Besser als die anderen

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Dummheit Falschheit Hochmut Schule Penig

Ich möchte beichten, dass ich mich eine Zeit lang heuchlerisch und selbstverliebt benommen habe. Ich war in meiner Kindheit und frühen Jugend fast immer und überall eine Außenseiterin. Ich wurde gemobbt, belächelt und ausgeschlossen, weil ich mich unweiblich kleidete und benahm, kurze Haare hatte und eine Brille trug. Außerdem machte ich mir aus Mode und Popstars nichts und las stattdessen lieber. Darunter litt ich mit fortlaufender Zeit immer mehr und hatte schließlich Angst vor Menschengruppen und ein miserables Selbstwertgefühl. Oft hört man ja, dass Leute, die mobben, früher selbst gemobbt wurden oder sich zumindest unsicher fühlen. Das konnte ich nie richtig glauben und wenn, hielt ich es für sehr verachtenswert. Wer tut denn jemandem so etwas an, wenn man es selbst durchlitten hat? Unvorstellbar. Naja, schließlich wechselte ich zur zehnten Klasse die Schule und langsam wurde alles besser. Am Anfang wurde ich auch hier eher ausgegrenzt, aber schließlich, langsam aber sicher, in die Klasse integriert und war dann, als ich mein Abi machte, ein vollwertiges Mitglied. Ich wurde auch zu Klassenaktivitäten eingeladen, kurz, es war ein Traum für mich. Auch auf der Fachhochschule, auf die ich danach ging, war nach anfänglichen Schwierigkeiten alles super. Zusätzlich nahm ich ordentlich ab, hatte mittlerweile lange rote Haare und war scheinbar einfach recht attraktiv und unmissverständlich weiblich geworden. Ich wurde gemocht, bekam Komplimente und fühlte mich einfach pudelwohl.


Nun waren in dieser Klasse, es war ein Informatikstudium, zwei etwas "komische" Typen. Aufgrund ihrer Art und ihres Aussehens wurden sie schnell Außenseiter. Man muss dazu sagen, dass sie sich auch tatsächlich nicht gerade beliebt machten. Einer wusste zum Beispiel immer alles besser und zog recht heftig über die Meinungen von anderen her, der andere pries sich immer als absoluter Superprogrammierer an, setzte aber regelmäßig Aufgaben in den Sand. Hauptsächlich war es aber das komische Aussehen und Verhalten der beiden. Sie wurden nicht direkt gemobbt, aber doch ausgeschlossen und öfter belächelt, und natürlich wurde hinter ihrem Rücken ausgiebig gelästert. Und ich beteiligte mich daran. Ich rechtfertigte das damit, dass ich ihnen gegenüber ja immer normal und sogar freundlich war - was auch stimmte. Da wäre ein bisschen Lästern und insgeheim auslachen ja nicht so tragisch. Aber eigentlich fand ich es nur geil, mal selber eine gewisse Position zu haben, von der aus man nicht das unterste Glied der Kette war. Ich wollte sozusagen auch mal Macht ausüben. Und ich blickte ganz eindeutig auf sie herab, innerlich. Auch eine Freundin von der Schule davor vernachlässigte ich. Sie war auch etwas unattraktiv und "seltsam", war zu mir aber immer nett und ehrlich. Jetzt aber schien sie mir lächerlich. Ich ließ den Kontakt einschlafen, obwohl ich genau wusste, dass ich ihre einzige Freundin war. Naja, irgendwann merkte ich dann von selber, dass ich im Begriff war, abzuheben und erschrak vor mir selbst. Ich hatte zwar niemanden wirklich gemobbt, aber ich habe mich schon wie etwas Besseres gefühlt, was ich sehr bereue. Ich werde so etwas nie wieder tun und bereue diese Phase.

Beichthaus.com Beichte #00031643 vom 24.07.2013 um 20:03:20 Uhr in Penig (18 Kommentare).

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Der Joint am Abend

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Drogen Faulheit Trägheit Unreinlichkeit Verzweiflung Soltau-Emmingen

Ich (m/21) bin Azubi, wohne in einer Ein-Zimmer-Wohnung und habe ein Drogenproblem. Irgendwie habe ich es verpasst, nach meinem Umzug in eine neue Stadt Freunde zu finden. Eigentlich lebe ich nur für den Job (IT Branche), den ich wirklich gerne mache und in dem ich regelmäßig sehr positives Feedback bekomme. Ab und zu gehe ich auch mit den anderen Azubis im Unternehmen feiern, ich bin dort sogar recht beliebt. Das war es dann allerdings auch schon mit meinen sozialen Kontakten. Ich kiffe jeden Tag nach Feierabend und gammele in der Bude rum. Dementsprechend habe ich keinen Bock, irgendwas im Haushalt zu machen. Abwaschen tue ich in der Regel alle paar Wochen, wenn es gut läuft, liegen 12 Tage dazwischen. Kochen tue ich eh sehr selten, ich ernähre mich meistens von Fast Food. Seit Monaten habe ich nicht mehr gefegt, gewischt oder das Bad sauber gemacht. Es kümmert mich einfach nicht. Besuch bekomme ich eh nicht.


