Wie ich 10.000 Euro in Rom gewann

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Dummheit Feigheit Peinlichkeit Trunksucht Urlaub Italien

Italien 2005, ich war in einer gut besuchten Bar irgendwo im Zentrum von Rom und hatte mir einen doppelten Espresso bestellt. Auf der Verkaufstheke gleich neben der Kasse stand ein durchsichtiger Behälter mit vielen lustigen Gratta & Vinci-Rubbel-Gewinnlosen. "Gewinnen Sie bis zu 100.000 Euro" stand ganz groß auf dem Werbeaufsteller und knapp bei Kasse war ich allemal. War ja auch mein vorletzter Urlaubstag und mein ganzes Urlaubsgeld hatte ich bereits in sinnvollen Alkohol- und Zigarillokonsum investiert. Nun ja, ich sage dem Barista: "Un Gratta & Vinci per favore e il conto." Er sagte: "Due e cinquanta prego (2,50€)", ich gebe ihm einen 5-€-Schein und erhalte 2,50€ Restgeld, die Gelegenheit diese eine kleine letzte Hoffnung zu überprüfen.

Ich rubbele die Felder auf und traue meinen Augen nicht! Drei Mal 10.000 Euro! "Madonna Ssantissima!! Madre di Dio!!!! ALLelujaaaaa!!" Erst folgte ein Freudenschrei den sogar Passanten auf dem Bürgersteig draußen hören konnten, inklusive zweier Carabinieri (Polizisten), die dann auch reinkamen. Ich hätte vor Freude die ganze Welt umarmen können! Bin die Bar auf und ab gelaufen. "Ho vinto! Ho vinto! Ho vintoooooo!!!Diecimilaaaa Eeeuroooo!!" (Ich habe gewonnen: 10.000 Euro!), alle lachten mit und freuten sich mit mir. Einer sagte, aber jetzt wo du 10.000 Euro gewonnen hast solltest du uns wenigstens etwas ausgeben, alle anderen stimmten zu, ich sagte den Gästen: "Leute bestellt euch etwas zu trinken, heute bezahle ich!" Der Barista kam raus und die etwa 30 Anwesenden gaben ihre Bestellungen ab: Cola, Whiskey, Spumante, Cognac..., selbst die zwei Polizisten bestellten etwas, alle freuten sich und stießen auf mein Glück an!

Später, als ich eine Flasche Asti intus hatte, musste ich mal aufs Klo, ich griff nochmal mit strahlendem Gesicht nach dem Rubbellos und wollte mein Glück fassen, schaute mir die Gewinnzahlen an und merkte, dass an einer der drei 10.000er-Ziffern eine Null zu viel dran war! Zum Glück gab es auf dem Gang zu den Toiletten ein Fenster, das sich öffnen ließ und ich konnte im Halbrausch die Flucht ergreifen. Seitdem war ich nie mehr in Rom.

Beichthaus.com Beichte #00023058 vom 28.09.2007 um 23:16:23 Uhr in Italien (Rom) (20 Kommentare).

Gebeichtet von DopeForADay^
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Bewerbungsbögen an der Mathearbeit

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Dummheit

Mein Mathelehrer tackert an schlechte Klausuren McDonalds-Bewerbungsbögen ran und ich fülle sie aus.

Beichthaus.com Beichte #00023052 vom 28.09.2007 um 21:42:58 Uhr (19 Kommentare).

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In der Bahn mit einer Terminator-Oma

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Hass Zorn Dummheit Gesellschaft Bahn & Co.

Ich hasse mehr und mehr meine Mitmenschen auf der Straße und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das fängt schon morgens im Bus an, wo ein ca. 17-Jähriger es nicht mal schafft, seinen fetten Körper von Schweiß und Restalkohol zu befreien. Dazu ungekämmte fettige […]
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Beichthaus.com Beichte #00023047 vom 28.09.2007 um 18:54:33 Uhr (38 Kommentare).

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Gruppenspaß mit Folgen

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Dummheit Morallosigkeit Trunksucht Sex Schwangerschaft

Ich (m/24) war vor 2 Jahren mit meinen Kameraden (ich bin Berufssoldat) unterwegs. Hatten alle ein wenig getrunken. Haben im laufe des abends eine nette frau kennengelernt. Sie war ziemlich angetrunken und stand wohl auf Soldaten. Naja, als der laden dann geschlossen […]
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Beichthaus.com Beichte #00023040 vom 28.09.2007 um 08:56:58 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Austauschschülerin aus Ecuador

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Dummheit Vorurteile Familie Kinder

