Die Samenspende meines Vaters

46

anhören

Fremdgehen Stolz Verzweiflung Kinder Familie

Ich (m/36) werde in einigen Monaten Vater. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch so ist das leider nicht. Über mehrere Jahre versuchten ich und meine Frau, ein Kind zu machen. Es half alles nichts, da mein Sperma einfach für nichts zu gebrauchen ist. Ich meine, jeder hat doch den Trieb, sich fortzupflanzen, weswegen für uns beide eine Welt zusammengebrochen ist. Da wir beide aber unbedingt ein Kind haben wollten, suchten wir nach Alternativen. Eine Adoption wäre für uns nicht infrage gekommen. Meiner Meinung nach kann man ein Kind nur dann lieben, wenn es von einem selbst kommt, also eine direkte Nähe da ist.


Irgendwann kam meine Frau auf die Idee einer Samenspende. An sich war die Idee nicht schlecht, jedoch wäre es für mich untragbar, wenn meine Frau das Kind eines Wildfremden austrägt. Meine Frau akzeptierte meine moralischen Vorbehalte, wollte aber nicht von der Samenspende wegkommen. Sie variierte den Vorschlag so um, dass der Samenspende ein naher Verwandter meinerseits sein müsste. Für mich eine klasse Idee, da das Erbgut mit meinem immerhin ähnlich sei. Angesichts eines fehlenden Bruders war aber nur mein Vater in Betracht gekommen. Mein Vater sollte ein Kind mit meiner Frau kriegen? Zwar war die Theorie abstrus, mit der praktischen Umsetzung hatte ich aber keine Bedenken. Nach einigen Wochen Bedenkzeit sagte mein Vater zu, schließlich wollte er schon seit Längerem Enkelkinder. Das Arrangemant sah vor, dass meine Frau und mein Vater für das Kinderkriegen verantwortlich waren.


Ich persönlich dachte an einer künstlichen Befruchtung, jedoch kam es zu meinem Unwissen anders. Hinter meinen Rücken machten die beiden ein Kind auf klassische Art und Weise. Unfassbar, mein Vater hat mit meiner Frau geschlafen. Wieso wurde ich so hintergangen? Grund hierfür war angeblich finanzieller Natur. Klar, eine künstliche Befruchtung kostet schon was, aber mir wäre es wert gewesen. Außerdem kaufe ich das denen nicht ab. Inzwischen ist mir jeglicher Kontakt mit meinem Vater peinlich. Allein bei dem Gedanken, dass er schon über meiner Frau drübergerutscht ist, kann ich ihm nicht in die Augen sehen. Tragischerweise ist das aber nicht das einzige Problem. So langsam habe ich den Verdacht, dass ich eine Beziehung zu meinem Kind nicht aufbauen könnte, wenn ich mich nicht als richtigen Vater sehe. Ich hätte beziehungstechnisch nur eine Statistenrolle.


Ich weiß, ich war auch für die Idee, bereue es aber nicht über mögliche Konsequenzen nachgedacht zu haben. Vermutlich werde ich eines der Väter sein, die ihre Kinder nicht lieben. Momentan macht mich die Situation richtig fertig. Sobald ich meine inzwischen rundere Frau sehe, kippt mein Gemütszustand. Gerade spiele ich mit dem Gedanken einer Abtreibung. Mir ist bewusst, dass auch die Frau einverstanden sein muss, zumal sie am meisten dran leiden würde. Nebenbei könnte es ein Vertrauensbruch zwischen uns sein. Ich meine, ich war anfangs noch einverstanden damit. Meine Zweifel lösen sich aber mit der Zeit in Luft auf.


Wie zuvor erwähnt hat meine Frau schon das Vertrauensbild bereits verschmiert, indem sie mit meinem Vater schlief. Aus diesem Grund hätte ich doch etwas gut bei ihr. Hoffentlich wird sie mich verstehen, denn sonst wird es zwischen uns krachen. Naja, egal was ich tue, ich bin auf alle Fälle der Verlierer. Entweder ich bekomme ein Kind oder eines, das ich nicht liebe. Vielleicht wollte es Gott so.

