Betrügen in der ESL

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Betrug Morallosigkeit Ungerechtigkeit Games

Ich bin seit einigen Jahren begeisterter Spieler von Onlinespielen wie Counter-Strike, Call of Duty, Battlefield und so weiter. Vor einigen Jahren habe ich dann auch beschlossen, in der ESL (Electronic Sports League) zu spielen. Trotz aller Bemühungen konnte ich jedoch kaum Spiele gewinnen. Ich war so wütend und habe natürlich immer behauptet, meine Gegner hätten betrogen - sogenanntes Cheaten. Ich habe mich so darüber geärgert, dass ich selbst damit angefangen habe. Anfangs war es recht einfach, denn die Schutzmaßnahmen gegen Cheater waren wirklich lächerlich. Inzwischen wird es aber immer schwieriger, in der Liga zu cheaten. Aber das Gewinnen ist für mich auch gar kein Anreiz mehr. Damit es unauffällig bleibt, verliere ich sogar Spiele absichtlich. Einfach nur neue Cheats zu programmieren, die von den Sicherheitsmaßnahmen nicht erkannt werden, macht mir riesig Spaß. Das läuft schon seit fast vier Jahren so und ich freue mich jedes Mal darüber, wenn mich mal wieder niemand als Cheater enttarnen kann.

Beichthaus.com Beichte #00030684 vom 16.01.2013 um 10:43:59 Uhr (19 Kommentare).

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Fremdgeher aus Überzeugung

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Fremdgehen Morallosigkeit Partnerschaft Berlin

Ich beichte, dass ich Fremdgeher aus Überzeugung bin. Hier im Beichthaus genießen Fremdgeher ja das unterste Ansehen überhaupt und ich weiß jetzt schon, dass auch diesmal der Shitstorm in den Comments nicht lang auf sich warten lassen wird. Die Frage ist doch: warum sollte man nicht fremdgehen? Ich liebe meine Freundin, ja, obwohl andere wieder gegenteiliges behaupten werden und ja, obwohl ich sexuell an anderen Frauen interessiert bin. Ist das nicht normal? Ich denke schon. Der kleine Flirt im Fahrstuhl, inniger Augenkontakt in der U-Bahn, ein sexy Tänzchen im Club mit einer anderen Frau. Macht doch Spaß. Der Mensch ist nicht als monogames Wesen geschaffen, auch wenn das anscheinend viele gerne so hätten. Diese Lebenseinstellung folgt doch in unseren Breitengraden nur aus frommen, christlichen und absolut überholten Wertevorstellungen.


Ich unterstütze meine Freundin, wo es geht. Sie kann sich auf mich verlassen und ich mich auf sie, darum geht es doch in einer Beziehung. Was hat das damit zu tun, ob ich gerne meine Triebe zusätzlich mit anderen auslebe? Die entscheidende Frage, die sich jetzt einige noch stellen werden: weiß sie davon? Nein, tut sie nicht. Und das ist auch das einzige daran, das mir ein bisschen leidtut. Aber was soll ich machen, ich habe es angesprochen und sie zieht es vor, nach den gleichen gesellschaftlich anerkannten Regeln zu spielen, wie die ganzen Beichthaus-User, die ich hiermit auf mich hetze. Lasst mich das Ganze noch fortführen: Jemand von euch wird mir sicherlich raten, ich solle mir eine suchen, die mir das Ganze erlaubt. Da kann man aber lange suchen und was für eine wäre das dann wohl. Mit der jetzigen ist doch alles perfekt. Ich beichte, dass ich in der Neuzeit angekommen bin und verstanden habe, wie man leben sollte.

Beichthaus.com Beichte #00030682 vom 15.01.2013 um 10:07:07 Uhr in Berlin (Pettenkoferstraße) (64 Kommentare).

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Enttäuscht von der eigenen Mutter

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Familie Augsburg

Enttäuscht von der eigenen Mutter
Meine Mutter ist mir über die Jahre egal geworden. Mein Vater ist ein Vorzeigetyrann, der sich nicht scheut, die Hand gegen die eigene Familie zu erheben. Er rastet wegen jeder Kleinigkeit aus und sei es, weil ich mich mit dem Staubsauger vor den Fernseher bewege, dann geht es schon ab. Aber kommen wir zu meiner Mutter. Früher, wenn die beiden extremen Streit hatten und oft die Hände hin und her flogen, habe ich versucht, sie zu schützen, so gut ein Kind und später Jugendliche es machen konnte. Doch ich habe festgestellt, dass sie es nie zu schätzen wusste. Wenn ich mit ihm gestritten habe, er mich ausgelacht und verspottet und auch getreten hat, war es ihr egal. Sie ging lieber raus shoppen oder, was für mich schlimmer war, sie kippte Öl ins Feuer, sodass er noch jähzorniger wurde. Sie holte alte Geschichten heraus, erzählte ihm, wo meine Fehler sind, was ich gemacht habe und so weiter. Und das hat ihn richtig zum qualmen gebracht. Sie hat sich jedoch nie für mich eingesetzt. Und irgendwann mit 17 hatte ich es satt. Schon allein, weil sie auch oft genug gegen mich die Hand erhoben hat und es war definitiv kein streicheln. Ich lief tagelang mit blauen Flecken herum. Jedenfalls fing ich dann irgendwann an, wenn sie wieder Stress mit ihm hatte, ruhig in meinem Zimmer zu bleiben und mich anderweitig zu beschäftigen. Es tut mir oft genug leid, aber ich kann mich selber nicht überwinden. Ich habe schon oft genug versucht, mit ihr zu sprechen, immer hat sie nur gelacht und gefragt, was ich denn noch wolle, schließlich würde sie mich schon versorgen. Ich beichte hiermit, dass ich zusehe, wie mein Vater meine Mutter tyrannisiert, ohne etwas dagegen zu unternehmen und sogar sie mehr hasse als ihn, weil sie für mich die größte Enttäuschung meines Lebens ist.

