So objektiv sind Schulnoten

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Falschheit Missbrauch Vorurteile Maßlosigkeit Schule

Ich bitte um Absolution für das folgende, systematische Vergehen: Da Schulnoten eine wichtige gesellschaftliche und bildungspolitische Komponente besitzen, sollte man davon ausgehen, dass diese Noten objektiv sind. Leider muss ich aus meiner eigenen Erfahrung Gegenteiliges berichten: Schülerinnen und Schüler, die mir sympathisch sind, bekommen eine bessere Note als sie es eigentlich verdient haben. Neben der Sympathie zählen die weichen Fakten - zum Beispiel: Stört nicht, gibt keine Widerworte, ist selten oder nie auffällig. Andere Schülerinnen oder Schüler, die eine bessere Note verdient hätten, bewerte ich dann schlechter, wenn sie oft stören oder auffälliger sind, oder ich sie absolut nicht leiden kann. Besonders hübsche Schülerinnen bekommen sowieso immer eine bessere Note als sie es verdient hätten. Dafür reicht es dann oftmals schon aus, wenn sie lieb und nett schauen. Ach so: Schüler mit Migrationshintergrund, also vornehmlich solche aus dem orientalischen Raum, haben ganz schlechte Karten. Wenn es irgendwie geht, drücke ich sie auf eine Fünf und freue mich diebisch darüber, denn ich kann die Mitbürger dieses Kulturkreises nicht leiden. Meistens ist dies aber nicht notwendig, denn viele sorgen schon selbst dafür, dass sie sich ihr Leben versauen.

Beichthaus.com Beichte #00033691 vom 01.08.2014 um 16:11:04 Uhr (32 Kommentare).

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Turbulenzen der Extraklasse

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Peinlichkeit Unreinlichkeit Arbeit Flug & Co.

Ich arbeite seit über zehn Jahren für eine große deutsche Fluglinie. Ich habe sofort nach dem Studium mit der Ausbildung zur Verkehrsflugzeugführerin begonnen und habe alle Stufen im In- und Ausland mit Bravour abgeschlossen. Meinen Eigenanteil der Ausbildung habe ich längst zurückbezahlt und habe mittlerweile so viele Stunden in der Luft verbracht, dass ich genug Routine besitze, um alle Situationen zu meistern. Auch von meinen Kollegen werde ich als Frau voll akzeptiert und ich genieße einen hervorragenden Ruf im Unternehmen. Doch was mir vor einigen Wochen passiert ist, kann ich mir selbst nicht erklären. Wir waren auf einem Transatlantikflug und es zeichnete sich ab, dass wir mit Klarluftturbulenzen zu rechnen hatten. Andere Verkehrsflieger hatten Turbulenzen in dem Sektor gemeldet. Ich gab Anschnallzeichen und wir legten auch unsere Gurte an. Eigentlich ist das Fliegen durch Turbulenzen eine willkommene Abwechslung - natürlich ist es nicht angenehm, aber den meisten Piloten macht es Spaß und auch mir machen unruhige Flüge eigentlich nichts aus. Die modernen Maschinen halten die Belastungen problemlos aus und es ist maximal unangenehm aber keineswegs gefährlich. Doch was kurz darauf folgte, war alles andere als Spaß, denn so extrem hatte ich zuvor noch keine Turbulenzen erlebt. Wir sackten 600 Fuß ab, um kurz darauf wirklich hart abgefangen zu werden und im plötzlichen Aufwind wieder stark zu steigen. Dies passierte mehrmals hintereinander gute 20 Minuten lang. Und obwohl wir die Maschine trotz der extremen Strömungen jederzeit voll unter Kontrolle hatten, hatte ich Angst. Was mir noch nie zuvor passiert ist.


Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Nachdem wir diese unruhige Zone verlassen hatten, musste ich in unseren Ruheraum verschwinden, um meinen Slip zu wechseln. Ich hatte mich teilweise so erschrocken, dass ich stoßweise losgepinkelt habe. Und zwar soviel, dass nicht einmal mehr meine Slipeinlage alles auffangen konnte. Als ich später meine vorgesehene Ruhezeit angetreten habe, konnte ich nicht einschlafen, weil das Erlebte mich so aufgewühlt hat. Meinen männlichen Kollegen habe ich von meiner Angst nichts erzählt, obwohl diese auch einstimmig meinten, dass sie solche Turbulenzen noch nicht erlebt hätten. Es tut mir leid, dass ich in einer Situation Schwäche gezeigt habe, obwohl ich eigentlich genau für diese Fälle ausgebildet wurde. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033683 vom 30.07.2014 um 18:29:11 Uhr (17 Kommentare).

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Mundgeruch und Popel

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Rache Ekel Unreinlichkeit Kinder

Als ich zehn Jahre alt war, ging ich mit einer Freundin in dieselbe Klasse. Da meine Mutter mich aufgrund ihrer Arbeitszeit nicht abholen konnte, hat mich ab und zu die Mutter meiner damaligen Grundschulfreundin nach Hause gefahren. An einem Tag saß ich mit meiner Freundin in dem Auto ihrer Mutter und es hat mich extrem angeekelt und sauer gemacht, dass ihre Mutter so Mundgeruch hatte. Ich habe daraufhin heimlich gepopelt - da ich auf der Rückbank saß, hat es niemand mitbekommen - die Popel an die Autositze geschmiert und mich herrlich darüber amüsiert. Heute tut mir das Ganze ein wenig leid.

