Lehrerin gemobbt

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Zwietracht Hass Hochmut Waghalsigkeit Schule

Als ich (w) noch zur Schule gegangen bin, hatten wir eine ziemlich schlimme Lehrerin. Eine von der Sorte, die ihre Schüler nach Sympathie benotete. Ich gehörte, auch aufgrund meiner eher gelangweilten Einstellung zur Schule, nicht zu ihren Lieblingen. Durch meines eher trotzigen Charakters, habe ich mir zunehmend weniger Mühe in ihrem Unterricht gegeben, was sich auch an meinen Noten widerspiegelte. Als in einer Projektwoche ein Wettbewerb vereinzelter Unterrichtsfächer stattfand, belegte ich in dem ihren den ersten Platz. Aber das schien sie nicht zu kümmern, und änderte auch nichts an unserem Verhältnis. Eines Tages, sie hatte mir in der vorherigen Stunde wieder mal ihre Abneigung mir gegenüber gezeigt, indem sie während des Unterrichts ihre Machtposition als Lehrer mir gegenüber demonstrierte, schrieb ich mit einer Freundin Zettel. Wir sind sehr über die Lehrerin hergezogen und ich habe mich tierisch aufgeregt. Das Ganze lief irgendwie aus dem Ruder und ging so weit, dass wir Sachen geschrieben haben, wie: dass ihr ja mal auf den Heimweg ein Unfall passieren kann. Mit solchen und schlimmeren Aussagen füllte sich der Zettel. Es kam, wie es kommen musste, und unser Zettel wurde vom Lehrer eingesammelt.


Ein paar Tage später, wir hatten es schon vergessen, kam während des Unterrichts der Direktor in Begleitung eines Polizisten ins Klassenzimmer. Er begann einen Vortrag über Gewalt an Schulen und gegenüber Lehrern zu halten. Wir bekamen ein ganz schlechtes Gefühl. Dann begann er unseren Zettel vorzulesen. Zugegeben, wenn man das so hörte, klang es echt böse. Dann forderte er die Schreiber des Briefes auf, sich zu melden. Mein Herz schlug bis zum Hals. Zögernd hoben wir unsere Hand. Wir mussten darauf hin ins Zimmer des Direktors, wo wir die Ansage unseres Lebens bekommen haben. Zu unserer Überraschung bestand unsere Strafe nur darin, einen Entschuldigungsbrief an die betroffene Lehrerin zu schreiben. Unsere Eltern wurden nicht informiert.


Einige Zeit später gab es den Zwischenfall an dem Gymnasium in Erfurt. Auch an unserer Schule fanden dazu Gesprächsrunden statt. Erst da wurde mir wirklich der Inhalt des Zettels bewusst. Zu keiner Zeit habe ich ernsthaft daran gedacht einem anderen Menschen etwas anzutun, egal wie dessen Verhalten mir gegenüber war. Ich war damals unendlich dankbar, das dieser Vorfall in Erfurt erst einige Monate nach unserer Aktion statt gefunden hat, sonst wären unsere Konsequenzen mit Sicherheit schlimmer gewesen! Ich verstehe bis heute nicht, warum trotz unseres dummen Verhaltens, nie jemand auf die Idee kam zu fragen, wo die Ursachen der Differenzen lagen. Ich verstehe bis heute nicht, warum niemand den Unterrichtsstil eines Lehrers hinterfragt, und seinen Umgang mit den Schülern. Ich verstehe bis heute nicht, warum es immer verschwiegen wird, das nicht nur Mitschüler, sondern auch sehr viele Lehrer einen großen Teil zum Mobbing an Schulen bei tragen.
Es gibt durchaus viele gute Lehrer, auch solchen bin ich begegnet, und es ist sicher ein harter Job, aber es gibt auch viel zu viele schwarze Schafe, und das wird auch noch wissentlich toleriert. Ich beichte das ich so blöd war, mich während des Unterrichts beim Zettel schreiben erwischen zu lassen. An der Beziehung zwischen mir und der Lehrerin änderte sich daraufhin übrigens nichts.

Beichthaus.com Beichte #00030424 vom 02.11.2012 um 14:58:55 Uhr (17 Kommentare).

