Auf den nächsten Schuss fixiert

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Drogen Sucht Dummheit Musik

Ich (w/22) bin Sängerin einer mäßig erfolgreichen Band. Meistens sind wir in London, weil dort unser Plattenlabel ist. Vor ein paar Monaten hat unsere musikalische Zukunft noch sehr rosig ausgesehen, wir hatten ein paar kleine Gigs, ein neues Album soll noch dieses Jahr rauskommen und wir wurden auch ab und zu auf der Straße erkannt. Allerdings hatte ich dann die Gelegenheit, diesen einen britischen Skandalrocker kennenzulernen. Er ist wirklich talentiert und ein wahnsinnig liebes Kerlchen, und vor allem weit nicht so dumm, wie ihn die Medien darstellen. Wir waren ein paar Mal gemeinsam unterwegs und hatten jede Menge Spaß. Bis ich dann in den Genuss von Kokain gekommen bin. Ich verfluche mich selbst dafür, so blöd gewesen zu sein, ich hätte das Zeug niemals anrühren dürfen. Ich dachte, da ich schon das Rauchen aufgeben konnte, könnte ich mit Kokain auch aufhören, wann ich wollte. Pustekuchen! Keiner weiß es, aber ich bin gerade dabei, abzustürzen. Ich weiß, dass ich die nächste Stunde vom jetzigen Trip runterkommen werde. Dann bin ich leer, depressiv und ausgebrannt. Ich wünschte, ich wäre nicht so schwach und erbärmlich, ich will das nicht, diese Sucht beherrscht mich. Der Schlagzeuger, mein allerbester Kumpel, weiß davon, er sagt es mir zwar nicht, aber ich weiß, dass er mich verachtet. Vor den anderen konnte ich es bis jetzt geheim halten und habe gesagt, ich bräuchte eine Pause und bin dann zurück nach Hause, weil ich dachte, so komme ich weg von dem Zeug und diesem Typ.

Naja. Ein halbes Gramm habe ich noch, bei meiner zurzeit noch kleinen Dosis komme ich damit noch locker eine Woche rum. Hier will ich mir nichts besorgen, weil ich nicht weiß, wie sehr, und mit was, die das strecken. Und wenn es nicht mindestens 80 Prozent rein ist, will ich es nicht. Wenn ich Glück habe, haue ich mir das halbe Gramm dieses Wochenende zum Fortgehen rein und überlebe das. Dann habe ich zwei Wochen Zeit, davon loszukommen, bis es wieder nach London geht. Ich will unsere Karriere nicht zerstören, ich möchte weiterhin live auftreten, mit meinen besten Leuten im Studio sitzen und Spaß haben, so wie es noch im Herbst war. Sobald ich clean bin, werde ich den Rocker unterstützen, auch von dem Zeug loszukommen. Er will es ja auch nicht nehmen, aber seine Psyche ist einfach auf den nächsten Schuss fixiert. Bitte, lasst mich das überleben und nie wieder Kokain anrühren. Ich will wirklich clean werden und mich mehr auf die Musik konzentrieren. Ich hoffe, das Ganze hört sich nicht zu verwirrend und zusammenhangslos an. So ist das, wenn man runterkommt. Don't let me die.

Beichthaus.com Beichte #00031316 vom 31.05.2013 um 18:35:59 Uhr (35 Kommentare).

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Stromschlag beim Melken

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Boshaftigkeit München

Ich bin auf einem Bauernhof in der Schweiz aufgewachsen. Wir hatten jedes Jahr Sommergäste, auch im betreffenden Sommer, es muss so um das Jahr 1996 gewesen sein. Darunter war auch eine Familie aus Deutschland, ich glaube aus Dortmund. Die hatten eine gut aussehende Tochter, die aber nichts von mir wissen wollte. Ich war damals 14 oder 15 Jahre alt und sie schon 17. Das hat mich total frustriert und so habe ich an unserer elektrischen Melkmaschine herummanipuliert. Das Mädchen wollte nämlich schon immer mal selbst Kühe melken lernen und ich habe ihr erzählt, dass es am besten geht, wenn sie erst mal den Rhythmus der Melkmaschine spürt. Ich habe also an unseren acht Kühen die Melkmaschine an die Euter angeschlossen und das Mädel vor die erste Kuh gesetzt. Sie hat dann die Kuh unten angefasst und ich habe etwa zeitgleich die Melkmaschine angemacht. Da gab es einen Schlag und es hat alle Kühe fast gleichzeitig mit einem Stromschlag von den Hufen geholt. Das Mädel hat auch eine gewischt bekommen und wurde vom Melkschemel gepfeffert. Mann, habe ich mich erschreckt. Das war vielleicht ein Aufruhr. Vom Haupthaus liefen mein Vater und meine Mutter herüber. Der Vater des Mädchens war extrem ungehalten darüber, was seiner Jacqueline passiert ist. Ich habe behauptet, dass ich nicht wisse, was passiert ist. Ich habe meinen Eltern später alles gebeichtet und mein Vater hat, als sich die Aufregung gelegt hatte, sogar noch Witze darüber gemacht. Ich fand es aber doch nicht so lustig. Deshalb heute eine Entschuldigung an das Mädel von damals. Bei den Kühen habe ich mich bereits am damaligen Abend entschuldigt.

