Rekapitulation einer durchzechten Nacht

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Dummheit Trunksucht Peinlichkeit Last Night Brühl

Die meisten kennen den Film, in dem zwei Freunde versuchen, die letzte durchzechte Nacht nachzuvollziehen. So eine ähnliche Erfahrung durfte ich (m/34) auch mal machen. An einem, eigentlich normalen, Freitagabend traf ich mich, damals etwa 19 Jahre jung, mit einem Kumpel in unserer Stammkneipe in Brühl und in einer Mischung aus Langeweile und Frustration kam uns die Idee, uns ordentlich volllaufen zu lassen. Nach ein paar Kölsch wollten wir die Lokalität wechseln und gingen in ein Bistro, in dem eine Schulfreundin arbeitete. Diese kam meiner Ansage "Mach mich betrunken!" sehr gerne und schnell nach und schenkte mir einen richtig fies-bösen Long Island Ice-Tea ein und schaltete mir damit quasi mein Hirn aus. Das nächste, an das ich mich erinnern kann, ist, dass ich in meinem Bett aufgewacht bin, meine Bekleidung ordentlich, auf einem Stuhl gefaltet, abgelegt war und mein Auto ordentlich geparkt vor der Tür stand. Ähnlich wie in dem oben bereits erwähnten Film, rief ich umgehend meinen Kumpel an und bat um Klärung der Vorgänge des vergangenen Abends. Ihn hatte allerdings eine Kneipe weiter das gleiche Problem wie mich ereilt: Er war sternhagelvoll gewesen und konnte sich an den weiteren Verlauf des Abends ebenfalls nicht mehr erinnern. Also beschlossen wir, den Abend in irgendeiner Art und Weise nachzuvollziehen. Wir mussten daher die Lokalitäten des Vorabends aufsuchen und wurden recht schnell fündig. In der ersten Bar, in der wir nach Einsetzen des Alkohols gewesen sein mussten, wurden wir nicht sehr freundlich "begrüßt", also mit wüsten Beschimpfungen und schwingenden Billardqueues empfangen. Nach einigigen Entschuldigungen und vorsichtigem Nachfragen wurde uns mitgeteilt, wo wir im Anschluss hingegangen sein sollten. Nach zwei ähnlichen "Begrüßungen" in verschiedenen Kneipen gingen wir also in die Bar, die in Brühl dafür bekannt ist, keine Sperrstunde zu haben. Also, damals jedenfalls, ein "Reste-Verwertungs-Laden" war. Der Wirt kannte uns also recht gut, allerdings wusste er nur, dass wir ziemlich voll waren, leicht auf Stress aus und irgendwann plötzlich weg waren. Ich möchte hiermit beichten, dass ich auch nach etwa 15 Jahren immer noch nicht weiß, wie ich in dieser Nacht nach Hause gekommen bin, wer mich gefahren hat, oder wer mich ausgezogen und ins Bett gebracht hat und alles sauber und ordentlich wieder verlassen hat. Ich kann es nicht gewesen sein.

Beichthaus.com Beichte #00030512 vom 30.11.2012 um 22:35:41 Uhr in Brühl (13 Kommentare).

Gebeichtet von nesuarda
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Dumme Freunde aus Einsamkeit

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Hass Verzweiflung Falschheit Selbstsucht Mettmann

Ich (m/26) muss beichten, dass ich fast alle meine Freunde nicht leiden kann. Die meisten sind einfach dumm. Ich kann es selbst nicht genau ausdrücken, aber über Politik oder ähnliche aktuelle, bewegende und sinnvolle Themen kann man schon mal gar nicht reden. Und […]
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Beichthaus.com Beichte #00030510 vom 29.11.2012 um 22:55:09 Uhr in Mettmann (28 Kommentare).

Gebeichtet von Schnapsi
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“Beichte

Der Preis der Faulheit

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Dummheit Faulheit Peinlichkeit Last Night Graz

