Warum ich meine WG mit Racheplan verlasse

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Zwietracht Rache WG Berlin

Warum ich meine WG mit Racheplan verlasse
Ich (w/20) bin als Zwischenmieterin in eine 4-er WG mit drei Jungs gezogen. Ich habe heute ein Gespräch zwischen den beiden mitgehört. Nebeninfo: In unserer Wohnung hört man einfach alles, weil es bei jedem - trotz einer geschlossenen Tür - unten bei der Türseite einen 0,5 cm-Schlitz gibt und sie glaubten, dass ich außer Haus bin. Dabei hatte ich mich fürs Schlafen hingelegt und machte deshalb keine weiteren Geräusche. Dabei haben sie mich auf das Übelste beleidigt. Sie haben gesagt, dass es Frauen gibt, die sich nur außerhalb der Wohnung schön anziehen und dass ich halt so eine wäre. Außerdem meinten sie, dass ich hässlich bin. Und auch, dass ich nie das Geschirr wegspüle und dass ich deshalb eine dumme Schlampe wäre.

Okay zum ersten: Ja, ich bin nicht schön, wenn ich ungeschminkt bin. Aber ich bin doch schließlich zu Hause, wo wenn nicht hier, sollte ich sein können, wie ich möchte! Zum zweiten Punkt muss ich ein bisschen ausholen. Das Mädchen, dessen Zimmer ich für vier Monate übernehmen sollte, hat mich nur kurz gesehen und eine richtige Besichtigung der Wohnung gab es nicht. Ich hatte zu dem Mädchen gesagt, dass ich eigentlich nichts brauche, außer ein Bett. Tja und das ist auch das Einzige, was da ist. In meinem neuen Zimmer habe ich es mir inzwischen gemütlich gemacht und es ist alles okay. In der Küche sieht es aber anders aus: Es gibt nur einen Kochtopf, drei Löffel, vier Gabeln, fünf Brotmesser, einen tiefen Teller, drei normale Teller, zwei scharfe Messer und drei Gläser. Ganz ohne Witz! Mehr gibt es einfach nicht.

Ich habe bei meinen Eltern meine ganzen Küchenutensilien gelassen und die wohnen 600 Kilometer entfernt. Also ist ein schnelles und einfaches Rübergehen und holen meiner eigenen Sachen nicht möglich. Ich bin außerdem sehr knapp bei Kasse und kann es mir einfach nicht leisten, solche Dinge, wie beispielsweise einen Schneebesen, noch ein zweites Mal zu kaufen! In meiner alten WG hatte ich mein Geschirr aber auch ein oder zwei Tage benutzt stehen gelassen. Aber da jeder sein eigenes Geschirr nutzte, gab es nie Reibereien. Da ich mich selbst aber nur zu gut kenne, hatte ich für diese neue WG meinen eigenen Kochtopf, zwei Müslischalen und zwei Tupperdosen mitgebracht. Ich koche jetzt nicht in der WG und selbst wenn, dann benutze ich nur meine eigenen Sachen. Oder nein, ich korrigiere. Messer, Löffel und Gabel von den anderen benutze ich auch, aber wirklich nur das.

Sie lästern also über meine (mir gehörenden) Sachen. Und dass ich meine (mir gehörende) Sachen nicht abspüle. Ja es stimmt, dass ich sie stehen lasse, aber es sind schließlich meine eigenen Sachen. Also warum lästern sie deshalb über mich und tun so, als ob es ihr Eigentum wäre. Sie haben so viel Schlechtes über mich geredet, es hat mich persönlich einfach sehr verletzt. Und ich habe gestern mit ihnen noch ein Bier getrunken und Fußball geschaut. Ich hatte nicht im Traum damit gerechnet, dass Jungs so fies sein können.