Jetzt habe ich ein Übernahmeangebot der Firma bekommen und wurde natürlich gefragt, ob ich mich seit meinem Umzug gut in der Stadt eingelebt hätte. Natürlich lüge ich immer und behaupte, alles würde bestens laufen. Dabei bin ich ziemlich unglücklich, wenn ich mal nichts zum Rauchen habe. Meist überlege ich dann schon auf der Arbeit, wie ich nach Feierabend substituieren kann. Mein Konsum wirkt sich zwar nicht auf meine Tätigkeit im Job aus, dennoch habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich am Nachmittag schon auf den Joint am Abend freue. An den Wochenenden bin ich eh dauerstraff. Alle paar Monate nehme ich auch härtere Drogen wie MDMA, Kokain und Opioide. Nur Alkohol mag ich nicht besonders. Ich werde wohl nicht sehr alt werden, aber irgendwie ist mir das auch egal. Immerhin spiele ich mit dem Gedanken, in eine WG umzuziehen, um mich selbst zur Ordnung zu zwingen. Als ich noch bei meinen Eltern lebte, habe ich immer im Haushalt mitgeholfen und weiß, dass ich anderen Menschen keine Umstände bereiten will und somit automatisch meinen Dreck entferne. Aber eigentlich kommt diese Idee nur durch das Übernahmeangebot der Firma. Falls es doch mal herauskommen sollte, dass ich praktisch kein Sozialleben habe, wäre das schon ziemlich peinlich. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00031642 vom 23.07.2013 um 23:37:51 Uhr in Soltau-Emmingen (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Neidisch auf die Frauenhelden

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Neid Eifersucht Verzweiflung Dating

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich neidisch auf diese ganzen Frauenhelden bin. Ich kenne ein paar von Ihnen und mir ist es einfach nicht erklärbar, warum sich so viele Frauen auf den jeweiligen Typen einlassen. Diese Typen stellen für mich teilweise überhaupt nichts dar, aber trotzdem können sie eine nach der anderen haben. Das Schlimme für mich ist, dass sie teilweise noch extrem gut aussehende und gleichzeitig liebe Frauen haben und sie trotzdem nur benutzen. Krass wird es dann, wenn diese Frauen ihnen noch hinterher rennen. Ich beichte, dass ich eifersüchtig und neidisch auf Frauenhelden bin, da es bei mir in Sachen Frauen sehr schlecht läuft.

Beichthaus.com Beichte #00031629 vom 21.07.2013 um 11:29:14 Uhr (44 Kommentare).

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Katzenfutterfürze

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Ekel Ungerechtigkeit Engherzigkeit Tiere

Katzenfutterfürze
Nur mal vorne weg, ich liebe meinen Kater wie einen Sohn, aber manchmal ist er schon lästig. Er läuft einem hinterher und miaut stundenlang, nur weil er kuscheln will, obwohl man schon mindestens eine halbe Stunde mit ihm im Bett zugebracht hat. Aber letztens hat es mir dann gereicht. Im Fernsehen lief gerade ein Film, den ich schon ewig sehen wollte, aber der Kater konnte natürlich keine Ruhe geben. Normalerweise hätte ich ihn einfach auf den Rücken gelegt, ihm den Bauch gekrault und nebenbei den Film geschaut, aber nicht dieses Mal. Weiß der Teufel, was mich da geritten hat, auf jeden Fall habe ich ihn mit Katzenkeksen unter die Bettdecke gelockt und mit allem, was ich hatte, gefurzt. Er ist wie wild unter der Decke herumgesprungen, bis er endlich raus kam. Und ich hatte meine ersehnte Ruhe, obwohl ich heute noch lachen muss, wenn ich daran denke. Es tut mir leid, Toni Tiger, ich habe dich sehr lieb, aber jetzt weißt du, wie das ist, wenn man einen frischen Furz inhalieren muss. Und mal ehrlich, Katzenfutterfürze stinken doch erbärmlich.

Beichthaus.com Beichte #00031619 vom 19.07.2013 um 02:23:18 Uhr (27 Kommentare).

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Sport ist Mord

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Faulheit Trägheit Lügen Falschheit Sport

Als ich noch zur Schule ging, wurde jedes Jahr im Sportunterricht das Laufen trainiert. In den Klassen fünf bis sieben quälte ich mich noch über die Tartanbahn und kassierte ständig schlechte Noten, weil ich nicht mehr als vier Runden laufen konnte. Doch mit dem Alter wuchs auch die Intelligenz, sollte man meinen. So erfand ich in der achten Klasse meine Kreislaufprobleme und simulierte bei jedem Lauftraining einen Kreislaufzusammenbruch, nach welchem ich leider nicht mehr weiterlaufen konnte. Meinem Sportlehrer blieb damit nichts anderes übrig, als mir meine Probleme zu glauben, und mir keine Note für das Training zu geben. Doch weil auch andere Sportgebiete nicht mein Ding waren, verwendete ich die Ausrede beinahe jede Sportstunde und bekam auf jedem Zeugnis eine Drei, obwohl ich nie etwas dafür getan hatte. Mir tun die Mitschüler leid, die sich jede Stunde bemüht haben und die gleiche Note bekamen. Vergebt mir meine Faulheit, aber irgendwie musste ich ja durch das Schulleben kommen.

Beichthaus.com Beichte #00031612 vom 17.07.2013 um 21:20:08 Uhr (29 Kommentare).

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