Meine Freundin mutiert zur Esoterik-Tante!

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Ignoranz Zorn Selbstsucht Partnerschaft Simmersdorf

Ich lebe seit vier Jahren mit meiner Freundin zusammen. Ein Paar sind wir seit fünf Jahren und ich habe sie als Vegetarierin kennengelernt, was ja auch völlig in Ordnung ist. Aber in den letzten paar Jahren entwickelt sie sich zu der Esoterik-Tante schlechthin. Das Bücherregal wird geschmückt von irgendwelchen bescheuerten Büchern über Sternenbilder, Feng Shui, Weiße Magie, "Wer bin ich" und solchen Stuss. Ihre Ernährung ging in Perversion über. Sie isst nur noch Rohkost, welche natürlich komplett im Bioladen gekauft werden muss. Sie hat ihren gut bezahlten Job aufgegeben, um eine neue Ausbildung zu starten, aber finanziell einschränken geht natürlich nicht - immer noch alles schön vom Bioladen. Sie hat auch keinen Führerschein - also muss ich mit meinem Auto alle Einkäufe erledigen. In den letzten Wochen verbringen wir kaum mehr Zeit miteinander und jetzt kommt mein persönlicher Oberhammer: Sie hat sich - ohne es vorher mit mir abzuklären - ihre Haare kurz geschnitten.


Meine Beichte? Ich bin offen und ehrlich kein Anhänger von diesem "Ich habe Schnupfen, weil der Mond gerade so und so steht" und halte es für ausgemachten Blödsinn. Diese Perversion der Ernährung mit den damit verbundenen Ausgaben geht mir auch gehörig auf den Zeiger. Seit den kurzen Haaren finde ich sie außerdem unattraktiv. Ich denke sogar schon darüber nach, mich von ihr zu trennen - wegen dieses ganzen Mists. Da ich gerade ziemlich aufgebraust bin, hoffe ich, ihr vergebt mir den eventuellen Satzbau eines Drittklässlers.

Beichthaus.com Beichte #00036621 vom 13.09.2015 um 09:25:39 Uhr in Simmersdorf (31 Kommentare).

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Mit 40 habe ich im Leben verloren!

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Verzweiflung Selbstverletzung Begehrlichkeit

Ich (m/24) möchte beichten, dass ich mit spätestens 40 mein Leben beenden werde. Mein ganzes Leben wurde ich von Freunden betrogen und gemobbt, so oft und so sehr, dass ich mittlerweile nahezu komplett verschlossen bin und bei Unterhaltungen, z.B. mit Kollegen, eigentlich nichts über mich preisgebe und auch sonst sehr, sehr wortkarg bin. Dementsprechend bin ich von vornherein uninteressant und man sagt nur noch "Hallo" und "Tschüss". Somit bin ich also schon mein ganzes Leben alleine gewesen. Ich habe nie gelernt, wie man sich sozial verhält, wie man Unterhaltungen führt oder wie man Frauen anspricht. Alle Versuche, bei einem Mädchen zu landen, verliefen katastrophal und ich machte mich nicht selten zum Affen und Gespött der Schule oder gar Stadt. Ich kann mittlerweile nicht einmal mehr natürlich lächeln und höre immer öfter den Vorwurf, dass ich mal eben mehr lächeln und lachen soll.


