Extrawürste sind nur Kopfsache!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Zwietracht Ernährung

Gestern Abend habe ich mir noch schnell Essen vom Imbiss geholt. Da sehr viel los war, hat es etwas gedauert. Ich hatte etwas Zeit zum Beobachten des ganzen Geschehens und beichte, dass ich mich heimlich tierisch gefreut habe, als sie aus Zeitdruck die panierten Schweineschnitzel einfach unter die Frittiergitter mit den Pommes gelegt haben, um sie schneller fertigzumachen. Theoretisch sind also die veganen, vegetarischen, koscheren und halalen, und was weiß ich nicht alles, Fritten kontaminiert mit dem Fleisch bzw. dem unreinen Nahrungsmittel. Ich freue mich nicht, weil ich Menschen ihre Lebensweise oder Religion absprechen möchte, die sollen sie gestalten und ausleben, wie sie wollen.


Viel mehr nervt mich die Ablehnung aus solch nicht-medizinischen Gründen und die Extrawürste, die alle immer brauchen. Dies ist nicht bio, das nicht korrekt geschlachtet, das nicht aus liebevoller Streichelhaltung. Natürlich ist auch die Massentierhaltung nicht in Ordnung. Aber am meisten auf den Senkel gehen mir Menschen, die an jeder kleinen Ecke etwas zum Meckern finden, wie eben bei Grundbedürfnissen. Sie sind ja nicht krank oder so, das ist alles reine Kopfsache. Die Menschheit ist am Ende doch die größte Plage für diesen Planeten, und fairerweise schließe ich mich auch selbst mit ein.

Beichthaus.com Beichte #00037830 vom 14.03.2016 um 20:36:56 Uhr (14 Kommentare).

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Das Porno-Handy und mein Verlangen

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Begehrlichkeit Fremdgehen Masturbation Partnerschaft

Ich (m) habe nun seit mehr als acht Monaten eine Freundin. Vor der Zeit mit ihr habe ich jedoch mit ein paar Freundinnen über Snapch*t immer wieder heiße Fotos ausgetauscht. Da man ja sieht, wenn jemand einen Screenshot macht, nahm ich dazu immer mein Zweithandy. So gesehen hatte ich also ein Porno-Handy. Diese Bilder waren von vielen guten Freundinnen, welche alle eine Sache miteinander gemeinsam haben: Sie sind verdammt notgeil. Abgesehen davon, dass ich mir selbst immer die Nudel poliere, habe ich trotzdem ständig Sex mit meiner Freundin. Nur möchte ich unbedingt mit einer dieser Freundinnen schlafen, aber dafür liebe ich meine Freundin zu sehr. Trotzdem würde ich gerne jeder der Freundinnen meinen Kolben reinbuttern. Ich weiß, dieses Verhalten ist unangebracht und ich werde meine Freundin nicht betrügen, dennoch bitte ich um Absolution, da ich solche Gedanken habe

Beichthaus.com Beichte #00037829 vom 14.03.2016 um 18:56:30 Uhr (12 Kommentare).

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Mein Kampf gegen Alltagsrassismus

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Vorurteile Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich (25) bin gebürtige Lateinamerikanerin mit europäischen und nordafrikanischen Vorfahren. Meine Mutter und ich leben seit 1998 in Deutschland, wir sind beide integriert, beherrschen die deutsche Sprache fließend und haben schon immer gearbeitet. Schon als Kind trug ich Zeitungen aus oder half in der Nachbarschaft gegen Geld aus, um meiner Mutter etwas unter die Arme zu greifen und mir selbst etwas leisten zu können. In der Nachbarschaft waren wir stets bekannt und wurden auch gemocht. Für unsere Nachbarschaft, die überwiegend Deutsche waren, spielte unsere Herkunft nie eine große Rolle und wir wurden auch so angenommen, wie wir sind. Dennoch habe ich bis heute mit Alltagsrassismus zu kämpfen. In der Schule, die zwar zum Großteil aus Migranten bestand, wurde ich häufig wegen meiner Herkunft auf das Übelste beschimpft, beleidigt und sogar geschlagen. Sowohl von Deutschen als auch von Migranten aus dem arabischen Raum oder dem Kosovo, die einen noch dunkleren Teint hatten.


