Missbrauch der Generalschlüssel

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Betrug Morallosigkeit Arbeit

Vor vielen Jahren habe ich bei einem Netzbetreiber als Starkstrommonteur gearbeitet. Dort hatte ich zur Ausübung meiner Tätigkeit mehrere Generalschlüssel, um die Umspannwerke, Trafostationen, Kabelverteilerschränke und Hausanschlusskästen sperren zu können. Vor meinem Ruhestand kam ich dann in den Innendienst und hatte, bis zu meiner Pensionierung, nicht mehr direkt an den Anlagen zu tun. Als ich dann in Pension ging, dachte im Unternehmen niemand mehr an die Schlüssel, die ich noch hatte - und auch ich dachte nicht mehr daran. Im Büro hatte ich nämlich nur berührungslose Zutrittskontrollen und brauchte keinen Schlüssel. Vor einigen Wochen traf ich dann einen Elektriker, der seine eigene Firma besitzt und welchen ich noch aus meiner Zeit im aktiven Betriebsdienst kenne. Er klagte mir sein Leid, wie teuer das Abschalten von Anlagen, an denen gearbeitet werden muss, durch den Netzbetreiber inzwischen geworden ist. Da die Elektriker keinen Schlüssel für die Anlagen haben dürfen, müssen sie dafür mehrmals pro Woche den Netzbetreiber verständigen, welcher für das Ein- und Ausschalten über 70 Euro Gebühren einnimmt. Und das für eine Tätigkeit, die vielleicht zwei Minuten dauert.


Da fiel mir wieder mein Schlüsselbund ein, und ich fragte, ob ich ihn ein bisschen unterstützen soll, indem ich selbst die Abschaltung für lau vornehme. Er willigte natürlich ein und so fuhr ich nach Hause, holte meine Schlüssel und wir trafen uns bei dem Haus, an dem er zu arbeiten hatte. Ich schaltete den Hausanschluss ab, er erledigte seine Arbeiten und zwei Stunden später, als er fertig war, setzte ich die Sicherungen wieder ein. Eigentlich wollte ich kein Geld nehmen, aber er war so dankbar und drückte mir 50 Euro in die Hand. Trotzdem ging ich von einem einmaligen Hilfsdienst aus, allerdings wiederholte sich die Sache und inzwischen rufen auch noch zwei weitere Elektrounternehmer bei mir an, damit ich ihnen einige Abschaltungen durchführe. Ich möchte deshalb beichten, dass ich einen großen, überregional arbeitenden Energieversorger schädige und mir damit etwas zu meiner Rente dazuverdiene. Ich bitte um Absolution für mein Handeln.

Beichthaus.com Beichte #00033556 vom 04.07.2014 um 20:23:39 Uhr (14 Kommentare).

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Horrende Summen bei Internet-Auktionen

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Dummheit Engherzigkeit Betrug Geld Internet

Ich beichte hiermit, dass ich den Drang mancher Menschen, unbedingt gewinnen zu müssen, auf einer bekannten Internetplattform für diverse Auktionen schamlos ausnutze. Ich biete immer höher, bevorzugt in den letzten Minuten, weil Menschen einfach immer gewinnen wollen. Gerade habe ich eine Person dazu gebracht, für eine gebrauchte Playstation über das Dreifache des Werts zu bezahlen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich einmal auf die Fresse falle und selbst horrende Summen zahlen muss, werde ich nicht damit aufhören. Aber immerhin tue ich den Menschen, die ihren alten Kram loswerden wollen, sicher etwas Gutes.

Beichthaus.com Beichte #00033543 vom 02.07.2014 um 14:16:20 Uhr (13 Kommentare).

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Verbesserte Zeugnisse

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Betrug Falschheit Morallosigkeit Feigheit Schule Pocking