Beichthaus.com Beichte #00037135 vom 29.11.2015 um 16:32:00 Uhr (46 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Oma und Opa sind schon tot

3

anhören

Missbrauch Lügen Falschheit Kinder Familie

Meine Frau wurde als Kind mehrfach von ihrem Vater vergewaltigt, weswegen er nach Jahren der Pein aufgrund der Hilfe einer Nachbarin angezeigt wurde und eine Gefängnisstrafe verbüßen musste. Mithilfe etlicher Therapien und auch mit meiner Unterstützung hat sie es zwar geschafft, mit der Vergangenheit abzuschließen und eine wunderbare Mutter für unsere beiden Töchter zu sein, aber sie pflegt trotzdem noch Kontakt zu den Eltern - sie sind Alkoholiker und geändert hat sich in deren asozialem Leben nicht viel. Ich kann es nicht verstehen, dass sie zu ihnen geht, ihnen bei Behördengängen, beim Reinemachen und bei allem Möglichen hilft, aber ich kann es ihr nicht verbieten.


Unsere Kinder dürfen die beiden weder ansehen, geschweige denn ansprechen, da herrscht absolutes Kontaktverbot. Meine Beichte ist, dass unsere Kinder, obwohl sie immerhin schon acht und sechs Jahre alt sind, gar nicht wissen, dass ihre Großeltern mütterlicherseits noch leben. Wir wussten nicht, wie man seinen Kindern diese Situation erklären kann, und haben ihnen erzählt, dass Oma und Opa schon gestorben sind. Mir geht es nicht um den Abschaum, sondern um mein schlechtes Gewissen, dass wir unsere beiden süßen Mäuse anlügen. Und wir fürchten, den richtigen Zeitpunkt bereits verpasst zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00037125 vom 27.11.2015 um 21:30:48 Uhr (3 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Beichte

Der Anschlag auf das World Trade Center

6

anhören

Schamlosigkeit Kinder

In der Grundschule hatte ich einen türkischstämmigen, aber komplett integrierten Klassenkameraden. Er aß Schweinefleisch, seine Mutter und Geschwister waren durch und durch deutsch und hatten trotzdem einen Blick auf ihre Herkunft. Damals war 9/11 noch nicht lange her. Der damalige Dauertrubel in den Medien, vor allem im Fernsehen, hatte uns Kinder sehr genervt. Als ich in der Grundschule neben ihm saß, haben wir immer zerstörerische Bilder vom Luftanschlag auf das World Trade Center gemalt. Ich möchte mich für diese geschmacklosen Aktionen von damals entschuldigen. Ich hasse Terrorismus, vor allem religiös motivierte Terroranschläge, wie die Pest. Mein türkischstämmiger Klassenkamerad übrigens mit Sicherheit auch, er und seine Familie waren nämlich in keinerlei Hinsicht religiös und allerhöchstens auf dem Papier Moslems.

Beichthaus.com Beichte #00037115 vom 26.11.2015 um 17:29:02 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wir haben das Leben eines Kindes zerstört

24

anhören

Trunksucht Verzweiflung Unfall Kinder Last Night

Ich (m/22) möchte etwas beichten, das morgen vor genau einem Jahr passiert ist. Meine Freundin hatte kurz vorher mit mir Schluss gemacht und mir ging es wirklich mies. Ich war mit Freunden fort und wollte meinen Liebeskummer in Alkohol ertränken. Bei uns auf dem Land ist es üblich, dass es einen Fahrer gibt und der trinkt absolut keinen Tropfen Alkohol. Wir sind dann bei der Location angekommen und haben gleich begonnen zu Bechern. Wir haben alle schnell sehr viel getrunken - außer dem Autofahrer - und ich noch mehr, weil ich zwischenzeitlich immer wieder allein Tequila getrunken habe. Bei mir ist das immer so, wenn ich wirklich betrunken bin, verlasse ich den Freundeskreis und laufe herum, rede mit Leuten, die ich sonst auch noch kenne und trinke dann mit denen weiter. Um ungefähr 12 Uhr war ich rotzevoll, was auch der Grund war, warum wir so früh gefahren sind. Ich weiß noch, dass meine Freunde auch gut getrunken hatten. Was ich allerdings nicht wusste, weil man es ihm nicht angesehen hat und ich es einfach nicht mitbekommen hatte, war, dass unser Autofahrer auch verdammt besoffen war.


