Grillabend mit Türken

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Vorurteile Gewalt Verrat

Die Ferien hatten noch nicht angefangen, aber es war Freitag und gutes Wetter, ergo perfekt zum treffen mit Kollegen. Da wir das fast jede Woche Freitag machen, war das nichts ungewöhnliches.
Das Bier war nach Schulschluss schnell gekauft, und so waren wir um 16:00 Uhr beim Grillplatz. Es waren noch nicht alle von uns da, von normalerweise 12 Leuten erst fünf. Davon waren ein Kollege und ich zu Fuß, die anderen drei mit Fahrrädern da.

Es war eben gutes Wetter, folglich kamen auch andere auf die Idee, sich dort zu treffen: Circa. 15 ausländische - wahrscheinlich türkische - Jugendliche kamen ebenfalls.
Da wir am gemütlichen Ort bereits Stellung bezogen haben, dachten sie sich wohl, sie könnten uns problemlos von dort verjagen, also kamen sie zu uns fünf Leuten und machten direkt Stress. Da wir darauf ja keine Lust hatten, haben wir uns lieber verzogen - friedlich. Bis auf eine Ausnahme und hier fängt der interessante Teil an:

Einer unserer Kollegen - nochmal erwähnt sei, ein anderer und ich waren zu Fuß - rief, als wir gingen, lautstark "Ihr dreckigen Kanacken" und fuhr los, um die anderen beide einzuholen. Die männlichen Jugendlichen sprinteten los, um ihn einzuholen.
Tja, sie rannten an meinen Kollegen und mir vorbei (dieser Kollege ist übrigens dunkelhäutig), ihn hinterher.
Sie haben den wegfahrenden Kollegen nicht eingeholt, denn sie standen dann zu acht am Weg. Weit und breit kein Mensch, nur wir beide, die direkt auf sie zugingen. In dem Moment wurde mir klar, was passieren würde.

Um mich kurz zu fassen, nach ein paar "freundlichen" Fragen, wer der Kerl sei - wor wir freilich ruhig blieben - saß es eine. Wen hat es getroffen? Mich, natürlich. Das passierte noch einige male, bis mein dunkelhäutiger Kumpel den Vornamen sagte. Das reichte ihnen aber nicht, so saß es noch ein paar. Den körperlichen Schmerz konnte ich problemlos aushalten, aber ich hatte Angst, dass sie noch weiter gingen, also nannte ich ihnen den ungefähren Wohnort. Sie ließen uns daraufhin gehen - nachdem ich trotz weiteren Schlägen ruhig blieb (mein Kollege auch - er hat es wohl an meinen Blick erkannt...).

Wir sind natürlich schnellstens abgehauen. Als wir dann die anderen trafen, mittlerweile waren die anderen zehn Leute auch da, musste raus, was passiert war. Wir haben alles detailgetreu erzählt, mit einer Ausnahme: Wir haben verschwiegen, dass wir seinen ungefähren Wohnort nannten (Stadtviertel). An diesem Abend wurde ich königlich behandelt, weil ich die Schnauze gehalten habe.

Tja, wie es das Leben so will, haben sie ihn vorgestern wohl getroffen. Glücklicherweise waren sie dort wohl nur zu dritt, mein Kollege (der sie beleidigt hat) war aber auch mit zwei anderen unterwegs. Allerdings drohten sie ihn an, ihn zu finden.

Nun weiß ich nicht, was ich machen soll. Ich mache mir Vorwürfe, weil ich doch mehr verraten habe, als gut war. Aber bin ich wirklich Schuld? Ich habe doch die Schläge kassiert, weil er Scheiße gebaut hat. Ich bereue allerdings, mich damals nicht gewehrt zu haben, egal wie es ausgegangen wäre. Ich bereue es, nicht standhaft geblieben zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00026839 vom 10.08.2009 um 16:26:46 Uhr (44 Kommentare).

Gebeichtet von Tolaner
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Die weiße Ledercouch

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Feigheit Eitelkeit Leonberg

Ich habe heute eine neue Couch gekriegt, genauer gesagt wurde sie heute morgen geliefert, saß aber bisher noch nicht darauf, weil ich sie nicht schmutzig machen will (weiße Ledercouch).

