Mein Ventil

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Gewalt Engherzigkeit Hass Lügen Schule

Ich (w/20) möchte auch etwas beichten! In der Fünften war bei uns ein Mädchen in der Klasse, die allen etwas suspekt vor kam. Sie war sehr still, sagte nie etwas, wenn wir spielten wollte sie nie mitmachen und wollte auch generell mit niemandem etwas zu tun haben und ist allen aus dem Weg gegangen. Sie hat sich damit keine Freunde gemacht und war schon nach kurzer Zeit die Außenseiterin in unserer Klassengemeinschaft. Dies schien ihr (aus meiner Sicht) damals auch nichts ausgemacht zu haben.
Das lief so ganz gut, bis wir in die siebte Klasse kamen. Mein Bruder ist zu dieser Zeit gestorben und ich war nervlich total am Ende, meine Mutter hatte keine Zeit für mich und mir fehlte jemand zum Reden bzw. irgendein Ventil, wo ich meine Gefühle auslassen konnte und damals dachte ich noch nicht so weit, mir irgendwie Hilfe zu suchen, sei es Kirche oder irgendwelche Psychologen. Darum habe ich alles was in mir war immer in der Schule ausgelebt - auf schlimme Art und Weise! Da war eben dieses Stille Mädchen, die eh keine Freunde hatte und überhaupt nicht integriert war. Ich dachte mir irgendwie, ihr wäre es egal.


Erst habe ich nur Lügen über sie verbreitet. Dass sie immer Bremmspuren im Schlüpfer hatte, stinkt, sich nie duscht, hinterrücks wäre und über jeden lästert, usw. Doch das juckte sie nicht. Ich wollte irgendeine Reaktion haben! Ich kann mich ehrlich gesagt heute nicht mehr wirklich verstehen. Auf jeden Fall ging ich weiter, ich habe sie auf dem Weg nach Hause verfolgt. Jeden Tag. Auf Schritt und Tritt und habe ihr Sachen an den Kopf geworfen. Sie ignorierte mich. Ich hatte meine Freunde hinter mir. Wir sind ihr erst zu dritt, dann zu viert, später waren wir zu siebt, gefolgt, immer. Nicht nur auf dem Schulweg - wir lauerten ihr auch auf, wir wurden jedoch nicht handgreiflich, haben sie nur verbal fertig gemacht. Durch mich, ich war die Anstifterin und alle sind mir gefolgt. Ich hatte dieses Gefühl der Macht und war nicht mehr so hilflos! Endlich konnte ich etwas tun.

Doch wir bekamen keinerlei Rückmeldung vom Mädchen. In der achten Klasse dann haben wir angefangen mit Alkohol und ab und zu mal Gras, war ja cool. Wir haben das Zeug mit in die Schule genommen und dem Mädchen in den Rucksack gestopft. Dann bin ich zu meiner damaligen Klassenlehrerin und habe das stille Mädchen "verpfiffen". Da ich gute Noten hatte und im Unterricht nicht wirklich auffiel, ich war beliebt und gefürchtet in der Klasse, glaubte sie mir. Sie musste zum Direktor und hat einen Tadel bekommen. Das reichte mir nicht. Ich konnte mehr rausholen. ich wollte, ich musste sie kontrollieren! Ich wollte das Mädchen vor mir, heulend, am Boden! Doch sie war standhaft und ließ alles über sich ergehen.


Und dann fing der richtige Terror an. Nach der Schule war ich da (spiele seit Jahren Handball und war ihr damals körperlich überlegen) und habe sie wieder verfolgt, dieses mal alleine. Ich drängte sie in eine Ecke und gab ihr erst ne Backpfeife, dann hab ich sie richtig geschlagen.. fester, härter. Bis sie am Boden lag. Ich nahm mir ihren Rucksack und ihre Jacke und bin nach Hause. Am nächsten Tag hatte sie zwar einige blaue Flecken und Blessuren, aber nichts weiter. Mir reichte es nicht. Ich lauerte ihr zu dieser Zeit ständig auf. Mal in der Pause, auf dem Weg nach Hause, abends, wenn sie raus ging, oder die Post holte, zum Kiosk ging usw. Sie hat wohl zu keinem ein Wort verloren. Ich habe sie beklaut und ausgebeutet. Ich habe sie einmal verprügelt und dann ihre Sachen genommen, damit sie nackt nach Hause musste. Meine Freunde und ich haben sie gepackt, wir haben sie krankenhausreif geschlagen und das in der neunten Klasse. Sie verlor kein einziges Wort darüber, wer das war! Wirklich, nichts. Wir, also ihre Peiniger, sind sogar noch ins Krankenhaus und haben ihr Blumen gebracht, bei ihren Eltern standen wir auch als Engel da. Das Stille Mädchen sackte in der Schule ab, wurde immer schlechter. Ich auch. Meine Mutter wurde zu dieser Zeit Alkoholikerin und ich stand dann ganz alleine da (dachte ich!).

