Toilettenschlüssel

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Boshaftigkeit Rache Ungerechtigkeit Arbeit Kollegen Wegberg

Auf der Arbeit habe ich einen Kollegen, der mir ziemlich auf den Sack geht, und der wegen alles rummault wie ein kleines Mädchen. Irgendwann mal musste mein Chef, aus privaten Gründen in die Türkei, also waren nur noch ich, mein Kollege und die Aushilfe, die am Wochenende rein kommt, im Betrieb. Jedenfalls hatte mein Kollege mich Tage zuvor wie immer gelangweilt, also beschloss ich mich zu rächen. Am ersten Tag als unser Chef weg war und ich Schicht hatte, packte ich unsere Toilettenschlüssel ein, und ging bei Schichtwechsel damit nach Hause. Eine Stunde nach Schichtwechsel rief mich der Kollege total hysterisch an und fragte wo die Schlüssel sind. Ich sollte hinzufügen, dass er eine Schwache Blase hat. Ich sagte ihm, dass ich nicht weiß wo sie sind, nahm sie aber immer wieder mit zur Arbeit um aufs Klo zu gehen. Die Aushilfe kam immer bei mir vorbei, um sie sich abzuholen, weil er auf dem Weg zur Arbeit bei mir vorbei lief. Meinem Kollegen natürlich war das nicht ganz koscher, dass ich und die Aushilfe es denn ganzen Tag ohne aufs Klo zu gehen aushielt.


Zwei Wochen war unser Chef weg und schaute kurz vor Schichtwechsel vorbei. Als mein Chef kurz bevor ich ging mich und meinem Kollegen nach dem Schlüssel fragte, zog ich diesen vor den Augen meines Kollegen aus der Hosentasche, drückte diesen in die Hand meines Chefs und sagte: "Hier Bitte!" Mein Kollege ist rot angelaufen, weil er:
A) innerhalb dieser 2 Wochen hinten im Lager in einen Eimer pissen musste und das Lager nach Urin stank, B) diesen Eimer immer Nachts in den Gulli entleeren musste, C) er sich den Eimer einmal über die Hose schüttete. Er redete zwei Monate lang nicht mehr mit mir und mir war es recht so.

Beichthaus.com Beichte #00028462 vom 02.01.2011 um 20:21:50 Uhr in Wegberg (21 Kommentare).

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Fahrausweisprüfer Alltag

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Zorn Hass Boshaftigkeit Bahn & Co. Arbeit Köln

Ich bin Fahrausweisprüfer bei der KVB und ja, mir macht der Job auch noch Spaß. Außerdem schreibe ich grundsätzlich und mit großer Freude Leute auf, die meinen, ich müsste jetzt ausgerechnet bei ihnen großzügig sein, sowie Menschen, welche meinen, dass sie für eine Station oder Fahrt nicht zu zahlen haben. Beim Bäcker muss ich auch für ein einzelnes Brötchen zahlen. Manchmal behaupte ich, dass ich sie aufschreiben müsste, obwohl es in meinem eigenen Ermessen liegt, ob ich es tue. Dabei schreibe ich mit besonderer Vorliebe Menschen auf, die ihre Kinder als Grund vorschieben, kein Ticket kaufen zu können, oder welche versuchen, mir falsche, abgelaufene oder ungültige Tickets unterzujubeln. Leute, je mehr ihr auf Großzügigkeit beharrt, und je mehr ihr mit mir diskutiert, umso mehr fühle ich mich in meinem Handeln bestätigt. Und vorweg: Nein, ich bekomme keine Provision (Tarifvertrag) und nein, ich habe keinen Machtkomplex. Ich sehe nur nicht ein, wieso ich und auch alle anderen, Monat für Monat, immer mehr zahlen sollen, nur weil knapp 1/7 der Meinung ist, die Bahn würde ja auch so fahren. Was glauben die denn? Dass die Bahnfahrer das nur als Hobby betreiben? Dass der Stromanbieter uns umsonst beliefert und Bahnen, Wartungs- und Reinigungspersonal umsonst sind? Wem das nicht passt: Fahrradfahren kostet nichts, ist gesund und schont die Umwelt. Dabei ist es faszinierend zu sehen, wie dumm sich manche Leute stellen können, um nicht aufgeschrieben zu werden. Glaubt ihr denn wirklich, wir hätten die Ausrede: "Ich habe nicht gewusst, dass man Tickets entwerten muss" noch nie gehört? Besonders dann, wenn derjenige sein Leben lang in Köln gewohnt hat? Und noch was: Der Witz: "Oh, ich habe kein Ticket!" oder "Ich bin schwarz gefahren!", während wir Pause machen, oder irgendwo auf eine Bahn warten ist weder lustig, noch originell! Ich beichte hiermit, dass ich am liebsten jeden dritten meiner, von mir erwischten Schwarzfahrer am liebsten schlagen möchte, für die Dreistigkeit und die Unverschämtheit, die sie an den Tag legen.