Beichthaus.com Beichte #00026824 vom 07.08.2009 um 21:02:36 Uhr in Leonberg (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Der Fetischist

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Drogen Wollust Fetisch Intim

Ich bin ein völlig normaler Mensch - ich sehe normal bis gut aus, bin normal bis gut gebaut, habe eine schöne Beziehung mit einer tollen Frau, ich habe einen tollen und gut bezahlten Job (der mir Spaß macht), ich denke über die Gründung einer Familie nach, etc..


Und ich habe dunkle Seiten...

- Ich bin Fetischist. Ich trage gerne Windeln, natürlich nur heimlich und alleine, weil das ein wahnsinnig schönes, warmes Gefühl von Geborgenheit erzeugt. Ich stehe auf SM und Schmerzen, auf Bondage, auf Lack, Latex & Leder, auf Kliniksex mit Nadeln und Kathetern usw. - aber innerhalb meiner Beziehung hat das keinen Platz. Ich stehe extrem auf High-Heels und Stiefel, ich liebe Frauen in Miniröcken, ich liebe Strapse, Korsetts und Nylonstrümpfe etc..


- Ich finde fast jede Frau, die ich sehe und die in mein "Beuteschema" passt, hübscher und begehrenswerter als meine Freundin, wenn ich sie als schlanker, hübscher oder geiler als meine Freundin wahrnehme, oder wenn sie geilere Klamotten als meine (oft recht konservativ oder langweilig gekleidete) Freundin trägt.


- Ich stehe auf ausgefallene sexuelle Praktiken, die in meiner Beziehung ebenfalls keinen Platz haben (Bondage, Analverkehr, Rollenspiele, Schlucken, Nadelspiele, Katheter, BDSM etc.) und denke darüber nach, wie ich diese Praktiken ausleben kann, ohne meine Beziehung zu gefährden.


- Ich trinke zu viel. Manche Abende, an denen ich alleine zu Hause bin, dienen nur dazu, mich volllaufen zu lassen. Dann hole ich mir nach 5 Bier zu irgendwelchen Pornos im Netz einen runter und gehe ins Bett. Das Arbeiten am nächsten Morgen ist immer sehr hart. Und generell macht mir mein Alkoholkonsum Sorgen, denn es wird alle paar Monate ein Bier pro Abend mehr (aktuell bin ich bei 5 bis 6 Hefeweizen pro Abend, an dem ich alleine bin), aber an anderen Abenden "funktioniere" ich völlig normal und trinke gar nichts, denke nicht mal an Alkohol.


- Ich rauche zu viel. Offiziell bin ich Nichtraucher, aber alleine zu Hause rauche ich 5 bis 10 Zigaretten pro Abend. Seit einigen Monaten habe ich (vor allem nach Abenden mit viel Bier und Zigaretten) komische Rückenschmerzen, die in mir die panische Angst erzeugen, dass ich vom Rauchen und Saufen irgendeine fiese Krankheit habe.


- Ich habe meine Freundin betrogen. Ganz am Anfang der Beziehung hatte ich mehrmals Sex mit meiner besten Freundin. Der Sex war geil, aber es war Beiden klar, dass daraus nichts mehr wird. Ich will eigentlich weiterhin Sex mit ihr, aber sie will nicht mehr. Schade eigentlich.


- Ich denke über alle möglichen schrägen Dinge nach. Besuch eines Massagestudios, Sex mit Prostituierten, Besuch einer Domina oder eines SM-Studios, Sex mit wildfremden Frauen oder Männern, Ausleben meiner geheimen Wünsche etc. Wenn es aber konkret werden soll, kneife ich (momentan noch).


Eigentlich bin ich mit meinem Leben ganz zufrieden. Ich kann, wenn ich alleine bin, meine Fetische zum Teil ausleben; und zum Teil will ich sie auch gar nicht ausleben. Und davon abgesehen bin ich in meiner Beziehung extrem glücklich. Aber ich mache mir Sorgen über meinen Gesundheitszustand, vor allem wegen des Alkohols und der Zigaretten. Und ich denke darüber nach, inwiefern ich meine Fetische weiter (oder noch mehr) ausleben kann, oder wie ich sie mit meiner Beziehung auf die Reihe kriege.

