Der General im Wald

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Neugier Peinlichkeit Nürnberg

Der General im Wald
Ich (m/42) bewirtschafte seit 12 Jahren ein circa 250 ha großes Jagdrevier in der nähe einer fränkischen Großstadt. Ich bin dort nahezu täglich anzutreffen. In den Jagdjahren habe ich so einige skurrile Beobachtungen machen können. Menschen haben schon wirklich manchmal seltsame Angewohnheiten, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Tipp am Rande: Immer mal auf die Hochsitze gucken, bevor man was Seltsames tut. Menschen, die im am Waldrand Selbstgespräche führen, Liebespärchen, Menschen die Naturrituale vollführen. Leute, die mitten im Wald tanzen - wundert mich alles nicht mehr, soll ja jeder tun, was ihn glücklich macht. Einer jedoch ist ein wirklich erwähnenswertes Highlight: Der General.

Der General kommt während der Sommermonate meist eine Stunde vor Sonnenuntergang auf eine am Hang gelegene Freifläche. Jeden Donnerstag. Man kann wirklich die Uhr nach ihm stellen. Er ist ein Mann Mitte 50, würde ich schätzen. Er erscheint, legt sich eine Art Lederwams an, dazu einen wirklich aufwendigen Helm und ab und an trägt er eine Art Stangenwaffe mit Fähnchen bei sich. Dann beginnt ein sensationelles Schauspiel: Der gute Herr stellt voller Inbrunst Schlachten nach und brüllt Kommandos in den Wald, befiehlt der Kavallerie eine Flanke anzugreifen und seinen Bodentruppen vorzurücken und stürmt dabei den kleinen Hang hinauf und bekämpft imaginäre Feinde. Manchmal verteidigt er auch die Anhöhe. Ein wahrhaft großer Krieger.

Das Ganze dauert zwischen 15 und 45 Minuten. Am Anfang war ich öfter mal genervt, der hatte mir ja die Jagd versaut. Inzwischen hat sich das Wild sicherlich an ihn gewöhnt und ich gucke mir von Zeit zu Zeit gerne mal das Spektakel an. Anfangs als Spinnerei abgetan, habe ich jedoch inzwischen Fragen: Wer kämpft eigentlich gegen wen? Das sagt er nie dazu. Wer hat gewonnen? Die Schlacht kann ich ja sehen, aber wie verläuft sein Krieg? Sollte die Beichte vom Betroffenen gelesen werden, bitte ich um Aufklärung. Ich bin ein großer Fan, der Auftritt ist wirklich überzeugend!

Beichthaus.com Beichte #00036577 vom 07.09.2015 um 10:54:01 Uhr in Nürnberg (26 Kommentare).

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Das Fetisch Cafe

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Fetisch Neugier Peinlichkeit Wien

Das Fetisch Cafe
Eigentlich wollte ich dort ja gar nicht hin, aber es hat sich wirklich lustig angehört. Ich ging also in einen Fetisch-Laden, einfach um es einmal auszuprobieren. Mein Freund (23), mit ihm bin ich erst seit Kurzem zusammen, hatte die Idee, in dieses Café zu gehen. Anfangs war ich skeptisch, doch als ich mir die Website ansah, hat es mich doch irgendwie angemacht. Samstags wird das Café angeblich von den meisten Menschen aufgesucht, also gingen wir auch hin.

Dort angekommen traute ich meinen Augen kaum. Obwohl wir sehr nett empfangen wurden, und die Atmosphäre auch gut war, fühlte ich mich sehr unwohl, als ich einen Mann sah, der am Boden lag, angeschlossen an einen Elektroschocker. Der Mann schrie vor Schmerz, schien es allerdings zu genießen, da er wohl von den Elektroschocks unheimlich angeturnt wurde. Der Mann schrie wie am Spieß und schien wirklich schwer zu leiden, ich war von dem Geschehen angeekelt. Doch nach einiger Zeit merkte ich, wie ich erregt wurde, weil der Mann so laut schrie. Ich fand Schmerzen bisher noch nie erotisch, doch jetzt habe ich Angst, dass ich eine seltsame schmerzerotische Neigung entwickelt habe. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, und was ich meinem Freund sagen soll.

Beichthaus.com Beichte #00036575 vom 06.09.2015 um 22:36:22 Uhr in Wien (15 Kommentare).

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Zurückweisung

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Selbstsucht Engherzigkeit Verzweiflung Gesundheit

Ich (m/42) war diesen Sommer in der Reha. Zum einen wegen medizinischer Gründe, zum anderen wegen psychischer Probleme. Um es auf den Punkt zu bringen: Aufgrund meines Lebenswandels habe ich in den letzten Jahren alle meine sozialen Kontakte verloren. Familie, Freunde, alles. Ich bin alleinstehend, habe keine eigene Familie, meine Eltern haben während meines Aufenthaltes den Kontakt zu mir abgebrochen. Ich war während meines Aufenthaltes genötigt, mich mit meiner Einsamkeit auseinanderzusetzen, und das war nicht leicht. Durch die Gespräche mit meiner Therapeutin war ich emotional überall wundgescheuert und empfindlich, und meine Einsamkeit wurde mir da erst richtig bewusst.

