Der Windelträger

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Schule Bad Honnef

In meiner Schulzeit hatten wir einen passiven schüchternen Mitschüler, der immer Opfer war. Ich habe dann irgendwie herausbekommen, dass er mit circa 14 Jahren noch Windeln trug. Seitdem ist er immer wieder hauptsächlich von mir und einigen anderen, die es wussten gemobbt worden. Wir haben uns ständig was einfallen lassen. Wir haben ihm Reiszwecken auf den Stuhl gelegt, morgens auf dem Schulweg einmal sogar Urin in die Windel gekippt, ihm an der Bushaltestelle die Hose runtergezogen, seine Ersatzwindel weggenommen, Juckpulver in seine Kleidung und viele andere Gemeinheiten angetan. Wir haben ihn öfters bis zum Heulen gebracht, dennoch hat er uns nie bei irgendwem angeschwärzt.

Seit einem Sportunfall habe ich selbst eine Reflexinkontinenz und habe die Kontrolle über meine Blase vollkommen verloren. Bereits über zwei Jahre bin ich selbst rund um die Uhr auf Windeln angewiesen. Das schränkt Freizeit und Berufsleben ein, ist mit zahlreichen Problemen im Alltag verbunden und oft unangenehm, einfach ätzend. Manchmal reagieren andere Mitmenschen abwertend, man wird komisch behandelt oder Sie machen sich lustig, wenn rauskommt, dass man mit 33 Jahren Windeln trägt. Ich habe mittlerweile viel Erfahrung gesammelt und mich mit der Situation abgefunden aber auch oft gefragt warum ausgerechnet mir das passieren musste, das Leben ist oft ungerecht.

In manchen Situationen fällt mir dann immer wieder mein ehemaliger Mitschüler ein, dem ich auch deswegen das Leben noch schwerer gemacht habe und ihn psychisch und physisch drangsaliert und unterdrückt habe, weil er anders und schwächer war. Das war teilweise grenzwertig und bösartig und muss eine heftige zusätzliche Belastung gewesen sein. Das tut mir heute total leid aber Vergangenes kann man leider nicht rückgängig machen. Heute würde ich, ganz anders reagieren und muss mich für mein Verhalten damals entschuldigen ich war einfach nur dumm. Wir haben heute keinen Kontakt mehr aber in manchen Situationen erinnere ich mich daran und glaub mir ich würde mich heute persönlich entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00041431 vom 18.07.2018 um 13:05:14 Uhr in Bad Honnef (22 Kommentare).

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Mein zerstörtes Frauenbild

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Fremdgehen Ex Ungerechtigkeit

Ich (m) wurde von meiner Freundin verlassen. Ich habe alles für diese Frau getan. Vor allem habe ich mich fallen lassen, so wie sie es sich gewünscht hat und Gefühle und meine Liebe gezeigt. Was war ich naiv zu glauben, dass die erste Frau, bei der ich das tue, es mir dankt. Sie hat mich wie ein Stück Dreck fallen lassen und bumst sich mutmaßlich durch die Weltgeschichte. Männer, seht es endlich ein. Die wenigsten Frauen wollen wirklich einen netten, tollen, liebevollen Mann. Ganz egal, wie oft sie es betonen, sie brauchen die kleinen Machtspiele, sonst glauben sie alles tun zu können.

Ab heute habe ich ein völlig zerstörtes Frauenbild. Anders als ihr vielleicht vermuten könntet, werde ich nun nicht anfangen Frauen zu verarschen und den Spiegel umzudrehen. Das ist nicht mein Naturell und mir ist in meiner Wut dennoch bewusst, dass es wohl auch gute Frauen da draußen gibt. Ich glaube nur nicht mehr an mein Glück eine solche zu finden bzw. sie zu erkennen und so beichte ich viel mehr meine Beziehungsfähigkeit im klassischen Sinne aufzugeben. Ich werde nie wieder jemanden so in mein Herz lassen. Und das ist wohl ein Schaden, der eher bei mir liegt.

Beichthaus.com Beichte #00041397 vom 04.07.2018 um 14:16:27 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Warum werde ich als Rothaarige diskriminiert?

