Die verlorene Übungspatrone

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Dummheit Diebstahl Ungerechtigkeit Obergünzburg

Als ich im Winter im Militär war, hatten wir eine Übung mit roten Übungspatronen und übten die Manipulationen der Gewehre. Am Schluss fehlte jedoch eine dieser Übungspatronen und der Wachtmeister ließ sie suchen. Die ganze Mannschaft suchte sie ungefähr eine halbe Stunde lang, als ich sie plötzlich in meinem Gewehr fand. Ich hatte aber keine Lust zuzugeben, dass ich der Blödmann war. Der Wachtmeister ließ nun Liegestütze machen, ein Asthmatiker ist nach fünf Minuten und ca. 30 Liegestützen zusammengebrochen und musste abtransportiert werden. Ich hatte immer noch kein schlechtes Gewissen und habe die Patrone in den Handschuh gesteckt. Der Wachtmeister ließ nun von Kameraden jeden Einzelnen absuchen. Der Typ, der mich durchsuchte, fand die besagte Patrone jedoch nicht. Die ganze Gruppe musste nun über ein scheißgroßes Feld rennen und ich habe mich fast bepisst vor Lachen, aber auch weil es so anstrengend war. Am Schluss habe ich die Patrone in den Wald geschmissen und muss noch heute lachen, wie sich meine Kameraden für meine Dummheit abmühten.

Beichthaus.com Beichte #00025207 vom 25.11.2008 um 20:24:36 Uhr in Obergünzburg (20 Kommentare).

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Der perfekte Aufreißer

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Eitelkeit Stolz Wollust

Ich möchte beichten, dass ich Aufreißer bin. Ich habe bis zum heutigen Datum in diesem Jahr mit 119 Frauen geschlafen, von denen nach eigenen Angaben 27 einen Freund besaßen. Um der Statistik Willen gebe ich noch ein paar Fakten dazu, ich besitze sechs Outfits jedes optimiert mit jeweiligem Parfüm, Schmuck, Schuhe und diversen Accessoires für ein absolut konsistentes Auftreten, ich habe Fremdsprach-, Schauspiel-, Rhetorik-, Psychologie-, Tanz-, Benimm- und, um absolutes Körpergefühl zu erlangen, auch Yoga-Kurse besucht, alle Romane von Dostojewski, Thomas Mann, Satre, Camus gelesen und die Lyrikbände von Rilke und Brecht studiert, außerdem höre ich viel klassische Musik.

Damit waren die Grundsteine gelegt. Von 100 Frauen, mit denen ich rede, schaffe ich es, mich mit 50 zu verabreden, mit rund 30 davon werde ich schlafen. Nun zu meiner eigentlichen Beichte, ich bin enttäuscht von den Frauen, ich kann mich nur an genau zwei erinnern, die wirklich gute Menschen waren, die sanft, vorurteilsfrei, leidenschaftlich, mit Vernunft, mit Güte und Aufrichtigkeit dem Leben gestrotzt haben, und keine von beiden konnte ich halten, irgendetwas muss mir fehlen, nur was?

Beichthaus.com Beichte #00025192 vom 24.11.2008 um 05:46:27 Uhr (51 Kommentare).

Gebeichtet von tamtamboy
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Zufallsbeichte
“Ein


Für einen Penis wie Long-Dong-John-Silver

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Dummheit Selbstverletzung Waghalsigkeit Peinlichkeit

