Der Hund an der Straße

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Lügen Ignoranz Tiere Nachbarn Freudenberg

Vor etwa anderthalb Jahren wohnte eine Familie in Freudenberg, die einen süßen Hund hatte, auf den sie aber überhaupt nicht achtete. Nie ging jemand mit ihm spazieren, anstelle dessen ließen sie ihn einfach frei laufen. Ihr Grundstück lag direkt an der stark befahrenen Hauptstraße und war von einem stellenweise sehr lückenhaften Zaun umgeben. Mehrmals hatte ich gesehen, wie der Hund frei an der Straße herum lief. Nachbarn fingen ihn ein und brachten ihn zurück.
Einmal fing ich ihn auch ein und als ich mit ihm vor der Haustür seiner Halter stand, rief eine Frau vom Nachbargrundstück: Die kümmern sich doch sowieso nicht um den Hund. Der läuft dauernd weg. Ich klingelte bei den Hundehaltern und schließlich öffnete die Dame des Hauses. Sie sagte nur: Ach, der war weg?


Eines Tages lief er wieder frei herum. Ich sah es vom Balkon aus und lief schnell los um ihn einzufangen. Bevor ich ihn erreichte, rannte er vor ein Auto. Er hatte Glück. Das Auto konnte von der Fahrerin gerade noch angehalten werden. Die Fahrerin stieg aus und gemeinsam fingen wir den Hund ein. Ich sah, dass die Autofahrerin selbst einen Hund im Auto hatte, ordnungsgemäß im Kofferraum untergebracht, mit Gitter über der Rückbank. Das Tier sah sehr gepflegt aus. Dann fragte sie mich: Wissen Sie wem der Hund gehört? Ich log und sagte: Nein, das weiß ich leider nicht, aber er ist schon sehr oft weggelaufen. Da sagte sie zu mir sie würde den Hund mitnehmen. Ein paar Tage später lief mir die eigentliche Besitzerin des Ausreißers über den Weg. Sie fragte mich, ob ich ihren Hund gesehen hätte. Ich log und sagte: Nein. Ich bin davon überzeugt, dass es dem Hund bei seiner neuen Familie sehr viel besser geht und dass sie ihn nicht frei an der Straße rumlaufen lassen. Bestimmt wäre der Hund eines Tages überfahren worden, wenn er bei der alten Familie geblieben wäre.

Beichthaus.com Beichte #00029714 vom 13.01.2012 um 06:14:44 Uhr in 57258 Freudenberg (Siegener Straße) (32 Kommentare).

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Mein Diebesleben

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Diebstahl Habgier Geiz Shopping Berlin

Ich (m/27) bin Dieb. In meinem Leben lief bisher nicht alles optimal, besonders Jobtechnisch. Allerdings komme ich durch. Seit fast vier Jahren hangel ich mich von Aushilfsjob zu Aushilfsjob, verdiene aber immerhin eigenes Geld und bettel nicht den Staat an, was mir sehr wichtig ist.

Nun aber zur Beichte. Zum ersten Mal habe ich geklaut, als ich in einem Monat kein bisschen Knete mehr hatte. Ich musste mir aufgrund der kurz zuvor eingetrudelten Nebenkostenabrechnung für zwei Monate mein Essen einteilen. So sehr einteilen, dass ich nur noch jeden zweiten Tag essen konnte, weil ich einfach kein Geld für Futter hatte. An einem Tag brachte ich ein paar Pfandflaschen in den Supermarkt, die in unserer WG rumlagen. Es war ein sehr kleiner Markt, in dem man mich kannte, da ich ja im Prinzip Stammkunde war. Keine Kameras, keine Warensicherung. Jedenfalls steckte ich mir eine billige Tiefkühlpizza in den Beutel, in dem ich die Flaschen transportierte. Ich hatte tierisch Angst, als ich an der Kasse stand. Aber alles ging gut und ich aß an dem Abend meine Pizza, wenn auch mit schlechtem Gewissen. Ab dann gings aber los. Ich wurde immer dreister, nahm manchmal eine Sporttasche mit, ein paar Klamotten rein und ab dafür. Unter die Klamotten kam dann mein Einkauf. Aber immer nur Lebensmittel wie Käse, Gemüse oder Brot. Dazu ein paar Alibieinkäufe und fertig.


Ein paar Monate später zog ich in eine andere Stadt und dort perfektionierte ich meine Technik. Ich lies mich ein paar Monate lang täglich in einem relativ kleinen Supermarkt blicken, bis mich die Angestellten auch in dem Laden kannten. Allerdings hatte der Markt tatsächlich Kameras und Diebstahlsicherungen. Durch Zufall bemerkte ich aber im Laufe der Zeit, welche Waren gesichert waren, und welche nicht. So ging einmal eine Frau vor mir durch die Kasse, drehte dann um und machte die Verkäuferin darauf aufmerksam, dass sie aus versehen noch eine Pizza und einen Kasten Bier nicht aufs Band gelegt hat.


