Sehnsucht nach der wilden Zeit

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Trunksucht Drogen Waghalsigkeit Last Night Schlüchtern

Ich (m/41) hatte vor 20 Jahren eine richtig wilde Zeit. So ziemlich jeder kennt das, wenn man in seiner Ausbildung das erste Mal sein eigenes Geld verdient und so nach und nach mit seinen Kumpels in die große weite Welt hinauskommt und Abenteuer erlebt und Erfahrungen sammelt. Im Alter zwischen 17-20 waren unsere "goldenen Jahre", in denen wir an jedem Wochenende von unserem Provinzkaff in die große Stadt fuhren und dort mächtig auf den Putz hauten. Wir waren damals eine typische Viererbande und hatten eine Menge Spaß. Es wurde gesoffen, es wurden Drogen konsumiert, wir stiegen in Striplokalen ab, gaben uns mit teilweise wirklich zwielichtigen Typen ab, und wenn wir in unserer Notgeilheit kein Mädel aufgerissen haben, ging es teilweise auch ins horizontale Gewerbe, wenn ihr versteht, was ich meine. Und morgens wachte man in irgendwelchen fremden Betten auf oder hatte plötzlich gefärbte bzw. gar keine Haare mehr.


Man kann wirklich sagen, dass wir in unserer Jugend was erlebt haben und ich bin auch froh darüber, das alles erlebt zu haben, auch wenn es ein paar Mal echt übel für uns hätte ausgehen müssen. Heute bin ich glücklich verheiratet, Vater von drei Kindern und wohne in einem schönen Vorort von Nürnberg. Meine Jugendfreunde habe ich ab meinem 30. Lebensjahr mehr oder weniger aus den Augen verloren und ich habe mich auf meinen Beruf und meine Familie konzentriert. Vor einigen Wochen ergab es sich allerdings, dass die "Jungs" wieder zusammengetrommelt wurden, da ein vierzigster Geburtstag anstand und das Geburtstagskind uns alle zur Feier eingeladen hat. Zuerst ging es fein Essen mit den Freunden und deren Ehefrauen, hinterher allerdings, nachdem der Wein schon fleißig floss, entschieden sich die alten Freunde, noch ein bisschen spazieren zu gehen. Und es kam, wie es kommen musste: Wir sind in dieser Nacht wieder jung geworden und haben all die verrückte Scheiße abgezogen, die wir als Jugendliche schon getrieben haben. Ich habe in dieser Nacht so viel gesoffen wie sonst in einem Jahr nicht und wir waren in der örtlichen Rockfabrik und haben uns dort halb zu Tode gefeiert.


Auch eine kleine pflanzliche Erfrischung, die wir uns hinter der Disco holten, durfte nicht fehlen. Morgens bin ich dann extrem verkatert und nach Kippen und Gras stinkend auf meiner Couch aufgewacht. Seit dieser Nacht fühle ich mich wie wach gerüttelt und ich habe das Bedürfnis danach, genau diese Dinge wieder und immer wieder zu tun. Genau wie in unserer "wilden Zeit". Und ich habe letztens erschrocken realisiert, dass ich nun das bin, was ich als Jugendlicher nie werden wollte: Ein Spießer aus dem Vorort mit Frau und Kindern. Und ich merke, dass mir meine Familie mit jedem Tag ein Stückchen mehr auf den Sack geht. Zwar fällt mir langsam auf, dass ich jetzt älter werde und jeder irgendwann mal zur Ruhe kommen sollte, aber das interessiert mich nicht. Jeden Freitagabend, wenn ich mit meiner Frau auf der Couch sitze und wir fernsehen, kitzelt es mich in den Fingern, die Jungs anzurufen, damit wir wieder die Stadt unsicher machen können. Noch kann ich mich beherrschen - doch ich weiß nicht, wie lange. Ich möchte beichten, dass ich in meinem derzeitigen Umfeld, meiner Familie, nicht sonderlich glücklich bin und ich mich danach sehne, meine alte Truppe wieder zu sehen, damit wir wieder ordentlich auf den Putz hauen können. Natürlich liebe ich meine Frau und meine Kinder, aber manchmal finde ich, dass sich eine Art Druck in mir aufbaut, den es loszuwerden gilt. Vergebt mir meinen Egoismus.

