Nenenenenene

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Hochmut Hass Arbeit Bahn & Co. Berlin

Vor circa 30 Jahren hatte ich mal Nachtdienst auf dem Umsteigebahnhof Möckernbrücke. Wir waren angehalten, den Fahrgästen der letzten U-Bahn das Umsteigen zu ermöglichen. Beim letzten Zug, den ich abfertigen musste, hab ich gewartet, bis keiner mehr zu sehen war, dann hab ich den Zug abgefertigt - er fuhr los. Anschließend suchte ich meine Schlüssel zusammen, um den U-Bahnhof abzuschließen. Plötzlich kam mir ein betrunkener Mann entgegen. Ich hab ihn rausgelotst, gelockt, begleitet - wie auch immer man das sagen möchte. Er bestand aber darauf, auf die nächste U-Bahn zu warten. Ich erklärte ihm, dass jetzt keine Züge mehr fahren - er solle bitte den Nachtbus nehmen. Soweit war alles noch okay, aber der Typ ging mir ganz fürchterlich auf die Nerven. Als ich nun den Bahnhof abgeschlossen hatte - und der Typ außerhalb des Bahnhofs war, hab ich ihm die Zunge rausgestreckt und gesungen: "Nenenenenene!" Der ist ausgerastet - und ich bin ruhig meiner weiteren Arbeit nachgegangen - aber etwas mulmig war mir am nächsten Morgen schon, als ich den Bahnhof wieder aufschließen musste. Ist der Typ noch da?

Beichthaus.com Beichte #00028739 vom 19.03.2011 um 00:53:10 Uhr in 10963 Berlin (U-Bahnhof Möckernbrücke) (19 Kommentare).

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Fasching 69

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Peinlichkeit Intim Trunksucht Familie Last Night

Es war Fasching 2007, als sich diese höchst peinliche Geschichte zugetragen hat. Ich (m/21) bin damals mit meiner Freundin auf eine Faschingsparty bei uns im Ort gegangen. Bei uns wird immer gut gefeiert und gut getrunken, so dass ich nach ein paar Stunden schon etwas angetrunken war. Jedenfalls machte mich meine Freundin in ihrer Verkleidung ziemlich an. Ich weiß gar nicht mehr richtig was das war, auf jeden Fall hatte sie einen sehr kurzen Rock an. Irgendwie konnte ich sie dazu überreden zu mir nach Hause zu gehen und die Party zu verlassen. Ich weiß zwar nicht mehr warum, aber wir gingen dann geradewegs ins Bad und nach kurzer zeit befanden wir uns in der 69er-Position auf dem Badezimmerboden. Blöd nur, das circa eine viertel Stunde später meine Eltern von der selben Party nach hause kamen und unser Bad nicht weit von der Haustür ist und wir die Tür nicht geschlossen hatten. Jedenfalls wurden wir mitten dabei erwischt. Wir haben unser treiben sofort abgebrochen und ich habe meine Freundin nach hause gebracht. Mir ist vorher noch nie sowas peinliches passiert und ich konnte meine Eltern ein paar Tage lang nicht anschauen. Aber naja, ich habe es überlebt.

Beichthaus.com Beichte #00028736 vom 18.03.2011 um 14:16:11 Uhr (17 Kommentare).

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Meine Luftballon Phobie

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Lügen Feigheit Neurosen Last Night Kassel

Meine Luftballon Phobie
Ich (w/23) bin im Oktober 2010 bei der Geburtstagsfeier einer Freundin zu Hause eingeladen gewesen. Sie hat im Wohnzimmer ihrer Wohnung gefeiert, in dem sie viele Luftballons aufgehangen hat. Es gibt da nur ein Problem: ich habe panische Angst vor Luftballons. Nicht direkt vor den Luftballons selbst, aber vor dem plötzlichen und unerwarteten lauten Knallen der Luftballons habe ich Angst. Es weiß auch niemand, denn zum Glück werde ich nicht jeden Tag mit Luftballons konfrontiert. Als ich ihr Wohnzimmer betrat, hatte ich schon ein sehr ungutes Gefühl. Da hingen sicher an die 15 Luftballons, von denen die meisten schon sehr groß waren.