Und nein, ich bin kein fetter, verpickelter Typ mit ungewaschenen Haaren und dicke Hornbrille. Ich würde mich sogar, wirklich ernsthaft, als recht attraktiv bezeichnen. Ich möchte auch Freunde, mit denen ich am Wochenende abhängen kann. Ich möchte auch die Wärme einer Frau spüren, das muss doch auch nicht jede Woche ein anderes 18-jähriges blondes Traummädchen sein. Ich möchte mich selbst auch gut und selbstbewusst präsentieren können, um beispielsweise bei Gehaltserhöhungen mit dabei zu sein. Das Leben ist für mich so unglaublich anstrengend, und ich frage mich jeden Tag, warum ich mir den ganzen Mist eigentlich noch gebe. Psychologen ziehen nur das Geld aus meiner Tasche - mit der Versprechung, dass alles von selbst besser wird und ich einfach "ich selbst bleiben sollte". Ich sehe leider keinen Grund, warum sich meine Situation in Zukunft ändern sollte. Denn die Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe, haben mich geprägt und mittlerweile bin ich einfach eine stumme Schildkröte geworden, die niemanden an sich ranlässt und auch an niemanden rankommen kann - weil ich eben nicht weiß, wie. Warum erst mit 40? Naja, ich habe einen ziemlich großen Stolz und Sturheit und gebe mich nie so leicht geschlagen. Nur denke ich, dass ich mit 40 alle Register gezogen und mein Bestmögliches getan haben werde, sodass ich mit ruhigem Gewissen akzeptieren kann, dass ich im Leben verloren habe.

Beichthaus.com Beichte #00036595 vom 09.09.2015 um 18:25:25 Uhr (36 Kommentare).

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“Beichte

100 Tage ohne Sex und Selbstbefriedigung

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Masturbation Begehrlichkeit Maßlosigkeit Schamlosigkeit

Mein Geist war willig, doch der Geist war schwach. Ich habe es mir selbst zur Aufgabe gemacht, 100 Tage ohne Sex und Selbstbefriedigung auszukommen. Nach meinen Sexeskapaden der letzten Monate habe ich diese Qual mal auf mich genommen. Heute Morgen, an Tag 93, bin ich kläglich gescheitert. Beim langweiligen Brötchen holen am Sonntagmorgen stand eine MILF um die Mitte 30 mit ihrem ungefähr 3-jährigen Sohn vor mir, diese Frau hat sich halt typisch leger gekleidet, wie es sich für einen Sonntagmorgen gehört, so eine hellgraue Stoffjogginghose, oben eng anliegend und körperbetont, nach unten schlabberig. Und eine schöne eng anliegende Softshelljacke. Heilige Mutter Maria, ich habe in meinem Leben viele, sehr viele Frauen gehabt, ob gekauft oder so abgeschleppt, habe einige Ärsche weggeknallt, aber der Arsch in seiner ganzen Pracht ließ mich sprachlos vor ihr stehen. Kurz und schmerzlos: Wäre sie alleine gewesen, wäre sie fällig gewesen.


Das Ende vom Lied? Ich habe im Auto mir dermaßen einen von der Latte gewedelt, dass die erste Ladung geballte Männerpower an das Kinn geschossen ist, die zweite an die Decke und noch was an die Handbremse. Natürlich bin ich einen Feldweg reingefahren, weil mich diese sehr attraktive Frau nicht mehr losgelassen hat. Sie hatte eine schmale Taille, lange braune Haare und eine Brille an. Wirkte sehr intelligent und reif. Wenn ich sie noch mal sehen sollte, wird sie eine weitere Kerbe in meiner Sammlung und ich knalle sie richtig! 93 Tage für einen Arsch und die Karre vollgewichst, weil ich nicht warten konnte.

Beichthaus.com Beichte #00036571 vom 06.09.2015 um 10:12:02 Uhr (22 Kommentare).

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Ich kann nur schwarzhaarige Männer lieben!

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Begehrlichkeit Fetisch Peinlichkeit

Ich (w) möchte beichten, dass ich mich bisher nur in schwarzhaarige Typen verliebt habe. Man könnte das jetzt für Zufall halten, weil es noch nicht allzu viele waren, allerdings hat mein Bruder da so einen brünetten Kumpel und ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, […]
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Beichthaus.com Beichte #00036569 vom 05.09.2015 um 23:30:33 Uhr (13 Kommentare).

