Die Zugtoilette

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Ekel Unreinlichkeit Feigheit Morallosigkeit Bahn & Co. Regensburg

Ich (w) möchte beichten, dass ich heute wahrscheinlich eine Zugtoilette verstopft habe und nicht Bescheid gegeben habe. Ich war aus geschäftlichen Gründen mit dem Zug unterwegs, allerdings wurde mir nach kurzer Zeit übel. Ich ging zur Toilette und wollte mir eigentlich nur kaltes Wasser ins Gesicht spritzen, aber bei dem Anblick des ohnehin schon überlaufenden Klos und dem penetranten Uringeruch in der Luft kam es in mir hoch. Der Kanister des WCs war vielleicht einfach nur voll, aber der Urin stand bereits im unteren Viertel. Um zu verhindern, dass ich etwas abkriege, schmiss ich, so schnell ich konnte, einen Haufen Papier hinein und übergab mich. In meiner schlechten Verfassung war ich nicht mal in der Lage, den Knopf zum Runterspülen zu finden. Das wäre vermutlich eh nutzlos gewesen, denn wenn es vorher nicht schon verstopft war, dann war es das jetzt garantiert. Weil ich einfach nur zurück zu meinem Platz wollte und ich mich unheimlich geschämt habe, machte ich den Klodeckel zu, wusch mein Gesicht und begab mich so unauffällig wie möglich zurück auf meinen Platz, in der Hoffnung, dass mich niemand mit dem verstopften Klo in Verbindung bringt. Es tut mir Leid für die Leute, die das sauber machen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00031706 vom 06.08.2013 um 21:03:53 Uhr in 93047 Regensburg (Bahnhofsstraße) (15 Kommentare).

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Wie das Handy aus dem Auto flog

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Aggression Boshaftigkeit Vandalismus Niedereschach

Wie das Handy aus dem Auto flog
Ich (m/23) bin vor zwei Tagen mit dem Auto ein paar Runden gefahren. Und da habe ich einen guten Freund mitgenommen. Das Nervige daran ist nur, dass er so extrem süchtig nach seinem Smartphone bzw. nach WhatsApp ist, dass er die ganze Zeit an diesem dämlichen Gerät hängt. Und jedes Mal, wenn er mit mir mitfährt, hat er sein Handy zwischen den Beinen auf dem Sitz und macht im Sekundentakt sein Display an, um zu schauen, ob er eine neue Nachricht in WhatsApp bekommen hat. Wenn es draußen dunkel ist, dann ist es extrem nervig, denn dann sehe ich ständig im Augenwinkel, wie er sein Display anmacht, und das, wie schon gesagt, im Sekundentakt. Das Display ist keine zwei Sekunden aus, schon macht er es wieder an und das während der ganzen Fahrt. Das hat mich vor zwei Tagen dann so heftig aufgeregt, dass ich sein Handy gepackt und es aus dem fahrenden Auto geschmissen habe. Er fing an, komplett auszurasten und schrie mich an, dass ich sofort anhalten solle, damit er sein Handy wieder holen kann. Ich hielt mitten auf der Landstraße an, er stieg aus und rannte nach hinten, um sein Handy zu suchen, während ich seine Tür schloss und einfach los fuhr. Er stand also nachts um ein Uhr auf der finsteren Landstraße, von nichts, als einem großen Wald umgeben und musste dann die restlichen sechs Kilometer nach Hause laufen. Übrigens hat er sein Smartphone wieder gefunden. Zwar mit einem gerissenen Display, aber er hat es gefunden! Sorry!

Beichthaus.com Beichte #00031695 vom 04.08.2013 um 14:53:32 Uhr in Niedereschach (34 Kommentare).

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“Beichte

Ist der Tod die Lösung?