Alles fing in der achten Klasse an. Ich habe mein Zeugnis bekommen - ein sehr Schlechtes, denn ich hatte sieben Vieren. Also habe ich das Zeugnis, ohne viel darüber nachzudenken, gefälscht. In der Grundschule war ich nämlich Klassenbester und trotz meines Migrationshintergrundes habe ich es auf das Gymnasium geschafft. Dort wollte ich dann akzeptiert werden und habe mich selbst lächerlich gemacht, um gut anzukommen. Noch dazu hatte ich eine Sehschwäche, die jedoch nicht bemerkt wurde. Es war den Lehrern relativ egal, dass meine Noten so schlecht waren wie meine Augen, und mir fiel es selbst auch nicht auf, da ich dachte, dass jeder Mensch so sehen müsse. Ich wiederholte dann freiwillig und es kamen erfolgreiche Jahre, bis ich in der Siebten die Klasse wechseln musste. Das ganze Spiel ging von vorne los und zum Ende des Jahres gab es zu Hause dann richtig Stress - und zwar nach orientalischer Erziehung. Mein Vater war selbst Arzt und fühlte sich von meinen schlechten Noten regelrecht angegriffen. Deshalb fälschte ich dann auch die Zeugnisse der achten Klasse. Ich habe sie nur minimal verändert, damit es nicht auffällt, und habe meine Eltern auch zu jedem Elternsprechtag gehen lassen. Leider war das nicht die einzige Gelegenheit, zu der ich Zeugnisse gefälscht habe, denn zur Halbjahresinformation tat ich es wieder. Einfach, damit ich meinem Vater in die Augen sehen konnte und er mir sagt: "Nicht schlecht, nächstes Mal wird es besser." Ich bereue es sehr und will dies keinem empfehlen. Weder das Herzklopfen, weil es herauskommen könnte, noch das Wissen, dass der freudige Blick der Eltern unverdient ist. Es macht einen kaputt. Ich wünsche mir Erlösung und werde auf keinen Fall mehr Zeugnisse fälschen - zugeben kann ich es aber auch nicht. Ich habe nicht die Eier dazu und Angst vor der Reaktion meiner Eltern. Vielleicht bekomme ich noch die gerechte Strafe dafür, aber ich bereue die Tat wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00033502 vom 23.06.2014 um 21:11:16 Uhr in Pocking (15 Kommentare).

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Die eigene Tee-Kreation

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Betrug Falschheit Stolz Ernährung

Ich trinke gerne einen Tee, den ich selbst kreiert habe. Es ist ein Geheimrezept aus verschiedenen Sorten Beuteltee, Honig und Sirup, perfekt aufeinander abgestimmt. Ich koche immer eine riesige Kanne, die ich dann erkalten lasse. Ich nehme dieses Getränk dann auch mit zur Arbeit, abgefüllt per Trichter in eine leere 1,5-PET-Flasche. Es hat die Farbe von Eistee. Und ich wollte mein Getränk so gerne der Öffentlichkeit bekannt machen, dass ich eine dieser Flaschen nahm und sie beim Eistee im Supermarkt platzierte. Der oder die Kundin dachte dann, er kaufe Pfirsich-Eistee, denn dieser war in der Flasche zuvor drin. Und dann trank er mein Getränk. Es schmeckt tausendmal besser als dieses Eisteezuckerwasser, das sagten schon viele meiner Verwandten und Freunde. Es ist irgendwie ein geiles Gefühl, meinen eigenen Tee an einen Kunden gebracht zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00033492 vom 21.06.2014 um 18:07:47 Uhr (19 Kommentare).

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Günstige Fahrten mit dem Bus

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Betrug Lügen Geiz Bahn & Co. Demmin

Ich (w) möchte beichten, dass ich unser Busunternehmen bescheiße. Ich kaufe mir nämlich eine Tageskarte für vier Euro, um mit dem Bus fahren zu dürfen - um mein Ziel zu erreichen, muss ich jedoch öfters umsteigen. So eine Tageskarte gilt jedoch nur in einer bestimmten Zone, und wenn diese Zone überschritten wird, müsste ich eigentlich wieder etwas draufzahlen. Immer, wenn ich die Zone überschreite und dann in den Bus einsteige, zeige ich dem Fahrer meine Karte so, dass die Zonenangabe mit dem Daumen verdeckt ist. Zusammen mit einem netten Lächeln funktioniert das gut, denn bisher hat noch niemand etwas davon bemerkt. Und wenn irgendwann jemand die Karte während der Fahrt kontrollieren sollte, stelle ich mich einfach dumm und behaupte, dass ich nicht wusste, dass es verschiedene Zonen gibt und dass die Karte für diesen Bus nicht gültig ist. Wenn nötig zahle ich dann auch den vollen Preis, aber ich hoffe, dass das nie passieren wird.

Beichthaus.com Beichte #00033477 vom 19.06.2014 um 12:18:04 Uhr in Demmin (5 Kommentare).

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