Ich habe mich mal mit einer elektrischen Penisvergrößerungspumpe im Genitalbereich schwer verletzt. Ich bin eigentlich recht gut bestückt, wollte aber das gleiche Format haben wie mein Porno-Idol Long-Dong-John-Silver. Um tüchtig Druck aufbauen zu können, habe ich an der Pumpe leider etwas "macgyvert". Dummerweise saugte sie sich nach dem Anschalten blitzschnell mit unfassbarem Druck an mir fest. Die Schlange war in der Falle. Es tat so höllisch weh und ich kam vor Schmerzen nicht an den Schalter, um die Maschine auszumachen. Ich schrie wie am Spieß. Irgendwann hatte ich es dann doch noch geschafft und hatte als Ergebnis nur noch einen einzigen Klumpen violettes Gulasch zwischen den Beinen. Mit dem Taxi bin ich dann in die Notaufnahme gefahren, man war dort sehr professionell zu mir und auch während auch meines einwöchigen Klinikaufenthalts waren alle sehr höflich zu mir, aber ich habe mitbekommen, wie sie sich ständig über mich kaputtgelacht haben. Es waren auch, wie ich rückblickend finde, ziemlich viele Personen mit meinem Heilungsprozess befasst. Vielleicht sogar Ärzte in der Ausbildung, Praktikanten etc. Ich beichte, dass ich mich sehr schäme, und überlege die Stadt zu verlassen oder gar das Bundesland zu wechseln. Ich will nicht erkannt werden, deshalb schreibe ich nicht, aus welcher Stadt ich komme.

Beichthaus.com Beichte #00025180 vom 21.11.2008 um 23:57:59 Uhr (27 Kommentare).

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Tag der offenen Tür für durchgefrorenes Gesindel

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Hass Zorn Nachbarn

Ich wohne in einem Haus zusammen mit einem Haufen nichtsnutziger, rücksichtsloser Studenten. Gemeinschaftsdenken Fehlanzeige. Da wird dann gerne mal die Haustür sperrangelweit aufgelassen, nachdem der rostige Drahtesel aus dem Keller nach draußen gehievt wurde, sodass für jeden durchgefrorenen Penner Tag der offenen Tür herrscht. Der Hausmeister berichtete, wie er mehrmals das Gesindel aus dem Keller scheuchen musste, und erzählte auch von Glücksfunden wie zum Beispiel einem vollgeschissenen Mülleimer im Waschraum.

Ein weiteres Highlight unserer Bildungselite ist die sachgemäße Bedienung gemeinschaftlichen Eigentums. Der Hinweis auf der Waschmaschine "Tür nicht mit Gewalt öffnen" hat wahrscheinlich keine tiefere Bedeutung, und ist somit zu ignorieren. "Nach mir die Sintflut" nahm einmal einer der Kandidaten wohl etwas zu wörtlich, als er beschloss, das komplette Auslaufen seiner Heizung lieber nicht zu melden und stattdessen abzuwarten, ob der ohrenbetäubende Lärm, den die leer gelaufene Pumpe nun durch das Haus schickte, nicht doch von alleine aufhört. Schade eigentlich, dass kein größerer Schaden entstand, denn sonst wäre es für ihn richtig teuer geworden. Seit Neuestem wird meine Geduld ein weiteres Mal auf die Probe gestellt. Herr oder Frau X hat nämlich die Angewohnheit, jedes Mal, wenn er/sie die Wohnung verlässt, oder betritt die Tür so zu "schließen", dass das ganze Haus bebt. Egal wann. Leider konnte ich den Störenfried noch nicht ausfindig machen, aber falls ich das zufällig mal mitkriegen sollte, werde ich ihm das Türschließen beibringen - dann allerdings mit seinem Kopf als Türstopper.

Beichthaus.com Beichte #00025177 vom 21.11.2008 um 19:37:37 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Orange für Tierquäler