Beichthaus.com Beichte #00026811 vom 06.08.2009 um 02:36:54 Uhr (57 Kommentare).

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Täglich Selbstmordgedanken

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Selbstverletzung Sucht Verzweiflung Belgien

Ich leide schon seit etwa einem Jahr an SVV (selbstverletzendem Verhalten). Es hat damit angefangen, dass so einiges in meinem Leben schief ging. Meine Gefühle waren einfach nicht richtig. Mein Herz existiert irgendwie nicht mehr. Es fühlt keine Liebe, keine Freude, keinen Hass, keine Freundschaft. Nur den Schmerz, wenn ich mir mit einem Messer die Arme aufschneide. Ich kann einfach nicht mehr aufhören, mich zu ritzen. Ich habe schon viele, tiefe, hässliche Narben, aber niemand bemerkt sie. Wenn ich ein T-Shirt an habe, merkt es auch niemand. Ich habe auch täglich Selbstmordgedanken. Und diese werden jedesmal brutaler. In manchen Gedanken schneide ich mir nur die Pulsadern auf, in den anderen hacke ich mir Gliedmaßen mit einer Axt ab und kaue dann auf ihnen herum. Ich meine, wer würde mich denn vermissen? Meine Eltern, denen ich eh scheißegal bin? Meinen Freunden, die eh nichts von mir wissen? Ich weiß es einfach, dass mein Schicksal voraussagt, dass ich Selbstmord begehen werde. Ich werde nicht normal sterben. Ich werde einsam, allein, verlassen und verzweifelt mit aufgeschlitzten Pulsadern in einer Ecke gefunden.

Beichthaus.com Beichte #00026807 vom 05.08.2009 um 21:23:45 Uhr in Belgien (Avenue Marie-Jose,1200 Brüssel) (50 Kommentare).

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Der Non-Konformist

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Engherzigkeit Partnerschaft Liebe Hanau

Ich traf ihn vor 3 Jahren in der Stadt, als er gerade mit einem breiten Lächeln einen Schmetterling betrachtete, der sich in die Betonwüste verirrt hatte. Das Tier, seine Schönheit hatte es ihm angetan. Da ich auch solche Dinge beachte, kamen wir schnell ins Gespräch, und es dauerte nicht sehr lang, da merkte ich, dieser Mann ist etwas ganz besonderes. Ich (übrigens w und 23 Jahre alt) war damals eigentlich nach einer Beziehung mit einem notorischen Fremdgänger von alledem geheilt. Aber ohne es zu wollen, verliebte ich mich in ihn. Doch er ist kein Mensch, der sich in einem normalen Rahmen innerhalb dieser Gesellschaft bewegen kann, ein Non-Konformist, ein Unbequemer, aber kein Grüner oder Linker, sondern einfach ein gnadenloser Individualist. Er pfeift auf anderer Leute Meinung, und viele würden sagen, er ist nicht ganz dicht. Dennoch kann er jede Handlung für mich logisch darlegen, so unlogisch sie auch sein mag. Und genau in diesem seinen Verhalten liegt auch das Problem: Er ist nicht zu einer normalen Beziehung fähig. Nein, er geht nicht fremd, aber er kann sich zum Beispiel nicht vorstellen, jemals fest mit einer einzelnen Person zusammen zu wohnen (er wohnt in einer Art WG), er haut ohne Grund einfach mitten am Tag bei mir ab, er sagt Treffen kurzfristig ab, usw. Er sagt, er liebt mich, und ich glaube ihm. Aber er schätzt seine Freiheit, nicht die Freiheit, zu schlafen, mit wem er will, sondern die, zu tun und lassen, was er will, höher ein als den Wert einer Beziehung. Und das ist auch der Grund, warum ich diesem wunderbaren Menschen heute Abend das Herz brechen werde, indem ich diese Beziehung beende. Ich will einen Mann, mit dem ich Kinder haben kann, eine sichere Zukunft, ein eigenes Haus. Vielleicht bin ich einfach zu spießig für ihn. Ich hoffe, er wird ohne mich glücklicher sein.

Beichthaus.com Beichte #00026805 vom 05.08.2009 um 16:22:12 Uhr in Hanau (30 Kommentare).

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