Die Feier war die ersten 1-2 Stunden auch ganz gut. Alkohol habe ich keinen getrunken, weil ich mit dem Auto gekommen bin. Als jedoch einige der anderen schon etwas angetrunkenen Gäste angefangen haben, mit den Luftballons herumzuspielen, habe ich schon Panik bekommen und mich erst einmal auf die Toilette verkrochen, in der Hoffnung, dass sie in der Zwischenzeit wieder damit aufhören. Als ich nach einigen Minuten wieder kam, waren einige immer noch an den Luftballons zugange. Nach 3 Minuten Aufenthalt im Wohnzimmer bin ich schon wieder auf Toilette verschwunden, habe zugeschlossen und wieder gewartet. Als ich wieder zurück kam, spielten manche Leute immer noch mit den Luftballons, rammelten sich gegen die Ballons und man konnte mit jeder Sekunde mit einem Knallen rechnen. Ich habe mich mit den ganzen Luftballons so unwohl gefühlt, der Rest der Gäste hat es offenbar kaum bis gar nicht gestört. Als ich nach 10 Minuten voller innerlicher Panik wieder auf Toilette verschwand, klopfte meine Freundin, das Geburtstagskind, an der Badezimmertür. Sie fragte mich, ob bei mir alles in Ordnung wäre. Da ich mich für meine Angst vor Luftballons total geschämt habe und meine Freundin wahrscheinlich auch eine gewisse Angst von meinen Augen ablesen konnte, habe ich mir just in diesem Moment eine Lüge einfallen lassen. Ich habe ihr gesagt, mein Bruder hätte mich angerufen, dass meine Mutter von einem Auto angefahren wurde und ich deshalb so aufgebracht wäre.
Als ich ihr das sagte, sah sie auch sehr geschockt aus und fragte mich, ob ich nicht lieber nach Hause oder zu meiner Mutter fahren will. Ich nickte, sagte ihr aber noch, dass sie sich ruhig weiter amüsieren kann. Vielleicht wäre das mit meiner Mutter ja auch gar nicht so ernst wie angenommen. Sie wünschte mir und meiner Mutter alles beste und bat mich, sie auf dem Laufenden zu halten. Ich verabschiedete mich von ihr, wünschte ihr noch eine schöne Feier und fuhr anschließend nach Hause mit einem unendlich schlechten Gewissen.

Ich habe es auch meiner Mutter und meinem Bruder erzählt und bat sie darum mitzuspielen, falls sie irgendjemand darauf ansprechen sollte. Die beiden haben mir wegen der Lüge zwar auch eine Predigt gehalten, aber sagten mir auch, dass sie im Falle eines Falles mitspielen würden. Meine Freundin ist zum Glück nicht auf sie zugekommen. Sie hat mich nur gefragt, wie es meiner Mutter ging und ich behauptete, dass es nur eine Prellung war und zum Glück nichts ernstes. Sie sagte mir auch, dass sich die anderen Gäste an dem Abend gewundert haben, wo ich denn abgeblieben wäre und sie hätte ihnen einfach erzählt, dass ich mich krank gefühlt habe und deswegen heim gefahren wäre.
Heute ist die Sache bei allen (hoffentlich) vergessen. Trotzdem habe ich immer noch so ein verdammt schlechtes Gewissen, dass ich mit einem kleinen Stein so eine Lawine ins Rollen gebracht habe. Es hat mir aber auch gezeigt, dass ich eine total liebe Freundin habe. Trotzdem tut es mir unendlich Leid. Dass ich meine Freundin angelogen habe und meine Familie gebeten habe für mich zu lügen.

Beichthaus.com Beichte #00028730 vom 16.03.2011 um 13:23:41 Uhr in Kassel (21 Kommentare).