Ich war dieses Jahr im Sommer bei einem Bekannten, der seinen 20. Geburtstag feierte, eingeladen. Es war eine riesige Party, etwa 40 Personen waren dort. Die Meisten waren im Laufe des Abends schon gut angetrunken. Während ich mein bestes gab, bei einer hübschen Blondine zu landen, machte sich langsam meine Blase bemerkbar. Da mein betrunkenes Ich zu faul war, den weiten Weg ins Haus anzutreten, verschwand ich nur hinter einer Hecke und ließ meinen Drängen freien Lauf. Leider war ich wohl etwas zu stürmisch unterwegs, denn auf meinen weißen Shorts waren deutliche Spuren des Manövers zu sehen. Da dieser Fauxpas die Chancen bei meiner Angebeteten nicht gerade verbessert hätte, war ich verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung. Die vermeintliche Rettung bemerkte ich nach einigen bangen Sekunden: Ein paar Mädels, inklusive meinem Objekt der Begierde, waren unter lautem Gegröle auf dem Weg in den Pool. Ich sah die Gelegenheit, ein paar Extrapunkte zu sammeln und gleichzeitig mein Malheur zu vertuschen. So sprang ich voll bekleidet, begleitet von einem tarzan-ähnlichen Schrei, direkt vor den Mädels in den Pool. Obwohl die Arschbombe mit besten Haltungsnoten einwandfrei gelang, hatte mein Plan einen kleinen, teuflischen Haken. Was ich nicht wusste: der Pool hatte genau unter meiner Landefläche eine Sitz-Erhöhung - quasi ein Whirlpool im Pool. Dementsprechend heftig war mein Aufprall. Zunächst hatte ich natürlich den geballten Spott der anderen Anwesenden zu ertragen, doch nach einigen Sekunden großer Schmerzen hatte ich plötzlich andere Sorgen. Ich spürte meine Beine nicht mehr. Ich begann, um Hilfe zu schreien und zog mich an den Armen aus dem Wasser. Nach einigen bangen Minuten konnte ich sie, Gott sei dank, wieder bewegen und das Gefühl kam zurück. Der Krankenwagen war jedoch schon gerufen, die Stimmung der Party im Keller. Auch wenn ich versuchte, den Vorfall herunterzuspielen, meine unbedachte Aktion bedeutete dann ein relativ rasches Ende der Veranstaltung, wie mir erzählt wurde. Ich fuhr ins Krankenhaus und wurde durchgecheckt. Als Strafe konnte ich die nächsten zwei Wochen nur unter heftigen Schmerzen sitzen, an Gehen war die ersten Tage nicht zu denken. Wie sich später herausstellte, war meine Angebetete ohnehin die Schwester des Gastgebers, die obendrein vergeben war. Ein weiteres Opfer der Aktion war mein neues Handy, das ich in meiner Hosentasche trug; es überlebte den waghalsigen Sprung leider nicht. Beichten möchte ich, dass ich jemandem gehörig seinen Geburtstag vermasselt habe, nur weil ich zu faul war, die Toilette aufzusuchen.

Beichthaus.com Beichte #00030506 vom 29.11.2012 um 15:00:39 Uhr in Graz (Heinrichstraße) (19 Kommentare).

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Das ewige Andenken

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Dummheit Last Night Sex Düsseldorf

Seit meinem 18. Lebensjahr war mir klar, dass ich ein Tattoo haben wollte. Allerdings gehörte ich nicht zu den Leuten, welche direkt ins nächste Tattoo Studio rennen und sich etwas machen lassen. Dafür hatte ich viel zu viel Respekt vor der Sache - immerhin ist es […]
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Beichthaus.com Beichte #00030503 vom 29.11.2012 um 08:20:35 Uhr in Düsseldorf (Steinstraße) (22 Kommentare).

Gebeichtet von ganjafly
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Zufallsbeichte
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Todesangst um die Tochter

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Zorn Habgier Ignoranz Ex Schwangerschaft Dortmund

Ich (w/18) gehöre zu den weiß ich wie vielen Teeniemüttern Deutschlands. Die Schwangerschaft war schlicht und ergreifend jugendlicher Wahnsinn und eigene Dummheit, von außen betrachtet. Ich persönlich sehe es nicht als Fehler. Ich liebe meine Tochter über alles und mir wird oft gesagt, ich sei dazu geboren, Mutter zu sein. Nebenbei manage ich die Schule, in der ich ein paar Monate verpasst habe und bin auf einem recht guten Weg zu einem passablen Abitur. Aber was mich wirklich ankotzt, ist der dazugehörige Vater. Wir sind zwar nicht mehr zusammen, aber ich will natürlich, dass er sich auch um unsere Kleine kümmert. Er ist drei Jahre älter als ich, führt sich allerdings auf wie ein kleines Kind. Er kapiert das Prinzip einer Windel nicht, ekelt sich vor dem Po abwischen seiner eigenen Tochter, will nicht mit ihr draußen spazieren gehen und wenn wir dann mal gemeinsam unterwegs sind, zum Beispiel, um neue Klamotten für sie zu kaufen, dann geniert er sich total und hat Angst, mit dem Kinderwagen gesehen zu werden. Ich wette, die Freunde und Bekannten, die mich nicht kennen und das damals alles nicht mitgekriegt haben, wissen nicht mal, dass es unsere Kleine gibt. Er verleugnet seine Tochter und mich noch dazu und wenn er sich mal dazu herablässt, sich um sie zu kümmern, kann ich trotzdem nicht entspannen, weil er so unfähig ist. Einmal hat er sie im Kinderwagen im Flur vergessen, das andere Mal wäre sie fast von der Wickelkommode gefallen und einmal hat er ausprobiert, ob sie in der Badewanne selbstständig schwimmen könnte. Ich habe jedes Mal Todesangst, wenn ich was wirklich Wichtiges zu erledigen habe und sie dann bei ihm lassen muss. Mittlerweile telefoniere ich erst meine ganze Familie und meine Freunde ab, bevor ich sie ihm überlasse. Ab und zu ruft er in letzter Zeit an, ob er nicht mal wieder auf sie aufpassen kann und ich sage ihm jedes Mal ab. Es tut mir leid, dass ich ihm unsere Süße vorenthalte, aber jede Mutter hat so etwas wie einen Beschützerinstinkt und ich habe einfach Angst, dass, selbst wenn ich dabei bin, ich nicht mehr schnell genug eingreifen kann, wenn er wieder irgendwas Dummes mit ihr anstellt. Außerdem bin ich sauer, dass er sich für uns schämt und finde, er hat es nicht anders verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030499 vom 28.11.2012 um 12:57:44 Uhr in Dortmund (Hannöversche Straße) (34 Kommentare).

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