Beichthaus.com Beichte #00033681 vom 30.07.2014 um 15:45:16 Uhr (4 Kommentare).

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Mein Chef, der Geizhals

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Hass Boshaftigkeit Ekel Chef Arbeit Hamburg

An dem Tag, an dem ich (w) meinen Ausbildungsvertrag unterzeichnete, bekam ich von meinem Chef den Hinweis, dass es immer gerne gesehen wird, wenn man "auch mal" durchwischt oder durchsaugt. Alles klar, dachte ich mir, so läuft das hier also. Er ist tatsächlich zu geizig, um für ein knapp 200 Quadratmeter großes Büro eine Reinigungskraft einzustellen. Ich wusste allerdings, dass viele aus meiner Klasse unzufrieden mit ihren Chefs waren, und dachte mir, okay es hätte mich Schlimmer treffen können. Also ertrug ich das erst einmal. Es ist sowieso nur wenig im Büro zu tun und ich bin mir da auch nicht zu schade für, auch wenn es nicht zu meinen Aufgaben gehört. Mit der Zeit lernte ich die Eigenarten und Gewohnheiten meines Chefs besser kennen. Zum Beispiel geht er zwei Mal täglich um dieselbe Uhrzeit auf die Toilette und verrichtet dort sein großes Geschäft.


Danach hält er es offensichtlich nicht für nötig, das Badezimmerfenster zum Lüften zu öffnen, sodass es jedes Mal durch das ganze Büro stinkt. Ich habe dann die Wahl: Entweder mit zugehaltener Nase das Fenster auf der Herrentoilette selbst öffnen, oder den Gestank ertragen. Das ist eines der extrem ekligen Dinge, die er so macht. Aber er ist außerdem auch noch völlig morallos und einfach ein egoistisches Schwein. Als wieder Bewerbungszeit war, hat er einfach die Briefmarken, die einige Bewerber extra beifügten, damit sie ihre Bewerbung auch zurück erhalten, einkassiert und die Unterlagen vernichtet. Es gab also weder eine Absage noch die Bewerbung - trotz beigefügter Briefmarken - zurück! Und das wegen einigen 1,45 Euro pro Briefmarke! Ich fasse es nicht und ich könnte jetzt noch viele weitere Dinge aufzählen. Aber nun zu meiner Beichte: Ich hasse ihn wirklich! Ich weiß, viele hassen ihren Chef. Aber ich hasse ihn wirklich enorm und ich freue mich, wenn er mal krank ist.

Beichthaus.com Beichte #00033672 vom 28.07.2014 um 13:22:33 Uhr in 20457 Hamburg (Kehrwieder) (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der letzte Wunsch meines Opas

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Hass Morallosigkeit Zorn Tod Familie

Ich beichte, dass ich gegen christliche Werte verstoße, da ich die eine Seite meiner Familie seit dem Tod meines Opas zutiefst verachte, weil sie noch nicht einmal Blumen ans Grab gestellt hat und sich auch in den letzten vier Jahren nie an der Pflege beteiligt hat. Mir ist es egal, ob man sagt: "Jeder geht mit der Trauer anders um" - irgendwann ist Schluss mit Egoismus, und Blumen ans Grab stellen, ist doch für unseren lieben Opi das Mindeste, was man tun kann. Aber die haben sich schon während der Pflege öfter über mich, meine Mutter und meine Oma lustig gemacht, weil wir immer so schnell hysterisch wurden, weil die Pflege eines lieben Verwandten eben so nervlich aufreibend war - alle Verwandten meines Onkels kamen schließlich ins Pflegeheim, aber das stand für uns nie zur Debatte. Das versteht niemand, der nicht selbst in so einer Situation ist oder war. Ich verabscheue diese Menschen einfach nur, weil sie denjenigen verstoßen haben, der sie großgezogen hat und immer für sie da war. Am meisten aber verabscheue ich sie, weil sie nach der "Papa/Opa liegt im Sterben und wir wissen nicht, wann es so weit ist, aber in den nächsten Tagen wird es passieren, sagt der Arzt."-Nachricht ihren Urlaub nicht abgebrochen haben und zum Sterbebett gekommen sind, sondern fröhlich weiter geurlaubt haben und dann auch noch auf der Beerdigung vom Urlaub erzählt haben! Mein Opi tut mir so leid, weil er diesen Teil der Familie trotzdem gerne noch einmal gesehen hätte. Doch meiner Oma zuliebe muss ich weiterhin so tun, als wäre alles in Ordnung, dabei hasse ich diese Menschen so abgrundtief, dass es mir völlig egal ist, dass einer von ihnen neulich einen schweren Autounfall hatte. Ich dachte mir nur: "Karma is a bitch." Ich will eigentlich nicht so ein hassender Mensch sein, doch ich kann nicht anders. Ich bitte um Vergebung, dass ich solche Hassgefühle in mir trage, weil es doch der letzte Wunsch des Opas war, dass wir uns alle immer gut verstehen werden.

Beichthaus.com Beichte #00033656 vom 25.07.2014 um 08:28:14 Uhr (12 Kommentare).

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