Protest gegen das Wichteln

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Trägheit Falschheit Geiz Weihnachten Heidelberg

Ich (m) möchte beichten, dass ich während meiner Schulzeit in der 10. Klasse beim Wichteln einem Jungen, den ich nicht mochte und auch heute noch mit Abstand die hässlichste Person ist die ich kenne, ein Stück Seife geschenkt habe weil ich keine Lust hatte 5 Euro für ein richtiges Geschenk auszugeben. Man kann es sogar als eine Art Protest gegen diesen schwachsinnigen Brauch zur Weihnachtszeit sehen, da ich nicht glaube, dass so etwas in der 10. Klasse des Gymnasiums noch nötig ist.
Naja, anscheinend hat er bemerkt, dass ich sein Wichtel war und wollte mich zur Rede stellen. Ich habe dann natürlich alles abgestritten und eine fiese Mitschülerin beschuldigt. Alle haben es geglaubt und sie mit Verachtung bestraft.
Da sie dann natürlich ziemlich down war hat sie sich bei mir ausgeheult weil ich der einzige war, der noch mit ihr gesprochen hat, ich wusste ja, dass sie unschuldig war. Naja, das Ende vom Lied war, dass ich ihre Verletzlichkeit ausnutzte und mit ihr rumgemacht habe. Dachte es wäre noch mehr drin gewesen, aber sie "wollte es nicht zu schnell angehen". Hab sie danach nie wieder angerufen weil ich es für Zeitverschwendung hielt. Mir tut dieses ganze selbstsüchtige Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen Leid und ich hoffe mir werden diese Taten vergeben. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028057 vom 12.08.2010 um 20:44:15 Uhr in Heidelberg (24 Kommentare).

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Der Wellensittich meines Cousins

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Dummheit Falschheit Lügen Tiere Zürich

Vor einigen Jahren hatte ich die Wellensittiche meines Cousins in Pflege. Er war absolut vernarrt in die Tiere und hatte einem sogar ein paar Wörter beigebracht. Als er die Tiere bei mir ablieferte hat er mich extra darauf hingewiesen, dass sie auch mal ein bisschen Freiraum brauchen und er sie deshalb aus dem Käfig lässt, natürlich nur, wenn alle Fenster und Türen geschlossen sind. Ich muss wohl nicht extra darauf hinweisen, dass er mir circa 100 mal gesagt hat, ich soll dabei bloß vorsichtig sein.
Tja, wie das Schicksal es so wollte habe ich da wohl nicht so ganz aufgepasst, ich hatte die Tiere fliegen lassen, den Käfig danach aber nicht richtig verschlossen, so dass eines der Tiere entwischen konnte und wie sollte es auch anders sein natürlich der begabtere. Da stand ich also nun, wollte mir meinen Fehler nicht eingestehen und habe den Vogel deshalb einfach ersetzt, der Doppelgänger sah ihm auch wirklich total ähnlich, nur gesprochen hat er leider nicht und mit dem anderen Vogel hat er sich auch nicht so super verstanden. Ich habe ihm das nicht gebeichtet, er wunderte sich dann aber darüber, dass die Vögel sich so komisch verhalten und sein Liebling nicht mehr spricht. Er ist nie dahinter gekommen, was wirklich passiert war.

Beichthaus.com Beichte #00028054 vom 11.08.2010 um 17:33:49 Uhr in Zürich (11 Kommentare).

Gebeichtet von Skremser
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“Beichte

Die Frau mit dem Fahrrad

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Morallosigkeit Frankfurt

Vor ungefähr zwei Jahren feierte ich (m/20) mit vielen Freunden in einem Park den Geburtstag von einem Kollegen. Es herrschte gute Stimmung, der Alkohol floss natürlich auch und wir feierten alle ausgelassen. Irgendwann saßen wir dann alle (circa 20-25 Leute) um einen Brunnen rum und erzählten uns Geschichten und plauderten ausgelassen. Man muss sich das so vorstellen, dass in der Mitte ein mittelgroßes Wasserbecken ist und dort waren Marmorskulpturen und andere Kunstwerke eingelassen. Drumherum waren Bänke auf denen wir uns niedergelassen hatten. Da dieser Park in der nähe vom Main liegt, waren wir natürlich nicht die einzigen Leute dort. Mitten in der harmonischen Stimmung, kam ein Paar auf dem Fahrrad angeradelt. Nichts besonderes eigentlich, bis die Frau urplötzlich die Kontrolle über ihr Fahrrad verlor und mitten in das Wasserbecken fuhr und damit nicht genug, sie knallte volle Kanne mit dem Gesicht auf eine Marmorplatte. Gemeinerweise lachten wir uns ausnahmslos alle kaputt, die Situation war einfach zu komisch.
Wir lachten so laut, dass der ganze Park auf uns aufmerksam wurde und alle Leute lachten die arme Frau mit uns aus.
Sie tat mir schon Leid, sie angelte so schnell es geht ihren Drahtesel aus dem Becken und fing an sofort loszustrampeln, um der peinlichen Situation schnellsmöglichst zu entkommen. Ihr Begleiter hatte natürlich angehalten und fing an uns anzuprechen, dass es doch nicht in Ordnung sei, die Frau dermaßen auszulachen. Irgendwo hatte er ja auch recht, aber es sah einfach urkomisch aus und soweit man das beurteilen konnte, hatte sie sich auch nicht ernsthaft verletzt.
Mitten in der Moralpredigt, ihr werdet es kaum glauben, fiel die Frau im Hintergrund erneut vom Fahrrad und diesmal war das Gelächter noch lauter. Der Mann gab es auf und eilte seiner Frau herbei und weg waren sie.