Ich schmiede jetzt also einen kleinen Racheplan. Ich wohne seit einem Monat bei ihnen und müsste theoretisch noch drei weitere Monate bleiben, bis dann letztlich der neue, mit ihnen befreundete Mitbewohner einzieht. Ich zahle meine Miete immer an einen der Jungs, der mit mir wohnt. Für nächsten Monat erhält er keine Miete mehr von mir und ich ziehe am letzten Tag des Monats (hoffentlich) in eine neue WG. Ich habe keinen schriftlichen Mietvertrag gemacht und musste auch keine Kaution bezahlen. Es gab bei dem allerersten Gespräch per Telefon mündlich die Aussage, wie lang ich dort wohne. Ansonsten wurde es nie irgendwo schriftlich festgehalten. Nicht per Facebook, nicht per SMS oder WhatsApp. Man kann mir also nichts Konkretes nachweisen. Wenn alles klappt, ziehe ich quasi in einer Nacht und Nebel Aktion aus und hinterlasse noch einen Zettel mit der Nachricht, dass man nicht ungestraft so übel über jemanden lästert.

Ich war noch vor einigen Jahren Mobbing-Opfer und konnte mich damals nicht wehren. Bei dieser Aktion werde ich zwar wieder mal nur wegrennen, aber ich kann selbst entscheiden, dass ich mit solchen Leuten nichts zu tun haben möchte. Dennoch frage ich mich ernsthaft, ob ich das überhaupt tun kann. Ich bin absolut kein Mensch, der so etwas tut, und ich möchte es eigentlich auch nicht machen. Ich werde es mir auch noch einmal gründlich überlegen, weil ich die Jungs auch nicht hängen lassen möchte. Ich habe also sehr große Gewissensbisse und beichte jetzt einfach schon einmal im Vorfeld, falls ich so gemein sein könnte wie meine Mobber und ich tatsächlich meinen Racheplan durchsetzen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00036309 vom 05.08.2015 um 16:33:38 Uhr in Berlin (Katharinenstrasse) (32 Kommentare).

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Kalter Kakao und zu viel Sahne

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Rache Zorn Rache Arbeit Ostramondra

Ich arbeite in der Gastronomie und möchte etwas beichten. Ich hasse diese Menschen, die anscheinend keine Freude im Leben haben, außer zwei Monate zu sparen, um sich dann mal einen Kaffee im Restaurant gönnen zu können und dann den Kellner zu schikanieren. Habt ihr eigentlich keine anderen Freuden?! Die Nationalität ist mir dabei völlig egal, nur ich muss wirklich sagen - aufgrund meiner Erfahrungen - dass meist Familien oder Personen aus dem Südosten von Europa so sind.


Jetzt zu meiner Beichte: Eine solche Dame hatte ihre heiße Schokolade zwei Mal zurückgehen lassen. Beim ersten Mal war ihr zu viel Sahne in der Tasse, beim zweiten Mal war er zu kalt. Ich habe also die Milch so lange aufgekocht, bis es nicht mehr ging - was wissentlich zu Magenproblemen führen kann, aber sie wollte es ja heiß. Dann habe ich ihren Löffel auch noch schön angeleckt und genüsslich dabei zugeschaut - nachdem auch noch jeder am Tisch erst einmal kontrollieren musste, ob der Kakao nun wirklich warm genug ist - wie sie die Sahne aus der Tasse löffelte. Es verstößt gegen meine Berufsehre, aber es war mir egal.

Beichthaus.com Beichte #00036277 vom 29.07.2015 um 14:00:32 Uhr in Ostramondra (11 Kommentare).