Wir misshandelten das Mädchen immer weiter, sie blieb dann in der elften sitzen, wir kamen weiter, wir ließen sie jedoch nicht in Ruhe und trieben es immer weiter und weiter, will ich hier jedoch nicht weiter ausführen, ich denke, ihr könnt es euch vorstellen. Ich habe meine persönliche, innere Hölle an diesem Mädchen ausgelassen und es tut mir so schrecklich Leid. Ich habe mein Abi jetzt vor 2 Jahren gemacht. Die ganze Geschichte ist seit etwa einem Jahr beendet, da ich weggezogen bin, ich habe sämtliche Brücken zu diesem Ort abgebrochen und doch lässt es mich nicht los. Ich träume jede Nacht davon, bin endlich in psychologischer Betreuung um meine Vergangenheit aufzuarbeiten und erst jetzt wird mir bewusst, wie sehr ich dieses Mädchen wohl verletzt habe! Ich habe ihr einen langen Brief geschrieben und ihn gestern eingeworfen, ich hoffe, sie wird ihn bekommen und damit fertig werden.
Es hat mich so viel Überwindung gekostet, ich schäme mich so sehr für mein Verhalten und würde es einfach nur noch gerne rückgängig machen. Ich hoffe, ich habe ihre Psyche nicht zu sehr beeinflusst und verletzt, ich weiß nichts über ihr Privatleben. Insofern, es tut mir verdammt Leid! Ich hoffe, Dein weiteres Leben wird so verlaufen, wie du es dir vorstellst und dass du mit der Vergangenheit und allem, was Dir angetan wurde, fertig wirst!

Beichthaus.com Beichte #00029464 vom 23.10.2011 um 16:04:49 Uhr (88 Kommentare).

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Krankheit hat mein Leben versaut

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Hass Neid Zorn Wollust Gesundheit Stuttgart

Ich (m/28) und hatte noch nie Sex. Ich fühle mich unglaublich unfähig. Mit 22 hatte ich mehrmals die Möglichkeit, aber dann riss mich eine Erkrankung mehrere Jahre komplett aus dem Leben. Die ersten 20 Jahre meines Lebens war ich sehr fett und völlig unsportlich. Dann hatte ich erfolgreich sehr viel abgenommen. Ich war immer vollständig abhängig von anderen und hatte nie die Chance bzw. war in der Lage, auf eigenen Beinen zu stehen.
Seit ich 27 bin versuche ich mit allen Mitteln meinen Körper wieder zu richten um doch noch wenigstens einmal das Vergnügen zu haben - aber die Chancen stehen schlecht. Aufgrund jahrelanger katastrophaler Ernährung, Psycho-Medikamenten, ungewollten Reha-Schulungen und der Unfähigkeit sich in jungen Jahren freizukämpfen ist mein Körper nun mit nicht mal 30 ein Wrack. Ich muss teilweise 10-15 mal pro Nacht aufs WC. Eine Freundin ist aufgrund alleine dieser gesundheitlichen Einschränkung völlig unmöglich. Hinzu kommt noch meine totale Unerfahrenheit. Ich hatte noch nie eine Beziehung. Ich habe einmal jemandem davon erzählt, dass ich noch Jungfrau bin und diese Person hat mich nicht ausgelacht, sondern mir einfach nicht geglaubt; so außerhalb der Realität war das für sie.