Beichthaus.com Beichte #00028458 vom 02.01.2011 um 02:04:59 Uhr in Köln (80 Kommentare).

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Überraschungsbesuch

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Fremdgehen Lügen Falschheit Waghalsigkeit München

Ich (m/22 Jahre/single) habe eine "Liebelei" mit einer vergebenen Frau meinen Alters. Vor ein paar Tagen wollten wir uns nun wiedersehen. Ich fuhr also zu ihr, klingelte und betrat die Wohnung. Wie immer begrüßte sie mich freudestrahlend und liebevoll. Der Anfang läuft bei uns immer sehr gezügelt ab, also unterhielten wir uns erst einmal ein bisschen. Nach 30 Minuten hörten wir dann ein Haustürklacken, was wir eher unbewusst wahrgenommen haben. Wir standen jedoch trotzdem beide, wie von der Tarantel gestochen, auf um nachzusehen. Sie öffnete die Wohnzimmertür und in dem Moment betritt auch schon ihr Freund den Raum. Eieiei! Normalerweise wäre er erst in zwei Tagen wieder in der Stadt gewesen. Wie sich aber dann später herausstellte, hatte er sich frei genommen um sie zu überraschen.

Meine ersten Gedanken waren: Verdammt, wie verhältst du dich jetzt? Körperlich bist du auf jeden Fall überlegen, wenn es dazu kommen sollte. Ich bin gute zwei Köpfe größer als er und habe auch allgemein eine sportliche Figur, aber dennoch wünschte ich mir das dies nicht passiert. Ich setzte also mein charmantestes Grinsen auf, machte einen Schritt in seine Richtung und strecke ihm meine Hand entgegen: "Hallo, Ich bin, es freue mich Dich auch einmal kennenzulernen. Ich habe ja schon so viel von dir gehört." Irgendwie schien das bei ihm funktioniert zu haben und er streckte mir ebenfalls, mit nach oben geneigten Kopf, die Hand entgegen. Ein verwirrtes "Hi..." brach er dann sogar auch noch über die Lippen.
Ich nutzte also die Gunst der Verwirrung und spielte meine Rolle weiter. "So...", sagte ich zu ihr, Dein Laptop ist nun wieder funktionstüchtig, aber du wolltest mir doch noch die zwei DVDs ausleihen." Sehr perplex ging sie dann schnell ins Wohnzimmer hinein, schnappte zwei Filme und drückte sie mir in die Hand. "Alles klar... Ich danke dir!" Ich machte die typische "Auf-die-Uhr-guck-Geste". "Guuut, wenn wir dann jetzt hier fertig sind, würde ich mich dann auch los machen. Du weißt meine Zeit ist kostbar." Ich klatschte ihren Freund ab und sie brachte mich noch zur Tür. Ich zog also meine Schuhe sowie meine Jacke an und ein Schweigen beiderseits machte sich breit. Wir verabschiedeten uns mit einen Küsschen auf die Wange und ich ging von dannen. Während der Rückfahrt machte ich mir wirklich die ganze Zeit Gedanken, was da wohl jetzt vor sich geht zwischen den Beiden. Am Abend bekam ich dann eins SMS von ihr, dass er nichts gemerkt hat und mich sogar richtig nett findet. Von Eifersucht oder sogar Betrugsgedanken also keine Spur, wunderbar.

Fakt ist: ich bin nicht das alleinige Arschloch, zu so einer Sache gehören bekanntlich immer Zwei und die Zeit, die der ganze Spaß auch schon läuft ist ebenso nicht recht kurz. Ich möchte keine Kommentare hören, wie "Wie kannst du nur! Sie ist in einer Beziehung!". Im Prinzip richtig, jedoch ist sie alt genug und sie weiß was sie da macht. Also warum sollte ich da verzichten?

Beichthaus.com Beichte #00028446 vom 29.12.2010 um 07:52:49 Uhr in München (71 Kommentare).

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Tankstellen Alltag

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Hass Zorn Arbeit Shopping Pfungstadt

Ich (m/24) jobbe neben meinem Studium an einer Tanke. Mit der Zeit lernt man da so seine speziellen Kunden lieben und hassen. Bei mir baut sich gegen bestimmte Personengruppen ein immer größer werdendes Gefühl auf, dass sich als eine Mischung aus Hass und Fremdschämen beschreiben lässt. Ich bin mir sicher ihr wollt diese Personengruppen mal näher kennenlernen, also zähle ich hier mal die immer wiederkehrenden Spezialisten auf, die mich besonders zur Weißglut treiben:


- Personen, die in der leeren Tankstelle minutenlang nix besseres zutun haben, als sich durch die Zeitschriften zu lesen und dabei unauffällig in Richtung Erotikmagazine tendieren, um dann schließlich eines dieser Exemplare zu kaufen, getarnt unter einer weiteren Zeitschrift, wie z.B. dem Spiegel oder dem Stern. Diese Personen halten mich von meiner Arbeit ab (Auffüllen der Regale, etc. weil ich in dieser Zeit immer hinter der Kasse stehen muss).