Konservendosen und Getränke waren neben Obst und Gemüse immer sicher. Ich war zu dem Zeitpunkt so weit, dass ich immer vier Dosen Bier wegen des Pfands und des Gewichts klaute, und darauf dann noch eine Dose Ravioli oder so. Das Bier trank ich dann Abends mit meiner Mitbewohnerin und brachte dann am nächsten Tag das Pfand zurück, klaute wieder vier Dosen+ Konserve. Eigentlich kacke, aber ich hatte einfach nur noch eine Art Kosten/-Nutzenrechnung im Kopf. Wenig Gewicht, eine Mahlzeit, 1 Euro Pfand war ein guter Deal, auch wenn der Diebstahl des Biers nichts mehr mit Not zu tun hatte, sondern reiner Luxus war.

Kurz darauf zog ich nach Berlin. Selbes Spiel, aber in einem großen Supermarkt einer Discounter-Kette, in dem mir mein Meisterstück gelingen sollte. Wieder eine WG, in der wir die Flaschen in einer großen, sehr stabilen Papptüte sammeln. Diese Tüte packte ich immer in einen noch größeren Stoffbeutel. Immer zur selben Uhrzeit in den Markt, immer bei der selben Kassiererin. Pfand weg, Diebesgut in die Papptüte und los. Auch hier nahm ich immer vier Dosen Bier mit, weil diese einfach perfekt den Boden der Papptüte ausfüllten. Ohne Scheiß, ich habe die verdammte Tüte manchmal bis oben hin voll gemacht. Vorher noch ein paar Flaschen Wasser dazu, die ich dann aber auch brav bezahlte. Der Laden hatte keine Diebstahlsicherung, aber einen Wachmann, der aber auch nicht sonderlich interessiert an mir war, da er mich ja auch jeden Tag sah. Außerdem ist der Laden Anlaufstelle für allerlei Obdachlose, Punks, Junkies und Roma die einfach eher die Blicke der Angestellten auf sich ziehen, als ein normaler Typ wie ich. Wenn die wüssten. Leider hat sich meine Karriere erledigt, da der Laden inzwischen Diebstahlsicherungen hat, was möglicherweise meine Schuld ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es einen einzelnen Menschen gibt, der mehr geklaut hat, als ich.


Bei jedem Einkauf nahm ich was mit, manchmal nur einen Käse, manchmal Essen für mehrere Tage. Es tut mir nur insofern Leid, dass ich irgendwann mit meinen Diebstählen gewirtschaftet habe. "So, noch fünf Euro für die Woche. Was muss ich holen? Wasser, Kartoffeln wird gekauft, Käse, Sahne, Bla und Blubb werden geklaut.". Außerdem fand ich den Diebstahl der Bierdosen scheiße, obwohl es mir dabei eher ums Pfand ging. Wie gesagt, meine Raubzüge sind nun beendet, aber ich vermisse die Zeit doch sehr, da ich einfach wieder weniger zu fressen habe, als vorher. Aber einen neuen Supermarkt vorzubereiten, ist mir auch zu blöd, da dieser hier einfach direkt vor der Tür liegt. Vielleicht, wenn ich wieder irgendwann umziehe.

Beichthaus.com Beichte #00029710 vom 12.01.2012 um 09:57:28 Uhr in Berlin (16 Kommentare).

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Mein geiziger Mitbewohner

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Geiz Habgier Neid Vandalismus WG

Mein Mitbewohner verdient einen Arsch voll Kohle, fühlt sich aber ständig übervorteilt. Er hat das 8-fache meines Monatsgehalts. Da ich ganz gut verdiene, könnt ihr euch vorstellen, dass er wirklich gut Kohle macht. Er gibt gerne viel Geld für sich aus, darf er ja, ist aber gegenüber seinen Mitbewohnern extrem geizig. Letztens hatte er ein Sixpack Bier gekauft, für 3,29 Euro. Es waren noch drei Flaschen übrig, die er ins Gemeinschaftsfach legte. Mein anderer Mitbewohner und ich haben zwei davon getrunken. Als er zur Tür reinkam, hat er sich tierisch beschwert und wollte von jedem einen Euro. Wenn man für sich kocht, Frikadellen kauft, Tiefkühlpizzen oder ähnliches, kann er einfach nicht die Finger davon lassen. Kocht er aber für sich selber, schlingt er so, als könne die bloße Zeit sein übriges Essen vertilgen, wenn er nicht schnell genug ist.

Außerdem bildet er sich ein, dass er ständig spült, viel zu viel Heizkosten bezahlt und generell verarscht wird. Dabei ist er der faulste Mensch der Welt und erzeugt seine hohen Heizkosten, indem er ständig vergisst die Heizkörper herunterzudrehen oder gleichzeitig seine Fenster offen stehen lässt. Er kann sich auch keinerlei Informationen merken, weil alle anderen ihm egal sind. Wenn man ihm sagt, dass man dann und dort nicht da ist, hat er es in der nächsten Minute vergessen und fragt dann jedes mal blöd nach, wo man denn war. Geburtstage merkt er sich sowieso nicht.

