Der Frosch im Tümpel

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Waghalsigkeit Dummheit Lügen

Vor einigen Jahren, als ich so um die 12 Jahre alt war, war ich samt ganzer Familie auf einem Bauernhof in Polen im Urlaub. Der Hof war riesig und in der Nähe war ein großer Wald, ein See, drei Nachbarhöfe und sonst nur große Wiesen und Felder - und ein kleiner Tümpel. So waren wir an irgendeinem Sonntag alle am Grillen und ich bin, solange das Essen in der Mache war, eben das Feld rauf, zum Tümpel. Damals haben mich Kröten und Frösche unheimlich fasziniert und sogleich entdeckte ich dort einen schönen großen Frosch, den ich einfangen wollte. Also lief ich dem Tier wie ein Blöder hinterher und merkte dabei nicht, dass der Frosch auf so einem matschigen Sand entlang lief. Das Zeug war fast wie Treibsand. Ich war aber so fixiert auf das Ding, dass es mir egal war, bis ich tiefer und tiefer einsank. Der Frosch konnte fröhlich drauf rumspringen (na klar, der wog ja auch nur 100g oder so etwas) und ich dachte mir die ganze Zeit, wenn der Frosch darin nicht ersäuft, passiert mir das auch nicht, außerdem hatte ich ja Gummistiefel an. Tja, drei Minuten später war ich bis zum Bauchnabel in Matsch und kam nicht mehr raus. Konnte mich kaum mehr bewegen und habe voll die Panik bekommen, geschrien und geheult, aber keiner hörte mich. Ich dachte, ich verrecke da jetzt, denn ich sank immer weiter rein, während der Frosch hämisch neben mir herumhüpfte. Ich weiß nun nicht mehr, wie ich da rausgekommen bin, nur dass es ums nackte Überleben ging. Dummerweise musste ich meines Lebens willen meine beiden Gummistiefel und eine Socke im Treibmatsch zurücklassen und war auch so komplett eingesaut, hatte einen roten Kopf und panische Angst.

Auf dem Weg nach Hause überlegte ich mir wie ich das meiner ganzen Familie, und den Nachbarn, die nun auch zum Essen gekommen waren, erzählen sollte. Also erzählte ich, dass zwei Nachbarsjungen, beides Polen, mich in den Tümpel geworfen und mir meine Gummistiefel geklaut haben. Passte ganz gut, Polen und klauen, komischerweise haben mir das alle sofort geglaubt und es gab kein Verhör und auch keinen Ärger - für mich jedenfalls nicht. Sorry fürs Anschwärzen Jungs, aber konnte doch nicht erzählen, dass ich wegen eines Frosches fast krepiert bin. Den Frosch konnte ich übrigens nicht mehr einfangen und bin seitdem auch nie wieder oben beim Tümpel gewesen. Die Gummistiefel hängen wahrscheinlich immer noch einen Meter unter der Erde fest.

Beichthaus.com Beichte #00026853 vom 14.08.2009 um 02:23:52 Uhr (24 Kommentare).

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Sexy Akzente

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Manie Fetisch Prostitution Erding

Ich liebe den Akzent von Tschechinnen. Osteuropäische Akzente an sich sind abtörnend, aber das singende Gurren eines tschechischen Mädchens ist wie ein Aphrodisiakum für mich. Ich hatte einmal eine russische Freundin, doch obwohl ich sie mochte, fand ich ihren Akzent widerlich. Auch Polen, Ungarn, Rumänen und all das finde ich uninteressant. Die haben so harte Stimmen und eine abgehackte Sprache, aber Tschechinnen haben weiche, angenehme Stimmen, und das macht mich tierisch an. Außerdem sind sie bildhübsch und strahlen eine Unschuld aus. Selbst für Prostituierte gilt das. Es widerspricht zwar meinen Prinzipien, für Sex zu zahlen, doch rede ich wahnsinnig gerne mit ihnen.

Beichthaus.com Beichte #00026571 vom 26.06.2009 um 08:44:50 Uhr in Erding (24 Kommentare).