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Rache Gewalt Tiere

Orange für Tierquäler
Ich habe meiner Freundin zum Geburtstag eine Komplettrenovierung ihres Zimmers geschenkt. Dazu gehörte auch das Neustreichen. Problem dabei: Sie hat zwei recht junge Kater, die unglaublich neugierig und verspielt sind. Irgendwie mussten die Katzen also auf eine für sie angenehme Weise aus dem Weg geräumt oder von unserer Arbeit abgelenkt werden, damit sie uns nicht im Weg rumstehen oder Blödsinn anstellen, was junge Katzen bekanntlich sehr gern machen. Also haben wir ihnen das Fenster aufgemacht, damit sie auf den äußeren Fenstersims hinaus konnten. Das ist für sie immer das Größte, da gibt es viel zu sehen, zu schnuppern und zu hören. Das das Fenster im zweiten Stock ist flößt ihnen zwar Respekt ein, stört sie aber sonst nicht weiter, getobt und gespielt wird trotzdem.
Es war etwas später am Abend und draußen schon dunkel, als wir bemerkten, dass die Katzen sich komisch benahmen: Sie sind immer wieder gegen das halb heruntergelassene Rollo gesprungen und wie verrückt auf dem Sims hin und her gerannt. Als für einen kurzen Augenblick der Punkt eines Laserpointers durch das Zimmer huschte, war mir sofort alles klar: Irgendwo dort draußen im Dunkeln sind paar Kindsköpfe, die anscheinend versuchen die Katzen mit dem Punkt soweit zu provozieren, dass sie vor lauter Spielen ihre Vorsicht vergessen und vom Fenstersims fallen. Wer schon mal mit einer Katze und einem Laserpointer gespielt hat weiß, wie magisch der Leuchtpunkt die Katzen anzieht. So wie der Leuchtpunkt sich in diesem Fall verhielt, war es aber definitiv kein Spiel, sondern ein ernsthafter Versuch, die beiden Kater abstürzen zu lassen. Es gibt wenige Sachen, die mich so sehr auf die Palme bringen wie mutwillige Tierquälerei, ganz besonders bei Katzen.
Meine Freundin wohnt in einem Viertel mit hohem Migrantenanteil unter den Anwohnern. Aber die Sorte, die man nicht unbedingt hier haben möchte. Die Tierquäler in der Dunkelheit waren also höchstwahrscheinlich ein paar Jugendliche, die nur (wenn überhaupt) gebrochen Deutsch sprechen, schlecht in der Schule sind und wahrscheinlich keine Zukunft haben. Davon treiben sich in der Gegend erschütternd viele herum. Ihre Langeweile vertreiben sie sich dann anscheinend gerne mal mit Tierquälerei. Nicht mit mir.
Ich bin ins Nebenzimmer (Licht ausgelassen) und habe nach dem verräterischen Leuchten des Laserpointers gesucht. Habe ihn dann auch in einer Hecke ganz in der Nähe gefunden. Was tun? Zum Fenster rausbrüllen würde nichts nützen, mit meiner S-AEG in die Hecke ballern kommt nicht in Frage und nach unten zu rennen um die Bälger zu verfolgen wäre sinnlos, weil ich sie im Dunkeln niemals verfolgen könnte. Geistesblitz! Ich habe mir einen Trichter und zwei Wasserbomben besorgt, die ich bis zum Anschlag mit der Zimmerfarbe (ein warmes Orange) gefüllt habe. Dann noch mal kurz im Nebenzimmer kontrolliert, ob die Armleuchter immer noch in derselben Hecke sitzen, ganz langsam und leise das Fenster geöffnet und die beiden Farbbomben mit ordentlich Schmackes in die Hecke geschleudert. Fluchen, Husten und sich schnell entfernende Schritte. Musik in meinen Ohren.
Am nächsten Morgen habe ich mir die Bescherung mal angesehen. Die Hecke und die erde darum waren so ziemlich komplett orange, bis auf zwei ganz grob menschliche Umrisse am Boden. Sehr schön. Noch schöner waren die sehr deutlichen Fußspuren, die von der Hecke wegführten. Leider hat sich die Spur nach einigen Metern aufgelöst. Mehr oder weniger zufällig entdeckte ich auf dem Rückweg am Griff einer Haustür einige Flecken in einem wohlbekannten Orange. Glück gehabt. Ein kurzer Blick auf die Klingeltafel zeigte einen verschmierten Fingerabdruck (in orange) auf einem Klingelknopf. Auf dem Namensschild neben dem Knopf stand ein für Westeuropäer unaussprechlicher Name, der bis auf das "-kov" am Ende nur aus Konsonanten bestand. Ich weiß jetzt also wo die Übeltäter wohnen und wer sie sind. Werde mir überlegen, ob ich noch was folgen lassen, oder es bei dem unfreiwilligen Farbbad belassen soll.

Beichthaus.com Beichte #00025141 vom 17.11.2008 um 18:30:18 Uhr (64 Kommentare).

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