Bin ich wirklich ein Rassist?

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Vorurteile Gesellschaft

Ich (m/38) möchte beichten, dass ich offensichtlich ein Rassist bin, denn ich stimme dem umstritten Twitterbeitrag von Frau Steinbach zu. Zur Erklärung: Erika Steinbach hat ein Bild gepostet, auf dem ein weißes, blondes Kind von vielen freundlich und neugierig dreinblickenden dunkelhäutigen Kindern umringt wird. Das Bild ist kommentiert mit: "Woher kommst du denn?", und "Deutschland 2030". Ich verstehe nicht, warum daraus jetzt ein Rassismusskandal gemacht wird. In manchen deutschen Schulen ist dies jetzt schon Realität. Denn, wenn die "deutsche" Frau gerade mal 1,4 Kinder bekommen und die Frauen anderer Herkunft 3-4, soll sich niemand drüber wundern. Aber ehrlich gesagt ist mir das egal. Ich bin deutsch und sehe auch so aus, und meine Frau ist auch gebürtige Deutsche. Dank meiner aus Ghana stammenden Schwiegereltern sehen allerdings weder meine Frau noch unsere beiden Kinder wirklich deutsch aus. Vielleicht sehe ich daher das umstrittene Bild nicht als Bedrohung an und erkenne daher auch keinen Rassismus.

Beichthaus.com Beichte #00037727 vom 01.03.2016 um 10:49:10 Uhr (25 Kommentare).

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Deutsch-Unterricht mit Flüchtlingen

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Vorurteile Zorn Gesellschaft

Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache, habe vor einigen Monaten einen Vorkurs für Flüchtlinge geleitet und möchte hiermit beichten, dass ich kein moralisches Problem darin gesehen hätte, 80 Prozent der Kursteilnehmer wieder abzuschieben. Hätte mein Arbeitgeber über meine Einstellung Bescheid gewusst, wäre mir vermutlich gekündigt worden, da man mir vermutlich latenten Rassismus und Xenophobie unterstellt hätte. Es gibt mehrere Gründe, warum ich zu meinen Überzeugungen gelangt bin. Der erste Grund besteht darin, dass von 25 angemeldeten Kursteilnehmern nur 10 Leute regelmäßig anwesend waren. Hierbei muss ich sagen, dass ich es durchaus verstehe, wenn beispielsweise die Eltern kleiner Kinder oder auch andere Kursteilnehmer wegen eines Behörden- oder Arzttermins nicht an jeder Sitzung teilnehmen können, wenn aber von 25 Leuten täglich 15 fehlen, dann frage ich mich ernsthaft, welche sonstigen dringenden Pflichten Flüchtlinge zwischen 20 und 30 Jahren haben, dass sie trotz ihrer Ambitionen, dauerhaft in diesem Land zu leben, nicht am Deutsch-Unterricht teilnehmen können.


Grund Nr. 2: Von den zehn Leuten, die regelmäßig anwesend waren, konnten sieben nicht ansatzweise schreiben. Natürlich ist mir bewusst, dass im Irak und in Afghanistan eine andere Schrift verwendet wird, jedoch denke ich, dass das lateinische Alphabet mittlerweile so international ist, dass alle, die jemals eine Schule besucht haben, wenigstens grob mit lateinischen Buchstaben vertraut sein sollten. Leute aus Ostasien, die ich unterrichte, hatten beispielsweise nie Probleme mit dem lateinischen Alphabet, obwohl man dort auch andere Schriften verwendet. Jedenfalls hatte ich auch sonst den Eindruck, dass das Bildungsniveau der Kursteilnehmer sehr niedrig war, dass die meisten vermutlich nicht einmal eine Berufsausbildung hatten und daher dem deutschen Steuerzahler vermutlich noch sehr lange, wenn nicht für immer, auf der Tasche liegen werden.


Grund Nr. 3: Natürlich kann man alles lernen, auch die deutsche Sprache, Schreiben, oder einen Beruf. Allerdings fiel mir bei den meisten Kursteilnehmern auf, dass sie überhaupt keinen Bock hatten, irgendwas in meinem Kurs zu lernen, obwohl ich mir wirklich viel Mühe gegeben habe und weder davor noch danach mit anderen Lerngruppen (z. B. Jugendlichen an Schulen, Studenten etc.) Probleme hatte. Die meisten Kursteilnehmer kamen und gingen, wann sie wollten, haben sich von mir im Unterricht auch nicht beim Telefonieren, Schlafen oder Essen stören lassen und haben auch sonst nicht den Eindruck erweckt, als interessierten sich sich auch nur ansatzweise dafür, die Sprache zu lernen.