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“Beichte

Es gibt noch Gerechtigkeit!

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Gewalt Ungerechtigkeit Vorurteile

Es ist jetzt knapp drei Wochen her, da haben meine Freundin und ich das Glück gehabt, bei einer Straftat zuzusehen. Wir haben beobachtet, wie fünf Leute einen bereits am Boden liegenden Menschen zusammenschlugen. Vier haben immer drauf, einer hat im laufenden Auto gewartet, dass sie "fertig werden". Flux das Nummernschild gemerkt und die Polizei gerufen. Diese kam auch recht schnell und hat mit Krankenwagen ihren Dienst erbracht. Am nächsten Tag noch eine Zeugenaussage bei der Polizei, wo uns gleich mitgeteilt wurde, dass die fünf Leute bereits in Haft sind. Und jeder von denen genug vorbestraft ist, dass sie mindestens jeder drei bis vier Jahre bekommen.

Nun zu meiner Beichte: Es mag sich sehr klischeehaft anhören, aber diese fünf Leute waren allesamt türkischer Abstammung und im Alter von 17-19 Jahren. Meine Beichte ist die, dass ich mich wie ein kleiner Sonnengott darüber freue, dass es Türken sind und nicht Russen, Polen, Deutsche etc. Dank dem gemerkten Nummernschild konnten die überhaupt ausfindig gemacht werden. Ich freue mich wie ein Schoßhund auf die Gerichtsverhandlung, an der wir beide teilnehmen dürfen und noch mehr freue ich mich darauf, wenn diese fünf Gestalten vor dem Richter dicke, runde Tränen heulen werden, wie man es von ihnen nicht anders kennt. Ich hoffe, ich habe jedem, dem einmal in irgendeiner Weise Unrecht getan wurde, den Tag ein wenig versüßt und das Gefühl vermittelt, dass es tatsächlich noch Gerechtigkeit gibt. Mit einem extrabreiten Grinsen werde ich jedes Wort genießen, wenn der Richter das Urteil verkündet.

Beichthaus.com Beichte #00024723 vom 12.09.2008 um 04:17:42 Uhr (83 Kommentare).

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Ich hoffe sie sterben bald!

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Engherzigkeit Falschheit Familie Tod

Es gibt fünf Menschen in meiner Familie, von denen ich hoffe, dass sie demnächst den Löffel abgeben, nur damit ich nicht mehr so tun muss, als ob ich Mitleid mit ihnen hätte. Mein Onkel(50) hat MS und ist ein Krüppel. Meine Oma (86) hat Krebs und die andere Oma (87) hatte einen Schlaganfall und Demenz. Meine Großtante, die ich schon immer gehasst habe, weil sie alt ist und immer noch denkt wir haben 1933, hat ein schwaches Herz und mein Großonkel, der eigentlich ganz nett ist, aber seit 1945 fast nichts mehr sieht und ständig starke Schmerzen hat. All diese Menschen bedeuten mir emotional fast nichts bis nichts. Es ist ein Ärgernis für mich eben jene Emotionen zuheucheln. Es wäre mir lieber bei denen Beerdigungen ganz viel zu heucheln und dann damit fertig zu sein. Ich weiß, dass alles sehr egoistisch, aber was soll och machen. Ich kann meine Gefühl nicht umpolen.

Beichthaus.com Beichte #00024023 vom 13.06.2008 um 06:31:35 Uhr (13 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Deutsch-polnische Freundschaft

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Trunksucht Maßlosigkeit Ekel Unreinlichkeit Bahn & Co.

Ich habe in Polen in der Straßenbahn einer Oma in die Handtasche gekotzt, weil ich so derbe dicht war und mich innerhalb des Bruchteils einer Sekunde zwischen der Tasche der Oma und meiner eigenen Handtasche entscheiden musste. Tut mir echt leid, dabei war ich als Austauschschülerin drüben, um die deutsch-polnische Freundschaft zu vertiefen. War wohl nichts.

Beichthaus.com Beichte #00023822 vom 18.05.2008 um 06:21:56 Uhr (7 Kommentare).

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