Mein Kind auf dem anderen Kontinent

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Lügen Verzweiflung Feigheit Kinder Gelsenkirchen

Ich (m/21) habe am heiligen Abend 2013 in der Disco eine wundervolle Frau kennengelernt. Es handelte sich um die Austauschstudentin meines besten Freundes. Sie war schon einige Zeit in Deutschland, konnte mehr oder weniger fließend deutsch sprechen und war offensichtlich auf der Suche nach einem Abenteuer. Wir haben uns etwa zwei Monate lang getroffen, allerdings sogar im Kino oder Restaurant. Will heißen: Es ging nicht ausschließlich um das Eine. Nachdem sie dann wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt ist und klar war, dass wir uns niemals wieder sehen werden, vergaß ich sie und suchte mir eine feste Freundin.


Alles war völlig in Ordnung und die Geschichte mit ihr war trotz mehrmaligen Schreibens bald vergessen. Ich war etwa drei Monate mit meiner neuen Freundin zusammen, als ich plötzlich wieder von ihr hörte. Sie sagte mir, sie sei schwanger und ich sei mit absoluter Sicherheit der Vater. Es brach für mich im ersten Moment eine Welt zusammen, die Nachricht war wie ein Schock für mich. Da sie aus einem extrem gut betuchten Elternhaus kommt, bot mir die Dame an, auf Kosten ihrer Familie nach Südamerika in ihre Heimat zu ziehen, um dort den Vater zu spielen. Ich habe mir ihr Angebot wohl überlegt, mich aber letztlich dagegen entschieden. Mehrere Gründe spielten in diese Entscheidung mit rein, unter anderem liebte ich diese Frau nicht, hatte selbst extrem viele Verpflichtungen und nicht die Kraft, ohne Familie und Freunde nach Südamerika auszuwandern. Es kam zum Bruch und ich habe bis auf eine Ausnahme nie wieder von ihr gehört.


Mittlerweile bin ich Vater. Ich weiß bloß, dass ich eine Tochter habe und sie Sofia heißt. Bei der Geburt durfte ich nicht anwesend sein und auch in Zukunft werde ich sie niemals zu Gesicht bekommen. Ich habe diese Entscheidung hingenommen, da ich weiß, wie schwer die letzte Zeit für die Mutter meines Kindes war, und respektiere ihren Wunsch nach einem Neuanfang. Auch ich habe einen Neustart vollzogen: Ich bin in eine Großstadt gezogen und habe mittlerweile eine neue Beziehung mit einer Frau, die ich wirklich sehr liebe. An sich läuft mein Leben großartig, doch anstatt Freude zu empfinden, frage ich mich jeden Tag, jede Stunde, sowohl tagsüber in der Uni oder auf der Arbeit, als auch abends kuschelnd mit der Liebe meines Lebens, wie es Sofia wohl gehen mag.


Nun zu meiner Beichte: Ich habe mich auf den Wunsch der Mutter von Anfang an dazu bereit erklärt, meinem besten Freund bzw. ihrem Austauschbruder nichts von der Schwangerschaft zu erzählen. Aus Angst, dass es irgendwie trotzdem rauskommt, habe ich es auch niemand anderem erzählt. Irgendwann, als ich mich mit der Situation abgefunden hatte und verstand, was gerade überhaupt passiert, war es zu spät, um dies jemandem zu erzählen und so wissen nicht mal meine Eltern, dass ihr einziger Sohn eine Tochter hat und sie Großeltern sind. Meine geliebte Freundin hat mich schon so oft gefragt, was los sei, als ich abwesend und in Gedanken aus dem Fenster geschaut habe, doch aus Angst sie zu verlieren habe ich immer andere Gründe vorgeschoben. Ich belüge die Menschen, die mir am meisten im Leben bedeuten, somit jeden Tag. Weil ich selber zu schwach bin. Es tut mir sehr leid, aber es geht nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00034723 vom 29.12.2014 um 20:00:20 Uhr in 45886 Gelsenkirchen (Bergmannstraße) (12 Kommentare).

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Dicke Menschen sind eklig!