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Feiern in der fremden Wohnung

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Lügen Morallosigkeit Familie Nachbarn Berlin

Ich beichte, dass ich (w,damals 16/17) mich immer bereit erklärt habe, die Blumen in der Wohnung meines Onkels zu gießen, wenn dieser auf Montage war, um heimlich wilde Partys zu feiern. Jedes Mal, wenn die Nachbarn sich dann bei ihm beschwerten, was das an dem und dem Tag für ein Lärm gewesen sei, habe ich behauptet, an dem Tag gar nicht dort gewesen zu sein. Mittlerweile ist mein Onkel dort ausgezogen, weil er die augenscheinlich unbegründeten, dauernden Anschuldigungen der Nachbarn als Mobbing und Unverschämtheit verstand. Irgendwie tut es mir auch leid, aber andererseits gefällt ihm die neue Wohnung viel besser, sie ist preiswerter und die Nachbarn sind nicht solche Spießer. Allerdings habe ich die Partys seitdem unterlassen, um ihm das nicht kaputt zu machen und gieße jetzt wirklich nur noch seine Blumen.

Beichthaus.com Beichte #00030419 vom 01.11.2012 um 13:09:30 Uhr in Berlin (Spandauer Straße) (9 Kommentare).

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“Beichte

Meine Arbeit auf dem roten Elefanten

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Drogen Maßlosigkeit Sucht Arbeit Australien

Ich (m/20) habe mich nach dem Abitur dazu entschlossen, ein Jahr in Australien zu verbringen, also das "übliche" Work&Travel-Jahr. Da ich total geizig und faul bin, habe ich mich dazu entschlossen, die meiste Zeit über zu "wwoofen" (Willing Workers On Organic Farms), bedeutet, ich arbeite recht entspannt vier bis sechs Stunden am Tag und kriege alles, was man so zum überleben braucht, also Essen und Unterkunft, für lau. Nach meinen ersten Nächten in Australien, die ich in einem Hotel verbrachte, sollte es zu meinem ersten Wwoofhost gehen. Leider lernte ich am Abend zuvor die australische Gastfreundschaft kennen. Ein paar wirklich nette Menschen feierten eine Party und teilten Alkohol und Gras mit mir. Am nächsten Tag bin ich dann aus meinem Rausch aufgewacht und musste mich ziemlich hetzen, um rechtzeitig den Bus zu erwischen. In einer kleinen Stadt angekommen, wartete auch schon das ältere Ehepaar auf mich und holte mich ab. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt erreichten wir dann ihr Haus mitten im Dschungel. Dort verbrachte ich zwei Wochen. Die Umgebung war faszinierend, die Arbeit machte Spaß, das Essen war super und man konnte sich gut mit den Beiden unterhalten. Allein wurde es mir dort dann aber doch etwas zu langweilig und ich suchte mir einen neuen Wwoofhost. Dort gefiel es mir dann nicht so gut und ich suchte mir wieder ein neues Plätzchen. Dort wollte ich eigentlich nur eine oder maximal zwei Wochen bleiben, um dann meinen Trip von Cairns Richtung Süden, nach Brisbane, zu starten.

Pustekuchen! Als mich das nette Ehepaar mittleren Alters in einer kleinen Stadt abholte und zu sich nach Hause nahm, verwarf ich innerhalb der ersten Tage hier wieder meinen Plan mit dem kurzen Aufenthalt und dem anschließenden Roadtrip. Es war wundervoll, alles war super bequem, total sauber und sah toll aus. Die Beiden boten mir direkt Gras aus eigenem Anbau an und ich war den ersten Tag komplett high. Im Laufe der nächsten Tage zeigte man mir, was ich so zu arbeiten habe. Ich muss fünf Stunden am Tag arbeiten, jedoch ist meine Arbeit überhaupt nicht anstrengend und macht total Spaß. Denn ich fahre den ganzen Tag mit einem kleinen roten Jeep durch den Wald auf ihrem elendig riesigen Grundstück und mache eigentlich nichts Produktives. Nach der "Arbeit" habe ich dann immer direkt angefangen zu kiffen und wenn ich drohte, wieder runter zu kommen, habe ich direkt einen neuen Ofen nachgeschoben. Nach etwa zwei Wochen fing ich dann direkt nach dem Aufstehen an, zu kiffen. Meist habe ich abends vor dem Schlafen noch eine Tüte gedreht und direkt nach dem Aufwachen weggeraucht. Jetzt fahre ich jeden Tag total stoned mit dem kleinen roten Jeep durch den Dschungel und stelle mir dabei vor, der Jeep sei ein großer roter Elefant. Ich bin jetzt schon seit zwei Monaten hier und sehe gar nicht ein, überhaupt noch hier weg zu gehen. Es stört mich kein bisschen, dass ich total unproduktiv bin und nichts von Australien sehe. Ich habe eine schier unerschöpfliche Grasquelle und liebe es, den ganzen Tag high zu sein. Ich werde mir hier mein second year Visa abstempeln lassen und solange wie möglich hier bleiben. Meiner Familie und meinen Freunden erzähle ich übrigens immer, ich würde viel reisen, hart arbeiten und schicke ihnen Bilder, die ich mir im Internet suche. Bislang hat noch keiner was gemerkt.

