Waghalsiger Rollstuhlfahrer

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Ignoranz Engherzigkeit Waghalsigkeit

Vor zwanzig Jahren stand ich an einem Zebrastreifen und wollte gerade über die Straße gehen. Ich glaube, es war kalt und glatt. Auf der anderen Seite kam ein Rollstuhlfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf den Zebrastreifen zu gefahren. Ich dachte noch, was ihm einfiele, so schnell zu fahren. Als der Rollstuhlfahrer vom Bürgersteig auf die Straße kam, stürzte der Rollstuhl und klappte zusammen. Meine Gedanken in diesem Moment waren "Er ist doch selbst schuld, warum fährt er auch so schnell." Statt dem Mann zu helfen, ging ich die Straße weiter hoch zu einem anderen Zebrastreifen und ging dort über die Straße, damit ja niemand auf die Idee käme, dass ich dem Mann hätte helfen können. Ich bitte um Absolution, denn ich schäme mich immer noch deswegen.

Beichthaus.com Beichte #00033210 vom 06.05.2014 um 09:55:47 Uhr (13 Kommentare).

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Mit Kokain zu besseren Noten

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Drogen Verzweiflung Feigheit Lügen Studentenleben

Ich (w/25) habe in meinem Leben viel mitgemacht - Missbrauch, Gewalt, Mobbing, Schulabbruch, etc. Mittlerweile habe ich es irgendwie geschafft, mit dem Studium anzufangen und bin gerade im dritten Semester. Ich habe eine schöne Beziehung und arbeite nebenher. Als Escort. […]
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Beichthaus.com Beichte #00033203 vom 05.05.2014 um 03:15:12 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Distanz zum Stammhalter

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Verzweiflung Selbstsucht Engherzigkeit Familie Kinder

Ich bin wahrscheinlich gerade dabei, meine Ehe aufs Spiel zu setzen und meine Familie zu verlieren. Für Außenstehende ist mein momentanes Verhalten sicher nicht nachvollziehbar, was ich auch verstehe, aber ich kann mit niemandem über meine Gefühle sprechen. Ich habe bereits zwei wunderbare Töchter, die ich sehr liebe, genauso wie meine Frau. Bis dahin war alles perfekt. Wir hatten eigentlich mit der Kinderplanung abgeschlossen, aber dann wurde meine Frau wieder schwanger. Ich war ziemlich geschockt und musste mich erst damit arrangieren, noch einmal Vater zu werden, allerdings hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt schon von meiner Frau zurückgezogen, bin immer länger auf der Arbeit geblieben und habe meine Frau die ganze Schwangerschaft über mehr oder weniger alleine gelassen. Als dann feststand, dass wir einen Sohn bekommen, erwarteten instinktiv alle in meinem Umfeld, dass ich mich über einen Stammhalter doch freuen sollte. In Wirklichkeit war mir dieses Kind so egal, dass es mir Angst machte. Auf meine Töchter hatte ich mich damals wahnsinnig gefreut und bei meinem ungeborenen Sohn verhielt ich mich wie das letzte Arschloch.


Ich hatte noch die Hoffnung, dass es besser werden würde, sobald er auf der Welt wäre, aber ich lehnte ihn sogar noch mehr ab, konnte nichts fühlen, wenn er in meinen Armen lag, und empfand nur eine unendliche Wut auf dieses eigentlich unschuldige Kind. Mittlerweile ist er zwei Monate alt und ich habe keinerlei Bezug zu meinem Sohn entwickeln können, ich ziehe mich fast vollständig von meiner Familie zurück, und wenn ich ehrlich bin, keimt jedes Mal in mir die Eifersucht auf, sobald meine Frau sich um unseren Sohn kümmert oder ihn stillt. Sie hingegen glaubt fatalerweise, ich hätte eine Geliebte und droht mit Scheidung, wenn ich mein Verhalten nicht endlich ändere. Ich denke jeden verdammten Tag darüber nach, dass es so wirklich nicht weitergehen kann, aber ich denke inzwischen, ich bin nicht in der Lage, meinen Sohn zu lieben, was mich schwer belastet. Denn der Kleine kann nichts dafür und kein Kind hat es verdient, von einem Elternteil dermaßen abgelehnt zu werden. Ich wüsste gerne, was eigentlich mit mir los ist, denn meine Familie ist mir das Wichtigste auf der Welt. Ich verhalte mich wie das größte Arschloch und bin trotzdem innerlich verzweifelt. Was soll ich nur machen?