Die Lehrer unternahmen jedoch nichts und dies ging bis zur weiterführenden Schule so weiter. Meine "Integration" ging sogar so weit, dass ich mich immer noch versuche, mich auch optisch anzupassen. Ich habe mir bereits als Kind schon die Haare chemisch geglättet, mich stets gut gekleidet und die Haare heller gefärbt. Glücklicherweise habe ich grünbraune Augen und durch meine europäischen Vorfahren einen mediterranen Teint, sodass viele denken ich sei Halbdeutsche. Wenn es nicht so wäre, hätte ich meine Haut wohl sogar mit kosmetischen Mitteln aufgehellt. Blöderweise habe ich die markanten Gesichtszüge meiner afrikanischen Vorfahren und fühle mich deshalb auch unwohl. Seitdem ich weiß, dass man durch einen chirurgischen Eingriff auch etwas daran ändern kann, spare ich für eine Rhinoplastik, um meine Nasenflügel verschmälern zu lassen. Das Mobbing hatte zwar aufgehört, da ich nach der 10. Klasse auf das Gymnasium ging und in der neuen Schule neue Freunde gefunden habe, jedoch geht der Alltagsrassismus weiter.


Ich werde weiterhin oft unterschätzt, falsch eingeschätzt oder sexualisiert - wegen meiner offensichtlichen Herkunft. Als ich nach dem Abitur eine Ausbildung gesucht hatte, musste ich in manchen Betrieben den Einstellungstest zwei Mal machen, weil ich des Betruges bezichtigt wurde! Ich bekam sogar Absagen, weil ich angeblich nicht ins Bild des Klientels passen würde. So stand es in einigen Absagensschreiben schwarz auf weiß! Dabei habe ich mich gepflegt und schlicht gestylt präsentiert. Hosenanzug, Schuhe mit leichtem Absatz, schlichte Hochsteckfrisur, schlicht geschminkt und zwei Spritzer Jasminparfüm. Glücklicherweise habe ich nach etwas über einem Jahr doch eine Ausbildung gefunden, diese erfolgreich beendet und ein duales Studium im selben Betrieb angefangen.
Privat ist es leider so, dass ich oft in eine Schublade gesteckt oder zwischendurch auf offener Straße beleidigt werde. Und das in einer westfälischen Großstadt!


Eine Liebesbeziehung ist auch nicht einfach, da Männer und Frauen mich für einen One-Night-Stand halten, obwohl ich noch nie einen hatte und bisher nur zwei längere feste Beziehungen hatte. Ich ziehe mich auch eher sportlich an, statt aufreizend, da ich in meiner Freizeit viel Sport betreibe und es praktischer ist. Auf Partys wurde ich auch begrapscht, oft mit der Begründung, dass "schwarze Frauen" eh immer willig sind und mein Körper für Sex gemacht sei. Wenn ich mich dagegen wehre, da ich schon seit 12 Jahren kickboxe, werde ich immer als aggressive "Schwarze" abgestempelt, obwohl ich keine bin. Oft werden mir Sachen zugesprochen, die gar nichts mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Beispiele dafür sind: Ich könne singen, beherrsche jeden Tanz der Welt, nehme Drogen, wäre gut im Bett und vieles mehr!


Meine Beichte ist, dass ich immer, wenn mir jemand mit irgendeinem rassistischen Mist ankommt, demjenigen am Liebsten die Fresse polieren möchte, aber meine Erziehung sagt mir, dass ich weder rechtliche Konsequenzen haben möchte, noch möchte ich mir meine Hände schmutzig machen. Glücklicherweise sind nicht alle Menschen so und ich bin froh und vor allem dankbar dafür, dass ich in Deutschland eine gute Zukunft habe, obwohl meine Mutter und ich von ganz unten anfangen mussten und dass ich offene und ehrliche Menschen als Freunde habe.

Beichthaus.com Beichte #00037824 vom 14.03.2016 um 10:37:42 Uhr (32 Kommentare).