Als ich vor ein paar Wochen den Amokläufer aus Norwegen gesehen habe, konnte ich den Mann verstehen. Ich bin wahrscheinlich einer der wenigen, die sich in so etwas reinfühlen können, denn der Kerl hatte sein leben lang auch keinen Sex. Wofür lebt man da eigentlich? Vor ein paar Monaten ist dann der ganze Frust in mir implodiert. Mein ganzes Gefühlsleben ist kalt und die Liebe die ich früher hatte ist tot. Seitdem habe ich nur noch einen Hass auf alles und jeden. Ich verstecke das unter einer freundlichen Maske. Aber wenn es nach mir geht, hätte ich kein Problem damit Menschen von der Brücke in den Abgrund springen zu lassen und dabei genauso zufrieden und glücklich zu lächeln wie dieser Norweger. Wenn man jahrelang Probleme im Urogenital-System hat die sich anfühlen als ob alle 30minuten einer einem in die Eier tritt sieht man die Welt irgendwann ganz anders. Das schmerzt innerlich so massiv wenn jeder um einen rumhurt und du selbst stehst einfach nur wie ein Depp an der Seitenlinie. Meiner neuen Mitbewohnerin die regelmäßig mit Ihrem Freund rummacht hab ich erst mal Ihren USB-Stick mit sensiblen Daten weggeschmissen und dann Ihr Notebook mit einem Neodynm-Magneten behandelt. Sie kann nicht wissen das ich das war da ich mir diskret einen Zweitschlüssel zugelegt habe. Der alten Mitbewohnerin zahl ich einfach die Nebenkostenabrechnung nicht. Ich klaue regelmäßig in Supermärkten und anderen Geschäften irgendwelches zeug weil es mir den kick gibt. Heute im Schwimmbad hatte einer seinen Chip liegen lassen, den hab ich einfach eingesteckt obwohl ich genau wusste das ich nichts davon habe und das es für die Person dann richtig teuer wird. Ich habe noch eine Reihe Versandhaus-Betrügereien abgezogen und mir ein iPhone geklaut. Ich bin nicht unbedingt stolz drauf. Ich habe nur so einen gottverdammten Hass das ich so unglaublich ungefickt bin, keinerlei Hoffnung in Sicht ist und die "besten" Jahre meines Lebens vorbei sind ohne das ich auch nur irgendetwas schönes erlebt hätte an das ich mich zurück erinnern könnte.

Beichthaus.com Beichte #00029463 vom 23.10.2011 um 15:31:40 Uhr in Stuttgart (57 Kommentare).

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“Beichte

Mein Auslandsaufenthalt in China

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Lügen Schamlosigkeit Betrug Arbeit

Als ich mein Studium abgeschlossen habe, wollte ich sofort anfangen, bei dem Unternehmen zu arbeiten, bei der mein verstorbener Vater auch schon gearbeitet hat. Doch bei meinem Wunschunternehmen wurde ich abgelehnt, neben einem mäßigen Abiturzeugnis und Abschluss hatte ich nichts zu bieten und im Vorstellungstest wurde mir persönlich gesagt, dass mein Lebenslauf zu eintönig sei.
Ich wollte also ein Jahr nach China gehen, da ich dort als Maschinenbauingenieur sowieso später arbeiten müsse. Allerdings fehlte das Geld und meine Mutter konnte mich auch nicht unterstützen. So entschied ich kurzer Hand, ich würde es einfach Vortäuschen und ein Jahr Party machen. Also habe ich mich bei einem Sprachkurs angemeldet und mich circa ein halbes Jahr danach wieder beworben. Alles hat ohne Probleme geklappt, Dreistigkeit siegt.

Beichthaus.com Beichte #00029444 vom 15.10.2011 um 22:05:21 Uhr (15 Kommentare).

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Eine Schraube locker

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Dummheit Falschheit Nachbarn Augsburg

Vor ein paar Jahren wohnten wir noch in einer Neubauwohnung. Als ich wieder mal duschte, merkte ich, dass meine vielen Haare den Ausguss verstopften. Normalerweise konnte ich mit einer dünnen Stange die Haarbündel aus dem Abfluss entfernen. Am Waschbecken ging das, aber bei der Dusche nicht. Also nahm ich kurzerhand einen Schraubenzieher, und drehte an der Mitte des Siebs am Ausguss. Aber es ging nicht auf, ich hörte nur etwas im Ausguss runterfallen. Ich war verwundert, machte mir aber keine weiteren Gedanken drüber. Nach 2 Tagen klingelte es auf einmal an der Tür und unsere Nachbarn standen vor uns. Sie fragten verwundert ob bei uns Wasser ausgelaufen sei, weil es bei ihnen die Decke runter tropft. Der Hausbesitzer kam, und die Klempner und sie schoben sich die Schuld zu, wer nun für die lockere Schraube am Ausguss verantwortlich war. Die Klempner sagte, sie haben bei dem Bau der Dusche keinerlei Fehler gemacht, der Hausbesitzer sagte, Herr X ist doch nicht so doof und lockert die Schraube! Die Renovierungskosten von 500 Euro blieben letztendlich an ihm hängen. Meinem Vater war das völlig Wurst, als ich es ihm Tage später beichtete.