Beichthaus.com Beichte #00030679 vom 14.01.2013 um 22:45:08 Uhr in Augsburg (23 Kommentare).

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Nächtliche Verfolgungsjagd

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Falschheit Morallosigkeit Trunksucht Last Night Polizei Wien

Meine Beichte ist schon etwa fünf Jahre her. Damals hatten ich (m/31) und meine Kollegen eine Betriebsfeier, auf der wir ordentlich einen gehoben haben. Als ich dann gegen 1.30 Uhr mit den restlich verbliebenen Leuten die Heimreise antreten wollte, wurde ich von meiner Kollegin zum Taxi geführt, was ich aber absolut ablehnen wollte. Da aber noch mein Chef da war, habe ich brav gekuscht und bin eingestiegen. Dem Taxifahrer habe ich dann zehn Euro in die Hand gedrückt und gesagt, er solle bitte nur einmal um den Block fahren, ich hätte nämlich keinen Bock, am nächsten Tag durch ganz Wien zu fahren, um mein Auto abzuholen. Der Fahrer tat wie gewünscht, ich wartete dann noch etwas, bis alle weg waren und bin dann in mein Auto gestiegen.


Da ich gefühlte 1,1 Promille hatte, war das Fahren natürlich ganz schön schwer. Natürlich, wie kann es auch anders sein, wurde ich von zwei Polizisten auf die Seite gewedelt. Da ich meinen Führerschein verlieren würde, bin ich stattdessen lieber aufs Gas gestiegen. Womit ich nicht rechnete, war eine Verfolgung. Als ich sah, dass sie immer näher kamen, bin ich in eine Art Zugabstellplatz abgebogen und habe mich mit meinem Auto versteckt. Zehn Minuten später bin ich ausgestiegen um zu sehen, wo noch Polizisten sind. Siehe da, Wachmänner rannten prompt auf mich zu. In meiner Panik habe ich mich dann zu einem anderen Auto gestellt und so getan, als würde ich aufsperren wollen. Als mich die beiden gesehen haben, bin ich weggerannt. Die beiden Polizisten riefen mir irgendwas nach wie "wir haben Dein Auto, es ist sinnlos, wegzurennen!" Nach weiteren 60 Minuten bin ich dann weggefahren und habe gesehen, dass an dem anderen Auto eine Parkkralle angebracht war. Das mache ich sicher nie wieder.

Beichthaus.com Beichte #00030675 vom 12.01.2013 um 21:11:48 Uhr in Wien (Favoritenstraße) (20 Kommentare).

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“Beichte

Gemeine Streiche für Tim

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Ungerechtigkeit Schule Freiburg

Ich möchte etwas beichten, was mich wirklich belastet: Ich war am Mobbing eines Mitschülers beteiligt. Erst im Nachhinein ist mir klar geworden, was wir da getan hatten. Heute sehe ich das alles allerdings ziemlich klar. Das Ganze ist nun schon einige Jahre her. In unserer Gymnasialklasse war ein Junge, nennen wir ihn Tim, der anders war. Heute denke ich, dass er vielleicht autistische Züge hatte oder sonst wie psychisch behindert war. Und da er nun einmal so anders war, wurde er mit der Zeit immer mehr zum Opfer. Wir lachten über ihn, schlossen ihn von unseren Aktivitäten aus, spielten ihm Streiche. Wir schmissen ihm zum Beispiel Kreidestückchen in seine Getränke oder versteckten seinen Schulranzen. Kleinigkeiten eigentlich, aber eben immer diese kleinen Nadelstiche. Bestärkt wurden wir in unserer Abneigung dadurch, dass er immer seltsamer wurde - aufbrausend, aggressiv. Heute ist mir klar, dass das die Folge unserer Streiche war. Im Abiturjahr war er ein regelrechtes psychisches Wrack, schrie herum, weinte und so weiter. Mit Ach und Krach schaffte er sein Abi, obwohl er eigentlich sehr intelligent war.
Später habe ich dann gehört, dass er es auch zu Hause nicht leicht hatte mit einem strengen Vater. Andere Geschwister wurden vorgezogen.


Er nahm ein Studium auf, das er abbrechen musste. Dann machte er eine Ausbildung, die er nicht fertig brachte. Kein Wunder, wir hatten ihn wirklich gründlich fertiggemacht. Das Letzte, was ich hörte, war: er war mehrfach in der Psychiatrie und lebt jetzt in einem Pflegeheim. Damals habe ich mitgemacht und dachte, es sei harmlos. Heute weiß ich, dass wir da ein totales mieses Mobbing abgezogen haben. Tim, ich möchte, dass Du weißt, dass ich heute sehe, was ich getan habe und dass es mir unendlich leid tut. Ich verspreche Dir, dass ich meinen eigenen Kindern von Dir erzählen werde, wenn sie in dieses Alter kommen. Und ich werde versuchen, ihnen klarzumachen, dass Mobbing wirklich etwas Furchtbares ist. Ich werde sie bitten, sich den Mitschülern anzunehmen, die so sind wie Du damals.

Beichthaus.com Beichte #00030672 vom 11.01.2013 um 19:06:22 Uhr in Freiburg (33 Kommentare).

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