Die Jungfrau in der Gesellschaft

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Hass Morallosigkeit Schamlosigkeit Gesellschaft Neuzelle

Ich (w/19) bin immer noch Jungfrau und hatte auch noch keinen Freund. An meinem Aussehen oder meinem Charakter liegt es nicht, tatsächlich sehe ich ziemlich gut aus, habe viele Freunde und komme bei den Männern gut an. Wenn ich also jemandem davon erzähle, sind immer alle total entsetzt, als könnten sie es nicht fassen, was ich da erzähle. Dann habe ich immer das Gefühl, als müsste ich mich dafür schämen, noch Jungfrau zu sein, oder keinen Freund zu haben. Der Grund ist aber der: Ich war noch nie verliebt. Und eine Beziehung oder mein erstes Mal ist für mich ohne Liebe nicht drin. Klar, für einen Typen geschwärmt habe ich schon oft, aber das war meist oberflächlich, und über Rumknutschen auf einer Party ging es bei mir aus Prinzip nie hinaus. Was den Sex angeht, ich bin kein Mensch der One-Night-Stands total verachtet. Ich gedenke nur nicht, mein erstes Mal auf dem dreckigen Parkplatz einer Schmuddeldisco zwischen zwei Blechbeulen zu haben, mit einem besoffenen Typen, den ich zuvor beim Reihern vorm Klo abgeschleppt habe, während seine Kumpels grölend zusehen, sondern mit einem Kerl, den ich wirklich gern habe. Nennt mich ruhig altmodisch.
Wenn ich mir aber diese ganzen frühpubertären Kinder anschaue, die mit 13 schon in einer Beziehung stecken und am besten nach einem Tag schon Sex haben, frage ich mich, ob Vergebensein nicht eher ein Modephänomen wird und ob Liebe überhaupt noch eine Rolle spielt. Möglichst früh Sex haben ist in. Jungfrau sein out. Oder was? War es nicht mal anders rum? Nennt mich ruhig verkorkst, aber ich hasse diesen Trend, dass das Wort Jungfrau einen negativen Beigeschmack bekommen hat und ich angeschaut werde, als sollte ich mich schämen, wenn ich sage, dass ich noch nie einen Freund hatte.
Nun zu meiner "Beichte": Wenn es inzwischen eine Sünde ist, Single oder Jungfrau zu sein, dann bin ich wohl schuldig, aber ich bereue gar nichts. Immer noch besser, als meine Unschuld frühzeitig der sexualisierten Gesellschaft zu opfern, nur um kein Outsider zu sein. Besonders die Leser, die nur hier sind, um irgendwelche erfundenen Sexgeschichten zu lesen, können mich jetzt gerne steinigen.

Beichthaus.com Beichte #00031497 vom 24.06.2013 um 15:11:27 Uhr in Neuzelle (42 Kommentare).

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Entwendung der Kondome

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Diebstahl Neugier Engherzigkeit Ex Fichtelberg

Ich beichte hiermit, dass ich gestern, als ich meine letzten Sachen bei meiner Exfreundin abgeholt habe, in ihren Mülleimer geschaut und benutzte Kondome gefunden habe. Und das, obwohl wir nicht mal eine Woche getrennt sind. Aus Rache habe ich einige - natürlich unbenutzte - Kondome aus der Packung mitgehen lassen. Immerhin steht mir die Hälfte der Teile zu, wir haben sie ja zusammengekauft. Bin mal gespannt, wann sie es merkt, und ob es ihr den Abend vermiest.

Beichthaus.com Beichte #00031455 vom 17.06.2013 um 23:57:31 Uhr in Fichtelberg (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der verschwundene Frauentraum

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Falschheit Misstrauen Engherzigkeit Diebstahl

Meine (w/23) Schuhe waren mehrere Tage verschwunden. Schöne, schicke Pumps, sie sind ein wahrer Frauentraum. Das sagten auch meine zwei, ebenfalls Schuhvernarrten, Mitbewohnerinnen zu mir. Aufgrund des Verschwindens meiner Schuhe habe ich sie nicht nur verdächtigt, mir diese gestohlen zu haben, sondern habe auch kurz in ihren Zimmern nachgeschaut, als sie nicht zu Hause waren. Also nichts Wildes, ich habe nur im Schuhregal und Ähnlichem nachgesehen, aber nicht die Privatsachen durchwühlt. Natürlich habe ich dort nichts gefunden, aber mein Verdacht blieb weiterhin bestehen. Heute habe ich mein Zimmer aufgeräumt und ratet mal, was ich im Schrank, hinter diversen Handtüchern, in einer Schuhschachtel gefunden habe? Ja - ganz genau: meine schönen Pumps. Ich möchte also beichten, dass ich innerlich meine lieben Mitbewohnerinnen verdächtigt habe und auch unerlaubt in deren Zimmern nach meinem Eigentum gesucht habe.

Beichthaus.com Beichte #00031452 vom 17.06.2013 um 18:01:07 Uhr (10 Kommentare).