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Unfreiwilliger Dreier

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Fremdgehen Missbrauch Verzweiflung

Ich muss etwas beichten, denn ich weiß nicht, mit wem ich sonst darüber reden sollte. Ich habe seit Langem eine Beziehung und ich liebe meinen Freund - ich würde auch niemals jemandem fremdgehen. Doch dann kam diese Nacht. Ich war auf der Arbeit meiner besten Freundin, da sie in einer Bar arbeitet und ein Freund, mit dem sie ein Verhältnis hat, war auch da. Da sie Überstunden machen musste, es schon sehr spät war und ich näher an der Bar wohnte, kamen die beiden noch mit zu mir. Auf einmal fingen sie an, neben mir rumzumachen. Ich versuchte dann einfach zu schlafen, doch sie fingen an, mich anzufassen und mich auszuziehen. Ich sagte ihnen die ganze Zeit, dass ich das nicht wollte und dass sie aufhören sollten. Doch ich war zu überfordert und wusste nicht, was ich machen sollte. So ging es dann weiter, bis dann auch meine beste Freundin meinte, dass sie das auch nicht kann. Ich fühle mich schlecht, mehr als nur schlecht. Ich weiß nicht, was ich tun soll.


Ich hätte mich mehr dagegen wehren sollen, aber ich war so perplex und musste leider auch schon vorher schlimme Dinge erleben, deswegen habe ich eher Angst davor, mich gegen so etwas zu wehren, auch wenn die beiden es dann bestimmt verstanden hätten. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin nie in meinem Leben fremdgegangen. Ich wollte niemandem so etwas jemals antun. Ich liebe meinen Freund schließlich. Soll ich es ihm sagen? Aber dann ist alles aus und wir haben ein gemeinsames Kind. Oder soll ich so tun, als wäre das nie passiert? Es ist einfach zu viel für mich...

Beichthaus.com Beichte #00037823 vom 13.03.2016 um 15:45:31 Uhr (25 Kommentare).

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Ich habe mich selbst verloren!

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Falschheit Lügen Verzweiflung Gesellschaft

Ich bin zur perfekten sozialen Maschine geworden. Es gibt eine lange Vorgeschichte, wie ich so geworden bin, allerdings würde diese hier den Rahmen sprengen. Ich bin ein sehr analysierender und manipulativer Mensch und habe erst vor Kurzem gemerkt, warum ich unglücklich bin. Ich habe mich selbst verloren. Für jeden Menschen in meinem direkten Umfeld gibt es eine auf ihn angepasste und abgestimmte Version von mir selbst. Immer, wenn ich jemanden Neuen kennenlerne, analysiere ich ihn und weiß sofort, auf was für eine Art Mensch er positiv und offen zugehen würde. Sobald er mir vertraut und mehr von sich preisgibt, ist es mir möglich, noch mehr zu dem zu werden, was er als Seelenverwandten bezeichnen würde. Natürlich ist es als Mensch schwierig, mehrere Persönlichkeiten überzeugend und im ständigen Wechsel aufrechtzuerhalten, aber ich bin so geübt darin geworden, dass mir, selbst bei Lügen gegenüber verschiedenen Personen, die sich gegenseitig auch nahestehen und mich kennen, kaum noch Fehler unterlaufen.


Mein Sozialleben ist ein perfides und verwobenes Konstrukt und ich glaube, ich habe es übertrieben. Ich kann nicht mehr sagen, welche Freunde ich habe, weil ich sie wirklich mag oder nur aus sozialen Vorteilen. Ich kann nicht mehr sagen, ob ich meine Freundin wirklich liebe oder sie nur benutze, um gesellschaftlich einen Vorteil zu haben. Ich weiß nicht mehr, ob meine eigene Meinung zu Themen wirklich meine eigene Meinung ist, oder ob sie nur die ist, die mein Umfeld am Besten findet. Ich beichte also, dass ich mich selbst verloren habe und die Menschen in meiner Umgebung belüge und manipuliere. Und das nicht aus bösem Willen, sondern weil ich nicht mehr weiß, wie ich da rauskommen soll.

Beichthaus.com Beichte #00037821 vom 13.03.2016 um 13:36:34 Uhr (13 Kommentare).

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