Ich beichte, dass ich die arme Frau schamlos ausgelacht habe und hoffe, dass es ihr gut geht. Im Nachhinein tat sie uns allen Leid, aber naja, passiert ist passiert.

Beichthaus.com Beichte #00028050 vom 10.08.2010 um 18:29:01 Uhr in Frankfurt (Museumspark) (24 Kommentare).

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Überdosis Antidepressiva

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Selbstverletzung Verzweiflung

Der 4. März 2010 war ein kühler, bewölkter Tag, der nicht dazu Beitrug meine Stimmung zu verbessern. Durch die Antidepressiva die ich nahm, ging es mir an diesem Tag nicht wesentlich besser. Hinzu kam, dass ich mich, trotz des festen Vorhabens nicht rückfällig zu werden, wieder massiv selbst verletzte. Der Schmerz brachte mir keine Erleichterung und die Leere in mir, breitete sich zusehends aus. Ich versuchte mich abzulenken, doch die Musik die ich hörte, trug nicht im Geringsten etwas dazu bei, meine Stimmung zu verbessern. Mir war kalt, ich war müde und ich war es Leid, jeden Tag dieselben Qualen durchstehen zu müssen. Ich las den Zeitungsartikel, indem über meine Mutter berichtet wurde und über ihre schwere Krankheit und den damit bevorstehenden Tod. Ich wollte mich diesem Schmerz entziehen, nicht länger zusehen müssen, wie sie langsam und stetig aus dem Leben scheidet. Ich ging in die Küche und holte meine Antidepressiva, öffnete die Packung und nahm davon so viele, wie ich konnte. Bereits kurze Zeit später spürte ich, wie ich müde wurde, mir wurde schwindelig, sämtliche Farbe wich aus meinem Gesicht. Ich hoffte zu sterben, doch ich überlebte es. Das war meine schlimmste Sünde.

Beichthaus.com Beichte #00028041 vom 06.08.2010 um 10:54:44 Uhr (25 Kommentare).

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“Folge

Die Frau von der Messe

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Fremdgehen Ehebruch Begehrlichkeit Liebe Bremen

Ich bin Vater von drei Kindern und bin Verheiratet. Mir ist so was noch nie passiert und zwar bin ich im vergangenen Jahr auf einer Messeausstellung gewesen und habe meine Traumfrau gesehen. Unsere Blicke trafen sich und um mich war es geschehen. Irgendwie habe ich sie aus den Augen verloren und ich dachte damals und noch Wochen später dran sie über eine Anzeige in der Tageszeitung zu suchen, aber es hätte wohl nichts gebracht. Nun genau ein Jahr später traf ich sie genau dort wieder und nun sprach sie mich an und sagte mir das Sie mich nicht vergessen konnte und erwähnte alle Einzelheiten, die mir und ihr in der Zeit des ersten Treffens passiert sind. Ich war total baff. Sie hat sogar eine Anzeige veröffentlicht um mich zu suchen. Leider damals ergebnislos, wie konnte es auch anders sein. Nun hat sie meine Nummer erhalten und mich gleich am nächsten Tag zu einen verabredeten Zeitpunkt angerufen. Ich musste sie wieder sehen und bin zwei Tage später zu Ihr gefahren und wir haben geredet uns in den Arm genommen und geküsst. Sie küsst so gut und leidenschaftlich ein Traum. Ich weiß nicht was ich machen soll ist es es wert vielleicht für die Liebe seines Lebens eine Familie zu opfern den Kindern vielleicht den Vater zu nehmen und den finanziellen Boden zu nehmen. Ich muss auch wirklich so viel Verantwortung tragen und leiden. Sie ist so eine tolle Frau zwar 10 Jahre älter aber sehen tut man vielleicht drei. Wen ich es tun würde ginge alles den Bach runter was ich mir die letzten Jahre aufgebaut habe. Aber was ich auch manchmal gern eigentlich viel zu oft zurücklassen würde. Leider habe ich keinen guten Freund mehr den ich dies alles erzählen könnte und der mir was raten würde oder der mich rüttelt und sagt tu es oder tu es nicht. Ach ja die Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00028037 vom 04.08.2010 um 21:25:26 Uhr in Bremen (56 Kommentare).

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