Leberwurstbröckchen in den Löckchen

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Rache Ekel Zwietracht WG Lilienthal

Situation damals: mein Mitbewohner (Zweck-WG), ein 18-jähriger Möchtegern-Beau, der zwar betont nett, aber in seinem Horizont doch sehr begrenzt war, ging mir fürchterlich auf die Nerven. Neben seiner Art war es vor allen Dingen auch sein dem schönen Schein so ganz widersinnlicher Umgang mit der Küche. Im Kühlschrank vergammelten regelmäßig seine Wurstvorräte und Käseklumpen. Er ging dann doch meistens bei Mama essen. Wenn er dann doch mal eine Nudelsuppe kochte, dann weichten die Reste so lange ein, bis die Matsche schimmelte und ich sie in den Müll warf, den er auch nie rausbrachte. Umso mehr regte es mich auf, als ich bemerkte, dass meine Kosmetika im Bad langsam schwanden.

Rasierschaum, Duschgel, mein teures Haarshampoo waren dem Herrn nicht zu schade. Auf Thema Küche sowie Bad hatte ich ihn natürlich schon mal angesprochen, aber ohne Erfolg. Als ich mich für eine Woche in den Urlaub verabschiedete, lies ich meine Sachen im Bad. Jedoch nicht, ohne sie vorher zu leeren und mit eigens von mir kreierter Rezeptur neu zu befüllen! Ich nahm dazu zur Hand: sein Glas mit der angegammelten Leberwurst, seine Ajoli-Mayo, die den Kühlschrank schon seit Tagen vollstank, dazu etwas Öl für die richtige Konsistenz. Ich hatte einen Riesenspaß dabei. Erwähnt hat er mir gegenüber nichts, als ich wieder kam, aber ich stelle mir bis heute mit Freude die Leberwurstbröckchen in seinen Löckchen vor.

Beichthaus.com Beichte #00027522 vom 16.02.2010 um 21:12:12 Uhr in Lilienthal (31 Kommentare).

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Taxiuhren manipuliert

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Betrug Schamlosigkeit Arbeit Chef Studentenleben

Ich bin Student und jobbe nebenbei als Taxifahrer zusammen mit 7 anderen Studenten. Da wir unter der Woche genug feiern und der Dienst unter der Woche von den Festangestellten und dem Chef geleistet wird, übernehmen ausschließlich wir Studenten den Dienst von Freitag Abend bist Sonntag Nacht, inklusive Zentrale, also Anrufentgegennahme und Koordination der anderen Taxis. Im Großen und Ganzen ist es ein extrem entspannter Job. Man hat zwar hier und da mal ein paar aggressive Besoffene, aber die meisten sind friedlich und nett und in Partystimmung.
Was uns aber stört ist die Art und Weise, wie unser Chef mit uns umgeht. Er ist ein extremer Choleriker, der wegen jeder Kleinigkeit ausrastet z.B. wenn jemand von uns mal einen Unfall baut. Damit meine ich keinen Totalschaden, sondern kleine Schrammen, was durchaus mal vorkommen kann, wenn man 12 Stunden am Stück Auto fährt und man beim Rangieren auf einen kleinen Hof mal nicht 100%-ig konzentriert ist. Da gibt es noch einige andere Sachen, die uns an unserem Chef stören. Deswegen wollte wir Studenten geschlossen zu ihm gehen und sagen, dass es so nicht weitergeht und andernfalls kündigen würden. Das hätte auf jeden Fall was gebracht, weil dadurch das lukrative Wochenendgeschäft versaut werden würde und er ohnehin noch weitere Fahrer sucht, weil er noch mindestens 2 weitere Taxis kaufen will. Also hätten wir sonst was fordern können und er wäre mit Sicherheit darauf eingegangen, bevor 7 Fahrer auf einmal kündigen.


Durch einen blöden Zufall haben wir aber in den Taxis versteckte GPS-Tracker gefunden. Für die, die nicht wissen was es ist: GPS-Tracker speichern in bestimmten zeitlichen Abständen (ca. einmal pro Minute) die aktuelle Position. Diese GPS-Tracker kann man am Computer auslesen und dadurch nachverfolgen, wer wann wo war.

Daraufhin ist uns der Kragen endgültig geplatzt, weil wir hier nicht in der DDR sind und uns nicht Stasi-mäßig bespitzeln lassen wollen. Als Folge daraus haben wir uns was einfallen lassen, womit ich zu meiner/unserer Beichte komme:


Unser technisch versierter Informatikstudent ist in der Lage sowohl die GPS-Tracker, die (digitalen) Kilometerstände als auch die Taxiuhren der Taxis zu manipulieren. Dadurch sind Schwarzfahrten nun für uns an der Tagesordnung. Im Schnitt fahren wir pro Wochenend-Nachtschicht 300€ pro Taxi ein. Merkwürdigerweise sind es seit ca. 2 Monaten nur noch max. 200€ pro Taxi. Denn der Rest wandert konsequent in unsere eigenen Taschen dank der Manipulation der Taxis. Unser Chef ist zwar komplett am durchdrehen und sucht die ganze Zeit die Gründe für die Umsatzeinbußen, kann es aber kein Stück nachvollziehen und solange werden wir auch fleißig weitermachen, wenn er nicht bald mal vernünftig mit uns umgeht.