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Verzweiflung Unglaube Gesundheit Familie

Mein Cousin ist zwölf Jahre alt und leidet unter Multipler Sklerose (MS). In letzter Zeit merke ich, wie sein Körper immer langsamer wird und ihm alltägliche und belanglose Sachen Schwierigkeiten bereiten, er ist auch täglich unter Medikamenteneinfluss. Es tut mir weh, ihn so zu sehen und ich gestehe, dass ich den Tod für ihn als Lösung ansehe. Gewiss wird sein Verlust schmerzhaft sein, aber ist es nicht schmerzhafter einen Menschen, den man liebt, täglich leiden zu sehen? Wäre es nicht wünschenswert, dass sein Leid aufhört? Wäre sein Tod nicht die Lösung? Bevor ich (w) hier als herzlose, eiskalte H*re abgestempelt werde, möchte ich kurz die Familienverhältnisse meines Cousins erklären.

Mein Onkel gehört zu der Sorte Mann, die ich am liebsten auf offener Straße anspucken möchte. Seine Aufgabe liegt, seiner Meinung nach, darin, das Geld zu verdienen und das war es dann. Nach Feierabend wird jedes Mal der Laptop angeschmissen, das Handy liegt natürlich immer griffbereit, könnte ja sein, dass man etwas verpasst. Und nebenbei läuft irgendein Fußballspiel gepaart mit Bier. Meiner berufstätigen Tante im Haushalt helfen? Fehlanzeige! Der Tagesablauf meiner Tante sieht etwas anders aus: Morgens muss sie meinen Cousin und meine 17 jährige Cousine zur Schule fahren, dann geht sie zur Arbeit, die Kinder abholen, einkaufen, kochen und putzen. Da bleibt ihr kaum Luft zum Atmen und ich bewundere sie für jeden überstandenen Tag. Die Ehe der Beiden ist seit der Diagnose der Krankheit kaputt, beide haben sich auseinander gelebt und eine Besserung ist nach so vielen Jahren auch nicht mehr in Sicht. Da mein Cousin zusätzlich zu seiner Krankheit nicht noch als Scheidungskind enden sollte, kam und wird eine Trennung nicht infrage kommen. Des Weiteren ist mein Onkel ein sehr jähzorniger und aggressiver Mann. In seinen wöchentlichen Wutanfällen wirft er ab und an mal allen vor, dass er mit einem behinderten Kind gestraft sie und sich fragt, warum er mit so einem Krüppel rumlaufen müsse. Schließlich ist er das Beste dieser Welt.

Und da frage ich mich: Ist es falsch, von mir zu denken, dass es für meinen Cousin das Beste wäre, wenn er von uns geht? Ist es richtig, dass er in solchen Familienverhältnissen aufwachsen muss? Ich versuche, so oft es geht, Zeit mit ihm zu verbringen und tue alles, um ihn von seinen Schmerzen abzulenken. Aber jedes Mal, wenn er sich an mich kuschelt, es sich auf meinem Schoß gemütlich macht und meine Hand nimmt, damit ich seinen Kopf streichele, könnte ich vor lauter Hilflosigkeit und Trauer anfangen zu weinen. Ich bitte um Vergebung und Verständnis dafür, dass ich den Tod als Lösung für meinen Cousin sehe. Ich schäme mich dafür, mit meinem Onkel verwandt zu sein und hoffe, dass er irgendwann alleine dasteht. Ohne Frau und Kinder. Ich einfach bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031692 vom 03.08.2013 um 22:25:24 Uhr (39 Kommentare).

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Ich ziehe meine Freunde vor

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Lügen Falschheit Engherzigkeit Familie

Ich (w/26) belüge seit ungefähr zwei Jahren meine Familie, um mich vor Familienfeiern zu drücken. Ich habe eine große Familie, ständig hat jemand Geburtstag und fast jeden Samstag ist dann irgendeine Geburtstagsfeier. Mir ging das schon jahrelang auf den Keks. Es ist doch fast jedes Mal das Gleiche: man hockt zwischen den Verwandten, hört sich zum hundertsten Mal deren Geschichten an, wird ständig gedrängt, doch noch etwas zu essen und guckt der Verwandtschaft zu, wie sie sich betrinken und endlose, sinnlose Diskussionen führen. Als junger Mensch möchte man seine freie Zeit doch meist lieber mit Freunden verbringen und ich bin eh kein großer Familienmensch, für mich bedeuten solche Treffen eher Stress. Als ich noch bei meinen Eltern lebte und doch mal einen Samstag lieber mit Freunden rumhing, anstatt mit der Familie, musste ich mir dann noch tagelang Vorwürfe anhören, was mir denn einfalle, meine Freunde der Familie vorzuziehen.


