Heucheleien zu Feiertagen

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Zorn Schamlosigkeit Weihnachten Düsseldorf

Ich beichte, dass ich meinen Mitmenschen tierisch auf den Sack gehe, weil ich sie wegen ihrer ständigen Höflichkeitsfloskeln aufziehe. Jetzt an Weihnachten hat mir jeder, sobald ich auch nur zwei Worte mit ihm gewechselt habe, frohe Festtage gewünscht. Jedes Mal, wenn ich etwas eingekauft habe, wünschte mir die Kassiererin frohe Festtage, obwohl ich vorher nicht ein einziges Wort mit ihr gesprochen habe, sie mich nicht kennt, ich sie nicht kenne, und ich sie auch nie im Leben wiedersehen werde. Ob ich wirklich frohe Festtage habe, ist ihr in Wirklichkeit scheißegal. Ich habe also jedem, von dem ich mich verabschiedet habe, frohe Ostern gewünscht, und denjenigen, die ich besonders lieb gewonnen habe, schöne Pfingsttage. Wenn keine Feiertage anstehen, wünsche ich von Montag bis Mittwoch jedem ein schönes Wochenende und immer wieder mal streue ich wahllos ein und schönen Urlaub noch!€œ ein. Die meisten Menschen sind dann beleidigt, manche wollen sich ausschütten vor Lachen.
Wenn ich an die ersten Tage im neuen Jahr denke, wird mir allerdings schon schlecht, weil jeder hergelaufene Arsch mir ein glückliches neues Jahr wünscht, obwohl ich genau weiß, dass es ihn nicht die Bohne interessiert, ob das neue Jahr für mich gut oder schlecht wird. Ich bitte um Vergebung, aber ich kann ich anders, diese schmierige Heuchelei kotzt mich so an.

Beichthaus.com Beichte #00030631 vom 29.12.2012 um 17:59:40 Uhr in Düsseldorf (Ratinger Straße) (24 Kommentare).

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Aktiv zuhören

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Trägheit Ignoranz Peinlichkeit Basel

Mir ist aufgefallen, dass ich schon seit längerer Zeit ein Problem habe. Folgendes: ich kann nicht aktiv zuhören. Wieso, weiß ich selbst nicht. Ich arbeite in einem Büro und muss da regelmäßig Anrufe entgegen nehmen. Und aus irgendeinem Grund kann ich aber der Person am anderen Ende der Strippe nicht wirklich zuhören. In Sitzungen überlege mir, was ich zu Abend essen will oder ob im Kino wieder ein guter Film läuft. Aber das ist nicht nur bei der Arbeit so. Es ist egal, wer mit mir redet, nach zwei Sätzen kann ich nicht mehr zuhören! Dabei will ich das gar nicht! Auch wenn es mich interessiert, ich schweife automatisch ab. Ab und zu denke ich auch an gar nichts und nicke einfach die ganze Zeit. Ich strenge mich wirklich an, meinen Mitmenschen eine gute Zuhörerin zu sein, aber ich kriege es einfach nicht auf die Reihe. Ich schäme mich, so vieles quasi zu überhören. Ich weiß aber nicht, warum ich mich nicht einfach mal zusammenreißen kann und den Anderen wirklich mal zuhören. Aber anstatt mich zu konzentrieren verliere ich mich in meinen eigenen Gedanken. Es tut mir leid! Ich weiß nicht, wie ich es bis jetzt geschafft habe, damit durchs leben zu kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030621 vom 27.12.2012 um 22:54:50 Uhr in 4057 Basel (Bärschwilerstrasse) (12 Kommentare).

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“Beichte

Ungebetene Begleitung

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Aggression Engherzigkeit Freunde Last Night

Ich bin öfters unterwegs und auch immer wieder mal in einem guten Club anzutreffen. Solange die Stimmung passt und die Musik mir zusagt, bin ich beinahe jedes Wochenende dort. Meine Freundinnen und andere Bekannte sind meistens mit dabei. Doch ich muss beichten, dass ich manchmal am liebsten einfach alleine unterwegs wäre. Wir sind alle plus minus im gleichen Alter (ich bin w/25) und verstehen uns im Großen und Ganzen eigentlich recht gut. Aber sobald wir unterwegs sind, verhalten sich gewisse Frauen einfach komplett anders oder nerven nur herum. Eine gute Bekannte von mir fängt total an zu nerven, wenn sie zu viel getrunken hat. Sie ist dann nicht wirklich mal besoffen, sie benötigt nur einfach unglaublich viel Aufmerksamkeit und redet mit mir in einem vollen Club mit lauter Musik. Jedes Mal lächle ich einfach, weil ich keine Ahnung habe, was sie mir da erzählt. Wenn ich dann davon ausgehe, dass sie fertig ist, will ich weiter tanzen, aber dann kommt sie wieder und ich sehe nur ihre Lippenbewegungen. Dabei muss sie mir auch jedes Mal an die Hand fassen und dabei lachen. Ich denke mir immer "hau doch einfach ab, du beklopptes Stück Brot!" Des Öfteren dreht sie auch durch, wenn ich kurz an die Bar oder aufs Klo gehe, selbst, wenn wir nicht nur zu zweit unterwegs sind. Warum ich denn einfach weglaufen würde und sie alleine lasse, fragt sie dann immer. Der Club, in dem wir uns meistens aufhalten, ist, nebenbei bemerkt, auch nicht so groß, dass man sich verlieren könnte. Immer rechtfertige ich mich vor ihr und trotzdem ist sie dann eingeschnappt. Am liebsten würde ich ihr sagen: "Du bist scheiße, langweilig und nervst! Tanzen kannst du auch nicht und tu nicht so, als würdest du die Djs kennen! Wer sich immer nur im Kreis dreht und das Tanzen nennt, sollte sich gar nicht erst wagen, in einem Club tanzen zu wollen!"