Grund Nr. 4: Weiterhin negativ aufgefallen ist mir das Verhalten. Es gab regelmäßig Beschwerden vom Hausmeister, weil die Kursteilnehmer benutztes Klopapier einfach auf den Boden geschmissen haben, ihre Zigaretten trotz deutlich sichtbarer Aschenbecher vor dem Hauseingang einfach ausgetreten haben, überall ihren Müll liegen lassen haben, Gegenstände wie Wasserkocher aus der Küche entwendet haben, in die zuvor erwähnten Aschenbecher gerotzt haben, und so weiter. Natürlich habe ich den Kursteilnehmern mehrmals die Hausordnung erklärt und nach einer Weile wurde es auch besser, trotzdem frage ich mich, auf welchem Stand eine Zivilisation sein muss, wenn erwachsene Menschen überhaupt auf solche Ideen kommen, wie zum Beispiel vollgeschissenes Papier einfach auf den Boden zu werfen.


Grund Nr. 5: Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass es sich bei den Kursteilnehmern um traumatisierte Kriegsflüchtlinge handelte. Die meisten hatten teure Smartphones, Schmuck und nicht gerade die billigsten Klamotten an. Auch sonst habe ich in Gesprächen einen komischen Eindruck gewonnen, als mir einer erzählte, dass ich mir irgendwann mal die schöne antike Architektur im Irak ansehen solle, oder als ich eine Gruppe von Eriträern dabei beobachtet habe, wie sie sich untereinander Witze erzählt und miteinander gelacht haben. Versteht mich nicht falsch: Natürlich müssen Flüchtlinge nicht unglücklich oder andauernd mit einer Fresse wie nach sieben Wochen Regenwetter herumlaufen, allerdings hatte ich bei den Leuten in meinem Kurs wirklich nicht das Gefühl, dass sie sehr bedürftig waren. Natürlich ist mir bewusst, dass meine Gruppe nur eine winzige Stichprobe war und man nicht auf alle Flüchtlinge schließen kann, allerdings konnte mir keiner aus meiner Gruppe wirklich die Hoffnung geben, sich hier jemals zu integrieren oder zu einem funktionierenden Teil unserer Gesellschaft zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00037716 vom 29.02.2016 um 05:25:26 Uhr (40 Kommentare).

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Warum ich die AfD wähle

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Vorurteile Zorn Ungerechtigkeit Politik

Bevor ich zu meiner eigentlichen Beichte komme, so viel schon einmal vorab: Ich bin als Freiwillige im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres tätig. In der Nähe meiner Einsatzstelle liegt eine Flüchtlingsunterkunft. Bisher hatte ich nie ein Problem damit und habe sogar darüber nachgedacht, mich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Jedenfalls war das bis zu einem gewissen Zeitpunkt so. Man muss dazu sagen, dass ich einen Großteil derjenigen, die dort untergebracht sind, vom Gesicht her inzwischen gut kenne. Seit geraumer Zeit fallen mir aber immer wieder Dinge auf, die mein Innerstes zum Brodeln bringen. Dazu gehört beispielsweise, dass ich immer mal wieder Flüchtlinge aus dieser Unterkunft dabei beobachtet habe, wie sie sich Alkohol kaufen und nahezu direkt danach auch konsumieren, sich darüber beschweren, wie schlecht ihr Handy doch sei und dass es sich dabei ja nur um ein iPhone handelt. Außerdem haben sie sich darüber unterhalten, wie leicht es doch sei, von den Deutschen Geld zu bekommen, ohne zu Arbeiten. Und das war leider nicht alles.

Erst gestern habe ich zwei Männer dabei beobachtet, wie sie einer jungen Frau im Vorbeigehen an den Po gefasst und sie dabei wohl als Dame, die im horizontalen Gewerbe tätig ist, bezeichnet haben. All diese Vorkommnisse bedeuten nicht, dass ich generell etwas gegen Flüchtlinge habe. An dieser Stelle beichte ich, dass ich anlässlich der anstehenden Landtagswahlen per Briefwahl für die AfD abgestimmt habe, weil mir nach den Dingen, die ich beobachten durfte, einfach der Kragen geplatzt ist.

Beichthaus.com Beichte #00037712 vom 27.02.2016 um 21:18:40 Uhr (44 Kommentare).

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Meine Freundin sieht aus wie ein Kind!