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Hass Zorn Vorurteile Gesundheit

Ich (m/20) hasse fette Menschen! Sie widern mich einfach an. Abschaum der Gesellschaft! Ich rede dabei nicht von den kräftig gebauten, die einfach wie aufgeblasen aussehen oder wie kleine Berge, sondern von denen mit Speckrollen, dreifachem Doppelkinn und jedes zusätzliche Gramm gibt sich der Schwerkraft ohne Gegenwehr hin. Mir wird bei solchen Personen wirklich übel, als hätte ich etwas Falsches zu mir genommen. Ich war mein ganzes Leben lang schlank, sportlich und einigermaßen durchtrainiert, und wenn ich merkte, ich habe einige Kilo zugenommen, habe ich halt zwei oder drei Tage lang nichts bzw. sehr wenig gegessen oder wieder ein wenig mehr Sport gemacht. So habe ich allerdings immer einen gesunden Körper gehabt, den man auch allgemein als ästhetisch bezeichnen würde. Zu 100 Prozent kann ich mir den Hass nicht erklären. Natürlich habe ich "Gründe" dafür, wie der Ekel, der sich in mir aufbaut, wenn ein einen Fetten erblicke. Zudem haben dicke Menschen, die dick bleiben, zu 98 Prozent extrem schwache Charakterzüge (gibt natürlich die krankheitsbedingten Ausnahmen, die finde ich dann auch nicht so eklig warum auch immer). Und mir kann von den 98 Prozent keiner erzählen, er könnte nicht abnehmen.


Ich kenne so viele, die in jungen Zeiten 100 Kilo oder mehr gewogen haben und in wirklich kurzer Zeit auf 70-80 Kilo und damit ein normales, gesundes Gewicht gekommen sind. Natürlich ist das nicht leicht, aber man braucht nur ein wenig Disziplin und Konsequenz. Die Frage ist einfach: Kann man oder kann man nicht abnehmen? Und die Antwort ist immer "Ja man kann!" und nicht "Es ist schwer". Das macht mich wirklich wütend und ich kann beim Beichten kaum die richtigen Worte fassen, die meine Wut korrekt beschreiben. Und fast so sehr wie fette Menschen kotzt es mich an, dass man öffentlich nicht sagen darf, dass man etwas gegen fette Menschen hat, weil unsere "Akzeptiere und toleriere alles"-Gesellschaft keine Kritik an Randgruppen erlaubt, auch wenn diese unansehnliche und ungesunde Randgruppe von Jahr zu Jahr größer wird. Eigentlich müsste diese Gesellschaft ja meinen Hass auch tolerieren und akzeptieren, aber dem ist nicht so. Ich beichte hiermit meinen Hass, da dieser mir schwer auf die Seele drückt.

Beichthaus.com Beichte #00034722 vom 29.12.2014 um 15:43:39 Uhr (20 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Halb nackt im Internet

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Eitelkeit Selbstsucht Schamlosigkeit Internet

Ich (w/20) will jetzt auch einmal etwas berichten, auf das ich absolut nicht stolz bin. Vor noch etwa zwei Jahren war ich für meine Größe ziemlich dick (95 Kilo auf 1,74 Meter). Ich habe es allerdings mit viel Disziplin geschafft, jetzt nur noch 66 Kilo zu wiegen. Das ist alles so weit ja in Ordnung - wäre da nicht die Unsicherheit, die ich immer noch habe. Mein Selbstbewusstsein und Vertrauen in mich selbst sind nahezu kaum vorhanden. Da ich nicht viele Freunde habe - und die paar, die ich habe, mir auch schon als ich noch sehr schwer war, sagten, dass ich hübsch sei - hole ich mir meine Bestätigung von meist fremden Männern aus dem Internet. Ich lerne über Single-Börsen Männer kennen, flirte mit ihnen und schicke ihnen leicht bekleidete Bilder, nur um von denen zu hören, dass ich gut aussehe. Ich ekele mich vor mir selbst. Ich mache immer mehr Sport, sehe aber selbst nie einen Unterschied. Hiermit beichte ich, dass ich solche Bilder Fremden schicke, nur um mich selbst besser zu fühlen.

Beichthaus.com Beichte #00034716 vom 28.12.2014 um 22:47:35 Uhr (9 Kommentare).