Wenn sie nüchtern ist, beklagt sie sich genau darüber. Sind dann mal männliche Begleiter dabei, holt sie ihre "ich bin doch eine Prinzessin"- Maske hervor und lacht über jedes Wort, auch wenn es kein Witz war. Und dann hat sie alle so lieb und fragt mich, warum ich so abwesend bin. Mein Gott, ich will doch nur tanzen! Wenn ich reden wollte, würde ich Kaffee trinken gehen. Ich will nicht über nicht-lustige Witze von Typen gezwungen lachen, sondern mich einfach betrinken und tanzen. Ich will ihr nicht zuhören, ich will kein Mitleid erteilen oder zusehen, wie sie alle plötzlich lieb hat und hofft, dass einer der Typen sie endlich abschleppt. Frauen, die sich um ihre eigene Achse drehen und das Tanzen nennen, will niemand abschleppen! Hiermit beichte ich, dass ich es hasse, mit meinem Bekanntenkreis - vor allem mit dieser einen Person - tanzen zu gehen und am liebsten alleine unterwegs bin, um mich einfach der Musik und dem Rhythmus hinzugeben und niemandem zuhören zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00030616 vom 25.12.2012 um 13:32:41 Uhr (22 Kommentare).

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Hass auf Vegetarierin

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Aggression Hass Gewalt Ernährung

Hass auf Vegetarierin
Ich (m/22) bin Student in einer Großstadt und wohne mit drei Freunden in einer WG. Wie das so als Student ist, lernt man ja auch viele andere Studenten kennen, macht Partys und so einen Kram eben. Leider gibt es in unserem Freundeskreis auch eine Studentin, die ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00030614 vom 24.12.2012 um 18:59:24 Uhr (61 Kommentare).

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“Folge

Glühwein mit zerstörerischen Folgen

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Dummheit Trunksucht Weihnachten

Mir (m/23) ist vor einigen Jahren zu Weihnachten etwas total Peinliches passiert, womit mich meine Eltern und mein Bruder heute noch jedes Jahr aufziehen. Damals war ich 16 und, wie Teenager so sind, wollte ich an Heiligabend lieber mit meinen Kumpels Party machen, als mit der Familie unter dem Baum zu hocken. Nach einigen Diskussionen einigten mein Vater und ich uns auf Folgendes: Ich durfte nach der Bescherung mit der Familie verschwinden, sollte aber um Mitternacht wieder zu Hause sein und nicht mehr als zwei Bier trinken, da wir am 25. früh aufstehen wollten, um zu meinen Großeltern zu fahren. Also ging ich nach der Bescherung mit der Familie mit meinen Kumpels in unsere Dorfdisco. Dort war leider nicht so viel los, deshalb schlug einer meiner Kumpels vor, wir sollten zu seinem älteren Bruder gehen. In dessen Garage würde eine Party steigen. Wir begaben uns also dorthin und setzten uns dazu. Da es in der Garage recht kalt war, hatte besagter Bruder ein Feuer vor der Garage gemacht und darüber einen Kessel mit Glühwein nach einem "Spezialrezept", wie er sagte, aufgestellt. Eigentlich wollte ich davon nichts trinken, aber nach einer Weile war es so kalt, dass ich doch eine Tasse nahm. Das Zeug war echt lecker, also trank ich noch eine Tasse und dann noch eine... Keine Ahnung, wie viel ich insgesamt davon getrunken habe, aber die Party wurde immer lustiger, so dass ich völlig die Zeit vergaß.


Als ich dann mal auf die Uhr blickte, stellte ich erschrocken fest, dass es schon fast zwei Uhr morgens war und ich schon längst hätte zu Hause sein sollen. Also verabschiedete ich mich schnell und ging nach Hause. Auf dem Weg merkte ich deutlich die Wirkung des Spezialglühweins. Ich konnte kaum noch geradeaus laufen und fiel auch mehrmals beinahe hin. Irgendwie schaffte ich es aber dennoch zu unserem Haus. Da war schon alles dunkel und ich dachte, ich könnte mich unbemerkt ins Bett schleichen. Falsch gedacht. Auf der Treppe vor der Haustür rutschte ich aus. Ich wollte mich noch irgendwo festhalten und griff nach dem Zweig des Tannenbaums, der in einem großen Topf neben der Haustür stand. Leider ein Fehlgriff, ich flog voll auf mein Gesicht, der Baum fiel um und auf mich drauf, dabei ging der Topf mit lautem Scheppern zu Bruch. Davon wurden meine Eltern und mein Bruder wach und standen plötzlich in der Tür. Mein Bruder lachte mich aus, meine Mutter fragte mich besorgt, ob ich mich verletzt hätte und mein Vater war sauer, da ich unsere Absprache nicht eingehalten hatte und hielt mir eine ordentliche Standpauke. Am nächsten Morgen war mir so übel, dass meine Eltern und mein Bruder alleine zu den Großeltern fuhren, denen sie erzählten, ich hätte mir einen Magen-Darm-Virus eingefangen. Den kaputten Topf und die ebenfalls zerstörte Baumdeko musste ich von meinem Taschengeld bezahlen. Seitdem habe ich nie wieder Glühwein getrunken.

Beichthaus.com Beichte #00030613 vom 24.12.2012 um 17:14:34 Uhr (7 Kommentare).

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