- Jugendliche Gruppen, die vorzugsweise stark angeheitert in die Tankstelle kommen, Ewigkeiten vorm Alkohol stehen und ausdiskutieren welcher Alkohol denn für diesen Abend zu präferieren ist, letztendlich läuft es sowieso immer wieder auf den gleichen Alkohol raus. Die gleichen Gruppen tauchen immer wieder auf und verhalten sich immer identisch, und absolut berechenbar.


- Alkoholiker die jeden Tag ihre 2 Bier und 2 Schnaps holen. Wieso holt ihr euch nicht einfach einen Vorrat und spart sehr viel Geld?


- Personen die in die Tanke kommen um zwei Schokoriegel, eine Flasche Cola, oder ähnliches, zu einem teuren Preis kaufen, obwohl direkt nebenan ein günstiger Supermarkt noch offen ist. Diese Menschen haben dann nicht mal getankt, sie sparen also nicht mal Zeit und Weg. Diese Personen beschweren sich dann auch sehr gerne über die hohen Tankstellenpreise.


- Und zu guter letzt die Sorte von Menschen, die für 5€ oder noch weniger tanken, und das tagtäglich, teilweise sogar mehrmals an einem Tag. Das sind übrigens oft die gleichen Personen, die dann teure Schokoriegel an der Tankstelle kaufen.


Ich möchte beichten, dass mich diese Belanglosigkeiten teilweise zum Kochen bringen, und ich im Stillen diese Personen für dumm und nicht gesellschaftsfähig halte, obwohl sie im Grunde genommen genau die Personen sind, mit denen eine Tankstelle ihr Geld verdient. Trotzdem hoffe ich, dass der ein oder andere sich wiedererkennt, und sein eigenes Verhalten widerspiegelt. Vielleicht ist dem ein oder anderen ja auch ein Denkanstoß gegeben, wo das viele Geld am Ende des Monats immer hin ist. Danke fürs lesen, und bitte verzeiht mir, dass ich eigentlich bestimmt sehr nette Personen insgeheim abstemple.

Beichthaus.com Beichte #00028445 vom 29.12.2010 um 01:40:29 Uhr in Pfungstadt (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Medikamentensucht

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Sucht Betrug Diebstahl Gesundheit Pinneberg

Ich (w/22) habe fast 2 Jahre lang Rezepte gefälscht, um an verschreibungspflichtige Medikamente zu kommen. Am Anfang kam ich noch damit aus, mehrere Hausärzte zu haben und jeden zu bequatschen, mir doch noch mal ein paar Tabletten aufzuschreiben. Habe auch oft Lügengeschichten erzählt, um die Ärzte dazu zu bewegen, mir ein Rezept zu geben. Irgendwann flog das aber auf, ich war zu oft mit zu vielen haarsträubenden Geschichten bei zu vielen Ärzten. Daraufhin habe ich sogar eine viermonatige Therapie gemacht, was mir auch zunächst gut geholfen hat. Ich war danach noch über ein halbes Jahr abstinent.

Dann aber kam ich sowohl beruflich (neuer Job) als auch privat (neuer Freund) wieder vermehrt in anstrengende Situationen und brauchte doch wieder was von meinen Zauberpillen, die alles so schön und bunt und entspannt machen. Also wieder ab zum Arzt. Nach etwa einem halben Jahr hat das aber nicht mehr gereicht, ich brauchte mehr und immer mehr davon, sodass ich irgendwann einen Blanko-Rezeptblock eingesteckt habe und mir die Pillen einfach selbst verschrieb. Und es hat geklappt, viel zu gut sogar, ich habe fast alle Apotheken im Umkreis von etwa 80 km kennengelernt, bin auf regelrechte Raubzüge gegangen. - In der Stadt gibt es so-und-so viele Apotheken, dann parke ich da, gehe da lang und so hab ich in einer Stunde alle abgeklappert und 140 Tabletten. Yippie! - Nun kam es, wie es kommen musste, ich flog auf, wurde verhaftet und nun läuft eine Anzeige gegen mich.
Trotzdem ist das Verlangen nach den Pillen so groß, dass ich immer noch täglich daran denken muss. Ich bin kurz vor Weihnachten sogar wieder bei einem Arzt gewesen und habe mir welche verschreiben lassen. Es geht einfach ganz ohne nicht! Ich bin so schwach und erbärmlich. Ich schäme mich jeden Tag in Grund und Boden.

Beichthaus.com Beichte #00028439 vom 27.12.2010 um 17:48:59 Uhr in Pinneberg (19 Kommentare).

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