Also habe ich beschlossen ihn wirklich zu übervorteilen. Ich schneide ihm winzig kleine Löcher in seine gute Kleidung, bediene mich an seiner Brieftasche und verputze kleine Mengen aus seinem Kühlschrankfach. Wenn mir danach ist, werfe ich seine Briefe weg. Seitdem geht es mir besser, weil seine nervigen Beschwerden nun endlich eine Grundlage haben, auch wenn er davon nichts ahnt.

Beichthaus.com Beichte #00029698 vom 09.01.2012 um 10:23:27 Uhr (25 Kommentare).

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Der Bierdurst meines Nachbarn

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Diebstahl Nachbarn

Ich (w/34) wohne seit über zwei Jahren in einem Vier-Familien-Haus zur Miete. Was eigentlich auch ziemlich relaxt abging, bis zu dem Tag, als mein neuer Nachbar über mir einzog! Er, Mitte 40, ruhiger Vertreter, mit großem Bierdurst. Fast täglich geht es da oben feucht-fröhlich zur Sache. Täglich stiefelt er los und holt kistenweise Nachschub. Soviel Bier, wie konsumiert wird - soviel Bier wird auch auf die Toilette gebracht. Ich höre quasi alle zehn Minuten die Klospülung! Da das Haus ein Altbau ist, hört man leider absolut alles, sogar das Flöhehusten.

Gegen 23:00 Uhr gehe ich meistens ins Bett. Genau dann fällt dem Herrn oben ein, dass man sich noch ein Bad einlassen müsste. Wieso macht er das nicht zu einer normalen Zeit? Nein, das Ganze dauert circa 20 Minuten. Tröpfchenweise plätschert es dahin, so dass man hier unten Angst bekommt, dass er in seinem Suff vergessen könnte, den Hahn zu zudrehen.
Irgendwann war ich in meinem Waschkeller um Wäsche zumachen, da sah ich, dass der Keller meines Nachbarn offen stand. Ein großer Kühlschrank steht dort neben der Waschmaschine, gefüllt mit Bier! Gut gekühlt, meistens mit drei Sorten befüllt. Irgendwann bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, dass ich mir doch einmal ein Fläschchen genehmigen könnte. Seit rund fünf Monaten gehe ich, wenn es Abends also zu dolle da oben abgeht, mit meinem Maß in den Bierkeller meines Nachbarn und fülle mir gut zwei Flaschen ab. Manchmal trinke ich es gar nicht aus, aber es ist wohl noch nie aufgefallen, dass etwas fehlt. Seit fünf Monaten kaufe ich nun kein Bier mehr. Ich weiß gar nicht, wie viele Flaschen beziehungsweise Kästen Bier mir der Gutste da oben schon spendiert hat. Bislang scheint er es nicht bemerkt zu haben. Hoffentlich erleide ich nicht irgendwann auch mal so einem Alkoholproblem wie mein Nachbar.

Beichthaus.com Beichte #00029694 vom 07.01.2012 um 14:35:16 Uhr (24 Kommentare).

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Der Windelträger

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Gesundheit

Ich (m) beichte das ich früher in der Schule eine Windel tragen musste. Niemand hat davon je etwas erfahren und das ist auch gut so. An Klassenfahrten konnte ich logischerweise nicht teilnehmen. Die Umkleidekabine beim Sport war jedes Mal die Hölle, weil ich sehr Angst hatte das jemand etwas sieht. In der Ausbildungszeit ging es dann weiter. Da ich den ganzen Tag bei der Arbeit war, musste ich manchmal mit voller Windel arbeiten. Während andere am Wochenende feiern gegangen sind, saß ich mit Windel vor dem PC und habe Civilization gespielt. An weibliche Kontakte war natürlich nicht zu denken. Besonders die Arbeit war eine Belastung, daher habe ich dann mehrfach studiert. Endlich habe ich dann einen Arzt finden können der mir geholfen hat. Ich nehme jetzt Medikamente, die sehr festen Stuhlgang erzeugen, alle zwei Tage gehe ich dann mit Abführmittel auf die Toilette. Ich kann endlich Hosen in Normalgröße tragen, Frühstück essen ohne zu wissen was mich bald erwarten wird, auch an den Strand kann ich gehen und nächsten Sommer will ich schwimmen lernen. Wenn ihr also nächstes Mal denkt euer Leben wäre Scheiße, dann denkt darüber nach wie ich 27,5 Jahre leben musste.

Beichthaus.com Beichte #00029692 vom 06.01.2012 um 22:45:59 Uhr (26 Kommentare).

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