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Ein Kind mit der jungen Angestellten

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Dummheit Morallosigkeit Arbeit Schwangerschaft

Ich (m/49) bin jetzt schon seit 26 Jahren im selben Unternehmen tätig. Ich habe eine tolle Karriere hinter mir und bin nun als Verkaufsleiter ziemlich weit oben angekommen. Das Unternehmen beschäftigt ein großes Heer an Außendienstmitarbeiter, die durch die Bank alle weiblich sind. Wir haben mit Frauen im Außendienst sehr gute Erfahrungen gemacht, da zu unserer Zielgruppe Kosmetikstudios, Nagelstudios und auch Friseure gehören. Es gehört auch zu meinen Aufgaben, neue Mitarbeiterinnen zu finden, anzulernen und Produktkenntnisse zu vermitteln. Da wir stark expandieren, muss ich praktisch jeden Monat eine neue Mitarbeiterin suchen. Da ich von meiner Frau getrennt lebe, gehe ich auch keinem Flirt aus dem Weg. Am Arbeitsplatz ergibt sich das relativ häufig, zu mehr hat es bislang aber nicht geführt.


Unsere ehemalige Auszubildende arbeitet in der Qualitätssicherung und ist dort nicht sehr glücklich. Ich habe sie unlängst gefragt, ob sie sich trotz ihrer erst 21 Jahren eine Karriere im Außendienst vorstellen kann. Sie war begeistert und würde sich dies zutrauen. Ich schlug ihr eine Probewoche vor, die sie dankend annahm. Am zweiten Tag rief sie mich auf meinem Handy nach Feierabend an. Ihr sei ein Missgeschick passiert, denn sie ist mit ihrem Geschäftswagen in ihrer Tiefgarage auf einen Pfosten gefahren. Sie war völlig aufgelöst und hat am Telefon geschluchzt. Ich beruhigte sie und erklärte mich bereit, den Schaden kurz anzusehen. Die Dellen und Kratzer am Kotflügel waren nicht sehr schlimm und ich wollte ihr erklären, was zu tun sei. Deshalb hat sie mich in ihre Wohnung gebeten. Die Wohnung war erstaunlich aufgeräumt, sie erklärte mir, dass sie erst seit acht Wochen darin lebt - sie hatte bisher bei ihren Eltern gewohnt. Nachdem ich ihr die weitere Vorgehensweise erklärt hatte, öffnete sie uns zwei Bier und wir unterhielten uns über sehr viele verschiedene Dinge. Ich hatte es nicht eilig, daher genoss ich die Unterhaltung mit dem jungen Ding. Sie erklärte mir, dass sie sich frisch machen möchte, und kam dann nach 15 Minuten nur mit einem Handtuch umschlungen aus dem Badezimmer.


Sie hatte ihre Brille nicht auf und die Haare trug sie auch offen. So sah sie wie eine andere Person aus, total scharf. Sie setzte sich auf meinen Schoß und sagte zu mir, dass sie sich diese Situation schon so oft gewünscht habe. Sie gab mir zwei Möglichkeiten zur Wahl. Entweder, ich gehe in ihr Bad und mache mich ebenfalls frisch oder ich verlasse ihre Wohnung und wir werden dieses Situation nie wieder erwähnen. Sie öffnete das Handtuch und zeigte mir, was ich verpassen könnte. Ich ging sofort ins Bad, und als ich herauskam, gab es ein langes orales Vorspiel, dann kam es zum Geschlechtsverkehr, sie hatte in der Schublade Kondome. Als wir später zusammenlagen, erklärte sie mir, dass sie mit jungen Männern kein Glück hatte. Sie fühlt sich zu älteren Herren hingezogen und ich hätte ihr schon immer sehr gut gefallen. Wir haben uns in den nächsten Wochen immer wieder getroffen und irgendwann hat sie mich gefragt, ob wir nun offiziell ein Paar seien. Ich erklärte ihr, dass wir aufgrund des Altersunterschieds keine Zukunft hätten. Sie war entsetzt und beteuerte, dass ihr das überhaupt nichts ausmachen würde. Ich würde mich aber niemals in der Öffentlichkeit mit ihr sehen lassen, das wäre mir total peinlich.