Beichthaus.com Beichte #00029442 vom 14.10.2011 um 22:52:12 Uhr in Augsburg (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Betrunken und aggressiv

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Trunksucht Aggression Gewalt Last Night Hilgertshausen-Tandern

Ich war vor einigen Jahren an einem Freitagabend mit Kollegen unterwegs und wie jedes mal landeten wir gegen frühen morgen im Rotlichtviertel. Einer der Kollegen ist in der Gegend aufgewachsen und hat dort einige Bekannte, sowohl unter den Türstehern und Clubbesitzern, als auch unter den Prostituierten. Mit einigen von ihnen genehmigen wir uns dort oft einen Absacker. Eine der Frauen beklagte sich, dass sie eine schlechte Nacht hinter sich hatte, mit einem aufdringlichen und gewalttätigen Freier und Angst habe, alleine nach Hause zu gehen. Lange Rede, kurzer Sinn: am Ende wurde beschlossen, dass ich sie begleite.
Wir riefen also ein Taxi und fuhren los. Der Fahrer schien sichtlich Freude an seiner Beifahrerin zu haben, er starrte ihr immer wieder in den Ausschnitt oder berührte sie scheinbar unabsichtlich. Sie bat ihn, dies zu unterlassen, aber natürlich wusste er von gar nichts. Als wir ausstiegen, machte er ihr das Angebot, sie solle mich wegschicken und den Fahrpreis an ihm abarbeiten. Als sie ablehnte, verlangte er 5 Euro mehr als auf dem Tacho stand, quasi als Entschädigung. Wir weigerten uns, diesen Preis zu zahlen und der Typ wurde sofort zudringlich und aggressiv. Er begann, meine Bekannte zu begrapschen und sie zu beleidigen. Ich rief währenddessen die Polizei, da ich, morgens um vier, nach ungezählten Tequila & Co (2,2 Promille) keinen Nerv mehr für eine Auseinandersetzung hatte.


Der Fahrer fuhr fort, meine Bekannte zu beschimpfen und zu schubsen -auf mein Kommentar, die Polizei sei bereits unterwegs, ging er nicht ein. Ich stellte mich also zwischen ihn und die Bekannte und versuchte ihn zu beruhigen, allerdings beleidigte er nun mich, schlug mir auf den Arm und riss an meinem T-Shirt. Meiner Bekannten sagte ich, sie solle gehen. Ich warnte ihn zweimal und wiederholte, dass die Polizei gleich kommen würde, er solle ruhig bleiben, aber das half nicht. Dann stieß ich ihn zurück und versetzte ihm zwei Schläge gegen die Rippen. Der Typ rannte um sein Auto herum, holte irgendetwas kleines, schwarzes raus und kam wieder zu mir gelaufen. Ich konnte nicht genau erkennen, was er da bei sich trug und dachte, es wäre ein Elektroschocker. Daraufhin zog ich eine Dose Pfefferspray aus der Tasche und sagte ihm, er solle stehenbleiben und nicht näherkommen. Er kam trotzdem weiter auf mich zu. Dann habe ich ihm den kompletten Doseninhalt ins Gesicht gesprüht. Kurz darauf waren dann vier Streifenwagen da und ich lag mit Handschellen gefesselt auf der Straße.


Vor Gericht wollte der Richter mich eigentlich aufgrund meines Trunkenheitszustandes und der Tatsache, dass der Zeuge (also der Taxifahrer) sich in Widersprüche verstrickte, freisprechen, aber da der Staatsanwalt auf eine Bestrafung drängte, weil er überzeugt war, dass es sich um eine gefährliche Körperverletzung meinerseits an dem Fahrer handelte und ich darüberhinaus die beteiligte Frau näher kennen würde, bzw. ihr Zuhälter sei, wurde dann das Verfahren gegen Zahlung einer hohen Geldstrafe eingestellt. Herr Staatsanwalt, Sie hatten teilweise recht. Ich war, bin und werde niemals ein Zuhälter und die Dame kannte ich wirklich nicht näher. Aber ich fühlte mich nicht wirklich bedroht und habe die komplette Dose versprüht, obwohl ein kleiner Spritzer genügt hätte. Der Rest war reine Aggression.

Beichthaus.com Beichte #00029439 vom 13.10.2011 um 22:05:14 Uhr in Hilgertshausen-Tandern (15 Kommentare).

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