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Eine Auszeit vom Leben

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Lügen Feigheit Drogen Geld

Ich stand kurz vor der Abschlußprüfung. Was so verheißungsvoll mit meiner Ausbildung begann, sollte noch eine tragische Entwicklung nehmen. Noch in den ersten Monaten nach Ausbildungsbeginn, trennten mein Freund und ich uns im verflixten siebten Jahr. Wir hatten es, gemäß des Sprichwortes, also nicht geschafft. Was also tun, mit einem mickrigen Ausbildungsgehalt und wenig Mitteln? Vorübergehend zog ich zu einer guten Freundin und schlug dort mein Nachtlager, denn mehr war es nicht, im nicht genutzten Esszimmer auf. Ganze drei Jahre schlief ich hier auf einer durchgelegenen Couch, von der ich jede Nacht die Federn im Rücken spürte. Der Druck der guten Noten, denn mein Arbeitgeber hatte einen besonders hohen Anspruch an seine Auszubildenen, stieg täglich. Und obgleich ich physisch und vor allem emotional schon auf dem Zahnfleisch ging, funktionierte ich im Betrieb einwandfrei. Zur Berufsschule ging ich immer seltener, was natürlich nicht positiv auffiel. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Ein Familienmitglied war zu dieser Zeit völlig im Sumpf der Kriminalität und Drogen versunken und niemand, außer mir, wusste davon. Er kam zu mir, immer öfter und fragte nach "Hilfe", also Geld. Er hätte noch drei Stunden, um 500 Euro am Hauptbahnhof abzugeben. Wenn er das nicht täte, graue ihm Böses. Und ich glaubte ihm, denn so abgemärgelt und fertig hatte ich ihn noch nie erlebt. Also arbeitete ich. In der Woche von Montags bis Freitag im Büro und im feinen Zwirn und am Wochenende schob ich Extraschichten und kellnerte, um das Geld zusammen zu kriegen.


Doch dann stand er immer öfter vor mir und frug mich nach Geld. Ich konnte nicht mehr, war nur noch müde und ausgelaugt und fühlte mich wie eine Greise. Morgens bin ich müder aufgestanden als ich abends zu Bett bzw. auf die durchgelegene Couch ging. Es nützte nichts, ich musste ihm helfen. Meine Familie, Freunde und Bekannte ahnten nichts und ich war völlig auf mich allein gestellt. Niemand durfte etwas wissen und diese jahrelange Geheimniskrämerei zermürbte mich. Auf dem Zenit des Grauens, nämlich als plötzlich ich Drohanrufe bekam, und mich dubiose Menschen, die ich zuvor noch nie gesehen habe, auf offener Straße ansprachen, drohte das Fass endgültig überzulaufen. Ich hielt das alles nicht mehr aus und suchte nur noch Zerstreuung. Mitten in der Woche ging ich tanzen, feiern und knutschte, um mich abzulenken, mich lebendig zu fühlen. Morgens saß ich, restalkoholisiert aber schauspielerische Höchstleistungungen erbringend, wieder im Großraumbüro und arbeitete.
Kurz vor meiner Abschlußprüfung, kam es dann zu einer polizeilichen Befragung. Und, um den im Drogensumpf Gefangenen zu schützen, log ich, dass sich die Balken bogen. Aus Angst vor weiteren Katastrophen, Konsequenzen für meine Familie und auch mich, denn die Männer im Hintergrund scheuten nicht vor täglichen Anrufen und Drohgebärden. Eines Tages, als er mich erneut um Geld bat, brach ich innerlich fast zusammen und erklärte ihm, dass ich so pleite sei, dass ich nicht einmal ein Brot kaufen könne. Er tat berührt und so als täte es ihm unendlich Leid. Er gelobte Besserung und schwor mir, dass danach alles vorbei sei. Nur ein letztes Mal noch. Aus Hilflosigkeit über die gesamte Situation, denn ich konnte nicht anders als zu helfen und er nutzte das schamlos aus, ohrfeigte ich zum ersten und letzten Mal in meinem Leben einen Menschen. Er ging, mit Tränen in den Augen.


Es tat mir so Leid, so unendlich weh und ich hatte panische Angst, er würde sich aus Verzweiflung sogar das Leben nehmen. Denn Andeutungen hatte er über die Zeit genug gemacht. Also machte ich mich mitten in der Nacht auf die Suche, fand ihn aber nicht. Ich war verzweifelt. Dann bekam ich einen Anruf, eine unbekannte Nummer im Display. Wie immer drehte sich mir der Magen und waberten meine Knie als wären sie aus Götterspeise. Ich hob ab. Der Mann am anderen Ende der Leitung sprach, in seinem gebrochenen Deutsch eine ganz klare Sprache. 800 Euro, bis morgen Abend um 18 Uhr am Hauptbahnhof oder ihr seht ihn tot in der Gosse liegen. Und er meinte es ernst, das hörte ich.