In dieser Zeit habe ich in der Klinik jemanden kennengelernt. Einen ganz besonderen Menschen, eine wunderbare Frau. Sie hatte ebenfalls ihre Päckchen zu tragen. Wir haben uns nach ein paar Tagen sehr gut verstanden, haben viel Zeit miteinander verbracht, uns gegenseitig geholfen, zugehört, unterstützt, getröstet. Ich habe es sehr genossen, es war schön, nach all den leeren Jahren mit einem Menschen wirklich zu kommunizieren. Leider habe ich für diese Frau tiefere Gefühle entwickelt. Leider deshalb, weil es zu schnell ging - nicht der richtige Ort und nicht die richtige Zeit war. Sie hat meine Gefühle nicht erwidert, aber das ist an sich nicht schlimm, das kann ich ja nicht erzwingen. Aber ich war egoistisch und konnte nicht mit der Zurückweisung umgehen, dass sie meine Gefühle nicht erwidert. Ich hätte ihr weiterhin in ihrer Situation helfen müssen, so wie ich es vorher tat, aber ich tat es nicht. Ich war verletzt, eifersüchtig, beleidigt, fühlte mich zurückgewiesen. Und das tut mir so sehr leid, dass mir meine eigenen verletzten Gefühle in dem Moment wichtiger waren als ihre Not und ihre Bedürfnisse. Alles was sie brauchte, war ein Freund, der zuhört, und ich habe es nicht geschafft, dieser Freund zu sein.

Meine liebe S., es tut mir so sehr leid. Ich wünsche mir, dass es dir bald wieder gut geht und du dein Leben führen kannst, so wie du es dir wünschst. Bitte verzeih mir. Bei allen anderen bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036574 vom 06.09.2015 um 21:00:56 Uhr (7 Kommentare).

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Ich kann nur schwarzhaarige Männer lieben!

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Begehrlichkeit Fetisch Peinlichkeit

Ich (w) möchte beichten, dass ich mich bisher nur in schwarzhaarige Typen verliebt habe. Man könnte das jetzt für Zufall halten, weil es noch nicht allzu viele waren, allerdings hat mein Bruder da so einen brünetten Kumpel und ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, was mit ihm anzufangen. Als er sich die Haare aus Spaß schwarz gefärbt hat, dauerte es nicht lange, und es war mir schier unmöglich, ihn aus dem Kopf zu bekommen. Tja - als die Farbe rausgewaschen war, waren meine Frühlingsgefühle schneller wieder weg, als sie gekommen waren. Er war der Dritte, mit - wenn auch nur zeitweise - schwarzen Haaren, in den ich mich verguckt habe und bei ihm ist mir aufgefallen, dass irgendwas schiefläuft. Ich fühle mich seit dieser Erkenntnis echt schäbig und frage mich, ob man das überhaupt "Liebe" nennen darf, wenn es an eine Haarfarbe geknüpft ist.

Beichthaus.com Beichte #00036569 vom 05.09.2015 um 23:30:33 Uhr (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Wie man lange Toiletten-Sitzungen übersteht

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Peinlichkeit Manie Ekel

Zum Kacken nehme ich (w/22) immer mein iPad mit aufs Klo und sitze dann viel länger auf der Schüssel, als die Hämorrhoidenexperten das empfehlen. Neulich habe ich erst wieder so ein XXL-Plakat an einer Bushaltestelle gesehen, das mich daran erinnert hat. Wenn ich das Tablet dann mal vergesse, wenn es supereilig ist, lese ich ewig die Rückseiten von den Putzmittelbehältern, und wenn ich die schon auswendig kenne, auch mal dieses Begleitheftchen, das bei den Tampons immer dabei ist. Zu dem körperlichen Vorgang hatte ich schon als junges Mädchen ein komisches Verhältnis, weil wir ein Bad hatten, das man nicht abschließen konnte. Ich kann auf öffentlichen Toiletten nicht das große Geschäft erledigen und auch nicht, wenn ich weiß, dass meine Mutter bei uns daheim auf derselben Etage mit dem nicht abschließbaren Bad ist. Früher habe ich außerdem im Bad immer Packungen, auf denen fröhliche, lachende Familien abgebildet waren, umgedreht, damit sie mir nicht beim Koten zusehen. Heute kaufe ich die gar nicht mehr.

Ich glaube, das sind psychisch gestörte Tendenzen, aber mal ehrlich: wer möchte schon, dass so eine gephotoshoppte Familie mit dem McCain-Lächeln einem zuschaut? Es ist ja nicht das McKack-Lächeln. Das iPad lege ich vor dem Reinigen immer am Boden ab und decke die Kamera mit einem Blatt Toilettenpapier zu, anfassen tu ich erst wieder, wenn die Hände gewaschen sind. Trotzdem muss ich heimlich immer schmunzeln, wenn ein Kommilitone es berührt. Ich bitte um Absolution für diese merkwürdigen Gewohnheiten.

Beichthaus.com Beichte #00036567 vom 05.09.2015 um 21:20:59 Uhr (5 Kommentare).

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