Beichthaus.com Beichte #00033200 vom 04.05.2014 um 18:25:56 Uhr (18 Kommentare).

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Selbstmord am Gleis

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Engherzigkeit Tod Bahn & Co. Wien

Selbstmord am Gleis
Ich bin U-Bahn-Fahrer von Beruf. Ich mache den Job gerne, auch wenn es von den Dienstzeiten her manchmal etwas unangenehm ist, aber es macht Spaß und ist ein krisensicherer Job. Vor einiger Zeit hatte ich meinen ersten Selbstmörder. Es ist keine Frage, ob man einen Springer hat oder nicht, sondern bloß, wann es so weit sein wird. Bei mir hat es doch einige Jahre gedauert, aber dann kam es so. Viele Kollegen haben nach so einem Erlebnis den Job geschmissen, weil sie nicht damit klarkamen, doch bei mir war es genau das Gegenteil. Ich habe nicht einmal damit gerechnet, weil der Mann plötzlich aus heiterem Himmel losgerannt und gesprungen ist. Ich habe noch das Geräusch gehört, als ich ihn überfuhr und die entsetzten Gesichter der Menschen am Bahnsteig gesehen, als der Vorfall mitten in der Rush Hour am Nachmittag passiert ist. Aber ich war weder schockiert noch sonst etwas. Leitstelle angefunkt, Stromschiene erden, Fahrgäste aus dem Zug bringen, und so weiter, machte ich einfach so, wie ich es gelernt hatte. Kurz danach waren schon die ersten Einsatzkräfte da und für mich war der Arbeitstag ab diesem Moment gelaufen. Mir ging es nach dem Vorfall nicht schlecht, und alle haben sich vorbildlich um mich gekümmert. Ich war sogar bei einem Psychologen, weil die Firma das anbietet. Dem konnte ich aber auch nur sagen, dass alles in Ordnung ist und dass ich seine Hilfe eigentlich nicht benötige.

Ich bekam eine Woche frei und mein Vorgesetzter meinte, dass ich noch eine weitere Woche freibekommen und auch danach noch eine Weile "Innendienst" machen könnte. Das habe ich aber dankend abgelehnt und mich über die eine Woche Sonderurlaub gefreut. Ich bin nach Hause zu meiner Frau und meinen Kindern, habe von der Sache erzählt und zu Abend gegessen als sei nichts gewesen. Eigentlich ist man in der Firma ein gesichtsloser Niemand mit einer Personalnummer. Nach dem Unfall haben sich aber alle so toll um mich gekümmert und jeder fragte, wie es mir geht und so weiter. Aber das Beste war, dass ich eben eine Woche Sonderurlaub bekommen habe. Aber jetzt zu meiner eigentlichen Beichte. Auch wenn es verrückt klingt, aber irgendwie warte ich schon darauf, dass sich wieder eine arme Seele genau vor meinem Zug das Leben nimmt. Auch wenn es gefühlskalt klingt, bin ich sonst ein herzlicher Mensch, der viele Freunde hat und seine Familie liebt, aber durch den Selbstmörder hatte ich eigentlich nur Vorteile. Ich bitte um Absolution für meine Einstellung.

Beichthaus.com Beichte #00033194 vom 03.05.2014 um 22:40:36 Uhr in 1100 Wien (Favoritenstraße) (32 Kommentare).

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“Beichte

Parasitäre Cousins

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Neid Verzweiflung Hass Zorn Studentenleben

Ich beichte, dass ich meine Cousins als Menschen ansehe, die es nie alleine schaffen würden. Und dass es mich gleichzeitig aufregt, dass ich immer alles alleine schaffen musste, ohne die Hilfe anderer. Ein Beispiel? Ich habe als erstes Kind meiner Arbeiterfamilie studiert […]
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Beichthaus.com Beichte #00033188 vom 03.05.2014 um 11:48:18 Uhr (15 Kommentare).

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