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“Folge

Monster mit Monsterguss und Monsterfüllung

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Vorurteile Engherzigkeit Schwangerschaft Kinder Hilzingen

Ich (w/28) beichte, dass ich nicht in der Lage bin, Kinder zu mögen. Ich möchte sie nicht verabscheuen, aber ich kann nicht anders, das Gefühl ist stärker als ich. Als ich noch zu jung war, um Kinder zu bekommen, dachte ich immer, dass ich früher oder später Lust drauf kriegen würde und habe mir sogar vorgestellt, so ungefähr im Alter von dreißig Jahren zwei zu bekommen. Das schien mir ideal, nicht zu jung, ausreichend Zeit vorher noch etwas zu erleben, aber auch nicht so alt, um später auszusehen, als ob die Oma das Kind von der Schule holt. Jetzt bin ich im passenden Alter und obendrein noch glücklich verheiratet, aber wider Erwarten hat sich der Wunsch nach einem Baby nie auch nur für eine Sekunde eingestellt. Je mehr Bekannte rund um mich schwanger werden desto mehr stößt mich der Gedanke ab. Es sind nicht unbedingt die vollen Windeln und das Geschrei, die mich anekeln, und auch nicht die Angst vor Dehnungsstreifen, sondern eher der Gedanke, dass unsere Welt kein schöner friedlicher Ort ist, und dass ich ohne schlechtes Gewissen kein Kind zwingen möchte, darin zu leben.


Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht unglücklich, hier zu sein, aber mir ist ständig bewusst, dass ich wahnsinniges Glück hatte und im Gegensatz zu den meisten Menschen auf unserem Planeten auf der Butterseite des Lebens geboren wurde. Und sogar auf der Butterseite ist es nicht immer einfach und manchmal jeder Tag ein Kampf. Und diese Gedanken haben irgendwann dazu geführt, dass ich Neugeborene nur mit Abscheu betrachten kann. Ich bin zwar intellektuell fähig, zu kapieren, dass das falsch ist, aber dieses Gefühl des Abscheus kommt einfach über mich, ohne dass ich etwas dagegen tun kann. Ich halte mich möglichst fern von Babys, und alle meine Freundinnen und Bekannten wissen, dass sie mich nicht zu fragen brauchen, ob ich ihr Baby mal halten möchte. Ich kann diese kleinen rosa Würmchen einfach nicht süß finden. Außerdem sind Menschen in meinen Augen meistens, wie Dr. Perry Cox schon sagte, Monster mit Monsterguss und Monsterfüllung, was mich direkt zu dem Schluss führt, dass Babys, so lieb und unschuldig sie auch sein mögen, nichts anderes sind als Mini-Monster. Ich habe mich natürlich im Griff und trage diese Gedanken nicht auf der Zunge, und ich würde auch niemals unfreundlich zu einem Kind sein, wenn ich doch mal mit einem zu tun habe.


Das ist auch dringend nötig, denn paradoxerweise komme ich bei Kindern sehr gut an, zumindest bei denen ab einem Alter, wo man schon in ganzen Sätzen mit ihnen kommunizieren kann. Ich kann mir auch denken, woran das liegt: Ich benutze zwar eine altersgerechte Ausdrucksweise, aber keine verblödete Babysprache. Ich tatsche sie nicht ungefragt an, zwinge sie nicht zu Begrüßungsküssen, wuschel ihnen nicht durch die Haare und behandele sie nicht wie kleine Idioten. Außerdem bin ich unter anderem deshalb eine beliebte Spielgefährtin, weil ich recht geschickt bin, was Basteln und Handarbeiten angeht. Auch so manches beschädigte Lieblingsspielzeug habe ich schon erfolgreich repariert, was schon oft Freudenschreie der kleinen Besitzer ausgelöst hat. Ich würde auch lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich das nicht freut. Aber um ein eigenes Kind zu wollen, ist die Freude eben doch nicht groß genug. Offenbar gibt es Menschen, die Kinder kriegen sollten und welche, die die Finger davon lassen sollten, und ich gehöre zu letzteren. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036473 vom 27.08.2015 um 07:23:46 Uhr in Hilzingen (18 Kommentare).

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