Heaven 54
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Ich wollte mein Studentenleben wie in den amerikanischen High-School-Filmen zur Dauer-Fete machen und hatte das feste Ziel mir das Gehirn wegzurauchen oder wahlweise wegzusaufen (egal, was schneller ging). Am Anfang feierten die Mädels auch immer volle Kanne mit, und klar kam man sich da auch näher. Von Orgien mit meinen Mitbewohnerinnen würde ich nicht unbedingt sprechen, aber hier und da ging schon mal was. Aber länger als zwei Semester hielt es eh keine der Kommilitoninnen mit ernsthaften Studier-Absichten in meinem Party-Heaven aus, obwohl ich immer für genügend Alkohol und Gras zur freien Verfügung sorgte. Teilweise lagen wir zu viert tagelang alle in meinem Wohnzimmer, dicht bis oben hin, philosophierend, der Pizza-Mann brachte Süßigkeiten und die Mahlzeiten. Und immer, wenn einer drohte nüchtern zu werden, ließen wir schnell den Bong kreisen. Unsre Partys hatten keinen Anfang und kein Ende. Die Zimmer-Mieten für die Mädels waren günstiger als anderswo und es gab kostenlos eine Putzfrau die wöchentlich kam. Manchmal brauchte die arme Frau über 1 Stunde nur um das Leergut wegzubringen. Durch die hohe Fluktuation hatte ich immer wechselnde Belegschaft, was es super interessant machte. Wer sich hier wiedererkennt, dem sei gesagt, ja, meine Wohnung in Eimsbüttel hatte den Spitznamen "Heaven 54" (wg. der Hausnummer).
Ich lernte auf meinen unzähligen Partys die tollsten Leute kennen, mit denen ich noch heute ein gut funktionierendes Netzwerk unterhalte. Irgendwie bin ich dann doch durchs Studium gekommen und startete aufgrund der guten Kontakte aus meinem Netzwerk auch gleich richtig durch. Ich beichte, dass ich die schönste Zeit in meinem Leben auf Kosten meiner Eltern um 7 unnötige Semester verlängert habe, die ich absichtlich länger brauchte. Ich wollte einfach nicht, dass diese Non-Stop Party aufhört. Und ich beichte, dass ich dem einen oder anderen Mädel bestimmt das Studium versaut habe, weil sie durch mich auf den Geschmack von Party-All-The-Time gekommen sind und mehr Bücher über das Züchten von Hanf-Pflanzen gelesen haben, als Lehrbücher ihrer Fachrichtungen.