Wir haben uns darauf geeinigt, uns vorerst nur bei ihr oder bei mir zu treffen, um dann miteinander zu schlafen. Nach einigen Wochen erklärte sie mir, dass sie jetzt die Pille nimmt, auf Kondome kann daher verzichtet werden. Das alles hatte sich vor einigen Monaten abgespielt. Gestern kam sie zu mir ins Büro. Dann packte sie einen Umschlag aus und zeigte mir Ultraschallbilder, die sie von ihrer Frauenärztin hatte. Sie meinte, ihre Schwangerschaft war zwar nicht geplant, aber sie könne sich mich als Vater ihres Kindes sehr gut vorstellen. Sie kann sich als Grund für ihre Schwangerschaft nur vorstellen, dass sie es mit der Einnahme der Pille nicht so genau genommen hatte. Ich schickte sie aus meinem Büro, da ich unbedingt nachdenken musste. Dann schrieb ich ihr eine SMS, worin ich ihr erklärte, dass ich unser Verhältnis als beendet ansehe. Sie möchte bitte für sich behalten, dass ich der Vater sei. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich weiter verhalten soll. Ich habe jetzt Urlaub genommen und gehe nicht ans Telefon, wenn sie anruft. Meinen Mailbox ist voll mit ihren verzweifelten Anrufen, aber ich will sie nicht sprechen. Ich habe niemanden, dem ich dies anvertrauen kann, daher versuche ich, über das Beichthaus Absolution für das Abservieren zu erhalten.

Beichthaus.com Beichte #00034714 vom 28.12.2014 um 18:54:38 Uhr (25 Kommentare).

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“Beichte

Der Rächer der Unterdrückten

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Gewalt Waghalsigkeit Zorn Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (m/20) hasse das deutsche Rechtssystem, besonders das Thema Jugendgewalt ist für mich ein enormer Dorn im Auge. Fälle, in denen manche Menschen grundlos von Jugendlichen angegriffen werden, dann aufgrund von Selbstverteidigung und Notwehr etwas stärker zurückschlagen und dem Angreifer körperliche Verletzungen zufügen, nur um dann als Angeklagte vor dem Gericht zu landen und dem armen Jungen Schmerzensgeld zahlen zu müssen, treiben mich aufgrund ihrer Ungerechtigkeit zur Weißglut. In der Stadt, in der ich wohne, gibt es auch oft pöbelnde Jugendliche und es kam schon des Öfteren zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den zwei "Parteien". Oft ist das Ende der Geschichte, dass das "Opfer" dieser Geschichten dem Jugendlichen Schmerzensgeld zahlen muss, da er ihm z.B. die Nase gebrochen oder - was auch schon vorgekommen ist - ihm den Arm ausgekugelt oder den Kiefer ausgerenkt hat. Meiner Meinung nach haben es diese Leute nicht anders verdient, ordentlich was auf die Fresse zu bekommen, da sie für mich nichts als sozialer Abschaum sind.

Nun zu meiner Beichte: Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, nachts durch die Straßen zu streifen, um Ausschau nach Konflikten zu halten, die ich dann beenden kann. Da ich seit meinem 12. Lebensjahr Kickboxen betreibe und allgemein ein sportlicher Mensch bin, enden diese Konflikte immer gut für mich. Da ich immer eine Art "Umhang" trage, also einen Ledermantel, eine Kapuze über den Kopf gezogen und darunter eine Maske trage, können mich die Angreifer nicht erkennen. Nur meine etwas überdurchschnittliche Größe (1,95 Meter) könnte eine Art Indiz sein. Aber das macht mir am wenigsten Angst. Seit mehreren Wochen bekämpfe ich nun schon das Verbrechen in der Stadt und meinen schlimmsten "Fall" hatte ich vor knapp einer Woche, als mehrere betrunkene Vollidioten eine Gruppe von Frauen angepöbelt und belästigt haben. Meistens warte ich gut versteckt in einer dunklen Ecke auf den Moment meines Eingreifens, doch an diesem Abend war meine Wut besonders stark und ich tobte mich an diesem asozialen Pack genüsslich aus.

Vor ein paar Tagen bekam ich allerdings Gewissensbisse, als ich einen dieser Typen mit Verband und Veilchen am Auge durch die Innenstadt gehen sah. Doch wenn ich daran denke, was manchen Menschen schon aufgrund von Jugendgewalt zugestoßen ist, oder weil Leute einfach weggesehen haben, anstatt zu helfen, wird mir wieder bewusst, dass sich in einem Staat, der seine Bürger scheinbar nicht mehr schützen kann, manche Leute eben die Hände schmutzig machen müssen, damit die der anderen sauber bleiben. Und dieses Opfer bringe ich gerne. Trotzdem nagt manchmal das schlechte Gewissen an mir, da ich bei manchen etwas zu fest zuschlage. Ein paar kräftige Ohrfeigen sollten das nächste Mal hoffentlich reichen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034708 vom 28.12.2014 um 00:58:21 Uhr (21 Kommentare).

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