Eigentlich haben wir auch keine festen Pausen, sondern können mal einen Kaffe trinken gehen, wenn mal nichts los ist. Das ist eigentlich auch OK so, weil die Zeit ja auch schneller vergeht, wenn man was zu tun hat. Zeit sich aus der Tanke einen Kaffee zu holen hat man immer und wenn man mal ein Leerfahrt hat, kann man auch mit offenen Fenster eine rauchen, was man ja offiziell in Taxis nicht darf.
Allerdings machen wir mittlerweile willkürlich Pausen, die Locker mal eine Stunde dauern können, obwohl das Telefon in einer Tour klingelt. Naja, wir geben dann halt gerne mal 2 Stunden Wartezeit. In diesen Pausen fahren wir gerne mal auf Partys unserer Kommilitonen oder gehen für ein Stündchen in den Club, wo wir dank unserer Bekanntheit als Taxifahrer umsonst, ohne uns anstellen zu müssen problemlos an den Türstehern vorbeikommen.

Tja, das Unternehmen unseres Chefs könnte so viel besser Laufen und viel mehr Kohle abwerfen, wenn er halt nicht so ein asozialer Penner wäre und jede Gelegenheit nutzen würde auszurasten und uns anzuschreien.

Beichthaus.com Beichte #00027512 vom 14.02.2010 um 13:32:21 Uhr (21 Kommentare).

Gebeichtet von gustaf
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Meine Bierflaschenecke

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Faulheit Trägheit Trunksucht Berlin

Ich (m) habe vor ein paar Jahren für einige Monate aus beruflichen Gründen unter der Woche in Berlin gewohnt. Da mein Kollege nicht weit von mir weg gewohnt hat, war er eigentlich jeden Abend bei mir und wir haben immer etliche Flaschen Bier getrunken. Wenn er mal nicht da war, habe ich natürlich auch alleine meine Bierchen getrunken. Es wurden mit der Zeit immer mehr Flaschen in meinem Zimmer weil wir sie nicht weggebracht hatten. Da ja fast die Hälfte der Flaschen von meinem Kollegen waren, sah ich auch nicht ein sie alleine wegzuschaffen. Ich stellte sie alle ordentlich in eine Ecke meines Zimmers (immer mit dem Etikett nach vorne). Irgendwann bekam mein Kollege Besuch von seiner Freundin und da er auch noch etliche Flaschen bei sich hatte, beschlossen wir die auch noch mit zu mir zu stellen, weil sie das wahrscheinlich nicht so toll gefunden hätte. Am Ende waren es dann so ca. 300 Bierflaschen in meinem Zimmer und ich hab schon die Tür nicht mehr komplett aufbekommen. Irgendwann haben wir dann die Flaschen auch weggebracht, obwohl ich mich mit der Zeit immer mehr an meine wachsende Bierflaschenecke gewöhnt hatte und ich sie auch irgendwo gerne behalten hätte.

Beichthaus.com Beichte #00027511 vom 13.02.2010 um 20:06:27 Uhr in Berlin (19 Kommentare).

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Fahrkarten manipuliert

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Betrug Geiz Bahn & Co.

Ich (m) musste in meiner Ausbildung immer mit der Straßenbahn zur Berufsschule fahren. Ich habe immer auf meiner Fahrkarte den Streifen der entwertet wird mit Klebestreifen überklebt und danach mit Kleber eingeschmiert, damit der Klebestreifen nicht mehr so glänzt. Dann habe ich immer schön in der Bahn meine Fahrkarte entwertet und abends einfach das bedruckte auf dem Klebestreifen wieder abgewischt und neu mit Kleber eingeschmiert. So konnte ich meine Fahrkarten ziemlich lange benutzen. Kontrolliert wurde ich dabei auch mal. Der Kontrolleur hat meine Fahrkarte ziemlich lange angeschaut und sogar mit den Fingern auf die Stelle gefasst wo der Kleber drauf war, aber am Ende hat er nichts gesagt und sie mir einfach wieder zurückgegeben. Ich finde die Preise der ÖV einfach überteuert.

Beichthaus.com Beichte #00027510 vom 13.02.2010 um 19:29:54 Uhr (15 Kommentare).

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Staubsauger-Vertreter

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Faulheit Unreinlichkeit Schamlosigkeit

Staubsauger-Vertreter
Während meines Studiums habe ich den Teppichboden meiner Studentenbude kein einziges Mal selbst gereinigt. Ich wohnte in einem größeren Wohnkomplex mit deutlich gehobenem Durchschnittsalter. Etwa einmal pro Semester wurde der örtliche Vorwerk-Vertreter vorstellig und wollte das gerade aktuelle Topmodell ihres Kobold oder Tiger-Staubsaugers verkaufen. Ich hab mir das Teil jedes Mal gründlich vorführen lassen. Das heißt, er hat jedes Mal die komplette Bude gesaugt, was auch jedes Mal dringend notwendig war. Da die Firma damals wohl eine relativ große Fluktuation ihrer Außendienstmitarbeiter und anscheinend auch kein CRM-System hatte, kam jedes mal ein anderer vorbei, so dass meine Schmarotzerei nicht weiter auffiel. Ich hab jedes mal großes Interesse geheuchelt, mir die Visitenkarte geben lassen und versprochen, mich zu melden - was ich aber nie tat. Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich jetzt, 15 Jahre später, in meinen Erinnerungen von damals krame und die gesammelten Vorwerk-Visitenkarten finde. Mittlerweile besitze ich einen kräftigen Zyklonstaubsauger des führenden Herstellers.

Beichthaus.com Beichte #00027498 vom 09.02.2010 um 18:08:25 Uhr (30 Kommentare).

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