Mein Problem: Ich hatte keine 800 Euro, ich hatte nicht einmal mehr Geld für eine Schachtel Zigaretten. Was also tun? Ich ging zu meinem Nebenjob und bat meinen Chef um einen Vorschuss. Er wunderte sich, fragte mich ob alles in Ordnung sei, doch ich schwieg dazu und sagte lediglich, dass ich nicht fragen würde, wenn ich es nicht brauchen würde. Er gewährte mir den Vorschuss. Ich fuhr am Tag darauf zum Hauptbahnhof, mit 800 Euro in meiner Tasche. Dort traf ich den Mann, der mich in den Jahren immer wieder anrief und bedrohte, obwohl ich nichts mit alledem zu tun hatte. Fast dachte ich zwischendurch immer wieder "er tut ja auch nur seinen Job und weiß, dass das Geld von mir kommt, weil ich nicht anders kann als ihm zu helfen". Krank!


Er bestand darauf, sich in ein Café zu setzen, damit ich ihm das Geld unauffällig unter dem Tisch hindurch übergeben konnte. Das tat ich dann auch. Er bestellte uns einen Tee und ich sagte ihm, dass ich den nicht bezahlen könne. Aus irgendeinem Grund, schwand meine Angst. Ich war einfach nur noch erschöpft und fühlte mich wie ausgehöhlt. Da saß ich also, in einem heruntergekommenen Café am Hauptbahnhof, mit einem Drogenhändler, dem ich gerade meinen Zweimonatsvorschuss überreichte. Wie ich die Miete und existenzielles wie Nahrung bezahlen sollte, wusste ich nicht und es kümmerte mich zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr. Ich wollte nur noch Ruhe, eine Auszeit vom "Leben", das so keines mehr war.
Wir tranken Tee und schwiegen. Dann plötzlich begann er sich, mit seiner schlecht mit einer Mullbinde, verbundenen Hand, eine Zigarette anzuzünden und stellte mir Fragen. Das war der Zeitpunkt an dem ich instinktiv entschied, komplett die Hosen herunter zu lassen und zu erzählen, dass ich nichts mehr zu fressen hätte, dass ich zwei zeitweise drei Jobs, in zwei Tagen meine Abschlußprüfung hätte und in all der Zeit nicht einen Funken dafür hätte lernen können.

In seinen kühlen Augen las ich zwar "professionelle Distanziertheit" aber dennoch auch einen Hauch von Mitleid. Er erzählte mir von seiner Herkunft. Er habe im Kosovokrieg Menschen sterben sehen und wäre seither nicht mehr der Mensch, der er war. Eine Familie habe er nicht mehr. Einzig seine Schwester sei ihm geblieben. Das war mein Stichwort, dachte ich. Also sagte ich ihm frei heraus, dass es bei mir in Zukunft nichts mehr zu holen gebe, dass auch ich nur eine Schwester sei, die aus Liebe handele aber jetzt das eigene Leben und die eigene Existenz komplett aufs Spiel setzte. Ich sagte ihm, dass ich nie wieder Geld besorgen werde, weil ich weiß, dass es dann auch nie ein Ende wird nehmen können. Er schwieg aber nickte und versprach, mich nie mehr wieder anzurufen und zu bedrohen. Er entschuldigte sich sogar und sagte, er hätte nicht ob der Umstände gewusst. Als ob das was geändert hätte, dachte ich nur, sprach es aber nicht aus.