Beichthaus.com Beichte #00030418 vom 01.11.2012 um 09:45:20 Uhr in Australien (Kuranda, Qld) (49 Kommentare).

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Aus Frust betrogen

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Fremdgehen Engherzigkeit Morallosigkeit Partnerschaft

Ich habe eine Freundin, die ich wirklich liebe, aber ich habe heute ein Gespräch über Sex mit ihr geführt, das nicht so lief, wie ich es erhofft hatte. Ich wusste, dass sie noch Jungfrau ist und damit es zu keinen Missverständnissen kommt, wollte ich in Ruhe mit ihr über das Thema reden. Sie brach das Gespräch allerdings ziemlich schnell ab, nachdem sie mir sagte, dass sie zuerst noch eine Spritzentherapie gegen Gebärmutterhalskrebs bekommt (was ich wirklich befürworte) und sie in der Zeit keinen Sex haben darf (auch in Ordnung für mich). Aber diese Therapie dauert, wenn sie sie angefangen hat, mindestens sechs Monate. Ich habe sie aus Frust, dass sie das Gespräch so schnell abgebrochen hat und dass das so lange dauert, am selben Abend noch betrogen. Ich bereue es nicht einmal wirklich, da ich es wirklich mal genossen habe, mich richtig mit einer Frau einzulassen. Ich überlege sogar stark, mit meiner Freundin Schluss zu machen. Schließlich ist das eigentlich ziemlich unfair ihr gegenüber.

Beichthaus.com Beichte #00030415 vom 31.10.2012 um 23:10:41 Uhr (30 Kommentare).

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Angst vor dem ersten Mal

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Verzweiflung Partnerschaft Intim

Ich (w/18) bin noch Jungfrau. Das liegt aber nicht an meinem Aussehen, denn ich habe wirklich viele Verehrer. Es liegt einfach daran, dass ich Angst vor Sex habe. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe eigentlich jeden Tag Lust, habe jedoch einfach Angst vor den Schmerzen. Dies liegt an den Erzählungen von meinen Freundinnen, die alle, ich zitiere, "unerträgliche Schmerzen während des Akts" hatten. Ich hatte fast ein Jahr lang einen Freund. Mit ihm ist aber die Beziehung wegen des fehlenden Geschlechtsverkehrs kaputtgegangen. Außerdem musste ich mir jedes Mal, wenn wir uns trafen, neue Ausreden einfallen lassen. Darauf hatte ich nach einer Weile keine Lust mehr, außerdem hat er dann natürlich auch gemerkt, dass etwas nicht stimmt, da mir logischerweise die Ausreden irgendwann mal ausgegangen sind. Jetzt ist es so, dass ich einen neuen Mann kennengelernt habe, mit dem ich mir eine ernste Beziehung vorstellen kann. Aber bei dem Gedanken daran, dass ich dann irgendwann mit ihm schlafen muss, verkrampft sich alles bei mir da unten. Mit dem Thema im Allgemeinen habe ich übrigens kein Problem. Ich kann darüber sprechen, alles andere vor dem eigentlichen Akt habe ich auch schon mit meinem Ex gemacht. Aber wenn er in mich eindringen wollte, hat sich alles bei mir wieder verkrampft. Ich hatte Angst und Schmerzen, deshalb haben wir es jedes Mal aufs Neue sein lassen. Ich glaube, ich sterbe irgendwann als einsame Jungfer oder als Katzenfrau mit 50 Tieren.

Beichthaus.com Beichte #00030413 vom 31.10.2012 um 10:44:11 Uhr (43 Kommentare).

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