Die Austauschschülerin aus Ecuador
1994 hatte ich für etwa 6 Monate eine Affäre mit einer Austauschschülerin aus Ecuador, die damals für 1 Jahr in Deutschland in der Stufe meiner älteren Schwester war. Die Zeit mit ihr war intensiv, aufregend und spannend. Auch wenn wohl keine wirkliche Liebe zwischen uns herrschte, so haben wir uns doch sehr gemocht und Spaß miteinander gehabt. Im Zuge der Lust und wohl auch unserer Naivität - ich hatte zwar vorher schon einige Sexualpartnerinnen, trotzdem mit knapp 14 Jahren noch keinen genauen Durchblick von Verhütung, Verantwortung und Konsequenzen, sie war mit damals 18 Jahren noch Jungfrau und zudem sehr katholisch erzogen worden und somit auch nicht 100% im Bilde - haben wir nie verhütet und es kam, wie es kommen musste. Sie wurde schwanger und mein weiteres Leben in seinen Gründzügen erschüttert. Da Ihre Eltern auf keinen Fall davon erfahren durften (nicht mal, dass sie einen Freund hatte), gleichzeitig aber eine Abtreibung für sie nicht in Frage kam, hat sie letztendlich das Kind in Deutschland ausgetragen, es 'uns' (meinen Eltern und mir) überlassen und ist in die Heimat zurück. Versteht sie nicht falsch, sie war keine schlechte Person oder gefühlslos. Es hat sie schier wahnsinnig gemacht, Ihre neugeborene Tochter für immer alleine in Deutschland zurücklassen zu müssen. Aber ihr Umfeld lies ihr keine andere Wahl.

Naja, es steht außer Frage, dass ich ohne die Hilfe meiner Eltern und meiner beiden Schwestern es nie hinbekommen hätte, meine Tochter einigermaßen kindgerecht grosszuziehen. Nichtsdestotrotz war meine Jugend, meine Unbeschwertheit, meine Unbekümmertheit schlagartig wie weggeblasen. Es ist als Pubertierender kaum abzuschätzen, was es heißt, Verantwortung für ein eigenes Kind zu übernehmen, insbesondere wenn man als Mann (Junge) in den ersten Monaten nicht mal die Grundbedürfnisse seines eigenen Kindes befriedigen kann. Mal davon abgesehen, dass mein Tagesablauf nun nicht mehr dem eines normalen Teenagers mit Basketball spielen, Mädels kennenlernen, Mist bauen etc. entsprach, sondern mit wickeln, füttern, spazieren gehen und trösten ausgefüllt war - und welcher Freund hat in dem Alter schon Lust auf Kinderwagen schieben? Es haben sich zwar nicht alle abgewendet, aber zwangsläufig wurde mein Freundeskreis immer kleiner. Ich musste - ich weiß, es ist meine eigene Schuld - auf so vieles Verzichten, im Prinzip habe ich damals mit 14 Jahren meine Kindheit für immer verloren. Wie ich es im Einzelnen geschafft habe, meine Schule inklusive Abitur und mein Studium neben der Erziehung, dem Alltag und meinen Problemen zu bewältigen, weiß ich nicht mehr. Was ich allerdings weiß, dass viele Aspekte - gerade persönliche Entwicklungen, Freundschaften, Beziehungen zu anderen Mädels, Sport - kaum noch stattfanden und ich heute noch Defizite habe - einfach weil ich nie die Zeit oder Chance hatte, diese Dinge auszuprobieren. Das es auch im Alltag oftmals nicht leicht ist/war, zum Beispiel als 20 Jähriger seine 6 jährige Tochter einzuschulen und den ungläubigen, teils auch verachtenden Blicken der anderen Eltern und Lehrern standzuhalten, sollte nachvollziehbar sein. Das man von den schrecklichen Bürozimmertanten in den Behörden und Ämtern wie ein Verrückter und Bekloppter behandelt wird, der seiner Tochter eh nichts bieten kann und Ihr geradewegs den Weg in ein ähnliches Schicksal ebnet, habe ich im Laufe der Jahre zu akzeptieren gelernt. Das ich generell unter Verdacht stehe ein Rabenvater zu sein und auch so kritischer als normale Eltern angesehen und beurteil werde, kann ich auch mit umgehen. Das aber nahezu die komplette Gesellschaft einen jungen, allein erziehenden Mann mit einem Mischlingskind ausgrenzt, vorverurteilt und abstempelt, ist leider immer noch schwer zu verstehen. Und das teilweise sogar meine Tochter für etwaige Versäumnisse oder Fehler Ihrer Eltern herhalten muss, macht mich rasend! Und doch, trotz all der Einschränkungen, Probleme und Hindernisse, bin ich der glücklichste Mensch und vor allem Vater der Welt, wenn meine mittlerweile 13 jährige Tochter zu mir kommt und sagt, dass sie mich liebt und stolz auf mich ist. Das berührt mich jedes Mal so, dass ich hemmungslos anfange zu weinen. Mein Schatz, ich weiß das ich Dir nicht den besten Start ins Leben geben konnte und es viele Dinge gibt, die ich Dir unendlich gerne gegeben hätte (eine Mutter zum Beispiel), aber leider nicht konnte. Trotzdem möchte ich, dass Du weißt, dass ich Dich über alles liebe und immer für Dich da sein werde. Den Tag Deiner Zeugung sehe ich schon lange nicht mehr als Unfall oder Pech, sondern vielmehr als das grösste Geschenk, dass mir je gemacht wurde. Ich liebe dich.

Beichthaus.com Beichte #00023024 vom 27.09.2007 um 21:05:50 Uhr (100 Kommentare).

Gebeichtet von das_philipp
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