Beichthaus.com Beichte #00031206 vom 14.05.2013 um 22:15:41 Uhr in 80333 München (Alpweg 17) (17 Kommentare).

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“Beichte

Meine Zauberbrille

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Lügen Faulheit Studentenleben

In den ersten zwei Semestern meines Studiums war ich (w/23) stinkfaul, leicht ablenkbar und konnte mich null auf das Lernen konzentrieren. Aus Spaß setzte ich einmal beim Herumalbern die Brille einer Freundin auf und fand, dass ich damit wirklich wie eine ernst zu nehmende Studentin aussah. Ich habe eine wirklich minimale Sehschwäche und mir wurde bei deren Feststellung vom Augenarzt vor ein paar Jahren, mehr oder weniger empfohlen, nur dann eine Brille zu tragen, wenn ich Probleme hätte. Ich weiß wirklich nicht, wie ich darauf kam, aber ich habe mir ein paar Tage später tatsächlich meine Werte bescheinigen lassen und mir eine sehr schlichte, schmale Brille besorgt. Ich trage diese Brille ausschließlich in Vorlesungen und bei Übungen, ansonsten nie, auch nicht beim (privaten) Lesen, egal wie klein die Buchstaben sind. Sehtechnisch hat sie eine so geringe Stärke, dass sie kaum etwas bringt, aber sobald ich mir das Gestell auf die Nase setze, schalte ich in den Seriositätsmodus um, lasse mich nicht ablenken und konzentriere mich auf meine Arbeit.

Das mache ich jetzt seit zwei Semestern so und habe nun, mit überraschend guten Ergebnissen, erfolgreich mein Grundstudium absolviert. Trotzdem tut es mir leid, dass ich das Teil praktisch aus Spaß trage, einfach weil außer mir alle in meiner Familie Brillenträger sind und es sie oft tierisch nervt, ohne Gläser nichts zu sehen. Außerdem habe ich schon ein paar Mal gelogen, als Kommilitonen mich darauf ansprachen, wieso ich beispielsweise in der Mensa, in einer Kneipe oder sonst wo ganz ohne Brille zurechtkomme. Ich sage dann immer, dass nur das lange Lesen meine Augen so anstrengt. Ich komme mir schäbig vor, aber ohne meine Brille fehlt beim Lernen irgendwas. Auch wenn sie mir nicht steht - ich besitze eine Zauberbrille.

Beichthaus.com Beichte #00031186 vom 13.05.2013 um 18:08:04 Uhr (14 Kommentare).

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Emanzipation der Frau in Deutschland

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Hass Hochmut Familie

Emanzipation der Frau in Deutschland
Ich (w/21) hasse Feministinnen. Sie reden Frauen ein, dass sie Karriere machen müssen, weil sie sonst ein Hausfrauchen sind. Aber wisst ihr was: Meine Familie ist jetzt endgültig im Arsch und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als irgendwann mit meinem Freund eine richtig schöne, heile Familie zu haben. In zehn Jahren oder so. Und dabei ist es mir ehrlich egal, ob ich Karriere gemacht habe oder nicht. Ich werde die Karriere dann wahrscheinlich, falls ich bis dahin überhaupt welche gemacht habe, in den Sand setzen, um die Kinder vernünftig zu erziehen. Ich sehe es doch bei meinen Schwestern. Zwei haben Karriere gemacht. Eine davon ist unglücklich und hat keine Kinder, obwohl sie über 35 ist, die andere hat zwei Kinder und ihre dreijährige Tochter wollte gerade ihren zwei Monate alten Bruder erschlagen, damit Mama und Papa mehr Zeit für sie haben. Die ist jetzt schon am Arsch. Und ich hätte gerne geistig gesunde Kinder! Die Einzige, die keine Karriere hat, zurzeit also zu Hause bei den Kindern bleibt, ist glücklich. Ihre Kinder sind gut erzogen und glücklich, sie ist glücklich, ihr Mann ebenso. Alle sind zufrieden. Und genau das will ich auch.

