Wochenende auch aus. Schrammen, Blessuren, blaue Augen oder der eine oder andere Knochenbruch stehen an der Tagesordnung. Das Ganze erfordert natürlich auch ein gewisses Maß an Training, weswegen ich mittlerweile schon relativ breite Schultern, ein beginnendes Sixpack und ziemlich muskulöse Oberarme habe. Mit alldem hatte mein Freund zunehmend ein Problem. Er hat sich ständig Sorgen gemacht, wenn ich wieder mal mit geschwollenem Gesicht oder irgendeinem Verband nach Hause kam. Mir ging sein ständiges Gejammere deswegen aber tierisch auf den Wecker. Seine ständige Besorgnis, das dauernde Kümmern und sein Geflenne darüber, dass er sich blöd vorkommt, wenn ich ihn im Club vor pöbelnden Besoffenen beschütze und nicht umgekehrt, waren mir irgendwann zu viel und ich schickte ihn nach sieben Jahren Beziehung in die Wüste. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich meinem Freund das Herz gebrochen habe, nur um weiterhin meinen Lieblingssport ausüben zu können. Aber in meinen Augen sollte mein Partner mich mitsamt meinem Hobby akzeptieren.

Beichthaus.com Beichte #00035725 vom 17.05.2015 um 13:23:06 Uhr (21 Kommentare).

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