Und so war es dann auch, er rief nie wieder an und ich besorgte auch nie wieder große Geldsummen. Meine Abschlußprüfung bestand ich, nachdem ich zwei Nächte lang nicht geschlafen und versucht hatte mir den Stoff der letzten drei Jahre reinzuprügeln, wie durch ein Wunder. Die mündliche Prüfung sogar mit einer guten zwei. Aber was genau, und das frage ich mich auch heute noch, war nun eigentlich meine größte Sünde? Vielleicht war es das Belügen der Polizei, vielleicht waren es die zahlreichen Lügen und das Schweigen gegenüber meiner Familie und meinen Freunden, vielleicht aber ist meine größte Sünde oder meine größte Schwäche meine Empathie?! Ich bin nicht unfehlbar, niemand von uns ist es. Aber Mitgefühl und Hilfsbereitschaft dürfen, und das habe ich schmerzlich erfahren, niemals in Selbstaufopferung ausarten. Wenn wir alle keine Sünder wären, würden wir in herrlich fließenden und strahlend weißen Gewändern und Flügeln am Horizont herum fliegen. Aber wir stehen doch fest auf dem Boden, auf dem Boden der Tatsachen. Und die sind nicht frei von Sünde, nicht auf diesem Planeten jedenfalls.

Beichthaus.com Beichte #00028728 vom 15.03.2011 um 17:13:59 Uhr (40 Kommentare).

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Mein Vater, der Hobbyfilmer

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Rache Peinlichkeit Boshaftigkeit

Mein Vater gehört zu der Sorte von Leuten, die immer und überall eine Videokamera mitnehmen müssen. Ob auf Familienfeiern, Umzügen, Besuch bei Verwandten - immer hat er seine Videokamera mit dabei und treibt mich (m) und den Rest meiner Familie mit seiner Filmerei öfters in den Wahnsinn. Dementsprechend haben wir auch Unmengen von Aufnahmen auf DVD und auch ältere Videos von früher.
Jeden Donnerstag Abend fährt mein Vater immer mit meiner Oma (seiner Mutter) zu einer ihrer alten Freundinnen. Die leben in ihrem Haus in einer richtigen Großfamilie, von Kindern bis Großeltern alle versammelt. Mein Vater nimmt immer eine Box mit circa 20 bis 30 Videos mit. Vorort setzt sich die ganze Mannschaft vor den Fernseher und suchen sich dann ein Video von Papa aus, das dann gemeinsam angeschaut wird. Mir gefällt es aber nicht, dass mein Vater diesen Leuten immer haufenweise bewegtes Bildmaterial vorsetzt, wo man u.a. mich im Kleinkindalter sieht. Er zeigt ihnen so ziemlich alles was geht, manchmal sogar mehrmals. Meine Oma erzählt mir dann hin und wieder mal, was sie sich angeschaut haben, was die Leute dort aber nichts angehen sollte. Auch ein Video von meinem 5. Geburtstag ist in seiner Box - eines meiner meist gehassten Videos, von dem ich erst recht nicht will, dass es andere sehen. Ich habe meinem Vater auch gesagt, dass er ja nicht auf die Idee kommen soll, dieses Video dort vorzuführen. Ihm ist es aber offenbar egal, da er von seinen Aufnahmen nahezu besessen ist.
Irgendwann dachte ich mir: ich nehm ihm das Video heimlich weg! Dazu kam mir auch noch eine gute Idee.
Vor ungefähr 3 Jahren habe ich nämlich in unserem "Videoarchiv" im Wohnzimmer zufällig eine Aufnahme, ungefähr aus dem Jahr 1992/93 gefunden, die meine Eltern beim Sex zeigt. Dass er sogar DAS auf Band festhält, ist ja schon mehr als abartig. Ich habe nun dieses Sexvideo aus unserem Archiv wieder herausgekramt und auf eine "eindeutige Stelle" gespult. Dann habe ich aus der Videobox meines Vaters das Video von meinem 5. Geburtstag herausgesucht, habe auf beiden Videos die gut abziehbaren Beschriftungsaufkleber abgezogen und auf das jeweils andere Video geklebt. Das Sexvideo, das nun die Beschriftung "5. Geburtstag" trägt, habe ich schließlich schön in Papas Videobox gelegt. Das richtige Geburtstagsvideo habe ich an mich genommen und in meinem Zimmer versteckt.


Sollte es mein lieber Herr Vater tatsächlich wagen, der Großfamilie das Video meines 5. Geburtstages zeigen zu wollen, wird er mit den Leuten garantiert einen schönen Abend haben. Etwas gutes hat es doch: wenigstens ist das Sexvideo auch eines aus den guten alten Zeiten.

Beichthaus.com Beichte #00028721 vom 11.03.2011 um 23:13:30 Uhr (38 Kommentare).

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