Ich studiere, aber ich will keine Karriere, sondern eine glückliche Familie. Und natürlich will ich jetzt z.B. arbeiten, aber nicht, weil ich alles genauso wie ein Mann machen will, sondern weil ich das Geld dafür haben will. Es geht mir nämlich sonst wo vorbei, was sich irgendwelche frustrierten Mannsweiber auf die Fahnen schreiben! Und nein, ich bin auch nicht der Meinung, dass ich alles genauso gut wie ein Mann kann. Ich will einfach nur ein heiles Zuhause mit meinem Freund bzw. dann wohl Ehemann, Kindern und was nicht sonst noch. Und wenn ich dafür kochen muss, dann mache ich das. Dann werde ich irgendwann eben Hausfrau mit einem Teilzeit-Job, dann bin ich eben unemanzipiert, dafür bin ich dann aber glücklich. Die Feministinnen wollen Frauen doch nicht befreien, sondern unter ihre eigene Diktatur stellen und damit reicht es mir bald. Ich bin eine Frau, ich will Kinder, ich will Sicherheit, ich will einen Mann, der mich liebt und mir treu ist, dem ich eine gute Frau bin, ihm treu bin sowieso, der noch dazu gut zu mir ist und sich nicht wie ein Arschloch aufführt, mich zu schätzen weiß, nicht beleidigt und grundlos anschreit und ich will ein geregeltes Leben.

Und wo ich schon beim Beichten bin: Ich wünschte, und nein, nicht nur so als Phrase, dass mein Vater tot umfallen würde. Er ist das erbärmlichste kleine Arschloch, dass ich je gesehen habe, ein Witz von einem Mann, ein Penner und alle Probleme würden sich lösen, wenn er endlich tot wäre. Auf seinem Grab werde ich wahrscheinlich eine Party steigen lassen. Ich hasse ihn dermaßen, dass es mich von innen auffrisst und wenn ich wüsste, dass ich mein Leben nicht damit vermasseln würde, dann würde ich ihn eiskalt umlegen. Ihm Rattengift oder sonst etwas ins Essen mischen und gut ist.

Beichthaus.com Beichte #00031176 vom 11.05.2013 um 01:25:59 Uhr (64 Kommentare).

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Die junge Stalkerin

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Begehrlichkeit Dummheit Peinlichkeit Schamlosigkeit Liebe

Ich (w/24) möchte beichten, dass ich vor vielen Jahren, ich war damals dreizehn, wohl das war, was man heute eine Stalkerin nennt. Ich war nacheinander in zwei Jungs von meiner Schule verliebt. Bei einem der beiden hatte ich dann sogar Nachhilfe und konnte mich nie auf das Fach konzentrieren, weil ich so dümmlich verknallt in ihn war. Gebracht hat mir die Nachhilfe gar nichts, aber ich war jedes Mal furchtbar aufgeregt und erregt und konnte es kaum erwarten. Ich habe sogar andere Leute aus meiner Klasse dazu gebracht, für mich ein Foto von ihm zu machen, was er mitbekommen hat, aber es war mir egal. Dem anderen habe ich auch mehr oder weniger nachgestellt, und obwohl er mich ausgelacht hat, wenn er mich gesehen hat, weil ich so furchtbar geschminkt war, habe ich allen Ernstes Mal bei ihm daheim angerufen, nachdem ich die Nummer seiner Familie im Telefonbuch herausgesucht hatte. Leider ging nur seine Schwester ans Telefon und er ließ sich verleugnen. Ich habe ihm sogar am Valentinstag kitschige Gedichte/Liebesbriefe zukommen lassen. Ich war eine echte Lachnummer. Wie es der Zufall will, habe ich ihn vor ein paar Tagen in der U-Bahn gesehen, obwohl unser Heimatort gut 100 Kilometer entfernt ist. Vermutlich wohnt er jetzt auch hier. Ich war mit meinem Freund unterwegs und habe meinen Ex-Schwarm natürlich direkt erkannt und er saß dann auch noch mit Blick zu mir. Ich hoffe aber, dass er mich nicht erkannt hat, zumindest hat er sich nichts anmerken lassen. Ich werde mich wohl mein Leben lang schämen müssen und er wird bestimmt auch nie vergessen, dass er mal eine liebeskranke Verehrerin hatte. Mein Passwort enthält zehn Jahre später immer noch einen Teil seines Namens.

Beichthaus.com Beichte #00031164 vom 10.05.2013 um 11:54:42 Uhr (10 Kommentare).

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