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Die missglückte Entnazifizierung

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Vorurteile Ungerechtigkeit Ignoranz

Ich (w) möchte beichten, dass ich es hasse, überall und zu jeder Zeit schief angeguckt zu werden, weil ich asiatisch bin. Und das, obwohl ich den deutschen Pass besitze, hier in Deutschland geboren bin, mich keineswegs frech verhalte, fließend Deutsch kann und das örtliche Gymnasium mit akzeptablen Noten besuche. Meine Eltern sind beide asiatisch und mit Anfang 30 nach Deutschland gezogen - mit nichts. Sie konnten die Sprache nicht, haben Eltern, Familie und Freunde in ihrem Heimatland gelassen, um ihren Kindern ein besseres Leben bieten zu können. Im Laufe der Zeit haben beide Deutsch gelernt und sogar den deutschen Pass erhalten. Dennoch finde ich es unverschämt, dass manche, vor allem ältere Leute, mich jedes Mal schief angucken, wenn ich durch die Stadt laufe. Und wenn ich dann noch den Mut dazu habe, sie aus Respekt freundlich anzulächeln, werde ich nur abwertend angeglotzt und dann wird gleich wieder weggeschaut. Der Höhepunkt war jedoch, als ich einem älteren Herrn beim Tragen von schweren Holzlatten behilflich sein wollte und gefragt habe, ob ich ihm unter die Arme greifen könnte, und dieser mit: "Von solchen wie dir brauche ich keine Hilfe!", antwortete. So viel zur "Entnazifizierung". Natürlich weiß ich auch, dass ein paar der besagten Leute, so erzogen wurden und nicht alle Deutschen so denken, trotzdem entwickle ich langsam einen Hass. Bitte verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00031438 vom 16.06.2013 um 17:02:55 Uhr (48 Kommentare).

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Die verhängnisvolle Nacht

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Trunksucht Dummheit Maßlosigkeit Schwangerschaft Rheine

Ich (m/19) habe einem jungen Mädchen eine selbstbestimmte Zukunft völlig verbaut. Vor gut eineinhalb Jahren war ich auf einer bekannten, öffentlichen Party in unserem Umkreis. Ich war zu der Zeit Single und seit ein paar Monaten 18. Mit der Volljährigkeit kommt ein gewisses Maß an Verantwortung und Reife einher - möchte man zumindest meinen. Bei Reflexion des Abends muss ich jedoch gestehen, dass auf genannter Party nicht viel davon zu sehen war. Ursprünglich bin ich mit ein paar Freunden hingegangen, um lediglich "ein wenig" zu trinken und mich bei guter Musik zu amüsieren. Vorgeglüht hatten wir schon bei mir zu Hause, da ich als Einziger bereits eine eigene Wohnung hatte, die ich mir dank meiner Ausbildung im öffentlichen Dienst, neben Auto und anderen Annehmlichkeiten, leisten konnte. Wie das aber immer so ist, neigt man bei guter Basis und steigendem Alkoholpegel sowie Stimmung stark dazu, immer weiter über die Strenge zu schlagen. Und wie es eben kommen musste, war ich nach einigen Stunden intensivem feiern mittlerweile ordentlich betrunken.

In unmittelbarer Nähe zu unserer Gruppe standen einige offensichtlich gut angetrunkene Mädchen, die schon den ganzen Abend auffällig zu uns herübergeschaut und in übertrieben neugierigem Maße getuschelt hatten. Wir, natürlich nicht lange überlegt, sind mit geschlossener Mannschaft herüber und haben geschaut, was möglich ist. Die Mädels stellten sich als sehr gesellig heraus, wobei sich eine hübsche Brünette besonders für mich zu interessieren schien. Zwar ursprünglich nicht mit der Absicht, als Single aber auch nicht abgeneigt, kamen wir uns näher und ich nahm sie später mit dem Taxi noch mit nach Hause. Wir, immer noch stark betrunken, hatten im Laufe der Nacht mehrmals ungeschützten Sex. Irgendwann schliefen wir dann vor Müdigkeit einfach ein. Am nächsten "Morgen", frühstückten wir und ich brachte sie mit dem Auto nach Hause. Vorher hatten wir noch Telefonnummern ausgetauscht. Die nächsten Wochen liefen wie gewohnt. Ich ging meiner Arbeit nach, traf meine Freunde und lebte mein Leben. Auch mit dem Mädchen von besagtem Abend stand ich weiter in Kontakt. Eines Abends stand dann meine Bekanntschaft in Begleitung ihrer Eltern vor meiner Haustür. Wie sich im weiteren Verlauf herausstellen sollte, war das Mädel gerade einmal junge 16 Jahre alt. Als Sahnehäubchen auch noch seit einigen Wochen schwanger. Ich denke, man kann sich vorstellen, wie angenehm diese Unterredung ausgefallen ist. An dem verhängnisvollen Abend bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, sie nach ihrem Alter zu fragen und auch in den weiteren Wochen waren so banale Themen wie das Alter niemals Gegenstand der Unterhaltungen. Nach einem langen Gespräch mit einer Beratungsstelle hat sie sich überdies dazu entschieden, das Kind zu behalten.

Ich habe einen Wochenendjob angenommen, um meinen Unterhaltszahlungen nachkommen zu können, und sehe sowohl mein Kind als auch die Mutter regelmäßig. Da wir uns weiterhin in jeder Hinsicht sehr gut verstehen, und ich das Vater-Sein als großes Glück empfinde, werden wir versuchen, nach meiner Ausbildung und wenn sie 18 Jahre alt ist, ein gemeinsames Leben mit Kind zu führen. Ich beichte, und es tut mir unendlich leid, dass ich trotz meines Alters und der "geistigen Reife", nicht daran gedacht habe zu verhüten, obwohl ich daran hätte denken müssen. Ich habe einem jungen Mädchen die Chance auf eine Karriere sowie eine freie Entscheidung über ihre Zukunft genommen. Ich bitte inständig um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031400 vom 10.06.2013 um 15:47:10 Uhr in 48429 Rheine (45 Kommentare).

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