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Eitelkeit Vorurteile Peinlichkeit Partnerschaft

Ich habe seit vier Monaten eine Freundin. Kennengelernt habe ich sie, als mein Auto von einem Rückruf betroffen war und mehrere Tage in die Werkstatt musste. Ich bekam kostenlos einen Mietwagen, weil die Werkstatt keinen Leihwagen mehr hatte. Bei der Autovermietung saß meine Freundin am Schalter. Eines kam zum anderen, und nachdem wir uns ein paar Mal getroffen hatten, kamen wir zusammen. Meine Freundin ist eigentlich perfekt - bis auf eine Tatsache. Sie hat den Körperbau eines Kindes. Ich bin 182 Zentimeter groß und sie gerade mal 150. Sie braucht zum Autofahren eine Sitzerhöhung und ihr Sitz ist ganz nach vorne geschoben, weil sie sonst die Pedale nicht erreichen könnte.


Sie ist der liebste Mensch auf der Welt, aber wenn sie neben mir steht, sieht sie aus, als ob sie meine Tochter wäre. Sie sagt, das sei bei ihr so und sie werde mit 23 Jahren auch nicht mehr wachsen. Sie ist zwar bildhübsch, hat aber kaum Busen und durch ihre Körpergröße trägt sie eher Teenagerkleidung. Ich freue mich immer, wenn wir gemeinsam Zeit verbringen können, aber in der Öffentlichkeit ist es mir peinlich, mit ihr gesehen zu werden. Ich möchte hiermit beichten, dass ich mich schäme, mit meiner Freundin in der Öffentlichkeit gesehen zu werden. Ich bitte um Vergebung und hoffe, dass ich auch in Zukunft stark genug sein kann, um die fragenden Blicke der Menschen in der Öffentlichkeit zu überstehen und mit dieser Frau vielleicht den Rest meines Lebens zu verbringen.

Beichthaus.com Beichte #00037704 vom 26.02.2016 um 08:13:29 Uhr (33 Kommentare).

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Hipster sind eintönige Deppen!

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Vorurteile Eitelkeit Hochmut Engherzigkeit Kollegen

Ich möchte beichten, dass ich diese Hipster-Mitläufer-Fraktion, wo alle individuell, aber dann doch eigentlich wieder identisch sind, weil sie ja doch nur gleich aussehende Bartträger sind, extrem gerne verarsche. Zu Fasching sind meine Kumpels und ich als Hipster verkleidet unterwegs gewesen. Aber halt so richtig extrem mit übergroßem falschen Bart. Eine Haargeltube hatten wir uns auf den Köpfen befestigt, um die gegeelte Hipster-Frisur zu unterstreichen. Dicke Nerdbrille, kariertes Hemd und falsche Tattoos. Sechs Mann stark sind wir so durch die Stadt gezogen. Ratet mal, wer nicht darüber lachen konnte? Richtig, die Hipster, denen wir unterwegs begegnet sind. Alle anderen lachten sich scheckig, denn es war ja Fasching.


Und vor ein paar Tagen zeigte mir in der Bahn ein Hipster seinen Dienstausweis und wollte meine Fahrkarte sehen. Ich ersuchte ihn, ob er seinen Bart etwas zur Seite nehmen könnte, weil ich akustisch ihn so schlecht verstehe. Das Spiel habe ich so lange getrieben, bis er entnervt seinen Kollegen ersucht hat, meinen Fahrausweis zu kontrollieren, welchen ich dann auch anstandslos vorgezeigt habe. Außerdem haben wir bei uns in der Arbeit einen Kollegen, welcher eigentlich ein dürrbeiniges Milchgesicht ist. Aber er hat sich einen dicken Bart wachsen lassen, hat einen Haarschnitt, als ob ihn ein Hurricane von der Seite erwischt hätte, und trägt jetzt Röhrenjeans, welche seine dünnen Storchenbeinchen noch stärker hervorheben. Jedenfalls hatte der besagte Kollege Chili con Carne zum Mittag. Nach dem Essen putzte er sich sorgsam seinen Mund und seinen Bart, unterließ es jedoch, einen Blick in den Spiegel zu werfen. Er hatte eine Bohne, mehrere Maiskörner und Brösel von seinem Brötchen im Bart hängen. Wir hatten anschließend ein Meeting und haben ihm kein Wort gesagt.


Er wurde während des Meetings mehrmals vom Chef aufgezogen, was es denn zum Mittagessen gab? Ob denn viele Bohnen und Mais in dem Chili gewesen wären und ob er denn ein Brötchen dazu gegessen hatte? Wie lange er seinen Bart hat wachsen lassen? Wie er ihn pflege und sauber halte? Es war wahrscheinlich das unproduktivste Meeting in der Geschichte der Firma, aber wir konnten uns vor Lachen kaum halten, während unser Kollege immer noch brav die Fragen unseres Chefs beantwortete und nicht mitbekam, dass der Chef ihn nur aufziehen wollte. Ich bitte um Vergebung dafür, dass ich mir einen Spaß auf Kosten der Hipster mache und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037700 vom 25.02.2016 um 16:20:46 Uhr (23 Kommentare).

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