Dann beendete ich aber mein Studium und zog aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt, sie war ungefähr eine Stunde Fahrzeit von meiner Heimatstadt entfernt. Kurz darauf sollte ich wieder mal bei einer Familienfeier antanzen. Da ich eine stressige Woche hinter mir hatte und absolut keine Lust verspürte, griff ich zu einer Notlüge und behauptete, dass wir auf der Arbeit viel zu tun hätten. Deshalb musste ich am Samstag leider arbeiten und wäre danach sicher zu erschöpft, um noch den langen Weg auf mich zu nehmen. Es funktionierte, meine Familie glaubte mir meine Lüge und ich musste mir keine Vorwürfe anhören. Seitdem muss ich unglaublich oft samstags arbeiten, und wenn ich doch mal zu wichtigeren Anlässen wie Geburtstagen von Eltern, Großeltern oder irgendwelchen runden Geburtstagen auftauche, dann behaupte ich, dass ich meinen Chef nur schwer überzeugen konnte, mir diesen Samstag freizugeben. Das ist natürlich alles gelogen. Wir arbeiten nur in Ausnahmefällen samstags und dann nur ein paar Stunden, die wir dann im Laufe der nächsten Woche wieder absetzen. Und falls man wirklich mal etwas vorhat, kann man problemlos mit Kollegen tauschen. Ich beichte also, dass ich meiner Familie vorlüge, ich müsste hart arbeiten, weil ich keine Lust habe, Zeit mit ihnen zu verbringen. Und dass ich meine Samstage stattdessen mit Freunden oder alleine auf der Couch verbringe.

Beichthaus.com Beichte #00031683 vom 02.08.2013 um 00:32:34 Uhr (21 Kommentare).

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Der peinliche Bewerbungszusatz

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Ekel Peinlichkeit Dummheit Arbeit

Ich (w/24) hatte vor einer Weile ein Bewerbungsgespräch bei einer Firma, deren Job mich wirklich ansprach. Da sich auch viele andere auf die Stelle beworben hatten, war es sozusagen eine "Ehre", dass ich in die engere Auswahl kam. Ich sollte zum Gespräch meinen Lebenslauf, Qualifikationen und Ähnliches mitbringen und habe diese am Abend davor noch schnell ausgedruckt und die Bewerbungsmappe in meinem Schlafzimmer liegen lassen. Am nächsten Morgen bin ich hoch motiviert zu meinem Vorstellungsgespräch gefahren. Es lief auch super, der Chef war mir sympathisch und ich glaube, er war von mir auch ganz positiv überrascht. Ich wähnte mich schon im Arbeitshimmel, bis wir zur Besprechung des Lebenslaufs kamen. Die Mappe hatte ich natürlich dabei, der Mann schlug sie auf - und da war es. Ein unglaublich kringeliges, dunkles Schamhaar. So etwas Peinliches ist mir in meinem Leben noch nicht passiert. Peinlich berührt hat mein Gesprächspartner das Haar weggewischt und das Gespräch weitergeführt. Zwei Wochen später bekam ich eine Absage. Hiermit beichte ich, dass ich mir durch meine Unordentlichkeit zu Hause einen wirklich tollen Job versaut habe. Ich weiß, dass ich eigentlich niemandem etwas getan habe, aber das Ganze war mir so peinlich, dass ich es bisher noch keinem erzählt habe und es musste jetzt einfach mal raus.

Beichthaus.com Beichte #00031674 vom 31.07.2013 um 10:45:58 Uhr (16 Kommentare).

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