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Suppe durch den Strohhalm schlürfen

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Peinlichkeit Trägheit Ernährung

Als ich (m/22) noch 13 war, hat mir eine Bande Schläger mal mein Handy geklaut und mir dabei den Unterkiefer gebrochen. Wochenlang konnte ich nur Flüssiges zu mir nehmen. Die Idioten wurden zum Glück als eine Bande Serientäter gefasst und ich bekam nicht nur mein Handy ersetzt, sondern auch Schmerzensgeld. So weit ist alles in Ordnung. Allerdings gibt es eine Sache, die sich seitdem verändert hat: Ich trinke meine Suppen immer noch durch einen Strohhalm. Das, was anfangs so nervig wirkte, stellte sich als superpraktisch heraus, und wenn mein Kiefer nicht so wehgetan hätte, hätte ich den Schulurlaub aufgrund des Kieferbruches richtig genießen können. Ich weiß nicht, warum es mir so einen Spaß macht, aber es ist einfach bequem und praktisch, die Suppe zu schlürfen.


Grundsätzlich ist das ja nichts Schlimmes, doch als ich neulich mit Studienkollegen etwas Essen war und mir ohne nachzudenken Suppe bestellt habe, hatte ich plötzlich echt Schwierigkeiten, diese mit einem Löffel zu essen. Es kam mir einfach zu umständlich und langsam vor, sodass ich sie sogar mit der Begründung, sie sei zu kalt, zurückgehen ließ. Erst dann habe ich bemerkt, wie peinlich mir diese Angewohnheit vor anderen wäre, wenn sie jemand wüsste. Zwar lebe ich alleine und es gibt leider keine Frau in meinem Leben, aber irgendwann rechne ich schließlich schon damit, mit meiner Partnerin zusammenzuleben und gemeinsam zu kochen und zu essen. Ich muss mir den Mist abgewöhnen, aber es wird mir sehr schwer fallen.

Beichthaus.com Beichte #00036157 vom 14.07.2015 um 18:14:07 Uhr (8 Kommentare).

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Gepinkelte Funktionen

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Neugier Unreinlichkeit Studentenleben Werbach-Wenkheim

Ich (m/22) habe einen Tick, den ich hier gerne beichten würde. Ich bin Mathematikstudent im sechsten Semester und habe ein Faible für mathematische Funktionen. Eines Tages musste ich während der Vorlesung pinkeln und bin auf die Toilette. Da ich eine helle Stoffhose anhatte, wollte ich natürlich keine Spritzer darauf bekommen. Also stellte ich mich weiter weg vom Pissoir. Und ich ließ es ordentlich laufen. Ich entdeckte, dass ich, je weiter ich mich vom Pissoir entfernte, eine bessere Pissfunktion bekam. Es wurde eine schöne, nach unten geöffnete Parabel. Seitdem trinke ich mich während der Vorlesung immer zu Tode, damit ich schnell wieder auf die Toilette kann und meiner Sucht nach Pissfunktionen nachgehen kann. Nun ist es schon so weit, dass ich versuche einen Sinus zu pissen. Das klappt auch, endet aber immer in einer riesigen Sauerei. Es tut mir schon etwas leid für die Klofrauen, die meine Pisse wegmachen müssen, aber Funktionen zu pissen ist so geil. Mein aktuelles Projekt ist es, eine ziemlich gestauchte Parabel zu pissen. Für die Laien da draußen: Das ist eine Kurve, die sehr steil ansteigt und sehr steil fällt. Manchmal muss ich dazu meinen Penis erigieren, aber das Werk kann sich sehen lassen.

Beichthaus.com Beichte #00036005 vom 22.06.2015 um 21:43:36 Uhr in Werbach-Wenkheim (24 Kommentare).

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Kinder auf dem Spielplatz

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Zorn Hass Nachbarn Kinder

Die Kinder in der Nachbarschaft treiben mich (m/Mitte Zwanzig) langsam aber sicher zur Weißglut. Täglich lassen sie ihrem Müll auf dem Spielplatz unserer Wohnanlage liegen und demolieren die brandneuen Spielgeräte, so wie Bäume und Sträucher aus reiner Langeweile […]
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Beichthaus.com Beichte #00035898 vom 10.06.2015 um 21:32:16 Uhr (17 Kommentare).

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