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Vorurteile Ungerechtigkeit

Es nervt mich mittlerweile ungemein, dass meine beste Freundin und ich aufgrund unserer Haar- und Hautfarbe diskriminiert werden. Wir sind zwei vollkommen unterschiedliche Typen, sie ist dunkelhäutig mit ebenfalls dunklen Haaren und ich bin sehr hellhäutig und habe leicht rötliche Haare (eher ein Goldton). Obwohl wir beide nicht provozieren, werden wir des Öfteren zum Angriffsziel unserer intoleranten Mitmenschen. Meine beste Freundin ist ein herzensguter Mensch und muss sich als Affe, Schmarotzerin und weitaus schlimmeres beleidigen lassen. Ich dagegen bin die Leiche, Hexe und Seelenlose. Angeblich gehe ich nie nach draußen und als ich neulich an einer Baustelle vorbei gegangen bin, hat ein Bauarbeiter fröhlich pfeifend das Pipi-Langstrumpf-Lied angestimmt. Die schlimmste Erfahrung war, als ich im Bus gefahren bin und ein älterer Herr gemeint hat, dass man uns Rotschöpfe unter Hitler (zu recht) vergast hätte. Ebenfalls und genauso verletzend war, als sich eine Besucherin einer Ausstellung beschwerte, dass man mich als Rothaarige rein ließe. Die Dame selbst war sehr übergewichtig und müsste eigentlich nachvollziehen, wie verletzend solche Kommentare sind.

Meine Freundin trifft diese Kommentare aufgrund ihres Äußeren und ihrer Herkunft am schlimmsten. Ich sage ihr immer wieder, wie schön und einzigartig sie ist und ermuntere sie zu sich selbst zu stehen. Leider habe ich sie indirekt hintergangen. Wir sehen uns leider nur noch selten, da ich weggezogen bin. Jedenfalls habe ich die ganzen Anfeindungen nicht mehr ausgehalten und mir meine Haare hellbraun gefärbt, noch dazu gehe ich jetzt ins Solarium und betreibe im Sommer exzessives Sonnenbaden. Seitdem bekomme ich nur noch Komplimente, obwohl ich mich äußerlich kaum verändert habe und es mir selbst gar nicht gefällt. Aber ich habe Angst meiner Freundin so unter die Augen zu treten. Ich, die immer betont hat, wie wichtig es ist zu sich selbst zu stehen und sich dabei selbst nicht annehmen konnte. Ich beichte feige zu sein, kein Selbstbewusstsein zu haben und dass alles nur , weil unsere Gesellschaft noch immer nicht bereit ist mit Menschen zurecht kommen, die eine andere Haut- und Haarfarbe haben, als sie selbst. Dennoch werde ich immer zu meiner besten Freundin halten, egal welche Herausforderungen uns zukünftig begegnen.

Beichthaus.com Beichte #00041340 vom 14.06.2018 um 17:37:54 Uhr (36 Kommentare).

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Katze zugelaufen & ausgesetzt

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Ungerechtigkeit Tiere Tiere Bremen

Ich habe vor Jahren mal eine Katze, die zugelaufen war und ein kaputtes Auge hatte auf dem Weg zur Arbeit im Auto mitgenommen und unterwegs ausgesetzt.

Beichthaus.com Beichte #00041317 vom 02.06.2018 um 08:29:57 Uhr in Bremen (18 Kommentare).

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“Beichte

Pankreaskarzinom

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Ungerechtigkeit Gesundheit Erfurt

Ich bin gerade etwas am Boden zerstört. Ich bin im Februar 24 geworden und bin auf Wunsch meiner Mutter zu einer Vorsorgeuntersuchung gegangen. Vor einiger Zeit bekam ich die Ergebnisse. Ich habe ein Pankreaskarzinom. Die Aussichten auf Heilung liegen bei mir bei unter 2% da der krebs schon stark gestreut hat. Ich habe meiner Mutter noch nichts erzählt und ihr gesagt die Untersuchungen alle ohne Befund waren. Ich sollte anmerken das mein Vater vor cica 10 Jahren auch an Krebs gestorben ist. Dazu bin ich Einzelkind. Ich kann meiner Mutter das nicht antun. Es tut mir unendlich leid. Ich bin ein Feigling.

Beichthaus.com Beichte #00041289 vom 22.05.2018 um 19:42:40 Uhr in Erfurt (31 Kommentare).

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