Beichthaus.com Beichte #00034922 vom 21.01.2015 um 22:18:38 Uhr in Schlüchtern (24 Kommentare).

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Kraftsport mit Schnulzenmusik

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Feigheit Peinlichkeit Stolz

Ich bin Kraftsportler, mache mehrere Kampfsportarten, höre Metal, habe einen mächtigen Bart und bin auch sonst sehr "männlich". Heimlich schreibe ich allerdings Gedichte, höre leidenschaftlich gern Schnulzenmusik wie Silbermond oder Ähnliches und kenne jedes Nicholas Sparks Buch sowie den dazugehörigen Film. Ich möchte deshalb beichten, dass ich mich nicht traue, ich selbst zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00034921 vom 21.01.2015 um 17:02:33 Uhr (7 Kommentare).

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Liebeskrank

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Begehrlichkeit Verzweiflung Trunksucht Liebe

Ich (m/39) bin schon seit eineinhalb Jahren in dieselbe Frau (26) verliebt. Dabei hat sie einen Freund und das schon seit sieben Jahren. Eigentlich mag ich ihn ja, aber ich habe mich seit damals immer über seine Gefühle hinweggesetzt. Sie sagte mal, sie würde ihn niemals verlassen. Auf der anderen Seite flirtete und kuschelte sie auch mit mir - und das nicht zu knapp. Ich beichte, dass mir die Gefühle des Freundes egal waren. Für mich war nur wichtig, dass ich sie im Arm halten, mit ihr knutschen, kuscheln und flirten konnte und dass ich immer an ihrem Hals schnuppern konnte. Sie hat nämlich so einen unsagbar schönen Körpergeruch. Und außerdem beichte ich, dass ihr Geruch mich wahnsinnig macht, auch - oder gerade wenn - sie sich nicht vor 20 Minuten geduscht und kein Parfum aufgelegt hat.


Jetzt ist die Sache aus. Ihr ist klar geworden, dass sie ihren Freund doch mehr liebt. Ihren letzten nassen Kuss auf meinen Mund ließ ich daher verdunsten, statt ihn abzulecken. Ich genoss alles an ihr: Ihre Stimme, ihre fröhliche Art, aber auch ihren Körpergeruch und ihre Spucke. So schlimm war die Sache schon. Ich beichte, dass ich über diese Frau wohl niemals wirklich hinwegkommen werde. Und das bringt mich entweder dazu, Alkohol zu trinken oder meine Freunde vollzuheulen. Ihretwegen war ich seit Jahresbeginn schon fünf Mal besoffen. Denke ich daran, sie nie wieder in den Arm nehmen und knutschen zu dürfen, dann würde ich am Liebsten schon wieder literweise Wein trinken. Gerade gestern habe ich Freunde besucht, die zusammen mit ihr in einer WG wohnen. Und ich bin völlig strahlig dahingegangen. Es war mir peinlich. Dennoch wollten meine Freunde für mich da sein. Doch die besagte Frau war auch dabei und ich wollte immer zu ihr, sie umarmen, mit ihr Faxen machen und sie beschnuppern. Später landete ich im Krankenhaus, weil ich mich zu sehr verkrampft hatte. Alles nur psychosomatisch. Meine Maus! Auch wenn du es nicht willst - ich liebe dich!

Beichthaus.com Beichte #00034919 vom 21.01.2015 um 14:39:03 Uhr (11 Kommentare).

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Kleine Geschenke für Betrunkene

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Trunksucht Last Night

Kleine Geschenke für Betrunkene
Ich (m/31) hatte bis vor ein paar Jahren ein etwas skurriles Hobby: ich habe regelmäßig irgendwelchen schwer betrunkenen Leuten Dinge zugesteckt. Keine abartigen oder gestohlenen Sachen, eher Alltagsgegenstände, die sich der- oder diejenige beim Auffinden am Tag darauf sicher nicht logisch erklären konnte. Eine Packung Zahnstocher, einen Waschlappen, einen Eierbecher etc. Ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke, wie ein schwer verkaterter Kerl am nächsten Tag ein Spielzeugauto aus seiner Jacke fischt, oder ein Mädchen - ohne Erinnerung an den Vorabend - eine Parkscheibe in der Handtasche findet. Zuerst waren es kleine Dinge, die ich nicht mehr gebraucht habe, das Ganze ging aber so weit, dass ich Stammkunde in einem Ramschladen war, wo ich für kleines Geld "Geschenke" für das darauf folgende Wochenende gekauft habe.