Ich weiß nicht, wann er so viel getrunken hat und ich weiß nicht wieso. Wir sind also ins Auto gestiegen - bei einem komplett besoffenen Typen und sind eine gute Viertelstunde gefahren - und die Freunde auf der Rückbank haben geschlafen. Dann kamen wir in eine Ortschaft und bei einem Haus brannte im Garten noch Licht, weil da ein paar ungefähr 10-jährige Jungs noch Fußball spielten. Fragt mich bitte nicht, wieso. Mir wurde kotzübel und es kam hoch. Irgendwie schaffte ich es, dass nur ein kleiner Teil hochkam, und dass meinen Mund geschlossen blieb. Nun saß ich da, den Mund voll mit Kotze, und sah, wie ein Ball auf die Straße flog. Zwei Sekunden später kam auch schon das Kind hinterher gelaufen. Doch der Fahrer sah es nicht. Ich konnte nicht reden und zeigte mit dem Finger auf das Kind. Unser Fahrer erwischte das Kind mit bestimmt 70 Sachen und das Kind flog mehrere Meter. Die Schreie der Mutter, die aus dem Haus gestürmt kam, kann ich nicht mehr vergessen. Das Kind ist seit diesem Tag querschnittsgelähmt. Und mein Freund verlor alles. Seinen Führerschein, seine Freunde - und er muss immer noch eine riesige Summe Schmerzensgeld zahlen und hat eine Bewährungsstrafe kassiert.


Seit diesem Tag habe ich keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Doch jede Nacht träume ich von dem Unfall. Jede Nacht ist es derselbe Traum. Jede Nacht träume ich von dem Gesicht des Kindes, von dem Aufprall mit dem Geschrei der Mutter im Hintergrund. Ich gebe mir die Schuld für das Ganze, weil wir wegen mir schon so früh gefahren sind. Weil ich nicht aufgepasst habe, ob der Fahrer nichts getrunken hat. Weil ich nicht reden konnte. Es tut mir leid, dass wir das Leben dieses Kindes zerstört haben.

Beichthaus.com Beichte #00037029 vom 13.11.2015 um 17:09:10 Uhr (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Auch Eltern wollen Süßigkeiten!

35

anhören

Völlerei Ernährung Kinder

Ich (w/26) beichte, dass ich oft meinen Kindern ihre Süßigkeiten wegesse. Ich beichte aus aktuellem Anlass, weil ich an Halloween zwei liebevoll gepackte Süßigkeiten-Tütchen für meine Kinder vor unserer Tür gefunden habe, vermutlich von einem Nachbarn, und ich den Inhalt komplett selbst verputzt habe, ohne meinen Kindern von den Tütchen zu erzählen. Ich tue das aus zwei Gründen: Erstens liebe ich Süßes, ich bin regelrecht süchtig nach Schoki, und zweitens achte ich sehr darauf, dass meine Kleinen sich (im Gegensatz zu mir) gesund und ausgewogen ernähren, und gebe ihnen daher so selten wie möglich etwas Süßes. Meinen Kindern fehlt es an nichts und sie bekommen ab und zu was Süßes, ich achte beim Kochen darauf, dass es nicht nur gesund ist, sondern auch den Kindern schmeckt, und ich möchte sie an eine gesunde Ernährung gewöhnen, was bisher auch gut geklappt hat. Ich fände es daher kontraproduktiv, ihnen solche Süßigkeiten-Tütchen zu geben, wenn sie nicht danach fragen. Zudem ist die Kleinere noch nicht einmal zwei Jahre alt, da will ich sie nicht schon an Süßigkeiten gewöhnen. Obwohl es ja EIGENTLICH unter anderem zum Wohl meiner Kinder ist, habe ich dennoch ein schlechtes Gewissen, da ich ja auch aus egoistischem Motiv handele und ihnen klaue, was ihnen gehört und sie sich sicher sehr über die Süßigkeiten freuen würden, denn sie kommen diesbezüglich nach ihrer Mutter.

Beichthaus.com Beichte #00036957 vom 02.11.2015 um 10:58:39 Uhr (35 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000