Die Dinge an den Mann oder die Frau zu bringen war nicht weiter schwer, wer sich kaum mehr auf den Beinen halten kann, oder irgendwo schläft hat in dem Moment andere Probleme. Irgendwann verlor ich die Lust an dem Ganzen, bzw. kommt man mit Frau und Kind auch nicht mehr so oft zum Feiern wie früher. Was ich beichten möchte? Zum einen, dass ich mich noch immer diebisch freue, wenn ich an die verwirrten Gesichter denke, zum anderen, dass ich diversen Leuten wohl ziemliches Kopfzerbrechen bereitet habe. Geschadet habe ich damit keinem, es waren ja meine Sachen - aber vielleicht hat ja auch hin und wieder ein "Beschenkter" seinen Alkoholkonsum überdacht. Dann hätte das Ganze sogar noch etwas Gutes.

Beichthaus.com Beichte #00034918 vom 21.01.2015 um 13:11:49 Uhr (14 Kommentare).

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Moralischer Wandel im Knast

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Drogen Trunksucht Fremdgehen Engherzigkeit

Ich beichte, dass ich während meiner kriminellen Vergangenheit wirklich nur an mich gedacht habe. Ich habe meine Ausbildung als Koch gemacht und abgeschlossen. Dann kam ich in einen neuen Betrieb und das Unheil nahm seinen Lauf - durch einen Arbeitskollegen fing ich an, ab und zu Mal Drogen zu nehmen. Später wurde es immer öfter und nach einem halben Jahr konnte ich ohne gar nicht mehr. Ich begann, Schulden zu machen und die Drogen auch zu verkaufen, um mir das leisten zu können. Während dieser Zeit bin ich mit meiner späteren Frau zusammengekommen, sie war eine Kundin von mir. Ich habe wirklich schreckliche Dinge getan, aber nach der nächsten Nase waren sie wieder vergessen. Ich habe während der Zeit mit so vielen Frauen geschlafen, dass ich es nicht zählen kann, auch Professionelle waren dabei - und Frauen, die ihre Schulden nicht bezahlen konnten oder für ihre Männer Schulden beglichen.


Es war mir egal, der Spaß stand im Vordergrund und ich habe mir über gar nichts Gedanken gemacht. Ich habe während dieser Zeit auch meine Frau geheiratet, es war mehr eine Drogenhochzeit als alles andere. Ein Jahr später waren wir in den Flitterwochen und kamen wirklich glücklich nach Hause - einen Tag später ging aber alles ganz schnell. Eines Morgens hämmerte es an der Tür, eine Durchsuchung von der Polizei, und ich fand mich in U-Haft wieder und wurde wegen mehrerer Dinge zu 1,5 Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Es war mein Glück, dass sie mein Versteck nicht gefunden haben! Es wäre noch weniger geworden, hätte ich Leute verraten, aber dann wäre meine Frau nicht mehr sicher gewesen. Während der Zeit im Knast ging mir alles Mögliche durch den Kopf und ich schrieb meiner Frau einen Brief, in dem ich ihr alles gestanden habe - auch dass ich sie betrogen habe und gar nicht weiß, wie oft. Ich bekam die ganze restliche Zeit keine Antwort, ein Jahr und vier Monate lang hörte ich nichts von meiner Frau. Keine Antwort, kein Brief, kein Anruf. Wenn ich Freigang hatte, war sie nicht aufzufinden. Dann kam der Tag der Entlassung - ich wollte weg von diesem Ort, in eine neue Stadt, in der ich neu anfangen kann. Doch dann kam ich raus und da stand sie. Mir kamen die Tränen, sie nahm mich in den Arm und sagte mir, dass ich das nie wieder machen solle, meine Strafe hätte ich bekommen - auch von ihr - und wir sollten einfach ganz neu anfangen. Was wir dann auch taten. Wir zogen in ein 300 Kilometer entferntes Bundesland und sind seitdem wirklich glücklich.

Beichthaus.com Beichte #00034916 vom 21.01.2015 um 08:00:07 Uhr (9 Kommentare).

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